Lexikon Bau/Handwerk

Kleines Lexikon/Glossar Handwerk/Bauen

Buchstabe A

  • Außenfensterbänke
  • Außenwände

Buchstabe B

  • Bauherren-Haftpflichtversicherung
  • Bauüberwachung
  • Bauzeichnung
  • Beton

Mischt man Zement mit Sand und Wasser, erhält man Mörtel. Damit lassen sich Steine verfugen oder Mauern verputzen. Wird demselben Gemisch statt Sand Kies zugesetzt, erhält man Beton, den revolutionärsten und zugleich umstrittensten Baustoff unseres Jahrhunderts.

Beton hat zweifellos große Vorteile: Er lässt sich leicht und schnell herstellen, transportieren und verarbeiten. Auf Baustellen weiß man das zu schätzen.

Selbst von ökologischer Seite lässt sich zunächst nichts gegen Beton einwenden: Bei seiner Herstellung wird relativ wenig Energie verbraucht – weniger als beim Ziegel!

1. Reine Betonbauten sind wenig „atmungsaktiv“. Die Trägheit beim

Feuchtigkeitsausgleich macht sich beispielsweise dadurch bemerkbar, dass

neue Betonbauten 4-5 Jahre bis zur vollständigen Austrocknung benötigen.

2. Beton ist kalt und bedarf zusätzlicher Dämmaßnahmen, will man nicht buchstäblich beim Fenster hinausheizen.

3. Reine Betonbauten benötigen große Mengen an Stahl, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Herstellung von Stahl verursacht Energiekosten und damit wäre auch die ökologisch positive Bilanz von Beton in Frage gestellt.

4. Beton ist sehr anfällig gegen Witterungs- und Umwelteinflüsse. Die Sanierung

von Betonbauten verursacht hohe Kosten, ebenso deren Beseitigung.

  • Betonreparatur

Von Betonreparatur oder Instandsetzen des Betons spricht man, wenn Beton im Laufe der Nutzungsdauer abplatzt und der Stahl freiliegt. Hier muss nicht nur das entstandene Loch dicht geschlossen werden, sondern der freigelegte und entrostete Stahl muss mit einem Rostschutzmittel geschützt werden.

Das Hauptproblem bei der Betonreparatur ist der mangelnde Verbund zwischen Neu- und Altbeton. Die Abbinde- und damit verbundenen Schwindmechanismen lassen Versuche, Beton zu reparieren, scheitern. Hier hilft der Zusatz von Kunststoffen, die die erforderliche Klebkraft und Flexibilität bringen.

  • Blockhaus

Die wohl bekannteste Art des Fertighauses ist das so genannte Blockhaus. Bei dieser Bauweise werden ganze Balken als tragende Wände übereinander verbaut und durch schöne „Verkämmung“ der Ecken stabilisiert. Heute erhalten die Balken zusätzlich gefräste Nuten und Federn, und in die Stoßfugen werden Dichtungsprofile gelegt.

  • Bodentreppen

In älteren Bauten ist die fest eingebaute Treppe zum Boden noch selbstverständlich. Soweit die Dachböden bei Steildächern infolge ausreichender Dachneigung ausbaubar sind, führen auch hier ganz normale Geschoßtreppen zum Boden.

Wo die Dachneigung einen Ausbau nicht zulässt, der Dachboden nur gelegentlich begangen wird, vor allem aber wo es an Platz für eine fest eingebaute Treppe mangelt, kommt die Bodentreppe in ihren verschiedenen Ausführungen zum Einbau.

Unbestreitbarer Vorteil der Bodentreppe ist, dass sie im Raum darunter kaum zu bemerken ist und daß einige Konstruktionen auch im Dachraum sehr wenig Platz benötigen.

Buchstabe C

  • Carports

Carports werden in gut Neudeutsch die Überdachungen für Auto-Abstellplätze genannt. Sie gibt es wie die Terrassendächer in Vollholz, streich- oder druckimprägniert und in Schichtholz. Wichtig ist, dass die Standfestigkeit dieser sehr stark dem Windangriff ausgesetzten Dächer gewährleistet ist. Die Dachfläche muss ausreichend geneigt und entwässert sein, was auch im Winter funktionieren muss.

Buchstabe D

  • Decken

Sie trennen die einzelnen Geschoße von einander. Sowohl von der Konstruktionsweise wie auch vom Material her sind verschiedene Lösungen möglich. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Massivdecken und Fertigteildecken. Sämtliche Deckenarten unterliegen den geltenden Schall-, Brand- und Wärmeschutzbestimmungen.

  • Dekorplatten

Damit werden all jene Holzwerkstoffe bezeichnet, die aus mehreren Massiv- oder Spanholzschichten verleimt und auf der Oberseite mit einer dünnen Deckschicht aus Edelholz überzogen sind. Formate, die von der Brett- bis zur Tafelgröße reichen, eignen sich vor allem für Vertäfelungen von Wänden und Decken.

  • Dichtungsmittel

Die Wirkungsweise von Dichtungsmitteln ist physikalisch. Sie bewirken, dass die Haarröhrchenwirkung umgekehrt wird in Wasserabstoßung. Dadurch kann kein Wasser in das Kapillargefüge eindringen. Dichtungsmittel sind als Flüssigkeiten oder in Pulverform erhältlich.

  • Dispersionsfarbe

Dispersionsfarben bestehen größtenteils aus wassergelösten Kunst- und Weißstoffen. Die Bindemittel basieren auf Rohstoffen wie PVC, Acrylsäureester oder Styrol Butadien. Aus medizinischer Sicht wie aus Umweltschutzgründen ist diesen Mitteln mit Vorsicht zu begegnen.

Dispersionsfarben bilden einen dicken, zweifelsohne recht witterungsbeständigen Farbfilm. Sie halten auf nahezu allen nur denkbaren Untergründen. Ihre Wasserdichtigkeit ist hervorragend, die Dampfdurchlässigkeit in der Regel dagegen eher mäßig.

Buchstabe E

  • Elektrische Sicherungen

Im Verteilerkasten überwachen Sicherungen die Überlastung des Netzes. Statt der Schmelzsicherungen werden heute allgemein die zweckmäßigeren Sicherungsautomaten eingebaut. Die Funktionsweise ist im Prinzip zwar die gleiche – der Stromkreis wird bei Überlastung unterbrochen; doch der Sicherungsautomat bleibt weiter einsatzfähig, während die durchgebrannte Schmelzsicherung ausgetauscht werden muss. Sicherungen sind noch kein ausreichender Schutz gegen Stromschläge. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es auch nicht, doch können sog. FI-Schalter die Sicherheit deutlich erhöhen. Sie schalten bei Überstrom sofort das gesamte Netz ab. Solche Fehlerstrom-Schutzschalter werden direkt in den Verteilerkasten eingebaut.

  • Elektrospeicherheizung

In einem Speicherheizgerät wird ausschließlich kostengünstiger Nachtstrom in Wärme umgewandelt und vorzugsweise für eine spätere Wärmeabgabe im Gerätekern gespeichert. Die Wärmeabgabe erfolgt vorwiegend konvektiv, d. h. die Luft wird im Gerät erwärmt und mittels Ventilatoren im Raum verteilt. Dadurch entsteht eine hohe Luftbewegung, verbunden mit der Aufwirbelung verschwelten Staubes.

Das Speichergerät selbst ist äußerst einfach aufgebaut: Es besteht im Kern aus einem schweren Speichermaterial, z. B. Magnesit, das mittels elektrischer Heizwiderstände bis auf 600 Grad aufgeheizt wird. Der Speicherkern wird mit Wärmedämmmaterial und einer Verkleidung aus Stahlblech oder keramischen Kacheln ummantelt.

Der Einbau von Elektrospeicheröfen empfiehlt sich höchstens für Altbauten, in denen weder ein geeigneter Heizungskeller, noch ein intakter Schornstein, noch ein Gasanschluss vorhanden ist. Jeder zu beheizende Raum benötigt ein eigenes Speichergerät, das trotz kompakter Form relativ viel Platz beansprucht. Für die Installation ist ein Starkstromanschluss erforderlich.

Buchstabe F

  • Farbige Außenputze

Wird eine Fassade frisch verputzt, besteht die Möglichkeit, statt eines Anstrichs auf eingefärbten Mörtel zurückzugreifen. Anstrich und Putz lassen sich damit in einem Arbeitsgang erledigen. Man verwendet in der Regel farbige Fertigmörtel. Die Gefahr einer falschen Farbdosierung, wie sie beim Selbstanmischen besteht, wird damit von vorneherein ausgeschaltet.

Mit farbigen Mörteln lassen sich nicht nur satte, sondern auch miteinander harmonierende Fassadenfarben erzielen. Die Farben waschen sich mit der Zeit etwas aus, was einen besonders für historische Bauten wünschenswerten Patinaeffekt ergibt.

  • Fertighaus

Fertighäuser werden vorwiegend in Leichtbauweise erstellt. Durch neuartige Baustoffe und fortschreitende Rationalisierung ist die Bauweise der Fertighäuser in den letzten Jahren enorm verbessert worden, so dass sie den Charakter des Behelfsmäßigen längst verloren hat und qualitätsmäßig heute praktisch auf einer Stufe mit Massivhäusern steht.

  • Fertigputzgips

Der Handputz als Alternative zum Maschinenputzgips, enthält vom werk her neben Stellmitteln Füllstoffe wie Perlite oder Sand. Er versteift langsam und besitzt gute Verarbeitungseigenschaften.

  • Feuerschutztüren

Damit sich ein in einem Bau entstandener Brand nicht uneingeschränkt ausbreiten kann, sind bestimmte Bauteile durch Brandmauern voneinander getrennt. Wo diese Brandmauern durchbrochen werden, müssen Abschlüsse eingebaut werden, die der Ausbreitung des Brandes widerstehen. Als Feuerschutzabschlüsse gelten bewegliche, ein- oder zweiflügelige Raumabschlüsse, die selbst schließend sein müssen und die einer bestimmten Feuerwiderstandsklasse T entsprechen müssen.

  • Feuerversicherung

Der Abschluss einer Feuerversicherung ist in einem Zwangsversicherungsgebiet ab Baubeginn vorgesehen. Die freien Versicherungen bieten sogar eine prämienfreie Rohbauversicherung bis zu sechs Monaten an, sofern rechtzeitiger Abschluss für die Versicherung des fertig gestellten Hauses beantragt wird.

  • Frostschutzmittel

für Putze werden meist nur für unumgängliche Reparaturarbeiten, die unaufschiebbar auch bei Frost ausgeführt werden müssen, verwandt.

Es sind Salze, die gelöst werden und in der Lösung den Gefrierpunkt herabsetzen. Dadurch kann das Anmachwasser des Putzes auch bei einigen Graden unter 00 C noch nicht gefrieren und das Bindemittel kann, soweit es zum Abbinden keine höhere Temperatur benötigt, abbinden.

  • Furnier- und Tischlerplatten

Gewöhnlich werden Furnier- und Tischlerplattem als Sperrholz bezeichnet. Gemeinsam ist all diesen Platten ein mehrschichtiger Aufbau aus Furnier- oder Massivholz.

Buchstabe G

  • Garagen

Nicht jeder Haus- und Fahrzeugbesitzer gibt sich mit einem offenen Abstellplatz für sein Auto zufrieden. Seit Garagen als Beton-Fertigteile in großen Serien gebaut werden, wird kaum noch irgendwo eine Garage gemauert, zumal man selbst das Dach zufrieden stellend variieren kann.

  • Gasbetonsteine

Gasbeton entsteht aus Sand, Kalk und/oder Zement unter Zugabe von Wasser und Aluminiumpulver. Das Aluminiumpulver wird als treibmittel eingesetzt, das eine Vielzahl von Poren im Stein hinterlässt. Die Handlichkeit der relativ leichten und großformatigen Gasbetonsteine ermöglicht rasches Bauen, das sich für Selbstbausysteme gut eignet. Der Stein lässt sich ähnlich leicht sägen, bohren, dübeln und nageln wie Holz. In einem vereinfachten Klebeverfahren lassen sich die Steine mit einer dünnen Mörtelschicht miteinander verbinden.

Gasbeton hat aber nicht nur Vorteile. Ähnlich wie ein Schwamm kann er zwar Feuchtigkeit schnell und intensiv aufnehmen, aber er gibt sie nur zögernd wieder ab. Er neigt dazu, wie die Praxis zeigt, größere Feuchtigkeitsmengen zurückzuhalten.

Unbestritten sind die guten Wärmedämmeigenschaften von Gasbeton. Sie beruhen auf seiner leichten und porigen Struktur. Beliebt sind Gasbetonsteine für leichte Trennmauern. Bevorzugt eingesetzt werden sie beim Ausbau von Dachgeschoßen.

  • Gipsfaserplatten

Gipsfaserplatten unterscheiden sich nur geringfügig von Gipskartonplatten. Sie werden aus Naturgips und Zellulosefaser unter Zusatz eines Imprägniermittels gegen Feuchteeinwirkung hergestellt. Die Platten sind beständig gegen Feuchtigkeit, nicht brennbar und äußerst stabil. Sie können also im gesamten Hausbereich eingesetzt werden. Auch in preislicher Hinsicht lohnt sich ein Vergleich, zumal Feuchte- und Feuerschutz gewährleistet sind, während bei Gipskartonplatten für Zusatzausrüstungen Aufpreise bezahlt werden müssen.

  • Gips- Wandbauplatten

Eigentlich ist der Begriff Wandbauplatte für diesen Baustoff irreführend. Die Platten haben ähnliche Abmessungen wie großformatige Bausteine. Gips Wandbauplatten bestehen durchgehend aus Gips, der mit einem porenbildenden Mittel aufgeschäumt sein kann.

Die Platten werden wie großformatige Mauersteine Stein auf Stein gesetzt. Sie haben ein umlaufendes Nut- und Federsystem. Mit einer dünnen Schicht Fugengips oder Baukleber lässt sich auf einfache Weise eine standsichere Trennwand für Innenräume errichten.

  • Grundstücks- Haftpflichtversicherung

Sie haftet beispielsweise, wenn unbefestigte Teile am Haus fremdes Eigentum beschädigen oder ein Passant auf dem provisorisch befestigten Gehweg zu Schaden kommt. Die Grundstücks-Haftpflichtversicherung sollte an die Bauherren-Haftpflichtversicherung anschließen.

  • Grundofen

Klassischer Vertreter des Kachelofens ist der Grundofen. Er hat einen mit Schamotte ausgemauerten Brennraum, von dem aus der heiße Rauch durch ein Zugsystem im Ofen geleitet wird. Je länger der Rauch im Ofen gehalten werden kann, desto besser ist die Wärmeausnutzung. Die Gestalt des Ofens wird durch die jeweilige Auslegung von Brennraum und Zügen sowie das verwendete Kachelmaterial bestimmt. Ein echter Grundofen hat keinen Rost. Die Verbrennung erfolgt auf dem Boden (»Grund«) des Ofens. Bei dieser Bauart darf nur Holz verbrannt werden. Werden Rost und Aschekasten eingebaut, kann der Ofen auch mit Kohle und Briketts befeuert werden.

Buchstabe H

  • Haftemulsion

Die Haftung von Neu auf Alt ist bei Putz, Estrich und Beton schlecht. Mit dem Austrocknen schwindet der aufgebrachte Mörtel oder Putz und löst sich vom reparierten, alten Teil ab. Kunststoff-Haftemulsionen besitzen eine gewisse Zähfestigkeit, mit der sie die entstehenden Spannungen überbrücken und so das Ablösen verhindern. Diese Eigenschaft besitzen die mineralischen Bindemittel nicht. Haftemulsionen haben ein breites Aufgabengebiet am Bau überall da gefunden, wo Reparaturen auszuführen sind, an Putz, Estrich, Natur- oder Kunststein und Beton.

  • Hartschaum

Unter dem Begriff Hartschaum sind Dämmmaterialien aus Polystyrol und Polyurethan zusammengefasst. Polystyrolplatten sind in der Regel weiß oder grün und Polyurethanplatten gelb. Polystyrolplatten werden vor allem zur Innendämmung eingesetzt, sowie zur Kerndämmung und zur Dämmung von Kelleraußenwänden. Zusätzlich mit einer dünnen Schicht Holzwolle-Leichtbauplatte versehen, werden die Platten vor allem für die Dämmung von Rollladenkästen, Außenrändern von Betondecken, Mauernischen etc. eingesetzt. Polyurethanplatten finden vorwiegend bei der Steil- und Flachdachdämmung Verwendung.

Hartschaumplatten neigen zum Schwinden. Sie sollten deshalb vor der geplanten Verarbeitung mindestens sechs Wochen an einem trockenen, mäßig temperierten Ort aufbewahrt werden, damit die Gefahr des Schwindens nach dem Einbau ausgeschlossen wird.

  • Heizsysteme

Das bekannteste und in den Haushalten am meisten verbreitete Heizsystem ist die

Zentralheizung. Sämtliche Räume einer Wohnung werden dabei von einer zentralen Stelle aus erwärmt. Herzstück einer solchen Anlage ist der Heizkessel, der bevorzugt mit 01 oder Gas betrieben wird. Brennstoffe wie Kohle, Koks, Holz oder Strom spielen dagegen eine untergeordnete Rolle.

Im Heizkessel wird Wasser erwärmt, das über ein Leitungssystem Wärme zu den Heizkörpern transportiert, über die Heizkörper Wärme abgibt und abgekühlt zurück zum Kessel fließt, um erneut erwärmt zu werden. Auf Grund des Schwerkraftprinzips steigt das warme Wasser von selbst nach oben, zur besseren Regelung wird der Kreislauf von einer Pumpe unterstützt.

  • Holz

Unter den Baustoffen gibt es keine krasseren Gegensätze als Holz und Beton. Beton ist ein toter Baustoff – Holz lebt, auch wenn es verbaut oder als Möbel verarbeitet ist. Es »arbeitet«, was man spätestens dann merkt, wenn es im Holz knackt oder wenn beispielsweise die Fugen zwischen Brettern immer breiter werden.

Holz verfügt über ein Porensystem mit einer riesigen inneren Oberfläche Dadurch kann es viel Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und genauso auch wieder abgeben. Äußerlich sichtbar wird diese Eigenschaft durch Quell- und Schrumpfbewegungen.

Für den Hausbau ist Holz ein idealer Baustoff. Es erzeugt nicht nur ein ausgeglichenes Raumklima, sondern besitzt auch gute Wärmedämm- und Wärmespeichereigenschaften. Auch sein angenehmer Geruch und die natürliche Farbgebung tragen dazu bei, sich in der Umgebung von Holz wohl zu fühlen. Holz ist ein außerordentlich vielseitiger Baustoff.

Buchstabe I

  • Innenanstrich

Es gibt Wanduntergründe, die sich einfach durch Überstreichen erneuern lassen. Das ist sehr praktisch. Andere Wandfarben dagegen müssen abgewaschen werden, bevor ein Neuanstrich möglich ist. Letzteres Verfahren ist zwar aufwendiger, aber hygienischer, denn je mehr Farbschichten übereinander gelegt werden – und das gilt ganz besonders für Dispersionsfarben – desto undurchlässiger wird der Farbfilm. Schließlich kleben so viele Schmutzschichten übereinander, bis sie eines Tages wie Blätterteig von der Wand fallen.

Buchstabe J

  • Jalousien

Jalousien sind ein wirksamer Sonnenschutz, da die Alu- Lamellen das einfallende Sonnenlicht reflektieren. Sie gibt es als Innen- und Außenjalousien. Innenjalousien sind leicht zu montieren und auch zu bedienen.

Buchstabe K

  • Kachelofen

Dass der Kachelofen in unseren Tagen eine neue Renaissance erfährt, darf nicht nur der Nostalgiewelle zugeschrieben werden. Neben den ideellen und dekorativen Pluspunkten hat der Kachelofen auch ganz handfeste Vorzüge, die selbst für moderne Heizungsanlagen noch richtungsweisend sein können: So nützt er bei richtigem Aufbau die Brennstoffenergie bis zu 90% aus. Gleichzeitig liefert er einen hohen Anteil an milder Strahlungswärme. Dies gilt allerdings nicht für alle Arten von Kachelöfen gleichermaßen. Die Art der Wärmeabgabe ist abhängig von derjeweiligen Bauweise.

  • Kalkfarbe

Wegen ihrer Atmungsaktivität bei gleichzeitig hoher Wasserdichtigkeit eignen sich Kalkanstriche gut für Außenwände. Im Gegensatz zu den stumpfen oder grellen Synthetikfarben wirken Kalkfarben immer durchsichtig und unaufdringlich weiß. Kalkfarben halten nur auf Putz, am besten auf frischem Kalkputz.

Reine Kalkfarben sind allerdings anfällig gegen Umwelteinflüsse, insbesondere gegen sauren Regen. Die schwefelige Säure wandelt den Kalk in Gips um. Gips ist wasserlöslich und wird vom Regen abgeschwemmt. Konnte man früher beim Kalkanstrich eine Lebensdauer von etwa einer Generation voraussetzen, so beträgt sie heute höchstens noch 8 bis 10 Jahre.

  • Kalksandsteine

Kalksandsteine, kurz KS genannt, bestehen aus Kalk und Sand. Bei der Herstellung werden die beiden Rohstoffe miteinander vermischt, geformt und unter Dampfdruck gehärtet. Der weiße Baustein ist schwer und hart. Gemessen am Ziegel hat der Kalksandstein ökologische Vorteile: für die Herstellung ist deutlich weniger Energie nötig, und es werden keine giftigen bzw. gesundheitsschädlichen Substanzen an die Luft abgegeben. Wegen seiner Dichte und seines hohen Gewichts eignet sich der Kalksandstein zudem hervorragend für Wärmespeicherung und Schallschutz. Damit ist er das klassische Baumaterial für Innenmauern. Beim Kalksandstein lässt sich das Wärmedämmvermögen z. B. durch Lochung nur begrenzt verbessern.

  • Kleber

Die Verbindungstechnik hat durch die Vielzahl von Klebern – heute richtigerweise Klebstoffe zu bezeichnen – völlig neue Wege eröffnet bekommen. Am Bau hält der Klebstoff noch recht zögernd Einzug.

Klebeverbindungen kommen bis jetzt nur bei den Bauelementen und im Innenausbau zur Anwendung. Was zunehmend geklebt wird, sind Kunststoffe und Holz.

Die hohen Festigkeiten von Epoxid- Kleber erschließen z. B. Möglichkeiten im Kanalbau bei Anschlüssen. Auch Faserzementbaustoffe, Kunst- und Naturstein, Keramik und Glas werden zunehmend mit guten Erfolg geklebt.

  • Kunststoffböden

Mit Kunststoffböden bezeichnet man solche Beläge, welche aus einer homogenen Kunststoffschicht mit oder ohne Rücken bestehen. Auf den ersten Blick sind manche Kunststoffböden leicht mit Linoleum zu verwechseln. Deutliche Unterschiede bestehen aber in der Zusammensetzung: Die geläufigen Kunststoffbeläge, PVC, CV und Gummi sind künstliche Produkte aus der Retorte, Linoleum besteht aus Naturstoffen.

Neben PVC-Belägen gibt noch zahlreich weiterer Kunststoffböden, so die bereits genannten CV- Beläge, deren Oberseite aus PVC und deren Unterseite aus Kunstschaum besteht. Unter den Kunststoffböden ist diese Art am häufigsten gefragt, meist als Küchenboden im beliebten Florentiner Kachelmuster.

Buchstabe L

  • Lasuren

Ursprünglich haben sich die Lasuren aus den Holzschutzmitteln entwickelt. Als Lasuren werden all jene Mittel bezeichnet, die entweder farblos oder mit Pigmenten eingefärbt sind. Alle Lasuren sind transparent, d. h. sie lassen den Holzuntergrund durchscheinen.

Für den Außenbereich kommen nur Mittel mit genügender Beständigkeit gegen Witterung und UV-Strahlung in Frage. Selbst von Mitteln mit der Bezeichnung „lichtecht“ oder »beständig gegen UV-Strahlen» darf man aber nicht erwarten, dass sie frisches Holz auf Dauer in seiner ursprünglichen Helligkeit erhalten.

  • Latexfarbe

Latexfarben haben einen besonders hohen Kunststoffanteil, der sie in die Nähe von Lacken rückt. Sie bilden einen sehr dichten, scheuerbeständigen Film, der praktisch wie eine Dampfbremse wirkt und damit die Maueratmung unterbindet. Latexfarben haften schlecht, bei falschem Aufbau des Untergrundes neigen sie daher zum Aufplatzen. Das enthaltene Bindemittel ist giftig.

Eingesetzt werden sollten diese Farben nur dort, wo die relative Luftfeuchtigkeit ständig über 70% liegt, also etwa in Schwimmbädern.

  • Leichtbetonsteine

Leichtbetonsteine werden aus Leichtzuschlägen und Zement hergestellt. Als Zuschläge bieten sich eine Vielzahl von Materialien an:

– leichte Naturzuschläge wie Naturbims, Lavaschlacke, Blähglimmer

– leichte Zuschläge aus Industrieschlacken wie Hochofenschlacke u. ä.

– gebrannte Leichtzuschläge wie Blähton, Ziegelsplitt

– pflanzliche Zuschläge wie Holz, Holzspäne

Beliebt sind Leichtbetonsteine vor allem im Fertighausbau. Dort werden sie vorwiegend als Füllsteine eingesetzt, d. h. die Steine können einfach trocken zu Mauern aufgeschichtet und anschließend mit Beton verfüllt werden. Dieses Verfahren vereinfacht und beschleunigt das Mauern ganz wesentlich. Deshalb kommen Füllsteine auch vorwiegend für Selbstbausysteme in Frage.

  • Leimfarbe

Leimfarben haben sich zwar seit langem als Wandfarbe bewährt, gerieten aber durch die Dispersionsfarben in Vergessenheit. Die Farben bestehen aus Kreide und einem bindenden Leim. Diese beiden Komponenten sind vor dem Streichen miteinander zu vermischen. Leimfarben haften nicht so problemlos auf allen Untergründen wie Dispersionsfarben. Gegebenfalls sollten deshalb saugende Gründe wie Putz oder Gips und ebenso sandende Wände vorbehandelt werden. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, erst einmal auf einer kleinen Wandfläche einen Probeanstrich durchzuführen.

Ebenso wenig halten Leimfarben auf alten Dispersionsfarben oder auf mehreren Schichten alter Leimfarben.

  • Lehm

Kostengünstig bauen, ökologisch bauen, selber bauen: unter diesen Gesichtspunkten hat auch der Lehmbau hierzulande – zumindest in der Diskussion – an Bedeutung gewonnen. Der plausibelste Grund für seine Renaissance dürfte wohl sein, dass der Baustoff Lehm in weiten Teilen des deutschsprachigen Raumes vor der Haustüre liegt. Manchmal genügt schon ein oberflächliches Schürfen im Baugrund – und schon stößt man auf Lehm. Gräbt man den Lehm selbst aus erhält man einen Baustoff quasi zum Nulltarif.

Lehm besteht aus tonhaltigen Erden und Sand. In seiner reinsten Form, den Ton, kommt er nur selten vor. Meist enthält er Beimischungen verschiedenster Art. Eine rötliche Farbe verrät zum Beispiel einen bestimmten Gehalt an

Eisenverbindungen, braune Färbungen rühren von Manganbeimengungen her und helle bis weiße Färbungen von Kalk—und Magnesiumgehalt. Nicht jeder Lehm ist gleich geeignet zum Bauen. Prüfverfahren können neu bei Lehminstituten durchgeführt werden.

  • Leichtbauweise

Die Leichtbauweise hat sich ursprünglich in Nordamerika durchgesetzt. Weit ver- breitet ist sie auch in den skandinavisch Ländern. Statt Stein auf Stein zu setze: werden bei dieser Bauweise möglich leichte und großformatige Bauteile eingesetzt.

Grundgerüst ist ein Holzskelett, das mit leichten Wandelementen eingeschalt wird.

  • Lichtschächte

Lichtschächte haben, wie schon der Name erwarten lässt, die Aufgabe, Licht und Frischluft an die Fenster in erdverbauten Bauöffnungen gelangen zu lassen und den nötigen Abstand des Erdreichs von den Fenstern zu gewährleisten. Da, wo das Kellermauerwerk im Bereich der Fenster in der Erde verschwindet, müssen die erforderlichen Keller-, Mehrzweck- oder auch Wohnraumfenster durch Lichtschächte in die Lage versetzt werden, ihre Aufgabe zu erfüllen.

In einigen Fällen werden noch Betonlichtschächte aus Fertigteilen eingebaut, davor wurden sie betoniert oder gemauert.

  • Luftfeuchtigkeit

Dank seiner porösen Struktur kann der Ziegel Wasserdampf aus der Luft aufnehmen und abgeben. Dadurch lassen sich Feuchtigkeitsschwankungen in der Raumluft ausgleichen. Neben Holz, Gips und dem ungebrannten Lehmstein zählt der Ziegel damit zu den raumklimatisch aktivsten Baumaterialien.

Buchstabe M

  • Massivbauweise

Zu Massivbauten werden Bauwerke gezählt, die aus schweren Materialien wie Ziegel, Kalksandstein, Beton oder Betonstein bestehen. In solchen Gebäuden werden auch die Geschoßdecken gewöhnlich aus schweren Teilen wie Beton oder Betonstein gefertigt.

Die Vorteile der Massivbauweise beruhen vor allem auf

-großer Standfestigkeit

– gutem Schall- und Brandschutz – langer Lebensdauer und

– großer Wärmespeicherfähigkeit.

  • Massivdecken

Als klassische Massivdecke gilt die Stahlbetondecke, die an Ort und Stelle aus Beton in einer Stärke von 10 – 20 cm gegossen wird. Beton allein wäre jedoch zum Einsturz verdammt, wenn nicht ein „Korsett“ aus Baustahlgewebe für Halt sorgen würde.

  • Mineralfasern

Im Bau- und Heimwerkerbereich nehmen die gelblichen Mineralfasermatten und

Platten eine vorrangige Stellung ein. Verkaufsschlager sind die einseitig mit Alufolie beschichteten und teils mit Papier kaschierten Randleistenfilze. Sie sind hinsichtlich Dämmeigenschaften und Anwendung unbestritten das ideale Dämmmaterial für Dachgeschoßausbauten. Diese Dämmmaterialien bestehen in der Hauptsache aus feinen Fasern, die aus der Glasschmelze gewonnen werden. Zur Erhöhung der Festigkeit werden Bindemittel zugesetzt.

  • Montageschaum

Er ist ein hervorragendes Material, das bei richtiger Anwendung die Gewähr bietet, dass Fenster und Türen im Mauerwerk fest und dicht sitzen. Die Montageschäume mit kurzem Erhärtungsablauf ermöglichen einen flotten Arbeitsfortschritt.

Buchstabe N

  • Nägel

Was man schlechthin als Nägel oder auch Drahtstifte anspricht, sind die in der Holzverarbeitung üblichen Flachkopfnägel. Diese Drahtstifte gibt es auch in gestauchter Ausführung, rund und vierkantig, blank und verzinkt. Bei den Drahtstiften werden die Abmessungen in zwei Zahlen angegeben, z. B. 28 x 65. Die erste Zahl muss dabei in Gedanken mit einem Komma versehen werden, dann erhält man die Angaben der Dicke x Länge in mm. Bei den Stauchkopfstiften ist der Kopf nur wenig dicker als der Schaft selbst, damit er nach dem Einschlagen nicht zu sehen ist.

  • Naturharz-Dispersionsfarbe

Statt der üblichen Kunstharze enthalten die Bio- Dispersionsfarben Naturharze als Bindemittel und als Weißstoffe Kreide oder Titanweiß. Soweit die Farben von seriösen Herstellern stammen, darf man davon ausgehen, dass die Naturharzfarben frei von Giftstoffen sind. Naturharz-Dispersionsfarben haften auf nahezu allen Untergründen

O

Buchstabe P

  • Pergolen

sind eigentlich Rankgerüste für Kletterpflanzen, doch bei vielen Herstellern heißen auch Terrassenüberdachungen noch Pergolen. Allesamt sind sie jedenfalls Hilfen zum Wohnen im Garten, zur Erweiterung des Hauses.

Q

Buchstabe R

  • Rollladenkästen

Rollladenkästen haben die Aufgabe, den Rollladenballen – so heißt der auf die Welle aufgewickelte Rollladen – aufzunehmen und ihn ohne Behinderung sich abwickeln zu lassen. Dabei sollen die Rollladenkästen verschlossen und trotzdem so gut zugänglich sein, dass Reparaturen am Rollladen nicht zwangsläufig Malerarbeiten nach sich ziehen.

Überdies sollen sie, die meist in der normalen Mauerdicke den Rollladenballen aufnehmen, kein „Loch“ in der Wärme und Schalldämmung der Außenwand entstehen lassen.

Buchstabe S

  • Schallschutz

Glas hat an sich gute Voraussetzungen zur Schalldämmung. Es ist schwer, Fensterscheiben sind jedoch dünn und lassen sich zum Mitschwingen anregen. Am stärksten schwingt eine Scheibe mit, wenn der auftreffende Schall in den Bereich der Eigenschwingungsfrequenz der Scheibe gelangt. Die hängt von der Glasdicke ab.

2 Scheiben gleicher Dicke werden also im selben Frequenzbereich gleich stark schwingen. Der auftreffende Schall geht durch. Dem begegnet man, indem man Scheiben aus unterschiedlich dickem Glas miteinander verbindet. Je nachdem, aus welchen Frequenzen sich der jeweilige Lärmpegel vorwiegend zusammensetzt, sind die Schallschutzgläser entsprechend auszuwählen.

  • Schnittzeichnung

Die gesamten Höhenmaße sind aus der Schnittzeichnung ersichtlich, wie auch der Dachausbau, Schornsteinverlauf und Treppenanordnung.

  • Schrauben

Recht groß ist der Anteil der Schrauben, die der Befestigung an Holz dienen. Meist dieselben Schrauben werden auch zur Befestigung an Mauerwerk und Beton eingesetzt, doch werden dann Dübel verwandt.

Bei den Schrauben unterscheidet sich das benötigte Werkzeug nach der Art des Schraubenkopfes. Kleinere Schrauben können gewöhnlich mit Schraubendrehern eingedreht werden. Je nachdem, ob der Schraubenkopf einen Längs-, einen Kreuz- oder Pozidrivschlitz hat, braucht man einen Schraubendreher mit der entsprechenden Klinge.

  • Selbstbauhäuser

Selbstbauhäuser lassen sich in zwei Gruppen einteilen: in Fertighäuser der Holzskelettbauweise und in Massivhäuser aus speziellen selbstbaugeeigneten Bausystemen. Mit dem Aufstellen eines Holzskeletts ist der Laie in der Regel überfordert. Bei Verwendung eines solchen Systems bleiben die Eigenleistungen also auf den Innenausbau beschränkt.

Reine Selbstbauhäuser können vom Laien dagegen auch im Rohbau selbst errichtet werden. Dazu erhält er genaue Anleitungen vom Herstellerwerk.

  • Spindeltreppen

Dort, wo die normale Wendeltreppe ihr Treppenauge hat, befindet sich bei der Spindeltreppe die Spindel, die Mittelsäule mit tragender Funktion. Die Spindeitreppe zeichnet sich durch einen besonders geringen Raumbedarf aus. Es gibt sie in vielfältigen Materialkombinationen.

Bei Spindeltreppen unterscheiden wir, wie bei allen gewendelten Treppen, Links- und Rechtslauf.

  • Stromleitungen

Für die Stromzuführungen zu Lampen, Steckdosen etc. verwendet man im Wohnungsbau heute meist Stegleitungen, die in allen trockenen Räumen in und unter Putz verlegt werden können. Mantelleitungen kommen dagegen vorwiegend für Feuchträume und im Freien in Frage. Sie werden vielfach auch noch auf Putz verlegt.

Im Umfeld von Wechsel- und Drehstromleitungen entstehen künstliche elektrische Wechselfelder. Sie finden sich in unseren mehr und mehr verkabelten Wohnungen genauso wie unter Freiland- und Überlandleitungen. Wie und ob diese Felder mit ihrer Frequenz von 50 Hertz biologisch wirksam werden, ist bislang nicht lückenlos erforscht. Baubiologen und Wohnmediziner raten jedenfalls zur Vorsicht.

Buchstabe T

  • Teppichböden

Teppichböden vermitteln den Eindruck besonderer Behaglichkeit. Die weichen und warmen Textilbeläge gehören deshalb zu den beliebtesten Böden in deutschen Stuben. Der Markt hat sich der großen Nachfrage angenommen und bietet ein reichhaltiges Angebot unterschiedlicher Materialien und Qualitäten. Die meisten Teppichböden sind sich in ihrem Aufbau sehr ähnlich. Sichtbar ist nur die Nutzschicht, die auf eine Trägerschicht geklebt wird. Diese Trägerschicht erhält wiederum eine Beschichtung, den Rücken.

  • Leichte Trennwände

Leichte Trennwände finden vor allem bei Fertighäusern Anwendung oder bei nachträglichen Einbauten beispielsweise in Dachgeschoßen, wenn statisch keine größeren Lasten zulässig sind. Als leicht gelten deshalb nur solche Trennwände, deren flächenbezogene Masse 100 kg/qm nicht übersteigen.

Häufig bestehen leichte Trennwände aus zwei dünnen Schalen, deren Zwischenräume mit schallschluckenden und wärmedämmenden Materialien gefüllt sind.

U

V

Buchstabe W

  • Wandaufbauten

Im Laufe der Jahrhunderte konnten sich unterschiedliche landschaftsgebundene Baustile und eigenständige Bauformen entwickeln: Im windigen, regenreichen Norden wurde traditionell anders gebaut als im warmen und milden Südwestzipfel der Bundesrepublik oder in den Mittelgebirgen und der Alpenregion, wo der Kälteschutz eine vorrangige Bedeutung hat. Auch die unterschiedlichen Konstruktionsweisen der Außenmauern sind von den klimatischen Einflüssen geprägt.

  • Wärmeverhalten

Das Wärmeverhalten richtet sich nach der Beschaffenheit der verwendeten Materialien: Dichte und schwere Vollziegel sind gute Wärmespeicher. Innerhalb eines Hauses sind Innenmauern und Decken aus Vollziegeln ideale Wärmebatterien. Ihre Masse speichert die Wärme noch lange, wenn die Heizung bereits abgeschaltet ist. Krasse Temperatursprünge werden damit vermieden.

Bei Außenmauern rangiert dagegen Wärmedämmung vor Wärmespeicherung.

  • Warmluftofen

Der Warmluft-Kachelofen hat nur die äußere Erscheinung mit einem echten Kachelofen gemeinsam. Unter dem Kachelmantel verbirgt sich ein stählerner Einsatzofen, an dessen gerippten Flächen sich die Luft erhitzt und durch Öffnungen im Kachelmantel oder über Schächte in einen oder mehrere Räume geblasen wird. Die Wärmeabgabe funktioniert demnach vorwiegend konvektiv, kann also nicht mit der beim echten Kachelofen so geschätzten Strahlungswärme verglichen werden.

Der Warmluft-Kachelofen hat aber den Vorteil, dass die Wärme ohne lange Anheizzeit relativ schnell zur Verfügung steht und sich auch besser regulieren lässt als beim sehr träge reagierenden Grundofen. Äußerlich erkennt man Warmluft-Kachelöfen an ihren Lüftungsgittern.

  • Wasseranschluss

Ab Wasserwerk wird das Wasser in Transportleitungen mit Durchmessern von 30 bis 120 cm in die Verbrauchsgebiete geführt. Jedes zu versorgende Grundstück erhält eine eigene Anschlussleitung. Sie führt in den Hausanschlussraum und muss in der Mauerdurchführung durch ein Schutzrohr geschützt sein.

Unmittelbar hinter der Mauerdurchführung wird von den Wasserwarten der Wasserzähler eingesetzt. Der Wasserzähler ist geeicht und plombiert und muss spätestens alle acht Jahre ausgewechselt werden. Hinter dem Wasserzähler beginnen die hauseigenen Verbrauchsleitungen.

Buchstabe Z

  • Zäune

Zäune sollen begrenzen, sollen ungebetene Besucher fernhalten und auch vor Sicht schützen. Die Palette reicht vom Latten- über den Jäger- und Bohlenzaun bis zum hohen und dichten Flechtzaun.