Garten Lexikon/Glossar

Kleines Lexikon/Glossar Thema Garten

Buchstabe A

  • Ableger

vegetative Vermehrungsart, bei Gehölzen, Beerenobst, Ziersträuchern und sich ausbreitenden, kriechenden Stauden. Bei Gehölzen werden die Zweige seitlich abgebogen, mit Erde bedeckt und befestigt. Wenn sie sich bewurzelt haben, werden sie von der Mutterpflanze abgetrennt. Bei verschiedenen Stauden, z.B. Günsel, Immergrün, Schaumblüte, Ungarwurz und ähnlichen bilden sich Wurzeln an Ranken oder Trieben, die als Jungpflanzen abgetrennt werden können.

  • Ableiten

Schnittmethode, bei der ein Ast/Zweig eines Baumes oder Strauches auf einen tiefer gelegenen, nach außen stehenden Seitenast abgesetzt wird. Dieser übernimmt dann die Leitfunktion. Angebracht ist diese Methode beim Auslichten und Verjüngen älterer Bäume und Sträucher.

  • Agave

Die Gattung ist recht vielgestaltig und umfangreich, ca. 300 Arten bewohnen die wärmeren Teile Amerikas. Im Gegensatz zu den nahe verwandten Aloe Arten der Alten Welt, die als Liliengewächse einen oberständigen Fruchtknoten besitzen, sind die zentralen Blätter in der Jugendphase miteinander verklebt. Die Heimat der amerikanischen Agave ist nicht sicher bekannt, wahrscheinlich aber Mexiko. Im Mittelmeergebiet verwildert und daher allen Urlaubern bekannt. Blätter lang, bis 1,5 m, grau bereift, mit schwarzbraunen Stacheln. Blütenstand 5 bis 8 in bei uns meist nicht blühend. Die Pflanze stirbt nach der Blüte ab, bildet aber reichlich Ausläufer. Buntblättrige Formen sind bekannt, z.B. ev. „Marginata“ in Weiß, Gelb oder Creme, gerandet, oder ev. „Striata“ mit streifigen Bändern im Blatt. Überwinterung im Kalthaus oder frostfrei im Keller, nach den Eisheiligen ausräumen. Wichtig sind Aufstellung an sonnigem Standort und Kultur in kräftigen, dabei aber wasserdurchlässigen Substraten. Dunggüsse während des Sommers nicht vergessen! Beim Überwintern eher trocken halten, damit die Pflanzen nicht vorzeitig austreiben und unschön werden.

  • Ameisen

In Gärten leben mehrere gelb bis schwarz gefärbte Ameisen-Arten unter Pflanzen, in totem Holz oder unter Steinen. Alle Ameisen sind Staatenbildner mit hochinteressantem Sozialleben. Sie füttern ihre Larven mit Kleintieren, vor allem Insekten, sind also nützlich. Die Nahrung der erwachsenen Tiere besteht aus süßen Säften von Blüten, Früchten und den süßen Ausscheidungen der Blattläuse. Zur Fortpflanzungszeit, im Sommer, treten oft große Schwärme geflügelter Tiere auf, die, wenn sie sich in Häuser verfliegen sollten, keinen

Grund zur Panik bilden: Fenster oder Tür offen lassen, evtl. mit Lüfter nachhelfen. Ameisen verbreiten Samen, vor allem von Veilchen. Daher tauchen Veilchen in allen Teilen des Gartens auf. In Anbetracht ihrer Nützlichkeit sollten Ameisen im Garten nur in dringenden Fällen bekämpft werden, z.B. wenn sie ins Haus dringen. Eingießen von heißem Wasser in ihr Nest führt zu wesentlicher Dezimierung.

  • Ampelpflanzen

Hänge- oder Kletterpflanzen, die in Pflanzenampeln gezogen werden. Diese Ampeln können äußerst unterschiedlich gestaltet sein, je nach Aufhängungsort. Einfache Töpfe, am Rande durchbohrt, mit Drahtgitter überzogene, aus Stahldraht zusammengeschweißte Körbe oder künstlerische Arbeiten, wie umgebaute Pferdemaulkörbe, sind nur drei der vielen Möglichkeiten. Von Ampelpflanzen rinnt meist Gießwasser herab, dies muss bereits beim Anbringen der Ampeln beachtet werden. Drahtgitterkörbe müssen mit Sumpfmoos, Jute oder Plastik ausgelegt werden, damit das Substrat nicht herausfällt. Bei der Dimensionierung der Aufhängung bedenke man, dass nasse Substrate ein Vielfaches schwerer sind. Neben Hänge- und Kletterpflanzen eignen sich auch manche Epiphyten zur Bepflanzung von Ampeln.

  • Apfelsägewespe

Blattwespenart, die die Eier einzeln in die Apfelfruchtanlagen legt. Die junge Larve frisst in einem dicht unterhalb der Fruchtschale verlaufenden Miniergang, der später zu einem spiraligen Korkstreifen wird. Die ältere Larve zerstört das Kerngehäuse und wandert von Frucht zu Frucht, jede Larve kann 3-4 Äpfel ausfressen. Überwinterung in braunem Kokon im Boden. Abwehr: Vorsichtiges Aufgraben der Baumscheibe im Spätherbst oder Frühjahr und Einsammeln der Kokons.

  • Aushub

All das im Gelände anstehende Boden- und Gesteinsmaterial, das beim Bau von Mauern, Häusern, Wasserbecken oder Wegen und beim Pflanzen von Bäumen und Sträuchern ausgehoben werden muss.

  • Auspflücken

Mehrfaches Ernten von ausgereiften Früchten. Bei vielen Sorten von Apfel und Birne, aber auch bei manchen Steinobstarten reifen die Früchte nicht gleichzeitig aus. Wird zu früh geerntet, bekommt man einen hohen Anteil unreifer Früchte. Erntet man dagegen zu spät, fallen viele Früchte zu Boden oder sind nicht so haltbar.

  • Ausreifen

Bezieht sich auf Reifegrad der Stauden, Härte des Wurzelsystems, des Spross- und Blattsystems, notwendig für den richtigen Rode-, Versand- und Verpflanztermin.

Buchstabe B

  • Balkonpflanzen

Bei der Auswahl der Balkonpflanzen muss man wissen, welchen Zweck die B. erfüllen sollen, ob aufrechte und hängende B. verwendet werden können und in welche Himmelsrichtung die Balkonkästen zu stehen kommen. Alle üblicherweise angebotenen Balkonpflanzen genügen dieser Forderung, doch ist z. B. bei Geranien darauf zu achten, dass großblütige, gefüllte Sorten nur unter vorspringenden Dächern gut gedeihen, ähnliches gilt auch für die vollkommen gefüllten Petunien.

  • Ballentrockenheit

Bei Ballentrockenheit hilft normales Gießen nicht, da das zugeführte Wasser zwischen Topf und Ballen rasch abfließt. Hier hilft nur Einstellen in Wasser und Ansaugen lassen. Besonders empfindlich gegen Ballentrockenheit sind die feinwurzeligen Moorbeetpflanzen, wie Azaleen, Eriken, Camellien, die in entsprechenden Abständen, meist wöchentlich in eine Düngerlösung von 1-2% einzustellen sind. Sehr anfällig gegen Ballentrockenheit sind auch Kübelpflanzen, die auf trockenen, heißen Terrassen oder Balkonen plaziert sind.

  • Bambus

Der Bambus ist ein Riesengras, das in den Tropen bis 30 m hoch wird. Es gibt rund 250 Arten, von denen die winterharten in Staudengärtnereien oder Baumschulen angeboten werden. Alle Arten kommen bei uns kaum zur Blüte, sie sind dekorative Blatt-Pflanzen.

  • Baum

langlebige, in Einzelfällen Jahrtausende überdauernde Holzpflanze. Bildet säulenförmigen, festen Stamm und Krone. Das Wurzelwerk kann, je nach Art und Standort, die Krone im Umfang weit übertreffen.

  • Baumkratzer

Gerät zum Reinigen der Baumstämme. Besteht aus einem dreieckigen Metallduell als Schabefläche und einem kräftigen Holzheft.

  • Baumreife

Reifezustand der Früchte, in dem sie geerntet werden müssen. Baumreife ist nicht immer gleichbedeutend mit Genussreife. Lagersorten und Früchte aus warmen Gebieten sind gleichzeitig baum- und genussreif. Importierte Pfirsiche, Pflaumen u. a. sind hartreif geerntet, damit sie den weiten Transport vertragen. Bei Baumreife bildet sich zwischen Fruchtstiel und Fruchtholz eine trennende Korkschicht, die das Ernten ermöglicht. Bei nicht baumreif geernteten Früchten bricht der Fruchtstiel oder das Fruchtholz, und das Fruchtfleisch ist geschmacklos. Weitere Kriterien für die Baumreife sind der Umschlag der Fruchtfarbe von Grün nach Gelb und der Abbau der Stärke.

  • Bestäubung

Übertragung des Pollens auf derselben oder andere Blüten, derselben oder andere Sorten. B. ist nicht gleichbedeutend mit Befruchtung, die von der effektiven Bestäubungsperiode, der Eignung des Pollens und den Umweltbedingungen abhängig ist.

  • Blattlausbekämpfung.

Gerade bei Blattläusen gilt, dass man nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen sollte. Es genügt,

ökologische statt radikal-chemische Mittel einzusetzen, womit man auch die vielen natürlichen Blattlausfeinde schützt und fördert. Kleinere Blattlauskolonien zerdrückt man mit den Fingern, größere bürstet man ab oder spritzt sie mit scharfem Wasserstrahl ab.

  • Blattsteckling

Blattteil oder ganzes Blatt, das im Vermehrungsbeet mit dem Blattstiel oder durch Auflegen des Blattes zu Wurzelbildung und späterem Knospenspross angeregt wird. Bei Stauden z. B. Felsenteller, bei Zimmerpflanzen z. B. Begonie, Usambaraveilchen und die meisten Sukkulenten.

Buchstabe C

  • Calluna vulgaris

Calluna vulgaris ist mit Ausnahme der Südspitzen über ganz Europa verbreitet. Nach Osten reicht die Verbreitung bis ins westliche Sibirien, in den Alpen wächst sie bis unterhalb der Schneegrenze, in sonnig-felsigen Trockenrasengesellschaften steigt sie bis über 2700 m. Sie kommt besonders häufig auf Mooren, Sanddünen und in lichten, trockenen Wäldern vor, wo sie ausschließlich auf mageren, nährstoffarmen, durchlässigen Böden mit geringem Kalkgehalt stockt.

Calluna vulgaris ist ein immergrüner, 20 bis 100 cm hoher, reich verzweigter Zwergstrauch mit niederliegenden, wurzelnden Sprossen. Über 1 bis 3 mm langen, nadelförmigen Blättern entfalten sich vom Juli bis zum September violetten Blüten von strohiger Konsistenz in dichten, bis 20 cm langen, endständigen Trauben.

  • Chlorophyll

Assimilationspigment des Blattes. Über diesen Farbstoff wird die Energie auf ein Zentrum übertragen, welches die Lichtenergie in chemische Energie umwandelt, Fotosynthese.

  • Christusdorn

Stark bedornter Strauch, der 1,5 m Höhe erreichen kann. Triebe bis 10 mm stark, Blätter bis 6 cm lang, länglich, sehr unterschiedlich geformt. Blüten in verzweigten Trugdolden, auffällig durch die roten Hochblätter. Meist im Winter oder Frühling blühend.

In Süddeutschland, Osterreich und der Schweiz beliebt, besonders in ländlichen Gebieten. Die Entwicklung der Blüten ist sowohl von der Tageslänge als auch von der Temperatur abhängig: Im Sommer werden Knospen nur unter 15°C angelegt, im Winter auch bei höheren Temperaturen. Die Entwicklung der Knospen geht umso rascher, je höher die Temperatur ist. Wintertemperaturen aber auch bei 10-15°C möglich, im Sommer verträgt der Christusdorn hohe Temperaturen und Kultur an Südfenster. Vermehrung durch Stecklinge das ganze Jahr möglich, doch am besten im Sommer, da die Wurzeln bei 25°C am raschesten sich entwickeln. Nach dem Stecklingsschnitt Steckling abspülen und abtrocknen lassen, gleich in kleine Töpfe in durchlässige Erde stecken.

Buchstabe D

  • Deutzia gracilis

Deutzia gracilis ist ein Vertreter der artenreich sommergrünen und -warmen Feucht-Sommerwälder Japans; sie wurde schon sehr früh. um 1840, nach Europa eingeführt.

Mit kaum mehr als 70 cm Höhe ist Deutzia gracilis die zierlichste unter den Deutzien; sie wächst straff aufrecht, trägt 3 bis 6 cm lange, hellgrüne länglich- lanzettliche Blätter und im Mai—Juni reinweiße, bis 2 cm breite Blüten in 4 bis 9 cm langen, aufrechten Blütenständen.

Deutzia gracilis ist ein hübscher Gruppenstrauch für Vorgärten und schmale Rabatten ist Dank des straffen Wuchses auch für niedrige Blütenhecken geeignet, sie bevorzugt einen frischen, möglichst lehmigen Boden, der auch kalkhaltig sein darf, sie kümmert auf armen Sandböden und muss auf allen Böden bei mangelnder Feuchtigkeit gewässert werden, nur an sonnigen Standorten kann man mit einer regelmäßigen Vollblüte rechnen.

  • Dickmaulrüssler

Bis 10 mm großer, schwarzer Rüsselkäfer mit roten Beinen, der an Erdbeeren, Wein, Rhododendron, Chrysanthemen, Rosen und anderen Zierpflanzen lebt. Die Käfer halten sich tagsüber am Erdboden verborgen und fressen nachts an den Blättern. Fraßstellen: Randeinkerbungen. Die weißen madenartigen Larven fressen an Wurzeln und Knollen. Stark befallene Pflanzen welken. Abwehr: Larven im Wurzelbereich ausgraben, Pflanzen umsetzen, Käfer nachts auf Unterlage abklopfen.

  • Dill

Stammt aus dem Mittelmeerraum. Als Kulturflüchtling nördlich der Alpen oft wildwachsend. Uraltes Gewürz, schon im alten Ägypten verwendet. Anbau: Stellt geringe Ansprüche an Boden und Düngung. Aussaat im April an Ort und Stelle, breitwürfig oder in Reihen mit 20-30 cm Abstand, in der Reihe auf 5-8 cm verziehen. Samenreife Ende Juli/ Anfang August. Samen fallen sehr leicht aus, deshalb rechtzeitig ernten. Dolden abschneiden, auf dem Feld oder besser unter Dach nachtrocknen; Samen ausreiben oder ausdreschen. Verwendung: Sowohl das fein geschnittene Kraut als auch vor allem die reifen Samen werden als Gewürz gebraucht.

Buchstabe E

  • Einfriedung

Abgrenzung und Schutz eines Freiraumes mit Zaun, Mauer, Hecke, Palisade, Wall oder Graben. Die schützende Funktion der Einfriedung ist wortbildend bei den Begriffen Garten und Friedhof gewesen. In Verbindung mit Einfriedungen ergeben sich oftmals rechtliche Fragen.

  • Einharken

Gras- und Rasensamen wird mit der Eisenharke eingeharkt. Wird bei Staudensamen nie angewandt.

  • Einschlämmen

Kräftiges Angießen frisch gepflanzter Stauden oder Gehölze mit vollem Strahl aus Gießkanne oder Schlauch. Wird bevorzugt bei frisch gepflanzten Gehölzen angewandt. Einschlämmen ist bei der Pflanzung der Obstgehölze besonders im Frühjahr notwendig, um die Wurzeln allseits mit feuchter Erde einzuhüllen und damit das Wurzelwachstum anzuregen und so das Anwachsen der Gehölze zu fördern. Dazu wird schüsselförmige Baumscheibe angelegt, in die 10-20 1 Wasser gegossen werden, und dies je nach Niederschlagsverhältnissen wiederholt. Zu viel Wasser ist aber ebenso schädlich wie Trockenheit, weil durch Wasser Luft aus dem Boden verdrängt wird, ohne die die Wurzeln nicht atmen und leben können.

  • Einschlagen

Einlegen von Stauden oder Gehölzen in Schrägfurchen, so dass Wurzeln und Wurzelballen gleichmäßig mit Erde umgeben sind. Fest andrücken oder antreten. Blätter und Triebe müssen gut sichtbar bleiben.

  • Engerlinge

Bezeichnung der gelbweißen, gekrümmten Larven des Maikäfers und einiger kleinerer verwandter Käferarten. Der Maikäferengerling lebt im Erdboden 2-4 Jahre lang von den Wurzeln aller Gartenpflanzen einschließlich der Obstbäume, verpuppt sich im Herbst und ergibt im Frühjahr den fertigen Maikäfer. Die Engerlinge der kleineren Verwandten haben die gleiche Lebensweise, jedoch nur einjährige Entwicklung. Schadensymptome: Absterben von Pflanzen (Fehlstellen); Wurzeln abgebissen, Knollen angefressen. – Abwehr: Engerlinge von kränkelnden Pflanzen ausgraben, auch gründliche Bodenbearbeitung im Herbst kann sie stark vermindern; während des Käferfluges im Mai Beete mit perforierter Plastikfolie abdecken, um Eiablage zu verhindern.

  • Enthärten

Maßnahmen um stark kalk- oder eisenhaltiges Wasser durch Basenaustausch für die Pflanzen sauberer und verträglicher zu machen. Großverbraucher leiten das Wasser durch eine Filteranlage, die mit einer Filtermasse gefüllt ist. Privatgärtner verwenden als Gießwasser möglichst Regenwasser, notfalls abgekochtes Wasser. Weitere Möglichkeiten, zu hartes Wasser zu enthärten: mit Hilfe von Torf käuflichen Präparaten, wie Aquisal.

  • Entwässerung

Ableitung von Niederschlags- und Sickerwasser an Bauwerken, auf Plätzen und Wegen, Terrassen und – Dachgärten als Oberflächen-Entwässerung oder Untergrund-Entwässerung durch Hofsinkkästen, Straßenabläufe, Rinnen oder Sickergruben.

  • Ernte

Einbringen der Früchte zur Zeit der Baumreife. Früchte werden mit oder ohne Stiel geerntet, d. h. gepflückt. Kern- und Steinobst-Tafelfrüchte werden mit Stiel geerntet. Verwertungsobst kann geschüttelt und aufgelesen werden. Sauerkirschen für Verwertung ohne Stiel ernten. Bei Walnuss Fallernte, Haselnuss teils Fall-, teils Pflückernte. Alle Lagerfrüchte sehr vorsichtig ernten! Jede Beschädigung vermeiden, sonst kurze Haltbarkeit und Verderb. Äpfel und Birnen in Pflückbehälter legen, nicht werfen. Ernte der Kernobstfrüchte durch leichtes Anheben.

  • Erntereife

Erzielen die Früchte, sobald ihr Stiel eine Trennschicht zum Fruchtholz bildet. Bestimmung der Erntereife nach Aufhellung der Grundfarbe, Intensivierung der Deckfarbe, Weichwerden des Fruchtfleisches. Braunwerden der Samen nicht entscheidend.

Buchstabe F

  • Fruchtfolge

Aufeinanderfolge von Kulturpflanzen entsprechend ihren Ansprüchen an Boden und Nährstoffe. Klassische Fruchtfolge war früher: Stark-, Mittel-, Schwachzehrer. Fruchtfolge wurde weitgehend verdrängt durch Fruchtwechsel und Mischkultur, weil sich diese Kulturverfahren in kleinen Gärten vielseitiger handhaben lassen. Fruchtfolge nach Nährstoffansprüchen mit entsprechender Düngung ist für Anfänger dennoch praktikabel, weil verhältnismäßig einfach. Fortgeschrittene gehen zu Fruchtwechsel und Mischkultur über.

  • Fruchtgemüse

Gemüsearten, bei denen die Früchte das Ernteprodukt sind, also Gurke, Tomate, Eierfrucht, Melone und die Hülsenfrüchte.

  • Frühbeet

Zur Ernteverfrühung, auch Vorkultur z. B. von – Sommerblumen. Kastenartiger Holz- oder Betonrahmen, als Wanderkasten auf dem Boden stehend, als kalter Kasten 5 cm tief, als Mistbeet 30-50 cm tief in den Boden eingelassen.

  • Fuchsia magellanica

Fuchsia magellanica ist eines der wenigen Gehölze der südlichen Hemisphäre, das wir in unseren Gärten kultivieren können. Der sommergrüne Strauch stammt aus dem artenarmen Patagonischen Lorbeerwald S- Chiles und Argentiniens, der meist von Nothofagus- Arten beherrscht wird, schon vor 1820 wurde er nach England eingeführt.

Am natürlichen Standort wird Fuchsia magellanica bis 3 m hoch, bleibt bei uns aber, bedingt durch ständiges Zurückfrieren und durch jährlichen Rückschnitt, meist unter 1 m Wuchshöhe. Von Juli bis September erscheinen ununterbrochen in den Achseln der gegenständigen, lanzettlich eiförmigen Blätter die schlanken, nickenden Blüten mit ihren tiefroten Röhren und Kelchblättern und den purpurnen Blumenblättern.

Weil härter als die Art, werden fast ausschließlich die beiden genannten Gartenformen kultiviert.

Buchstabe G

  • Gemüsearten

1. Botanische Einteilung der Gemüsepflanzen nach verwandtschaftlichen Gesichtspunkten: z, B. Kohlarten, Gurkengewächse, Laucharten. 2. Einteilung nach verwendeten Organen: Blattgemüse, Blattstielgemüse, Wurzelgemüse, Knollengemüse, Fruchtgemüse.

  • Gemüseernte

Folgende Gesichtspunkte sind zu berücksichtigen: 1. optimalen Reifezustand abwarten; wichtig für Wert und Bekömmlichkeit des Gemüses, großer Vorteil des Privatgartens gegenüber der Marktproduktion. 2. Frischgemüse möglichst kurz vor Verwertung ernten: keine Lager- und Transportverluste, keine Veränderungen des Wertes und Geschmacks. 3. Für Lagergemüse günstiges Erntewetter abwarten, Gemüse müssen abgetrocknet sein, kühl geerntet sind sie länger haltbar.

  • Gemüseflächen

Bei der Wahl der für Gemüsekulturen vorgesehenen Flächen folgende Punkte berücksichtigen. Standort: Sonnige, ebene oder schwach geneigt gegen Südost bis Südwest, Frostgefährdete Lagen vermeiden. — Boden: Humose, sandige Lehme und lehmige Sande günstig, auch moorige Böden geeignet. Schwere, kalte und langsam abtrocknende Böden vermeiden, ebenso kiesige und zu leichte mit geringer Wasserhaltefähigkeit. Böden, die zeitweise überflutet werden oder wo der Grundwasserstand bis zur Oberfläche ansteigt, sind ungeeignet. Verdichteter Untergrund führt zu Misserfolg.

  • Gießrand

Der erdfreie Rand des Topfes, des Containers, der Saatkiste, meist 1/2-2 cm, der das Gießwasser aufnimmt und nicht abschwämmen lässt.

  • Gießwasser

Qualitativ nach Kalkgehalt und Freisein von Fremdstoffen sehr unterschiedlich. Regenwasser gilt als bestes, kalkfreies Gießwasser. Härtegrad je nach Landschaft unterschiedlich, beim örtlichen Wasserwerk feststellen. Härtegrad bei Topf- und Gewächshauspflanzen besonders berücksichtigen, da Kalk und etwaige Salze nicht ausgewaschen werden. Zu hartes Gießwasser kann durch Torf entkalkt werden.

  • Grundstück

Geometrisch zugeschnittene, vermessene Fläche oder Parzelle eines Flurstückes, welche im Katasterplan nummeriert, mit Grenzsteinen markiert und im Grundbuch auf den Besitzer und Personen mit Rechtsanspruch eingetragen ist.

  • Grundstücksgrenze

wird durch Grenzsteine, die nur von den Vertretern der zuständigen Behörden gesetzt werden dürfen, bezeichnet. Eigentümer müssen Grenzsteine schonen, Verlust oder Beschädigung sofort der Gemeindebehörde melden.

  • Grundwasser

Wasser, das durch wasserdurchlässigen Boden bis zu einer undurchlässigen Ton-, Lehmoden Gesteinsschicht versickert, dort die Hohlräume zusammenhängend ausfüllt, waagerecht steht oder in Richtungen strömt. Die Höhe des Grundspiegels wechselt jahreszeitlich und ist abhängig von Niederschlag, Wasserstand der Vorfluter und Wasserentzug.

  • Gurke

Stammt vermutlich aus dem nördlichen Indien, in Griechenland und Rom sehr beliebt, im Mittelalter von geringer Bedeutung, erst ab 16. Jahrh. in Mitteleuropa stärker verbreitet. Für die Marktversorgung vorwiegend in Gewächshäusern angebaut, für Selbstversorgung in Frühbeeten, in günstigen Lagen auch im Freiland, sehr ertragreich. Für Frühbeetkultur Aussaat an Ort und Stelle ab Mitte März, für Freilandkultur Anzucht in warm gestellten Töpfen ab Mitte April. Auspflanzen der Freilandkulturen ab Mitte Mai, sehr kälteempfindlich, vor Frost schützen! Pflanzabstand: 1 Reihe je Gartenbeet, Abstand in der Reihe 30 cm. Jungpflanzen nach dem 3. oder 4. Blatt entspitzen, dadurch bilden sich Seitentriebe, die gleichmäßig über das Beet verteilt werden. Bodenansprüche groß; Wachstum am besten in gut gemisteten Böden, auch auf Komposthaufen. Zurückhalten mit mineralischer Düngung. Großer Wasserbedarf während der ganzen Kulturzeit; nur mit abgestandenem Wasser gießen. Reife Früchte im Frühbeet ab Anfang Juni, im Freiland ab Anfang Juli.

Buchstabe H

  • Hacken

Lockerung der Oberfläche des Bodens mittels Ziehhacke, um Unkraut zu beseitigen, den Boden zu durchlüften, Haarröhrchen im Boden zu unterbrechen.

  • Herbizide

chemische Mittel gegen Unkräuter. Ihre Anwendung gefährdet die Pflanzen- und Tierwelt des Gartens und stört damit das Ökosystem. Daher lautet die Grundfrage für Herbizide: Müssen sie unbedingt angewandt werden? Nach wie vor wirkt das Jäten unerwünschter Pflanzen am sichersten, schont zugleich die anderen Lebewesen und fördert das Wachstum der erwünschten Pflanzen.

  • Herbstfärbung

Nach Abbau des Chlorophylls im Herbst werden in den Blättern die bis dahin überlagerten organischen Farbstoffe wie Karotinoide, Flavone und Zyane nun sichtbar.

  • Herbstgemüse

alle im Herbst zu erntenden und z. T. bis weit in den Winter haltbaren Gemüsearten, wie Lauch, Knollensellerie, Kohlarten, Rote Rüben.

  • Herbstpflanzung

Pflanzen von Stauden in den Monaten Oktober – November, unbedingt notwendig für alle winterharten Blumenzwiebeln, zu empfehlen für alle gut winterharten Stauden, nicht zu empfehlen für Bartfaden, Fakellilie, Pampasgras.

  • Hochbeet

Wo der Boden zu wasserreich ist, wie in den kultivierten Mooren, oder bei Böden mit dünner, steinreicher Krume, wie in vielen Mittelgebirgen, hat der Mensch die Beete erhöht, um einen ausreichend tiefen, fruchtbaren Wurzelraum zu erzielen. Wo beide widrige Umstände zusammentreffen, beispielsweise Schmelzwasser auf dünner Krume mit felsigem Untergrund, genügt dies nicht. In einer solchen Geländesituation wurde das Hochbeet entwickelt Sie brauchen nicht gemauert zu werden, halten durch Eigengewicht. Einbau von Zinkrohren zur Aufnahme von Gestänge für Folienabdeckung ist ratsam, Einlage von Wühlmausdraht unerlässlich. Innenauskleidung mit Folie zu empfehlen, insbesondere bei Holz.

Buchstabe I

  • Insekten

die weitaus umfangreichste Tiergruppe. Viele Arten — Schädlinge oder — Nützlinge. Von den gewöhnlich mit vier Beinpaaren versehenen Spinntieren durch nur drei Beinpaare sowie dreigegliederten Körper unterschieden, meist geflügelt. Niedere Insekten mit nur drei Stadien: Ei, Larve, fertiges Insekt; Larven sehen dem fertigen Insekt sehr ähnlich, Höhere Insekten mit vier Stadien: Ei, Larve, Puppe, fertiges Insekt; Larven sehen dem fertigen Insekt nicht ähnlich.

  • Insektenblütige Pflanzen

Pflanzen, die in ihrer Fortpflanzung auf bestimmte Insekten angewiesen sind und diese durch Farbe, Duft und Produktion von Blütennektar anlocken. Auf dem Weg zum Nektar bepudern sich die Insekten mit Blütenstaub, den sie an den Befruchtungsorganen der nächsten Blüte abladen.

  • Insektenfresser

urtümliche Ordnung von Säugetieren, die sich im oder am Boden von Insekten und anderen kleinen Tieren ernähren. In Europa drei Gruppen: — Spitzmäuse, – Maulwurf und – Igel. Mit Ausnahme des umstrittenen Maulwurfs rein nützlich.

  • Intensivrasen

stark genutzter Rasen, wie Sportrasen, Spielrasen, strapazierter Wohngartenrasen Liegewiesen. Intensivrasen hat im Gegensatz zum kaum betretenen Vorgartenrasen einen hohen Nährstoffbedarf. An Stickstoff braucht er je Saison, von März —November, 36-40 g/qm Reinstickstoff. Organisch gebundener Stickstoff ist vorzuziehen. In der Pflege benötigt der Intensivrasen zusätzlich zum Pflegeturnus ‚Mähen- Düngen- Beregnen noch Bodenlüftung oder Aerifizieren.

Buchstabe J

  • Jäten

Unkrautbekämpfung durch Herausziehen der Pflanzen mit der Wurzel, von Hand oder mit Hilfe einfacher Geräte. Jäten weitgehend überflüssig durch vorbeugende Unkrautbekämpfung, vor allem durch, Mulchen und, Bodenbedeckung. Unkräuter mit ausgebildeten Samen nicht kompostieren, sondern verbrennen oder zum Müll geben. Rechtzeitig hacken. Keine Breitsaat, nur Reihensaaten mit Abständen, die es ermöglichen zu hacken.

  • Junikäfer

Gartenlaubkäfer, kleiner Verwandter des Maikäfers, etwa 1 cm, mit braunen Flügeldecken und blauschwarzem Halsschild. Entwicklung nur 1-2 Jahre. Käfer verlässt nach Überwinterung des Engerlings im Juni den Boden. Engerlinge an den Wurzeln, Käfer an oberirdischen Pflanzenteilen, oft in großer Menge.

Buchstabe K

  • Kirschfruchtfliege

5 mm lange Fliege auffälligen dunklen Flügelbinden, legt Eier einzeln in halbreife Kirschen ab, daraus hervorgehende Maden zerstören das Fruchtfleisch um den Stein. Auch in sog. Heckenkirschen.

  • Kleine Wühlmäuse

Erd- und Feldmaus, im Gegensatz zur – Großen Wühlmaus. Beide Arten rund 12 cm lang, davon 1/3 Schwanzlänge. Im Aussehen nicht zu unterscheiden, in der Lebensweise sehr ähnlich. Sie gelangen meist von benachbarten Wiesen oder Wäldern oder Brachflächen in die Gärten, wo sie Gänge unter Rasen und Beeten anlegen. Fressen an Wurzeln und allen bodennahen oberirdischen Pflanzenteilen, im Winter auch Baumrinde.

  • Kleinklima

ergibt sich aus Zusammenbirken von Geländelage, Wärme- und Windverhältnissen. Natürliches Kleinklima nun Beispiel gegeben durch Sonnen- oder Schattenhang. Künstliches Kleinklima durch Windschutz mittels Mauern, Zäunen, Hecken, Terrassierung.

  • Kleintierhaltung

im Hausgarten je nach Situation als Freizeitbeschäftigung, als Anschauung für Kinder oder aus wirtschaftlichen Erwägungen gehaltene Kleintiere. Einrichtungen für Gehege, Stallungen. Terrarien. Volieren oder Vivarien.

  • Kletterpflanzen

können mit eigenen Organen, Wurzeln Ranken usw., selbständig klettern oder klimmen

  • Klima

der langfristige Mittelwert aus der Summe aller atmosphärischen Vorgänge; Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck, Licht, Wind.

  • Kompost

Seit einigen Jahrzehnten wird Kompost von einer Anzahl Wissenschaftler und Praktiker als bester Boden- und Pflanzendünger aufbereitet und angewandt. Rohstoffe, Haus- und Küchenabfälle, Papier und Pappe, Aschen, zerkleinerte Knochen und Lumpen, Gartenabfälle, Unkräuter ohne Samen, Rasenschnitt, Heide- und Rasenerde, Grabenaushub und Teichschlamm, Klärschlamm, Fäkalien, tierische Dünger und Jauche, landwirtschaftliche Abfälle wie Stroh, Spreu, Kartoffelkraut, gewerbliche Abfälle. Alle müssen frei von schädlichen Stoffen sein. Nicht kompostierbar sind anorganische Materialien, wie Kunststoffe, Metalle, auszuschließen sind auch kranke Pflanzen.

Buchstabe L

  • Lagerung

Wintersorten von Apfel und Birne, die nach der Ernte nicht gleich genussreif sind, werden gelagert. Lagerbedingungen: Temperatur 3-4°C für kälteempfindliche Sorten, Temperatur + 1 bis +2°C für kälteverträgliche Sorten. Je höher Lagertemperatur umso kürzer Lagerdauer der Früchte. Kälteempfindliche Sorten bei tieferen Temperaturen gelagert, leiden unter Fleischbräune. Relative Luftfeuchtigkeit des Lagerraumes 85-90%. Je niedriger die Temperatur, umso höher kann relative Luftfeuchtigkeit sein. Sorten ohne Wachsschicht auf Fruchthaut schrumpfen bei zu niedriger relativer Luftfeuchtigkeit. Sorten unterschiedlicher Reifeperioden möglichst getrennt lagern. Größte Früchte schlecht lagerfähig, daher als erste verbrauchen. Obstkeller der modernen Häuser mit Zentralheizung zu warm und zu trocken.

  • Lockstoffe

Wie bei allen Tieren finden sich auch bei den Insekten die Geschlechter durch Lockstoffe, meist von den Weibchen produziert, zusammen. Die Pflanzenforschung bemüht sich, solche Lockstoffe zu analysieren und künstlich herzustellen, um sie für biologische Schädlingsbekämpfung nutzbar zu machen. Bisher im Gartenbereich noch keine praixisreifen Verfahren.

  • Löwenmaul

In Südeuropa und Nordafrika wildwachsende Staude. Bei uns werden die, alle von Antirrhinum majus abstammenden Kulturformen des Garten-Löwenmauls nur einjährig kultiviert, und zwar je nach Wuchshöhe als Schnitt-, Beet- oder Rabattenpflanzen. Aufrechter Wuchs, längliche Blätter, gegen- bis wechselständig, Blüten in endständigen Trauben. Das Farbenspiel umfasst alle Hauptfarben, außer Schwarz und Blau, mit Variationen sowie zweifarbige Züchtungen. Das Sortiment ist nach dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere in den 60er Jahren, stark verbessert und erweitert worden. Im Liebhabergarten fast ausschließlich Mischungen.

  • Luftfeuchtigkeit

Messung mit Feuchtigkeitsmesser oder Haarhygrometer. Dabei wird entfettetes Frauenhaar benutzt, das sich bei Luftfeuchtigkeit ausdehnt, bei Lufttrockenheit zusammenzieht. Die Schwankungen werden auf Zeiger übertragen und auf einer Skala angezeigt.

  • Lungenkraut

Etwa 10 Arten in Europa und Asien. Rauhhaarige, niedrige Stauden mit ungeteilten, lanzettlichen Blättern und röhrig- glockigen Blüten in Wickeltrauben. Die Blütenfarbe verändert sich bei einigen Arten während des Aufblühens.

  • Luxusrasen

Rasen für Höchstansprüche. Merkmale: Oberfläche teppichartig dicht, sattgrüne, leuchtende Farbe, unkrautfrei, auf 2,5, evtl. auf 2 cm Höhe geschnitten. —Bodenvorbereitung minuziös exakt, nach Untersuchung der Wasserführung des Bodens, besonders auf Staunässe, falls nötig vom Fachmann drainieren lassen. Mutterboden, 10-15 cm stark, gleichmäßig mit Sand und Rundenhumus durchsetzen, um nicht schmierenden sandigen Lehm zu bekommen, der nach oben zu bedeutend mehr Sand als Lehm aufweist.

Feinplanum: zentimetergenau mit Rechen und Rechenrücken in reiner Handarbeit erstellen; zum Schluss mit Egalisiergerät abziehen. Saatgut: feinste Mischung aus dem Standort gemäßen Sortengräsern, die man nach fachmännischer Beratung einkauft. Einsäen mit dem Düngerstreuer, dem Saatgut hierbei evtl. etwas Sand beigeben. Mähen nur im Wachstumsschnitt mit walzenangetriebenem Spindelmäher mit Grasfangbox. Düngen: nach dem Mähen; des öfteren kleinere Düngermengen exakt mit dem Düngerstreuer ausbringen und anschließend mit einem sehr fein sprühenden Rechteckregner einregnen. Bei längerer Abwesenheit des Pflegers für zuverlässigen Ersatzpfleger sorgen! Nach letztem Schnitt Laub abkehren, gesiebten Reifkompost gleichmäßig aufbringen.

Buchstabe M

  • Marienkäfer

kleine, gewölbte, bunt- gefärbte Käfer. Bekannte Arten: der Zweipunkt- und der Siebenpunkt-Marienkäfer. Sie sind ebenso wie ihre länglichen Larven unsere wichtigsten Blatt- und Schildlaus- Vertilger. Zu ihrem Schutz sollte man die Pflanzen vor dem Spritzen gegen Blatt- und Schildläuse erschüttern, wobei die Käfer und Larven zum großen Teil herabfallen, die festgesaugten Läuse aber sitzen bleiben.

  • Markierbrett

Brett mit kurzen Zapfen oder Leisten in bestimmten Abständen, um im Freiland oder Kästen durch Andrücken des Markierbrettes Vertiefungen zur Aufnahme von Samen oder Pflanzen zu markieren.

  • Markierpflöcke

im Rasenbau zum Markieren von Bodenunebenheiten beim Feinplanieren. – Rasenneuanlagen. Vierkantholz 2 x 2 cm, Länge 30-40 cm, unten anspitzen.

  • Markiersaat

Sehr langsam keimenden Saaten werden leichtkeimende beigemischt, vor allem der Reihensaat, um den Reihenverlauf sichtbar zu machen und frühzeitig hacken zu können.

  • Maßliebchen

Die etwa 10 staudigen Arten sind zwischen Mittelmeer und Nordeuropa heimisch. Am bekanntesten, und zwar als weit verbreitetes Acker- u. Wiesenunkraut, ist Bellis perennis. In seiner reinen, einfach blühenden Form mit flacher Blattrosette. Es werden jedoch ausschließlich die daraus entstandenen Kulturformen als Zweijahresblumen kultiviert. Meist zeigen sich im Herbst schon einige Blüten; Hauptblütezeit aber April und Mai. Blütenfarben rot, rosa und weiß in verschiedenen Tönen und Variationen. Einteilung der in Kultur befindlichen Formen und Klassen wird unterschiedlich gehandhabt, meist nach der Blütengröße und nach der Blütenform.

  • Mist

als organischer Dünger nach Tierart, Fütterung und Nutzung der Tiere, Einstreu und Behandlung des Mistes unterschiedlich zu bewerten. Alle Vergleichsversuche zwischen „Mist“ und Mineraldünger mit exakt angegebenen Nährstoffmengen sagen deshalb wenig aus. Rindermist ist in Nährstoffgehalten und sonstigen Eigenschaften ausgeglichen, am wertvollsten von gut gefüttertem Mastvieh, weniger wertvoll von Jungvieh, dazwischen liegt Rindermist von Milchvieh.

  • Mistel

Halbschmarotzer, der auf Laub- und Nadelbäumen lebt. Kleiner, fast kugeliger Strauch mit wintergrünen Zweigen und Blättern. Die Blüten sind unscheinbar, gelblich; durchscheinende, erbsengroße, weiße Früchte. Die Mistel wurzelt nicht in der Erde, sondern lebt auf Bäumen und entzieht der Wirtspflanze Wasser und Mineralstoffe, versorgt sich aber mit Kohlehydraten aus eigener Assimilation.

  • Mittagsblume

Die Mittagsblumen sind neben den Kakteen, den Dickblattgewächsen und den sukkulenten Wolfsmilchgewächsen die interessantesten und kulturwertesten Vertreter der Sukkulenten. Die Mittagsblumen sind entweder einjährig oder mehrjährig, die mehrjährigen Stauden oder Sträucher. Nicht allein ihre Blüte, sondern auch die Form ihrer sukkulenten Blätter spricht den Liebhaber von Besonderheiten an. Während die strauchigen Mittagsblumen noch normalen Pflanzen entsprechen, ist z. B. bei den Lithops- Arten der jährliche Zuwachs auf ein einziges Blattpaar beschränkt, das dazu noch hochgradig miteinander verwachsen ist und einen zylindrischen Körper bildet. Die Blüten der meisten Mittagsblumen sind auffällig, weiß, gelb, rot, violett oder rosa. Meist sind die Mittagsblumen selbstunfruchtbar und neigen daher sehr zur Verkreuzung. Samen stammen meist nicht aus Südafrika, wo die meisten Gattungen beheimatet sind, sondern aus Mittelmeergärten und sind daher vielfach gekreuzt.

Buchstabe N

  • Naturgarten

ein nach Planung, Inhalt, Ausstattung, Pflanzung und Pflege neurer Gartentyp, bei dem so natur- nah wie möglich gearbeitet wird: ohne chemische Unkraut- und Schädlingsbekämpfung, dafür aber mit Kompostwirtschaft, Hecken, Mulchdecken, Fruchtfolge, Mischkulturen, Nistmöglichkeiten, Hochbeeten, Teichen und artenreichen Pflanzkulturen.

  • Naturstein

in geologischen Formationen anstehende Gemenge aus Mineralien, die je nach Festigkeit, Härte und Bearbeitbarkeit für die Verwendung im Garten von Bedeutung sind. Von den zahlreichen Vorkommen sind für den Garten- und Landschaftsbau u. a. von den Hartgesteinen Granit, Gneis, Porphyr, Basalt und Basalttuff sowie von den Weichgesteinen Muschelkalk, Travertin, Tuffe, Nagelfluh, Sandstein und Schiefer als Werkstein bedeutsam.

  • Nektar

süße Ausscheidung am Grunde der Blüten zur Anlockung bestäubender Insekten, besonders Bienen und Hummeln. Ausgangssubstanz des Honigs. Insektengifte nicht in Blüten spritzen oder stäuben! Gegebenenfalls bienenunschädliche Mittel verwenden.

  • Nelke

Über 250 Arten, davon die meisten im Mittelmeergebiet und im übrigen Europa. Nur wenige in Ostasien, Afrika und Amerika. Die meisten ausdauernd oder zweijährig, davon die nicht winterharten in unseren Gärten stets einjährig gezogen. Blätter meist schmal- linealisch, bei vielen blaugrau mit reifartigem Belag. Blüten meist gut duftend, Blütenblätter oft am Rand fein gefranst oder geschlitzt. Zahllose Züchtungen.

Buchstabe O

  • Obstbaumpflanzung

in Pflanzgruben mit Ausmaßen, die dem Umfang des Wurzelsystems der Gehölze entsprechen. Besser Tiefenlockerung der ganzen zu bepflanzenden Fläche und Verbesserung mit Torf oder anderen Humussubstanzen als große Baumgruben mit Vorratsdünger. Bei Pflanzung den größtmöglichen Teil des Wurzelsystems erhalten, weil sich darin Reservestoffe befinden, die zur Bildung von Neuwurzeln notwendig sind. Aber: abgebrochene Wurzel unterhalb des Bruchs abschneiden. Alle Obstbäume nur so tief pflanzen, dass Veredlungsstelle ca. 10 cm über Boden zu stehen kommt. Wurzeln in der Pflanzgrube ausbreiten und mit humoser Erde umgeben, danach Grube auffüllen, festtreten und nach Bedarf angießen. Einschlämmen. Vor Pflanzung Baumpfahl oder Gerüst setzen, um nach der Pflanzung Gehölze zu befestigen.

  • Obstsorten

Von jeder Obstart existieren viele Varietäten, die man als Sorten unter verschiedenen Namen kennt. Botanisch sind es keine Sorten, sie lassen sich erbtreu aus Samen nicht vermehren und werden deshalb vegetativ vermehrt.

Buchstabe P

  • Pflanzabstand

ist je nach der Endentwicklung der Pflanzen verschieden, insbesondere bei Gehölzen zu beachten. Beispiel für Pflanzen bei Stauden; 1. Alpine Stauden 10-15 cm, 2. Steingarten- und Polsterstauden 15-25 cm, stärker wachsende Arten 25-30 cm, 3. Halbhohe Stauden 30-40 cm, hohe 50-70 cm, 4. Solitärstauden 80-100 cm.

  • Pflanzalter

Obstgehölze sollen bei Pflanzungen so jung wie möglich sein, daher am besten einjährige Veredelungen. Je älter Obstgehölze sind, umso schlechter wachsen sie an, umso später tragen sie, umso höher sind Ausfälle. Lange glaubte man, zu frühen Erträgen durch Pflanzung alter Bäume zu kommen. Um in normalen Ertragsrhythmus zu kommen, muss der Baum eine gute vegetative Entwicklung haben, also Neutriebe bilden. Das kann nur ein gut bewurzelter Baum. Alte Bäume bringen altes Wurzelsystem aus der Baumschule mit und können daher sehr schwer neue Wurzeln bilden. Oft dauert es bei fünfjährigen Hochstämmen 5-8 Jahre, bis sie normal weiter wachsen können.

  • Pflanzbrett

zur Markierung der Abstände bei Aussaat oder Pflanzung in Pikier- oder Frühbeetkästen. Besteht aus einem Brett mit Zapfen in bestimmten Abständen.

  • Pflanzdichte

Pflanzen, Einsetzen von Pflanzen auf das hergerichtete Anzucht- oder Pflanzbeet, bei gut gelockertem Boden mit der bloßen Hand, bei länger anhaltenden Pflanzarbeiten am besten mit Pflanzkelle. Pflanzen zumindest bis an den Wurzelhals in das Pflanzioch einsetzen, besonders bei leichten Böden unbedingt fest andrücken.

Buchstabe R

  • Rabatte

in der Gartenarchitektur schmales, einseitig ausgerichtetes Randbeet für Gehölze, Stauden und Sommerblumen. Für die Bepflanzung einer Rabatte sind Wünsche des Gartenbesitzers, Ansprüche an den Standort und Idee des Garten- und Landschaftsarchitekten entscheidend. Begleitet meist einen Weg oder eine Rasenfläche. Einheitlich oder auch gemischt mit Stauden oder einjährigen und nicht winterharten Gruppenpflanzen bepflanzt.

  • Rasenmischung

Zusammenstellung einer Anzahl verschiedener Grassamenarten und –sorten zu einer Mischung, die den Erfordernissen von Standort, Boden und Klima, sowie den Ansprüchen der Nutzung gerecht wird.

  • Raupen

Larven der Schmetterlinge. Fressen entweder im Inneren von Stängeln, Blüten, Knospen und Früchten oder außen an den Pflanzen, einfarbig oder bunt, behaart oder unbehaart.

  • Regentonne

Zur Sammlung von Niederschlagswasser an Dachflächen aufgestelltes oder eingelassenes Behältnis aus Holz, Beton oder Metall.

  • Schnittstauden

Sind außer als Beet- und Rabattenstauden auch als gut haltende Schnittblumen besonders wertvoll. Es handelt sich um ein gärtnerisch- praktischen, nicht um einen botanischen Begriff.

Buchstabe T

  • Teilstück

Ein lebensfähiger Pflanzenteil, der bei der Teilung der Wurzelstöcke gewonnen wird.

Teltower Rüben

Spezialform der Speiserübe, mit kleinen, 5 oder 8 cm großen Rüben.

  • Topfkultur

Anzucht von Pflanzen in Töpfen, bisher in Tontöpfen von 6 – 25 cm Durchschnittsgrößen, neuerdings auch in runden Plastiktöpfen. Bei Gewächshaus- und Zimmerpflanzen bei Stauden und Gehölzen werden jetzt vorwiegend quadratische Töpfe verwendet.

  • Topfpflanzen

Zierpflanzen, die in Ton- bzw. Kunststofftöpfen kultiviert und später darin verkauft werden.

Buchstabe U

  • Überständigkeit

Zustand von Pflanzen, die aus dem zügigen Wachstumsstillstand gekommen sind, evtl. verhärtete Jungtriebe bekommen und dann nicht mehr vollwertig sind, vor allem bei Gemüsepflanzen und Einjahrs- und Gruppenpflanzen.

  • Überwinterungsknospen

Triebknospen und Triebknöpfe in völligem Ruhestand, die nach der Überwinterung neu austreiben.

  • Umfallkrankheit

Sämlinge und Stecklinge von Gemüsepflanzen, besonders von Kohl, Tomate, Spinat, Möhre und Sellerie, fallen um und sterben ab; Wurzelhals schwarz verfärbt. Ursache: mehrere Pilzarten.

  • Umveredlung

wenn eine Sorte nicht standortgerecht ist oder den Wünschen des Verbrauchers nicht entspricht. Früher häufig praktizierte Maßnahme bei großen, langlebigen Baumformen. Nur ganz gesunde Bäume umveredeln.

Buchstabe V

  • Vermehrungskasten

zumeist ein Frühbeetkasten, hat bei Fensterauflage und luftdichtem Abschluss dieselbe Aufgabe wie ein Vermehrungsbeet.

  • Verpflanzen

Umpflanzen von Jungpflanzen aus dem Saat- und Vermehrungsbeet auf das Freilandbeet oder das Pflanzen an den endgültigen Standort. Auch das Umtopfen von kleineren in größere Töpfe wird als Verpflanzen bezeichnet. Altere Gehölze werden selten verpflanzt, da nur dann erfolgreich, wenn großes — Wurzelsystem mitgenommen wird.

  • Verticutieren

gehört zur Rasenpflege vornehmlich des Intensivrasens, mit motorbetriebenem Verticutiergerät, im kleinen privaten Rasen mit dem Lüftrechen. Rasenpflegegeräte.

Buchstabe W

  • Wildschaden

kann im Garten als Fraß an Gemüse durch Hase bzw. Kaninchen oder als Knospenverbiss und Rindenschälen durch Hasen, Kaninchen oder Reh auftreten.

  • Wespen

allgemein bekannte, schwarzgelb gebänderte, wegen ihres Stichs gefürchtete – Hautflügler, die von Süßigkeiten und Früchten angelockt, den Menschen in Haus und Garten oft lästig werden. Staatenbildend, die Staaten aber im Gegensatz zu den Bienen nur einsommrig: die Wespen sterben Ende des Sommers ab, nur die junge, befruchtete Königin überwintert in einem Versteck und gründet im Frühjahr den neuen Staat.

  • Wickler

artenreichste und schädlichste Gruppe der Kleinschmetterlinge. Raupen vielfach in Blatt-„Wickeln“ lebend. Wichtigste Gartenschädlinge: roter und grauer – Knospenwickler an Obstbaumknospen und -blättern sowie – Apfelwickler und Pflaumenwickler im Inneren der Früchte.

  • Wurzelfrost

Die meisten wuchshemmenden Unterlagen sind frostempfindlich. Wurzeln erreichen niemals die Frostresistenz der oberirdischen Baumteile, weil sie keine echte Winterruhe haben; sind daher besonders frostgefährdet, wenn Frost bis zum Wurzelbereich in den Boden eindringt. Trockener und offener Boden gefriert tiefer als feuchter und bedeckter.

  • Wurzelgemüse

alle Gemüsearten, bei denen die Wurzel den Hauptanteil des Erntegutes ausmacht, also Möhren, Schwarzwurzel, Rettich usw. Häufig werden dazu auch Arten gezählt, bei denen das verwendete Organ aus Wurzel- und Sprossgewebe besteht, wie Knollensellerie, Kohlrübe, Rote Rübe. Wurzelhals, die Verbindungssteile zwischen Wurzelkörper und Stamm. Soll in der Regel bei der Pflanzung über dem Boden zu stehen kommen.

  • Wurzelläuse

Einige Arten – Blattläuse, die sich völlig oder zum Teil an das unterirdische Leben angepasst haben, saugen an Wurzeln, die Pflanzen kränkeln oder sterben ab. Vor allem an Salat, Möhre, Kümmel, Petersilie und Zierpflanzen.

Buchstabe Z

  • Zwergwuchs

Wird durch die engen Gefäßbündel und Leitbahnen der wuchshemmenden Unterlagen oder durch deren spezifischen Einfluss auf die Edelsorte verursacht. Zwergwuchs kann auch durch starkes Einschränken des Wurzelwachstums erreicht werden.