Energie Lexikon/Glossar

Kleines Lexikon/Glossar Thema Energie

  • Abgasanlage

System mit der Aufgabe, die aus einer Dampferzeugungsanlage oder Wärmekraftmaschine austretenden Abgase entsprechend den Forderungen des Umweltschutzes zu behandeln (Reinigung, Schalldämpfung), die Abwärme optimal auszunutzen und in geeigneter Form, unter Beachtung der zulässigen Umweltbelastung, an die Umgebung abzuführen. Im Allgemeinen gehören zu einer Abgasanlage das Abgas- bzw. Rauchgas- Reinigungssystem (Entschwefelungs- und Entstäubungsanlagen), Schalldämpfer, Saugzüge, Schornsteine u. a. Wegen zunehmender Umweltbelastung nimmt die Bedeutung der Abgasanlagen vor allem bei Kraftwerken ständig zu.

  • Abgasanlage

System mit der Aufgabe, die aus einer Dampferzeugungsanlage oder Wärmekraftmaschine austretenden Abgase entsprechend den Forderungen des Umweltschutzes zu behandeln (Reinigung, Schalldämpfung), die Abwärme optimal auszunutzen und in geeigneter Form, unter Beachtung der zulässigen Umweltbelastung, an die Umgebung abzuführen. Im Allgemeinen gehören zu einer Abgasanlage das Abgas- bzw. Rauchgas- Reinigungssystem (Entschwefelungs- und Entstäubungsanlagen), Schalldämpfer, Saugzüge, Schornsteine u. a. Wegen zunehmender Umweltbelastung nimmt die Bedeutung der Abgasanlagen vor allem bei Kraftwerken ständig zu.

  • Abgastemperatur

Temperatur des Abgases nach der letzten Heizfläche eines Dampferzeugers bzw. am Abgasstutzen einer Wärmekraftmaschine. Die Abgastemperatur ist damit eine charakteristische Größe für die nutzlos an die Umgebung abgegebene Wärmeenergie und beeinflusst den Anlagenwirkungsgrad erheblich. Einer beliebigen Senkung der Abgastemperatur sind allerdings vor allem bei schwefelhaltigen Brennstoffen durch die Taupunkttemperatur Grenzen gesetzt. Die Abgastemperatur lässt auch Rückschlüsse auf die Qualität der Anlagengestaltung und der Fahrweise zu und die prinzipiellen Möglichkeiten einer Abwärmenutzung erkennen.

  • Abgasverlust

bei Verbrennungsprozessen, z. B. in Dampferzeugern oder Industrieöfen, auftretender Verlust an fühlbarer Wärme der Rauchgase, deren Abgastemperatur zur Vermeidung von Taupunktkorrosionen und zur natürlichen Zugerzeugung im Schornstein bestimmte Werte nicht unterschreiten darf.

  • Absenken der Leitung

Einbringen eines vormontierten Rohrstranges in den Rohrgraben. Der neben dem Rohrgraben liegende montierte Rohrstrang wird mit Rohrlegekränen aufgenommen, elastisch gebogen (horizontal durch Drücken mit den Rohrlegekränen, vertikal durch Eigengewicht) und auf die Rohrgrabensohle abgesenkt.

  • Absperrorgane

Armaturen zur Regelung, Absperrung und Sicherung von unter Druck stehenden Behältern und von Flüssigkeiten, Dämpfen oder Gasen durchströmten Systemen. Die Absperrorgane kann man unterteilen in- Ventile, Klappen, Hähne und Reißblenden.

  • Anlasser

1. Einrichtung aus zu- bzw. abschaltbaren Widerständen im Läuferkreis von Gleichstrom- oder Asynchronmotoren mit Schleifringläufer zur Begrenzung eines zu hohen Anlaufstromes bzw. (bei Asynchronmotoren) auch zur Erhöhung des Anzugmomentes. Die Widerstände des Anlassers werden mit dem Hochlaufen des Motors nacheinander ausgeschaltet.

2. Einrichtung zum Anwerfen von Verbrennungsmotoren; meist ein aus einer Akkumulatorenbatterie gespeister Gleichstrom- Reihenschlussmotor. Ein Ritzel auf der Läuferweile greift während des Anlassens in das Motorschwungrad ein.

  • Anschlusswert

in der Elektrotechnik Summe der Nennleistungen aller an ein Kraftwerk oder Stromversorgungsnetz angeschlossenen Verbraucher bzw. Leistungsaufnahme eines oder eines Ensembles von Elektrogeräten.

  • Arbeit

Kurzzeichen W. grundlegender physikalisch-technischer Begriff. Unter mechanischer Arbeit versteht man das Produkt aus dem Weg, den ein Körper unter Einwirken einer Kraft zurücklegt, und der Komponente dieser Kraft in Wegrichtung. Elektrische Arbeit wird als Produkt aus Spannung, Strom und Zeit des Stromflusses definiert.

  • Austrittsenergie

kinetische Energie des abströmenden Massestromes, ausgedrückt durch die spezifische kinetische Energie in Kilojoule je Kilogramm.

Bei Pumpen oder Verdichtern wird die Austrittsenergie des Laufgitters (bis auf die notwendige Geschwindigkeit in der abführenden Rohrleitung) im Leitgitter oder einem / Diffusor mit möglichst geringen Verlusten in Druckenergie umgesetzt.

Bei Turbinen lässt sich die Austrittsenergie der Stufe einer Stufengruppe bei guten Überströmbedingungen in der nächsten Stufe zum großen Teil als Eintrittsenergie nutzen.

Buchstabe B

  • Belastung

Last: in der Energieversorgung die zur Deckung des Elektroenergiebedarfes von Kraftwerken, Energietransport- und Verteilungssystemen bereitzustellende Leistung. Die Belastung ist abgesehen von hinzukommenden oder entfallenden Verbrauchern – erheblichen täglichen, wöchentlichen oder jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen. Man unterscheidet:

a) Grundlast: ständig vorhandener, normalerweise nie unterschrittener Leistungsbedarf. Er wird durch ständig in Betrieb befindliche (Groß-) Kraftwerke hohen Wirkungsgrades gedeckt.

b) Mittelast: größter Teil der die Grundlast überschreitenden Belastung Sie tritt z. B. während des größten Teiles von Werktagen auf und wird durch Kraftwerke auch geringeren Wirkungsgrades bereitgestellt, die gegebenenfalls an Wochenenden außer Betrieb gesetzt werden.

c) Spitzenlast, der besonders während der Morgen- und Abendstunden, z. B. aber, auch bei extremen Wettersituationen auftretende, Grund- und Mittellast relativ kurzzeitig überschreitende Leistungsbedarf. Er wird durch Spitzeplastkraftwerke (Pumpspeicher-, Gasturbinen- oder Dieselmotorenkraftwerke) gedeckt. Ausgleich der Belastung wird durch Verbundbetrieb, abgestimmte zeitliche Staffelung energieintensiver Produktionsprozesse, 3-Schichten-Betrieb u. a, angestrebt.

  • Belüftung

Anlage, die Außenluft durch einen Lüfter ansaugt und einem oder mehreren Räumen zuführt; Die Abluft entweicht über die Fugen der Fenster, Türen o. a. Öffnungen. Im Winter wird die Zugluft auf Raumtemperatur vorgewärmt. Im belüfteten Raum entsteht ein Überdruck, der das Eindringen von Luft aus anderen Räumen verhindert. B. kann angewendet werden, wo die Lüftungsanforderungen nicht hoch sind und das Entweichen der Luft ins Freie gewährleistet ist.

  • biochemische Energiegewinnung

die gegenwärtig vor allem theoretisch untersuchte Möglichkeit, Algen, schnell wachsender Gräser u. a. zu züchten, die Sonnenenergie mit hohem Wirkungsgrad als chemische Energie speichern und dann als Ausgangsstoffe für energetische Prozesse dienen können.

  • Blockkraftwerk

Kraftwerk aus mehreren voneinander unabhängigen Kraftwerksblöcken, die keine dampf- und wasserseitigen Querverbindungen besitzen wie beim Sammelschienenkraftwerk Das Blockprinzip wird bei allen modernen Wärmekraftwerken (konventionellen und nuklearen) angewendet, da die Blockschaltung sowohl hinsichtlich des Betriebes als auch der Anlagenkosten Vorteile aufweist. Auch bei den modernsten Industrie- und Heizkraftwerken setzt sich dieses Prinzip immer mehr durch. Es ist üblich, bei konventionellen Wärmekraftwerken die Blockleistung nach der Turbinenleistung und bei Kernkraftwerken nach der Reaktorleistung anzugeben. Bei den konventionellen. Wärmekraftwerken spricht man von Mono-Block, wenn ein, von Duo-Block, wenn zwei Dampferzeuger je Block (d. h. je Turbine) eingesetzt werden.

  • Brenner

Misch- und Zuführungseinrichtung für Brennstoff und Luft zur geregelten Verbrennung von staubförmigen, flüssigen und gasförmigen Brennstoffen, deren Heizwert oder Leuchtkraft ausgenutzt werden soll. Der Brenner führt zur Aufrechterhaltung der Flamme ständig ein zündfähiges Brennstoff- Luft- Gemisch zu. Das Gemisch kühlt gleichzeitig den Brennwerkstoff. Entsprechende Austrittsgeschwindigkeiten verhindern das Zurückschlagen der Flammen. Größe und Form der Flammen hängen stark von den Eigenschaften des verwendeten Brenner ab.

  • Brennstoff

fester, flüssiger oder gasförmiger Stoff zur Wärmegewinnung durch Verbrennung, bestehend aus den brennbaren Bestandteilen Kohlenstoff, Wasserstoff, Schwefel und Ballaststoffen, wie Asche und Wasser. Feste Brennstoffe sind Steinkohle, Braunkohle, Torf, Holz, Ölkreide, Ölschiefer, Koks, Brikett. Keks entsteht aus Stein- oder Braunkohle durch Erhitzen unter Luftabschluss, wobei sich außerdem Gas entwickelt. Briketts stellen durch Trocknung und Pressung veredelte Braun- oder Steinkohlen dar, deren Heizwert durch den verringerten Wassergehalt und die größere Dichte gegenüber der Rohkohle erheblich verbessert ist. Die prozentuale Zusammensetzung des Brennstoffes beeinflusst seinen Heizwert.

Buchstabe D

  • Dampferzeuger-Wirkungsgrad

Verhältnis der an Wasser und Dampf übertragenen Wärmemenge und der mit dem Bennstoff zugeführten Enthalpie, umfasst sowohl die chemische als auch die fühlbare Brennstoffwärme. Der Dampferzeuger- Wirkungsgrad ist unterteilbar in den Feuerungs- und den Heizflächenwirkungsgrad.

  • Dampfheizung

Heizung, bei der Wasserdampf als Wärmeträger verwendet wird. Dampf wird in Heizkesseln erzeugt, den Heizkörpern durch Rohrleitungen zugeführt und als Kondensat zurückgeleitet. Man unterscheidet Niederdruck- und Hochdruck-Dampfheizungen. Für die Raumheizung im Wohnungs- und Gesellschaftsbau wird Dampf – vor allem wegen der geringen Regelfähigkeit und der im Arilagensystem erhöht auftretenden Korrosion – nicht eingesetzt, im Industriebau nur dort, wo ohnehin aus technologischen Gründen ein hoher Dampfbedarf vorhanden ist und ein zweites Anlagensystem mit Wasser zu hohe Investitionskosten verursacht.

Buchstabe E

  • Dampfmotor

Bezeichnung für eine üblicherweise stehende, geschlossene und Schnell-Laufende Kolbendampfmaschine gedrängter Bauart.

  • Dampfspeicher

Wärmespeicher, dem Dampf entnommen werden kann, um Verbrauchsspitzen zu decken und vorhandene Anlagen besser auszunutzen. Je nach, den spezifischen Bedingungen können Gleichdruck- oder Gefälle-Dampfspeicher eingesetzt werden. Wirtschaftlich sind nur die Gefälle-Dampfspeicher, bei denen durch Druckabsenkung in einem mit siedendem Wasser gefüllten Behälter in einem gewissen Druckbereich Dampf entnommen werden kann.

  • Dampfturbine

Strömungsmaschine, die durch Entspannung von Wasserdampf Wärmeenergie in mechanische Arbeit umwandelt. Hinsichtlich der Prozessführung unterscheidet man Kondensations-, Gegendruck- und Entnahmeturbinen (Entnahme- Kondensations- und Entnahme- Gegendruckturbinen).

Die meisten Dampfturbinen sind axiale Turbinen in Kammer- oder Trommelbauweise.

  • Drehstrom

so benannt nach den einfachen Möglichkeiten, mit Hilfe des Drehstromes ein magnetisches / Drehfeld zu erzeugen.

  • Drehzahlregelung der Energiemaschinen

Verfahren und Einrichtung zur Konstanthaltung der Turbinendrehzahl, die dabei die Turbinenleistung dem Leistungsbedarf des Stromerzeugers anpasst. Die Drehzahl wird mechanisch durch Fliehkraftregler, hydraulisch durch Drehzahlmesspumpe oder elektrisch durch Tachogenerator gemessen und im Messwertwandler in ein mechanisches, hydraulisches oder elektrisches Ausgangs-Regelsignal umgeformt, das den Hub der Regelventile verändert, Die Drehzahlregelung der Energiemaschinen muss wegen des geringen Massenträgheitsmomentes des Rotors der Turbomaschine sehr empfindlich sein und außerordentlich schnell reagieren. Sie bat im wesentlichen drei Funktionen zu erfüllen, das genaue Einregeln der konstanten Turbinendrehzahl, das Ausregeln der Übergänge von einem Beharrungszustand in den anderen und das Abfangen des Drehzahlanstieges nach Volllastabschaltung des Turbosatzes.

  • Drehstrom

System von drei in ihrem Ablauf um jeweils 1200 verschobenen Wechselströmen gleicher Frequenz und (normalerweise) gleicher Amplitude. Drehstrom wird erzeugt durch drei gegeneinander versetzte Wicklungen bzw. Wicklungsgruppen (auch als Stränge oder — ungenau – als Phasen bezeichnet), in deren, Innenraum ein Magnetfeld mit konstanter, Winkelgeschwindigkeit umläuft. Es induziert in jeder Wicklung eine Spannung (Strang- oder Phasenspannung).

Buchstabe E

  • Einphasen(wechsel)strom

ein Wechselstrom, zu dessen Fortleitung und Verteilung zwei Leiter genügen. Er wird meist aus Dreiphasen(wechsel)strom abgeleitet, aber auch in besonderen Generatoren gewonnen. Der Kleinverbrauchern, z. B. Wohnungen, zugeleitete Strom ist meist Einphasen(wechsel)strom.

  • Einspritzdüse

Bauelement zur Einspritzung des von der Einspritzpumpe unter hohem Druck gelieferten Brennstoffes in eine Brennkammer, einen Brennraum oder die Verbrennungsluft außerhalb des Brennraumes (Brennstoffeinspritzung). Dabei soll die Einspritzdüse den Brennstoff feinzerstäubt so verteilen, dass eine innige Durchmischung mit der Verbrennungsluft gewährleistet ist. Beim Dieselmotor werden je nach Brennraumgestaltung und Gemischbildungsverfahren verschieden ausgebildete Einspritzdüsen verwendet. Mehrlochdüsen werden in Motoren mit Direkteinspritzung und relativ geringer Luftdurchwirbelung, Einloch- und Direkteinspritzung in Motoren mit unterteilten Brennräumen und guter Luftdurchwirbelung eingesetzt.

  • Elektrifizierung

i. w. S. die planmäßige Versorgung eines Gebietes mit Elektroenergie für Produktionszwecke im weitester Sinne, für das Verkehrswesen, für Haushalte, zur Speisung der Kommunikationssysteme usw. Elektrifizierung setzt leistungsfähige Kraftwerke, Verbundsysteme sowie Übertragungs- und Verteilungseinrichtungen für Elektroenergie voraus. Die Elektrifizierung ist eine entscheidende Bestimmungsgröße für das Entwicklungstempo der Volkswirtschaft.

  • elektrische Heizung

Einrichtung, in der elektrische Energie in Wärme umgewandelt wird. Die Vollraumheizung mit direkt angewendetem elektrischem Strom ist aus energiewirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar. Verbilligt wird Elektroenergie in Zeiten so genannter Schwachlasten von 21.00 bis 6.00 Uhr angeboten, so dass die Nachtstrom-Speicherheizung eingesetzt werden kann. Bei elektrischen Speicheröfen oder- geräten wird durch elektrische Heizung ein Speicherkern (z. B. Magnesit) auf Temperaturen bis um 600 °C elektrisch aufgeheizt. Nach der Art der Wärmeabgabe werden drei Bauarten unterschieden: a) Die Wärme wird von der Oberfläche des Gehäuses abgegeben. Da keine Regelungsmöglichkeit vorhanden ist, ist diese Bauart unwirtschaftlich. b) Die Wärme wird in Luftkanälen im Speicherkern an die durchströmende Luft abgegeben. Am Warmluftaustritt befindet sich eine Klappenregelung. c) Die Luft wird durch Kanäle im Speicherkern mittels Ventilator gefördert, der von einem Raumthermostaten geschaltet wird. Mit dieser Bauart kann die Raumtemperatur in engen Grenzen gehalten und damit der wirtschaftliche Einsatz der Elektroenergie gewährleistet werden.

  • elektrische Maschine

eine Anordnung zur Umwandlung mechanischer in elektrische Energie (Generator) oder elektrischer in mechanische Energie (Elektromotor). Grundlage der elektrischen Maschine sind das Induktionsgesetz bzw. die im magnetischen Feld in stromdurchflossenen Leitern auftretenden Kräfte. Prinzipiell kann jede elektrische Maschine als Generator und als Elektromotor arbeiten. Es ist gebräuchlich, den elektrische Maschine auch Aggregate zu zuzählen, in denen elektrische Energie umgewandelt wird, also Transformatoren, Umrichter usw.

  • Elekonenvolt

Abk. eV: im Bereich der Atom- und Kernphysik zulässige Maßeinheit für Energie bzw. Arbeit. 1 eV entspricht der Zunahme an kinetischer Energie, die ein Elektron beim Durchlaufen einer Spannung von 1 V im Vakuum erfährt.

  • Elektrotechnik

Gesamtgebiet der Anwendungen der Elektrizität. Je nachdem, ob Leistungs- oder Signalübertragung im Vordergrund steht, wird zwischen Leistungs- und Informationselektrik unterschieden, wobei eine genaue Abgrenzung nicht immer möglich ist.

  • Elektrowärmetechnik

Anwendung der durch Umwandlung von Elektroenergie gewonnenen Wärmeenergie. Je nachdem, ob die Energieumwandlung in den zu erwärmenden Körper, Stoffen usw. selbst erfolgt oder ob die durch Umwandlung gewonnene Wärme auf diese übertragen wird, unterscheidet man direkte Erwärmung oder indirekte Erwärmung.

  • Energiebilanz

tabellarische Gegenüberstellung oder grafische Darstellung der von einer Maschine, einem Aggregat, einem Betrieb usw. benötigten und der nutzbar umgesetzten bzw. als Verlust auftretenden Energie. Die Energiebilanz ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Beurteilung energetischer Effektivität und Untersuchung von Möglichkeiten zur Verlustminderung.

  • Energiespeicher

Einrichtung zur Speicherung technisch benötigter Energie, speziell zur Aufnahme bzw. Abgabe überschüssig anfallender bzw. kurzzeitig einen Normalbedarf überschreitender Energie. Zu mechanischen Energie gehören z. B. Uhrfedern, Stauseen und teilweise Schwungräder. Wärmeenergie lässt sich auf verschiedene Weise speichern. Einen für größere Mengen Elektroenergie geeigneten Energiespeicher gibt es gegenwärtig noch nicht. Lediglich Energiebeträge unter 1000 kWh lassen sich in Akkumulatoren speichern, darüber ist eine Rückwandlung der elektrischen in speicherbare mechanische Energie nötig

  • Energieträger

Stoff bzw. Mittel, das entweder selbst Energiequelle ist, z. B. Kohle, Gas, Erdöl, oder mit dessen Hilfe gewonnene Energie fortgeleitet oder gespeichert werden kann, z. B. Heißwasser, Heißdampf, Pressluft. Auch elektrischer Strom wird allgemein den E. zugezählt.

  • Energieumwandlung

Prozess, bei dem die Energie des strömenden Mediums im Laufrad einer Strömungsmaschine geändert wird. Es besteht dabei weitgehende Abhängigkeit von den Eigenschaften des strömenden Mediums. Durch die Energieumwandlung werden in der Beschaufelung der Strömungsmaschinen Beanspruchungen hervorgerufen, denen die Kennwerte der eingesetzten Werkstoffe entsprechen müssen. Dabei treten Verluste und Kühlprobleme auf, die durch geeignete konstruktive Maßnahmen beherrscht werden.

Bei der Durchströmung einer axialen Turbinenstufe für kompressibles Medium wird durch eine entsprechende Leitgittergestaltung ein Teil der inneren Energie des Strömungsmediums in kinetische Energie umgewandelt.

  • Energieumwandlungsverfahren

technisch genutzte Umwandlung von verschiedenen Energieformen Zur Umwandlung von Rohenergie Gebrauchsenergie sind von technischem Interesse

1. die klassischen Energieumwandlungsverfahren 2. die modernen oder direkten Energieumwandlungsverfahren

Aus der Analyse des Standes und der zu erwartenden Entwicklungstendenz erkennt man dass auch künftig der Wasser- Dampf- Prozess das wesentlichste Energieumwandlungsverfahren ist und bleibt und die „modernen“ Energieumwandlungsverfahren zunächst nur für Sonderzwecke eingesetzt werden

  • Energieverbrauchsnormen

der aus exakten Messungen und Untersuchungen ermittelte für die Herstellung der Mengeneinheit eines Produktes notwendigen Energieaufwand

  • Energiewirtschaft

Teilgebiet der Wirtschaft dessen Aufgabe es den gegenwärtigen und künftigen Energiebedarf der Gesellschaft im umfassenden Sinne zu decken. Die Energiewirtschaft ist damit eine bestimmte Grundlage für das technische Entwicklungsniveau eines Landes. Sie beinhaltet u.a.

a) die Planung, Lenkung und Kontrolle des Energiebedarfes und Verbrauches;

b) die Erkundung, Erschließung und Nutzung von Primärenergieträgern sowie die Erforschung neuer Energiequellen;

c) die ökonomische und effektive Gewinnung, die Umwandlung, den Transport und die Verteilung von Gebrauchs- und Nutzenergie sowie die Bereitstellung der dazu nötigen technischen Ausrüstung im nationalen Rahmen und durch internationale Kooperation;

d) die Untersuchung, Entwicklung und Durchsetzung von Maßnahmen zur sparsamen und umweltfreundlichen Energieanwendung.

Buchstabe F

  • Festdruckfahrweise

besonders bei älteren Dampfkraftwerken und vor allem bei Sammelschienenschaltungen angewandtes Verfahren, wobei der bzw. die Dampferzeuger bis auf Betriebsparameter und danach erst die Turbinen angefahren werden. Damit sind bei der Festdruckfahrweise die Anfahrzeit länger und die Anfahrverluste größer als bei der Gleitdruckfahrweiese.

  • Feuerung

Einrichtung zur Verbrennung von festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen zur maximalen Ausnutzung Verbrennungswärme und deren Übertragung an Heizflächen oder als Wärmeträger dienende Medien. Die Feuerung besteht aus dem Feuerraum dessen Umfassungswänden und den Einrichtungen zur Zufuhr von Brennstoff und Luft sowie zur Ableitung von Verbrennungsrückstände wie Asche und Rauchgas. Bauelemente sind feuerfeste Wände, Verbrennungsroste, Brenner, Heizkanäle, Leitungen, Gebläse und Schornsteine. Wichtigste Anwendungsfälle sind Dampferzeuger und Industrieöfen sowie Heiz- und Kochanlagen in Industrie und Haushalt.

  • fossile Brennstoffe

Bezeichnung für primäre Energieträger, die in sehr langen chemischen und physikalischen Prozessen aus Überresten biologischer Vorgänge gebildet wurden und in meist unterirdischen Lagerstätten unterschiedlichster Größenordnung vorkommen, z. B. Kohle, Erdöl, Erdgas. Gegenwärtig werden über 90% der gesamten Gebrauchsenergie aus fossilen Brennstoffen gewonnen. Angaben für die Weltvorräte an fossiler Brennstoffe gehen i. allg. weit auseinander, vor allem sind Werte für die mit den jeweiligen Abbau- und Erkundungstechnologien gewinnbaren Vorräte ständigen Änderungen unterworfen.

  • Freileitungen

außerhalb von Gebäuden oberirdisch verlegte Leitungen zur Übertragung elektrischer Signale oder von Elektroenergie. Als Leitermaterial hat Aluminium das früher verwendete Kupfer weitgehend abgelöst. Trotz der gegenüber Kupfer geringeren Leitfähigkeit von Aluminium und dadurch bedingter größerer Leiterquerschnitte beträgt die Masse einer Aluminiumleitung nur etwa die Hälfte derjenigen einer Kupferleitung gleichen elektrischen Widerstandes.

Buchstabe G

  • Gas

Aggregatzustand, in dem sich die Anordnung der Moleküle und der Abstand zwischen ihnen beliebig ändern kann. Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen der gasförmigen Phase realer Stoffe und dem Idealen Gas. Bei diesem werden Eigenvolumen der Moleküle und Anziehungskräfte zwischen ihnen vernachlässigt. Ideale Gase besitzen eine mathematisch einfache thermische Zustandsgleichung. Für reale Stoffe wurden und werden zahlreiche empirische und halbempirische Zustandsgleichungen aufgestellt.

  • Gasbeleuchtung

Nutzung von Gasflammen bzw. Gasen, für Beleuchtungszwecke. Zunächst wurde die Gasbeleuchtung durch offene Flammen aus verschieden geformten Brennern realisiert. Wegen der Nachteile dieser Methode ging man dazu über, mit nichtleuchtender, sehr heißer Flamme andere Körper zur Lichtausstrahlung zu erhitzen, z. B. Magnesiumglühkörper oder Platindrahtnetze.

  • Gasentladung

elektrischer Stromfluss durch Gase und Dämpfe, dessen Ladungsträger Elektronen und Ionen sind. Das Gas befindet sich bei Gasentladungen im Zustand eines Plasmas. Nach der Art und Weise der Ladungsträgererzeugung unterscheidet man:

Unselbständige Gasentladungen: Die Ladungsträger müssen fortlaufend durch zusätzliche Einwirkungen „von außen“ erzeugt werden. Dies kann z. B. geschehen durch ionisierende Strahlung, durch eine erhitzte, Elektronen freisetzende Katode oder durch eine bei Lichteinfall Elektronen emittierende Fotokatode. Mit Beendigung dieser Einwirkungen setzt die Gasentladung aus.

Selbständige Gasentladung: Die Ladungsträger entstehen ohne Einwirkung „von außen“ im Entladungsraum. Liegt an der Entladungsstrecke hinreichend hohe, Spannung, werden im elektrischen Feld zufällig erzeugte Ladungsträger zu den Elektroden beschleunigt, wobei vor allem die sehr leichten Elektronen rasch hohe Geschwindigkeiten erreichen. Dabei erreicht z. B. ein beschleunigtes Elektron eine solche kinetische Energie, dass es beim Zusammenstoß mit einem Atom aus diesem ein Elektron „herausschlagen“ kann. Das Atom wird zum Ion, das freigesetzte Elektron wird ebenfalls beschleunigt, kann ein weiteres Ladungsträgerpaar erzeugen usw. Die Zahl der Ladungsträger nimmt durch diesen Vorgang der Staßionisation lawinenartig zu. Elektrische Leitfähigkeit der Entladungsstrecke und Stromstärke schnellen empor und würden zur Zerstörung der Entladungsstrecke führen, wenn man die Stromstärke nicht durch geeignete Maßnahmen begrenzte.

  • Gaserzeuger

Maschinengruppe bei Gasturbinentriebwerken zur Erzeugung eines Arbeitsgases, das entweder im Schubwandler, zur Erzeugung einer Schubkraft beschleunigt wird oder in einer, Nutzleistungsturbine zur Erzeugung eines Drehmomentes zum Antrieb von Luftschraube, Tragschraube oder Bläser dient. Gaserzeuger bestehen aus Ver- dichter, Brennkammer, Turbine sowie Anlagen für Brennstoff, Schmierstoff, Regelung und Sicherheitseinrichtungen.

  • Gasheizung

Anlage, bei der die Verbrennungswärme von Gas für die Wärmeerzeugung eingesetzt wird. Dies ist in zentralen Systemen und auch bei Einzelgeräten möglich. Bei Zentralheizung wird Gas im- Heizungskessel verbrannt und zur Erwärmung des Heizmediums genutzt. In Etagenheizungen werden zur Wärmeerzeugung auch Gasumlaufwasserheizer eingesetzt. Örtlich werden Gasraumheizer verwendet, die entweder das Abgas über einen Schornstein oder einen Außenwandanschluss abführen. Bei den Außenwand-Gasraumheizern wird auch die Verbrennungsluft über diesen Anschluss zugeführt. Gasraumheizer sind vor allem dort günstig, wo ein kurzzeitiger Einsatz erforderlich ist, da die Raumluft schnell aufgeheizt wird. Die Geräte werden durch Thermostaten raumtemperaturabhängig geregelt und piezoelektrisch gezündet.

  • Gasmotor

mit Brenngas, z, B. Gichtgas, Erdgas, betriebener Ottomotor. Er wird vor allem als stationäre Kraftmaschine mit Leistungen von 6000 bis 7000 kW dort eingesetzt, wo genügend Brenngas anfällt. Bei Großmotoren werden Gas und Luft unmittelbar vor Eintritt in den Zylinder in einem kombinierten Einlass-Mischventil oder erst im Zylinder selbst gemischt, wobei getrennte Einlassventile für Luft und Gas vorhanden sind. Kleinere Gasmotoren besitzen meist ein allen Zylindern gemeinsames Mischventil in der Saugleitung.

  • geothermische Energie

die im Erdinneren enthaltene Wärmeenergie Die geothermische Energie repräsentiert einen nahezu unerschöpflichen Energievorrat allein die geothermische Energie bis zu 4 km Tiefe entspricht der Wärmeenergie von 20 Billionen t Steinkohle. Sie macht sich u. a. durch eine mit der Tiefe wachsende Temperatur bemerkbar. Diese wird durch die geothermiscbe Tiefenstufe be- schrieben d. h. durch die Tiefenzunahme, die 1 K Temperaturzunahme entspricht. Der angegebene Durchschnittswert von 30 bis 35 m unterliegt starken örtlichen Schwankungen. Demzufolge ist die Nutzung der geothermischen Energie zur Heißwasser-, Dampf oder Elektroenergiegewinnung auf bestimmte Gebiete der Erde begrenzt

  • Gtriebeturbine

Turbine deren optimale Drehzahl wesentlich über jener der angetriebenen Maschine liegt und daher ein Getriebe zwischen Turbinenwelle und Arbeitsmaschinenwelle erfordert Die höheren mechanischen Verluste und der erhöhte Aufwand für, das Getriebe werden durch den wirtschaftlicheren Turbinenbetrieb gedeckt.

  • Gleitdruckfahrweise

besonders bei modernen Dampfkraftwerksblöcken angewandtes Verfahren, bei dem die Turbine bereits angestoßen wird, bevor der Dampferzeuger seine Betriebsparameter erreicht. Dadurch werden wesentlich geringere Anfahrzeiten und Anfahrverluste als bei der Festdruckfahrweise erreicht.

  • Glühkerze

elektrische Zündhilfe für Dieselmotoren mit unterteilten Brennräumen beim Kaltstart, wenn beim Anlassen die im Zylinder des kalten Motors verdichtete Luft infolge niedriger Außentemperatur nicht die Selbstentzündungstemperatur des eingespritzten Kraftstoffes erreicht. Die Glühkerze wird vor dem Anlassen durch Batteriestrom auf 900 bis 100°C erhitzt und bewirkt eine Temperaturerhöhung der Verbrennungsluft. Sie wird nach dem Anlassen und Anspringen des Motors sofort ausgeschaltet.

  • Glühkopfmotor

Verbrennungsmotor mit Brennstoffeinspritzung, bei dem die infolge des niedrigen Verdichtungsverhältnisses erreichte Verdichtungstemperatur der Verbrennungsluft nicht zu der beim Dieselmotor üblichen Selbstzündung des Kraftstoff-Luft- Gemisches ausreicht. Die Zündung erfolgt mit Hilfe einer ungekühlten, rotglühenden Wandpartie des Zylinderkopfes, die vor der Zündung bereits zur Gemischaufbereitung beiträgt. Der Glühkopfmotor arbeitet i. allg. nach dem Zweitaktverfahren mit Kurbelkastenspülung. Beim Anfahren aus dem kalten Zustand muss der Glühkopf erhitzt werden, oder es ist für die Startphase eine Umschaltung auf Benzin-Gasöl-Gemisch und Kerzenzündung vorgesehen. Der Glühkopfmotor ist ein: sehr robuster, auch für minderwertige Kraftstoffe geeigneter Mitteldruckmotor, der ausschließlich in Schleppern für die Landwirtschaft eingesetzt wird.

  • Glühlampe

verbreitetste elektrische Lichtquelle, beruhend auf der Temperaturstrahlung eines durch Stromfluss hoch erhitzten elektrischen Leiters. Dieser Leuchtkörper oder Leuchtdraht wird fast stets aus hochschmelzendem Wolframdraht gefertigt und ist ins es im evakuierten oder mit einem chemisch inaktiven Gas oder Gasgemisch gefüllten Lampenkolben untergebracht Die Stromzuleitungen des Leuchtkörpers führen gasdicht aus dem Kolben und enden an den Kontakten des Sockels.

Buchstabe H

  • Heizflächen

1. für Festkörper, Flüssigkeiten und Gase undurchdringliche, meist metallische Flächen zwischen einem wärmeabgebenden und einem kühleren, wärmeaufnehmenden Medium. Heizflächen geben die aufgenommene Wärme an den zu erwärmenden Stoff, z. B. Wasser oder Körper, weiter. Sie werden in Wärmeüberträgern, Öfen, Dampferzeugern, Gefäßen u. a. verwendet und aus zu übertragender Wärme, Temperaturdifferenz der Medien und Wärmedurchgangszahl berechnet. 2. Heizungsform in Räumen, bei der Decke, Fußboden oder Außenwände die Rohre für das Heizmedium aufnehmen oder tragen.

  • Heizkörper

Bauelement einer Heizungsanlage, das die ihm zugeführte Wärme durch Konvektion an die Raumluft und durch Strahlung an die Oberflächen im Raum abgibt. Es werden Rohr-, Flach-, Platten-, Glieder- und Rippen-Heizungen unterschieden. Die Heizungen werden im Raum vorzugsweise unter den Fenstern installiert. Heizmedium ist meistens Warmwasser. Durch ein Heizventil wird die Absperr- und Regulierbarkeit gesichert.

  • Heizperiode

Zeitraum, in dem den Räumen Wärme durch Heizung zugeführt wird. Vom 15. September bis 15. Mai liefern Heizwerke normalerweise Wärme für die Raumheizung. Die Wärmelieferung wird jedoch bereits aufgenommen, sobald an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Außentemperatur um 19 Uhr unter 13 °C liegt; sie wird ab April ausgesetzt oder eingeschränkt, wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Außentemperatur sm 19 Uhr über 13 °C beträgt.

  • Heizung

Raumheizung: Einrichtung zur Einhaltung vorgegebener Raumtemperaturen in der Heizperiode. Die Auswahl der Heizungsanlagen richtet sich nach Anwendungszweck und Energieträgerangebot. Unterschieden werden örtliche Heizung, Zentralheizung oder Fernheizung, die durch feste gasförmige oder flüssige Brennstoffe oder Elektroenergie gespeist werden. Die innere Energie der Luft, von Grund- und Oberflächenwasser kann mit Hilfe von Wärmepumpen genutzt werden. Weitere Möglichkeiten werden durch die Sonnenheizung, erschlossen.

  • Hochspannungs- Gleichstromübertragung

Verfahren zur Fernleitung großer Mengen Elektroenergie mittels hochgespannten Gleichstromes. Am Anfang der Übertragungsstrecke wird Drehstrom aus einem Kraftwerk oder Drehstromnetz transformiert und anschließend in Gleichrichtern umgerichtet und der Übertragungsstrecke zugeführt. Am Ende der Übertragungsstrecke erfolgen durch Wechselrichter die Rückwandlung in Drehstrom und die Transformierung auf die Spannung des Verbrauchernetzes; gleichzeitig wird die im Drehstromnetz benötigte Blindleistung, z. B. durch Phasenschieber, bereitgestellt.

Vorteile der Hochspannung- Gleichstromübertragung gegenüber der Drehstromübertragung sind: 1. erhebliche Materialeinsparung, da nur zwei Leiterseile benötigt werden; 2. Wegfallen der bei Wechsel- bzw. Drehstrombetrieb durch Induktivitäten und Kapazitäten im Übertragungssystem bedingten Schwierigkeiten; 3. Wegfallen dielektriscber Verluste; 4. geringere Koronaverluste; 5. geringerer Isolationsaufwand als bei einer gleich leistungsfähigen Drehstromübertragung.

Hochspannungs- Gleichstromübertragung ist vor allem für große Entfernungen, über 1000 km, aussichtsreich, bei denen die Drehstromübertragung erhebliche Stabilitätsschwierigkeiten mit sich bringt.

  • innere Leistung

insgesamt von einem Flugzeugtriebwerk in Form von Wellen- und Strahlleistung erzeugte Leistung. Bei Kolbentriebwerken ist die Strahlleistung des Abgasstrahles vernachlässigbar klein gegenüber der Wellenleistung. Bei TL setzt sich die innere Leistung aus der Wellenleistung und der Strahlleistung des Abgases zusammen. Bei TL wird keine Wellenleistung nach außen abgegeben, die innere Leistung ist identisch mit der Strahlleistung, die der Differenz der kinetischen Energie der je Zeiteinheit aus und einströmenden Gas- bzw. Luftmasse entspricht.

  • innerer Wirkungsgrad

Verhältnis von innerer Leistung zu der je Zeiteinheit mit dem Brennstoff zugeführten Energie bei Flugzeugtriebwerken. Der innere Wirkungsgrad von großen ZTL beträgt bei Reiseflug etwa 40 bis 45%. Die Triebwerke von Überschallverkehrsflugzeugen erreichen bei Reiseflug einen inneren Wirkungsgrad von etwa 55 bis 60% Bei Kolbentriebwerken ist der innere Wirkungsgrad identisch mit dem i. allg. Motorenbau bekannten effektiven Wirkungsgrad.

Buchstabe K

  • Kälte

Energieform, die physikalisch zur Kategorie Wärme zu zählen ist. Unter Kälteerzeugung versteht man den Wärmeentzug aus einem System mit einer tiefen Temperatur unterhalb der fest vorgegebenen Temperatur eines Bezugssystems, gewöhnlich die Umgebung. Diese Wärme muss auf die Umgebungstemperatur Tu transformiert werden. Da nach dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik Wärme nie von selbst auf ein System mit einer höheren Temperatur übergeht, ist für die Erzeugung und Aufrechterhaltung tiefer Temperaturen stets Energiezufuhr notwendig.

  • Kernspaltung

Spaltung schwerer Atomkerne, so genannter Spaltstoffe, in zwei Teilkerne (Spaltprodukte). Die Kernspaltung wird im Kernreaktor realisiert und durch Neutroneneinfang ausgelöst. Es entstehen Spaltprodukte mit hoher kinetischer Energie, zwei bis drei Neutronen, die neue Spaltungen auslösen und prompte, d. h. unmittelbar im Spaltungsprozess entstehende, Quanten. Die kinetische Energie der Spaltprodukte wird durch Wechselwirkung mit der umgebenden Materie in Wärme umgewandelt.

  • Kettenreaktion

ununterbrochene Aufeinanderfolge von durch Neutron eingeleiteten Kernspaltungen, wobei die zur Fortsetzung der Spaltakte benötigten Neutronen bei der Spaltung selbst entstehen. Die Kettenreaktion wird gesteuert im Kernreaktor realisiert und kommt zustande, wenn von den bei einer Spaltung frei werdenden zwei bis drei Neutronen mindeste eines zur Einleitung einer neuen Spaltung erhalten bleibt.

  • Klimablock

aus vorgefertigten Einheiten in Baukastenweise zusammengesetztes Klimaaggregat. Durch die Aufteilung in einzelne Sektionen ist es möglich, Baugruppen zu installieren, die in die Vollklima-, Teilklima- oder Belüftungsanlage eingesetzt werden.

Buchstabe L

  • Ladegerät

Einrichtung zum geschalteten oder selbsttätigen Aufladen von Akkumulatoren für Stromversorgungszwecke aus dem öffentlichen Stromversorgungsnetz. Ladegeräte enthalten vor allem einen Gleichrichter sowie meist einen Transformator, der die Netzspannung auf die geforderte Ladespannung umsetzt. Häufig sind spannungsabhängige Vorrichtungen vorgesehen, die Beginn und Ende des Ladens automatisch schalten.

  • Ladungswechsel

der Teil des Arbeitspieles bei Verbrennungsmotoren, der das Ausschieben der Verbrennungsgase aus dem Zylinder und das Ansaugen der Frischladung umfasst. Beim Viertaktmotor stehen dazu der Ausschub- und der Saughub zur Verfügung. Beim Zweitaktmotor findet der Ladungswechsel im letzten Teil des Ausdehungshubes und im ersten Teil des Verdichtungshubes statt. Durch die Drosselwirkung der Steuerorgane ist für das Ausschieben und Ansaugen die Ladearbeit erforderlich, die beim Viertaktmotor vom Arbeitskolben und beim Zweitaktmotor von einem Spülgebläse, auch Spülpumpe genannt, aufgebracht wird.

  • Lagerstättenenergie

der Teil der in einer Lagerstätte gespeicherten Energie, der zur Gewinnung des Rohstoffes ausgenutzt werden kann. Die Lagerstättenenergie wird stets auf die Porenvolumeneinheit bezogen. Die wesentliche Quelle der Lagerstättenenergie in Erdgaslagerstätten ist der Lagerstättendruck. In Erdöllagerstätten treten als Hauptbestandteile der Lagerstättenenergie auf: 1. Druck des gelösten Gases, 2. Druck einer vorhandenen Gaskappe, 3. Druck des kompressiblen Erdöles, 4. Druck und Volumen des nachdrängenden Schichtwassers aus dem Aquifer.

  • Laufwasserkraftwerk

Wasserkraftwerk, das grundsätzlich an Flüssen errichtet wird und nur minimale oder keine Wasserspeicher aufweist. Zur besseren Ausnutzung der Wasserkraftreserve eines Flusses werden häufig auch Kraftwerkskaskaden, errichtet.

  • Leerlaufdrehzahl

Anzahl der Umdrehungen der Kurbelwelle von Kolbenmaschinen oder der Welle von Turbomaschinen je Minute, wenn keine Nutzleistung abgegeben wird, aber Betriebsbereitschaft vorliegt, um in möglichst kurzer Zeitspanne die volle Leistung zu erreichen. Bei Motoren ist die Leerlaufdrehzahl die Drehzahl des unbelasteten Motors, bei Turbinen die Nenndrehzahl ohne Leistungsabgabe der Arbeitsmaschine, wobei jedoch äußere Leistung für Hilfsantriebe entnommen werden kann und die eigenen Maschinenverluste au decken sind.

  • Lichtbogenerwärmung

Anwendung der Wärme bzw. Wärmestrahlung eins Lichtbogens zur Erhitzung metallischer und nichtmetallischer Stoffe auf sehr hohe Temperaturen. Der Lichtbogen, eine Gasentladung sehr hoher Strom- und Leistungsdichte, brennt zwischen zwei Elektroden oder zwischen einer Elektrode und dem zu erhitzenden Stoff bei häufig sehr hohen Stromstärken. Die Entladung wird durch kurzzeitige Berührung der Elektroden eingeleitet, wobei durch Widerstandserwärmung genügend viele Elektronen als Ladungsträger zum Zünden des Lichtbogens freigesetzt werden. Hauptanwendungsgebiete der Lichtbogenerwärmung sind Elektroöfen und elektrische Trenn- und Schweißverfahren.

  • Lichtelektrischer Effekt

durch elektromagnetische Strahlung, insbesondere durch sichtbares, infrarotes oder ultraviolettes Licht verursachte Ablösung von so genannten Fotoelektronen aus der Oberfläche von Stoffen oder von Atomen im Inneren von Stoffen. Werden Stoffoberflächen, speziell Metallflächen, bestrahlt, können aus ihnen durch Absorption der Energie einfallender Lichtquanten Elektronen emittiert werden, deren Anzahl der Beleuchtungsstärke proportional ist.

Buchstabe M

  • Maschine

nicht immer einheitlich gehandhabte und scharf abgegrenzte Bezeichnung für eine Einrichtung zum Umwandeln von Energie oder zum Verrichten von insbesondere mechanischer Arbeit.

Arbeits-Maschinen dienen der Stoffumwandlung i. w. S., zu ihnen zählen z. B. Werkzeug-, Förder-, Bau-, Land- Maschinen. Energie- Maschinen wandeln eine Energieform in eine andere um, vorwiegend in mechanische Energie, zu ihnen zählen Z. B. Elektro- und Verbrennungsmotoren sowie Turbinen. Häufig treiben Energie- Maschinen Arbeits- Maschinen an.

  • Maschinenverstärker

Gleichstromgenerator, der so konstruiert ist, dass bereits eine kleine Änderung der Erregerleistung eine große Änderung der vom Generator abgegebenen Leistung bewirkt. Maschinen können im einfachsten Fall fremderregte Gleichstromgeneratoren steuerbarer Erregerleisturig sein, doch stehen mehrere Spezialkonstruktionen zur Verfügung, die man z. B. durch besondere Gestaltung der Magnetfelder, Konstruktion und Schaltung der Läufer erhält. Maschinen werden vor allem als Erregermaschinen für Generatoren u zur Steuerung von Gleichstrommotoren angewendet.

  • Massenausgleich

teilweiser oder vollständiger Ausgleich der im Verbrennungsmotor durch hin- und hergehende sowie rotierende Massen hervorgerufenen Kräfte. Diese Massenkräfte wirken auf Lager und Gehäuse des Motors und suchen ihn von seiner Auflage abzuheben und horizontal zu verschieben. Während umlaufende Massen durch Anbringen von Gegenmassen an der Kurbelwelle leicht kompensierbar sind, kann ein vollständiger Ausgleich der hin- und hergehenden Massen mit vertretbarem Aufwand nicht erreicht werden. Besonders bei Motoren mit mehreren Zylindern kann man durch zweckmäßige Stellung der Kurbelwellenkröpfungen die freien Massenkräfte jedoch auf ein vertretbares Maß beschränken.

  • Netzmodell

Einrichtung zur Planung von Elektroenergienetzen, zur Untersuchung und Simulierung ihres Betriebsverhaltens und zum Auffinden optimaler Fahrweisen. Die Netzelemente werden durch einfache Bauelemente, nachgebildet. Die elektrischen Parameter werden am Modell gemessen und auf die realen Verhältnisse umgerechnet, wobei für Netzelemente von Nieder- und Mittelspannungsnetzen oft Gleichstrom-Netzmodelle genügen. Besonders durch Einsatz von Analog- und Digitalrechnern konnte die Arbeit mir Netzmodellen entscheidend verbessert werden.

  • Notstromversorgung

Lieferung von Elektroenergie an dringend benötigte technische Systeme, z. B. Sicherheits-, Beleuchtungs- und Nachrichtenanlagen, zur Aufrechterhaltung zumindest eingeschränkten Betriebes bei Ausfall der normalen Stromversorgung. Zur Notstromversorgung dienen z. B. Akkumulatoren oder von Verbrennungsmotoren. angetriebene Generatoren. Der Obergang auf Notstromversorgung geschieht innerhalb kürzester Zeit und oft selbsttätig.

  • Ottomotor

nach dem Techniker N. A. Otto (1832-1891) benannter Verbrennungsmotor, bei dem ein zündfähiges Kraftstoff-Luft-Gemisch im Zylinder mit einem kleineren Verdichtungsverhältnis als beim Dieselmotor verdichtet und durch Fremdzündung mit elektrischem Zündfunken gezündet wird. Die Verbrennung verläuft beinahe schlagartig und stellt praktisch eine Gleichraumverbrennung dar.

Buchstabe P

  • Propan

ein brennbares, aus Erdgas gewonnenes und bei der Erdöldestillation und -hydrierung anfallendes Gas mit einem enormen Heizwert von über 80 MJ/m³. Propan kommt als Flaschengas in den Handel und wird u. a. in transportablen Einrichtungen als Heiz-, Koch- und Treibgas verwendet.

  • Propellerturbine

ein Gasturbinentriebwerk, das den überwiegenden Teil seiner Leistung als -Wellenleistung an eine Luftschraube abgibt; der Rest dient zur Beschleunigung des das Triebwerk durchströmenden Arbeitsgases in einer Schubdüse zur Erzeugung einer Schubkraft. Die Gesamtleistung des PTL setzt sich aus Wellen- und Strahileistung zusammen.

  • Regenerativzelle

ein Brennstoffelement, dessen Abfallprodukte aufbereitet und als Brennstoff, eventuell auch als Oxydationsmittel, dem Brennstoffelement erneut zugeführt werden, wodurch sich ein teilweiser oder vollständiger der Reaktionspartner ergibt.

  • Regenerator

Wärmeübertrager mit periodischer Betriebsweise, in dem eine wärmespeichernde Masse abwechselnd von dem heißen, z. B, Abgas, und dem kalten Medium, z. B. Luft, umspült wird. Regeneratoren werden z, B. zur Luftvorwärmung im Hochofenprozess und im Dampferzeuger verwendet.

Buchstabe S

  • Solarkonstante

Energiemenge die eine Flächeneinheit an der Atmosphärenobergrenze bei senkrechtem Strahleneinfall in der Zeiteinheit von der Sonne empfängt. Sie wird auf den mittleren Abstand Sonne-Erde bezogen. Die Solarkonstante ist damit wichtige Ausgangsgröße für die Berechnung von Anlagen zur Nutzung der Sonnenenergie.

  • Solarzelle

Halbleiterbauelement zur direkten Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie, beruhend auf dem inneren lichtelektrischen Effekt und Vorgängen an einem pn- Übergang in Halbleitermaterial. Die Spannung einer Solarzelle liegt unter 1 V, der Wirkungsgrad der Energieumwandlung meist unter 15%.

Buchstabe T

  • Temperatur

eine thermische Zustandsgröße, die durch den Nullten Hauptsatz der Thermodynamik und das Gleichgewichtsaxiom charakterisiert wird: „Befindet sich ein System im thermischen Gleichgewicht, so weist es an allen Orten des Systems eine gleiche Eigenschaft auf, die als Temperatur bezeichnet wird“ Die Messung der Temperatur erfolgt indirekt durch Messung temperaturabhängiger Stoffeigenschaften, z. B. des Volumens, des Druckes, des elektrischen Widerstandes oder der elektrischen Spannung in einem festgelegten Stromkreis. Für die Messung sehr hoher Temperaturen sind Strahlungspyrometer geeignet.

  • Turbine

Strömungsmaschine, die dem durchströmenden Arbeitsmedium Energie entzieht und als mechanische Energie zur Verfügung stellt. Als Kraftmaschine dient die Turbine zum direkten oder indirekten Antrieb von rotierenden Arbeitsmaschinen, wie Turboverdichtern, Kreiselpumpen Turbogeneratoren, Strahltriebwerken, Schiffsschrauben.

Buchstabe U

  • Überspannung

in elektrischen Anlagen kurzzeitig oder über einen längeren Zeitraum zwischen Leitern oder zwischen einem Leiter und Erde auftretende Spannung, die über der normalen Betriebsspannung liegt. Äußere Überspannungen haben anlagenfremde Ursachen, vor allem Blitzeinschläge in der Nähe von Leitungen oder in Leitungen selbst innere Überspannungen entstehen durch Schwingungsvorgänge und eventuelle Resonanzerscheinungen bei plötzlichen Belastungsänderungen oder durch Kurz- und Erdschlüsse. Überspannungen können weit über der Betriebsspannung liegende Werte erreichen und daher unter Umständen Anlagenbeschädigen oder zerstören

  • Umformer

maschinelle Einrichtung zur Umwandlung von Elektroenergie einer Art in solche andere Art. Grundsätzlich besteht der Umformer aus ‚einem netzgespeisten Motor, der mechanisch mit einem Generator für die gewünschte Stromart verbunden, elektrisch von diesem jedoch getrennt ist.

  • Umrichter

Anordnung zur Umwandlung von Wechselstrom einer Frequenz in Wechselstrom anderer Frequenz oder auch von Gleichstrom einer in Gleichstrom anderer Spannung. Umrichter werden u. a. angewandt zur Gewinnung von Bahnstrom niederer Frequenz aus dem öffentlichen Netz, zur Speisung von Nieder- und Mittelfrequenzanlagen zur Induktionserwärmung, zur Speisung langsam laufender Drehstrommotoren, zur Gewinnung einer höheren Gleichspannung aus einer vorgegebenen.

  • Verteilungsnetz

in der Elektrizitätsversorgung jene zusammenwirkenden Anlagen und Leitungen, die dem Transport und der Verteilung der Elektroenergie von den Umspannwerken des Verbundnetzes zu Gebietsumspannwerken, z. B. Industriekomplexen, dienen. Für Verteilungsnetze werden, je nach volkswirtschaftlichen, leistungsmäßigen und geografischen Bedingungen, sämtliche Netzformen angewendet; die Spannungen liegen zwischen 10 und 110 kV.

  • Wechselstrom

elektrischer Strom, dessen Richtung, Stärke und Spannung sich periodisch mit der Zeit ändern. Ein vollständiger Strom- oder Spannungsverlauf bis zum Beginn seiner Wiederholung heißt Periode, seine Zeitdauer Periodendauer. Die Zahl der in der, Zeiteinheit ablaufenden Perioden ist die Frequenz des Wechselstromes gemessen in Hertz.

  • Windenergie

die kinetische Energie der, durch meteorologische Vorgänge verursachten Luftströmungen. Die Windenergie stellt ein gewaltiges, von der Sonne gespeistes Energiereservoir dar, doch erschwert das örtlich und zeitlich stark schwankende Angebot an Windenergie die technische Nutzung.

Temperatur des Abgases nach der letzten Heizfläche eines Dampferzeugers bzw. am Abgasstutzen einer Wärmekraftmaschine. Die Abgastemperatur ist damit eine charakteristische Größe für die nutzlos an die Umgebung abgegebene Wärmeenergie und beeinflusst den Anlagenwirkungsgrad erheblich. Einer beliebigen Senkung der Abgastemperatur sind allerdings vor allem bei schwefelhaltigen Brennstoffen durch die Taupunkttemperatur Grenzen gesetzt. Die Abgastemperatur lässt auch Rückschlüsse auf die Qualität der Anlagengestaltung und der Fahrweise zu und die prinzipiellen Möglichkeiten einer Abwärmenutzung erkennen.

  • Abgasverlust

bei Verbrennungsprozessen, z. B. in Dampferzeugern oder Industrieöfen, auftretender Verlust an fühlbarer Wärme der Rauchgase, deren Abgastemperatur zur Vermeidung von Taupunktkorrosionen und zur natürlichen Zugerzeugung im Schornstein bestimmte Werte nicht unterschreiten darf.

  • Absenken der Leitung

Einbringen eines vormontierten Rohrstranges in den Rohrgraben. Der neben dem Rohrgraben liegende montierte Rohrstrang wird mit Rohrlegekränen aufgenommen, elastisch gebogen (horizontal durch Drücken mit den Rohrlegekränen, vertikal durch Eigengewicht) und auf die Rohrgrabensohle abgesenkt.

  • Absperrorgane

Armaturen zur Regelung, Absperrung und Sicherung von unter Druck stehenden Behältern und von Flüssigkeiten, Dämpfen oder Gasen durchströmten Systemen. Die Absperrorgane kann man unterteilen in- Ventile, Klappen, Hähne und Reißblenden.

  • Anlasser

1. Einrichtung aus zu- bzw. abschaltbaren Widerständen im Läuferkreis von Gleichstrom- oder Asynchronmotoren mit Schleifringläufer zur Begrenzung eines zu hohen Anlaufstromes bzw. (bei Asynchronmotoren) auch zur Erhöhung des Anzugmomentes. Die Widerstände des Anlassers werden mit dem Hochlaufen des Motors nacheinander ausgeschaltet.

2. Einrichtung zum Anwerfen von Verbrennungsmotoren; meist ein aus einer Akkumulatorenbatterie gespeister Gleichstrom- Reihenschlussmotor. Ein Ritzel auf der Läuferweile greift während des Anlassens in das Motorschwungrad ein.

  • Anschlusswert

in der Elektrotechnik Summe der Nennleistungen aller an ein Kraftwerk oder Stromversorgungsnetz angeschlossenen Verbraucher bzw. Leistungsaufnahme eines oder eines Ensembles von Elektrogeräten.

  • Arbeit

Kurzzeichen W. grundlegender physikalisch-technischer Begriff. Unter mechanischer Arbeit versteht man das Produkt aus dem Weg, den ein Körper unter Einwirken einer Kraft zurücklegt, und der Komponente dieser Kraft in Wegrichtung. Elektrische Arbeit wird als Produkt aus Spannung, Strom und Zeit des Stromflusses definiert.

  • Austrittsenergie

kinetische Energie des abströmenden Massestromes, ausgedrückt durch die spezifische kinetische Energie in Kilojoule je Kilogramm.

Bei Pumpen oder Verdichtern wird die Austrittsenergie des Laufgitters (bis auf die notwendige Geschwindigkeit in der abführenden Rohrleitung) im Leitgitter oder einem / Diffusor mit möglichst geringen Verlusten in Druckenergie umgesetzt.

Bei Turbinen lässt sich die Austrittsenergie der Stufe einer Stufengruppe bei guten Überströmbedingungen in der nächsten Stufe zum großen Teil als Eintrittsenergie nutzen.

Buchstabe B

  • Belastung

Last: in der Energieversorgung die zur Deckung des Elektroenergiebedarfes von Kraftwerken, Energietransport- und Verteilungssystemen bereitzustellende Leistung. Die Belastung ist abgesehen von hinzukommenden oder entfallenden Verbrauchern – erheblichen täglichen, wöchentlichen oder jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen. Man unterscheidet:

a) Grundlast: ständig vorhandener, normalerweise nie unterschrittener Leistungsbedarf. Er wird durch ständig in Betrieb befindliche (Groß-) Kraftwerke hohen Wirkungsgrades gedeckt.

b) Mittelast: größter Teil der die Grundlast überschreitenden Belastung Sie tritt z. B. während des größten Teiles von Werktagen auf und wird durch Kraftwerke auch geringeren Wirkungsgrades bereitgestellt, die gegebenenfalls an Wochenenden außer Betrieb gesetzt werden.

c) Spitzenlast, der besonders während der Morgen- und Abendstunden, z. B. aber, auch bei extremen Wettersituationen auftretende, Grund- und Mittellast relativ kurzzeitig überschreitende Leistungsbedarf. Er wird durch Spitzeplastkraftwerke (Pumpspeicher-, Gasturbinen- oder Dieselmotorenkraftwerke) gedeckt. Ausgleich der Belastung wird durch Verbundbetrieb, abgestimmte zeitliche Staffelung energieintensiver Produktionsprozesse, 3-Schichten-Betrieb u. a, angestrebt.

  • Belüftung

Anlage, die Außenluft durch einen Lüfter ansaugt und einem oder mehreren Räumen zuführt; Die Abluft entweicht über die Fugen der Fenster, Türen o. a. Öffnungen. Im Winter wird die Zugluft auf Raumtemperatur vorgewärmt. Im belüfteten Raum entsteht ein Überdruck, der das Eindringen von Luft aus anderen Räumen verhindert. B. kann angewendet werden, wo die Lüftungsanforderungen nicht hoch sind und das Entweichen der Luft ins Freie gewährleistet ist.

  • biochemische Energiegewinnung

die gegenwärtig vor allem theoretisch untersuchte Möglichkeit, Algen, schnell wachsender Gräser u. a. zu züchten, die Sonnenenergie mit hohem Wirkungsgrad als chemische Energie speichern und dann als Ausgangsstoffe für energetische Prozesse dienen können.

  • Blockkraftwerk

Kraftwerk aus mehreren voneinander unabhängigen Kraftwerksblöcken, die keine dampf- und wasserseitigen Querverbindungen besitzen wie beim Sammelschienenkraftwerk Das Blockprinzip wird bei allen modernen Wärmekraftwerken (konventionellen und nuklearen) angewendet, da die Blockschaltung sowohl hinsichtlich des Betriebes als auch der Anlagenkosten Vorteile aufweist. Auch bei den modernsten Industrie- und Heizkraftwerken setzt sich dieses Prinzip immer mehr durch. Es ist üblich, bei konventionellen Wärmekraftwerken die Blockleistung nach der Turbinenleistung und bei Kernkraftwerken nach der Reaktorleistung anzugeben. Bei den konventionellen. Wärmekraftwerken spricht man von Mono-Block, wenn ein, von Duo-Block, wenn zwei Dampferzeuger je Block (d. h. je Turbine) eingesetzt werden.

  • Brenner

Misch- und Zuführungseinrichtung für Brennstoff und Luft zur geregelten Verbrennung von staubförmigen, flüssigen und gasförmigen Brennstoffen, deren Heizwert oder Leuchtkraft ausgenutzt werden soll. Der Brenner führt zur Aufrechterhaltung der Flamme ständig ein zündfähiges Brennstoff- Luft- Gemisch zu. Das Gemisch kühlt gleichzeitig den Brennwerkstoff. Entsprechende Austrittsgeschwindigkeiten verhindern das Zurückschlagen der Flammen. Größe und Form der Flammen hängen stark von den Eigenschaften des verwendeten Brenner ab.

  • Brennstoff

fester, flüssiger oder gasförmiger Stoff zur Wärmegewinnung durch Verbrennung, bestehend aus den brennbaren Bestandteilen Kohlenstoff, Wasserstoff, Schwefel und Ballaststoffen, wie Asche und Wasser. Feste Brennstoffe sind Steinkohle, Braunkohle, Torf, Holz, Ölkreide, Ölschiefer, Koks, Brikett. Keks entsteht aus Stein- oder Braunkohle durch Erhitzen unter Luftabschluss, wobei sich außerdem Gas entwickelt. Briketts stellen durch Trocknung und Pressung veredelte Braun- oder Steinkohlen dar, deren Heizwert durch den verringerten Wassergehalt und die größere Dichte gegenüber der Rohkohle erheblich verbessert ist. Die prozentuale Zusammensetzung des Brennstoffes beeinflusst seinen Heizwert.

Buchstabe D

  • Dampferzeuger-Wirkungsgrad

Verhältnis der an Wasser und Dampf übertragenen Wärmemenge und der mit dem Bennstoff zugeführten Enthalpie, umfasst sowohl die chemische als auch die fühlbare Brennstoffwärme. Der Dampferzeuger- Wirkungsgrad ist unterteilbar in den Feuerungs- und den Heizflächenwirkungsgrad.

  • Dampfheizung

Heizung, bei der Wasserdampf als Wärmeträger verwendet wird. Dampf wird in Heizkesseln erzeugt, den Heizkörpern durch Rohrleitungen zugeführt und als Kondensat zurückgeleitet. Man unterscheidet Niederdruck- und Hochdruck-Dampfheizungen. Für die Raumheizung im Wohnungs- und Gesellschaftsbau wird Dampf – vor allem wegen der geringen Regelfähigkeit und der im Arilagensystem erhöht auftretenden Korrosion – nicht eingesetzt, im Industriebau nur dort, wo ohnehin aus technologischen Gründen ein hoher Dampfbedarf vorhanden ist und ein zweites Anlagensystem mit Wasser zu hohe Investitionskosten verursacht.

Buchstabe E

  • Dampfmotor

Bezeichnung für eine üblicherweise stehende, geschlossene und Schnell-Laufende Kolbendampfmaschine gedrängter Bauart.

  • Dampfspeicher

Wärmespeicher, dem Dampf entnommen werden kann, um Verbrauchsspitzen zu decken und vorhandene Anlagen besser auszunutzen. Je nach, den spezifischen Bedingungen können Gleichdruck- oder Gefälle-Dampfspeicher eingesetzt werden. Wirtschaftlich sind nur die Gefälle-Dampfspeicher, bei denen durch Druckabsenkung in einem mit siedendem Wasser gefüllten Behälter in einem gewissen Druckbereich Dampf entnommen werden kann.

  • Dampfturbine

Strömungsmaschine, die durch Entspannung von Wasserdampf Wärmeenergie in mechanische Arbeit umwandelt. Hinsichtlich der Prozessführung unterscheidet man Kondensations-, Gegendruck- und Entnahmeturbinen (Entnahme- Kondensations- und Entnahme- Gegendruckturbinen).

Die meisten Dampfturbinen sind axiale Turbinen in Kammer- oder Trommelbauweise.

  • Drehstrom

so benannt nach den einfachen Möglichkeiten, mit Hilfe des Drehstromes ein magnetisches / Drehfeld zu erzeugen.

  • Drehzahlregelung der Energiemaschinen

Verfahren und Einrichtung zur Konstanthaltung der Turbinendrehzahl, die dabei die Turbinenleistung dem Leistungsbedarf des Stromerzeugers anpasst. Die Drehzahl wird mechanisch durch Fliehkraftregler, hydraulisch durch Drehzahlmesspumpe oder elektrisch durch Tachogenerator gemessen und im Messwertwandler in ein mechanisches, hydraulisches oder elektrisches Ausgangs-Regelsignal umgeformt, das den Hub der Regelventile verändert, Die Drehzahlregelung der Energiemaschinen muss wegen des geringen Massenträgheitsmomentes des Rotors der Turbomaschine sehr empfindlich sein und außerordentlich schnell reagieren. Sie bat im wesentlichen drei Funktionen zu erfüllen, das genaue Einregeln der konstanten Turbinendrehzahl, das Ausregeln der Übergänge von einem Beharrungszustand in den anderen und das Abfangen des Drehzahlanstieges nach Volllastabschaltung des Turbosatzes.

  • Drehstrom

System von drei in ihrem Ablauf um jeweils 1200 verschobenen Wechselströmen gleicher Frequenz und (normalerweise) gleicher Amplitude. Drehstrom wird erzeugt durch drei gegeneinander versetzte Wicklungen bzw. Wicklungsgruppen (auch als Stränge oder — ungenau – als Phasen bezeichnet), in deren, Innenraum ein Magnetfeld mit konstanter, Winkelgeschwindigkeit umläuft. Es induziert in jeder Wicklung eine Spannung (Strang- oder Phasenspannung).

Buchstabe E

  • Einphasen(wechsel)strom

ein Wechselstrom, zu dessen Fortleitung und Verteilung zwei Leiter genügen. Er wird meist aus Dreiphasen(wechsel)strom abgeleitet, aber auch in besonderen Generatoren gewonnen. Der Kleinverbrauchern, z. B. Wohnungen, zugeleitete Strom ist meist Einphasen(wechsel)strom.

  • Einspritzdüse

Bauelement zur Einspritzung des von der Einspritzpumpe unter hohem Druck gelieferten Brennstoffes in eine Brennkammer, einen Brennraum oder die Verbrennungsluft außerhalb des Brennraumes (Brennstoffeinspritzung). Dabei soll die Einspritzdüse den Brennstoff feinzerstäubt so verteilen, dass eine innige Durchmischung mit der Verbrennungsluft gewährleistet ist. Beim Dieselmotor werden je nach Brennraumgestaltung und Gemischbildungsverfahren verschieden ausgebildete Einspritzdüsen verwendet. Mehrlochdüsen werden in Motoren mit Direkteinspritzung und relativ geringer Luftdurchwirbelung, Einloch- und Direkteinspritzung in Motoren mit unterteilten Brennräumen und guter Luftdurchwirbelung eingesetzt.

  • Elektrifizierung

i. w. S. die planmäßige Versorgung eines Gebietes mit Elektroenergie für Produktionszwecke im weitester Sinne, für das Verkehrswesen, für Haushalte, zur Speisung der Kommunikationssysteme usw. Elektrifizierung setzt leistungsfähige Kraftwerke, Verbundsysteme sowie Übertragungs- und Verteilungseinrichtungen für Elektroenergie voraus. Die Elektrifizierung ist eine entscheidende Bestimmungsgröße für das Entwicklungstempo der Volkswirtschaft.

  • elektrische Heizung

Einrichtung, in der elektrische Energie in Wärme umgewandelt wird. Die Vollraumheizung mit direkt angewendetem elektrischem Strom ist aus energiewirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar. Verbilligt wird Elektroenergie in Zeiten so genannter Schwachlasten von 21.00 bis 6.00 Uhr angeboten, so dass die Nachtstrom-Speicherheizung eingesetzt werden kann. Bei elektrischen Speicheröfen oder- geräten wird durch elektrische Heizung ein Speicherkern (z. B. Magnesit) auf Temperaturen bis um 600 °C elektrisch aufgeheizt. Nach der Art der Wärmeabgabe werden drei Bauarten unterschieden: a) Die Wärme wird von der Oberfläche des Gehäuses abgegeben. Da keine Regelungsmöglichkeit vorhanden ist, ist diese Bauart unwirtschaftlich. b) Die Wärme wird in Luftkanälen im Speicherkern an die durchströmende Luft abgegeben. Am Warmluftaustritt befindet sich eine Klappenregelung. c) Die Luft wird durch Kanäle im Speicherkern mittels Ventilator gefördert, der von einem Raumthermostaten geschaltet wird. Mit dieser Bauart kann die Raumtemperatur in engen Grenzen gehalten und damit der wirtschaftliche Einsatz der Elektroenergie gewährleistet werden.

  • elektrische Maschine

eine Anordnung zur Umwandlung mechanischer in elektrische Energie (Generator) oder elektrischer in mechanische Energie (Elektromotor). Grundlage der elektrischen Maschine sind das Induktionsgesetz bzw. die im magnetischen Feld in stromdurchflossenen Leitern auftretenden Kräfte. Prinzipiell kann jede elektrische Maschine als Generator und als Elektromotor arbeiten. Es ist gebräuchlich, den elektrische Maschine auch Aggregate zu zuzählen, in denen elektrische Energie umgewandelt wird, also Transformatoren, Umrichter usw.

  • Elekonenvolt

Abk. eV: im Bereich der Atom- und Kernphysik zulässige Maßeinheit für Energie bzw. Arbeit. 1 eV entspricht der Zunahme an kinetischer Energie, die ein Elektron beim Durchlaufen einer Spannung von 1 V im Vakuum erfährt.

  • Elektrotechnik

Gesamtgebiet der Anwendungen der Elektrizität. Je nachdem, ob Leistungs- oder Signalübertragung im Vordergrund steht, wird zwischen Leistungs- und Informationselektrik unterschieden, wobei eine genaue Abgrenzung nicht immer möglich ist.

  • Elektrowärmetechnik

Anwendung der durch Umwandlung von Elektroenergie gewonnenen Wärmeenergie. Je nachdem, ob die Energieumwandlung in den zu erwärmenden Körper, Stoffen usw. selbst erfolgt oder ob die durch Umwandlung gewonnene Wärme auf diese übertragen wird, unterscheidet man direkte Erwärmung oder indirekte Erwärmung.

  • Energiebilanz

tabellarische Gegenüberstellung oder grafische Darstellung der von einer Maschine, einem Aggregat, einem Betrieb usw. benötigten und der nutzbar umgesetzten bzw. als Verlust auftretenden Energie. Die Energiebilanz ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Beurteilung energetischer Effektivität und Untersuchung von Möglichkeiten zur Verlustminderung.

  • Energiespeicher

Einrichtung zur Speicherung technisch benötigter Energie, speziell zur Aufnahme bzw. Abgabe überschüssig anfallender bzw. kurzzeitig einen Normalbedarf überschreitender Energie. Zu mechanischen Energie gehören z. B. Uhrfedern, Stauseen und teilweise Schwungräder. Wärmeenergie lässt sich auf verschiedene Weise speichern. Einen für größere Mengen Elektroenergie geeigneten Energiespeicher gibt es gegenwärtig noch nicht. Lediglich Energiebeträge unter 1000 kWh lassen sich in Akkumulatoren speichern, darüber ist eine Rückwandlung der elektrischen in speicherbare mechanische Energie nötig

  • Energieträger

Stoff bzw. Mittel, das entweder selbst Energiequelle ist, z. B. Kohle, Gas, Erdöl, oder mit dessen Hilfe gewonnene Energie fortgeleitet oder gespeichert werden kann, z. B. Heißwasser, Heißdampf, Pressluft. Auch elektrischer Strom wird allgemein den E. zugezählt.

  • Energieumwandlung

Prozess, bei dem die Energie des strömenden Mediums im Laufrad einer Strömungsmaschine geändert wird. Es besteht dabei weitgehende Abhängigkeit von den Eigenschaften des strömenden Mediums. Durch die Energieumwandlung werden in der Beschaufelung der Strömungsmaschinen Beanspruchungen hervorgerufen, denen die Kennwerte der eingesetzten Werkstoffe entsprechen müssen. Dabei treten Verluste und Kühlprobleme auf, die durch geeignete konstruktive Maßnahmen beherrscht werden.

Bei der Durchströmung einer axialen Turbinenstufe für kompressibles Medium wird durch eine entsprechende Leitgittergestaltung ein Teil der inneren Energie des Strömungsmediums in kinetische Energie umgewandelt.

  • Energieumwandlungsverfahren

technisch genutzte Umwandlung von verschiedenen Energieformen Zur Umwandlung von Rohenergie Gebrauchsenergie sind von technischem Interesse

1. die klassischen Energieumwandlungsverfahren 2. die modernen oder direkten Energieumwandlungsverfahren

Aus der Analyse des Standes und der zu erwartenden Entwicklungstendenz erkennt man dass auch künftig der Wasser- Dampf- Prozess das wesentlichste Energieumwandlungsverfahren ist und bleibt und die „modernen“ Energieumwandlungsverfahren zunächst nur für Sonderzwecke eingesetzt werden

  • Energieverbrauchsnormen

der aus exakten Messungen und Untersuchungen ermittelte für die Herstellung der Mengeneinheit eines Produktes notwendigen Energieaufwand

  • Energiewirtschaft

Teilgebiet der Wirtschaft dessen Aufgabe es den gegenwärtigen und künftigen Energiebedarf der Gesellschaft im umfassenden Sinne zu decken. Die Energiewirtschaft ist damit eine bestimmte Grundlage für das technische Entwicklungsniveau eines Landes. Sie beinhaltet u.a.

a) die Planung, Lenkung und Kontrolle des Energiebedarfes und Verbrauches;

b) die Erkundung, Erschließung und Nutzung von Primärenergieträgern sowie die Erforschung neuer Energiequellen;

c) die ökonomische und effektive Gewinnung, die Umwandlung, den Transport und die Verteilung von Gebrauchs- und Nutzenergie sowie die Bereitstellung der dazu nötigen technischen Ausrüstung im nationalen Rahmen und durch internationale Kooperation;

d) die Untersuchung, Entwicklung und Durchsetzung von Maßnahmen zur sparsamen und umweltfreundlichen Energieanwendung.

Buchstabe F

  • Festdruckfahrweise

besonders bei älteren Dampfkraftwerken und vor allem bei Sammelschienenschaltungen angewandtes Verfahren, wobei der bzw. die Dampferzeuger bis auf Betriebsparameter und danach erst die Turbinen angefahren werden. Damit sind bei der Festdruckfahrweise die Anfahrzeit länger und die Anfahrverluste größer als bei der Gleitdruckfahrweiese.

  • Feuerung

Einrichtung zur Verbrennung von festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen zur maximalen Ausnutzung Verbrennungswärme und deren Übertragung an Heizflächen oder als Wärmeträger dienende Medien. Die Feuerung besteht aus dem Feuerraum dessen Umfassungswänden und den Einrichtungen zur Zufuhr von Brennstoff und Luft sowie zur Ableitung von Verbrennungsrückstände wie Asche und Rauchgas. Bauelemente sind feuerfeste Wände, Verbrennungsroste, Brenner, Heizkanäle, Leitungen, Gebläse und Schornsteine. Wichtigste Anwendungsfälle sind Dampferzeuger und Industrieöfen sowie Heiz- und Kochanlagen in Industrie und Haushalt.

  • fossile Brennstoffe

Bezeichnung für primäre Energieträger, die in sehr langen chemischen und physikalischen Prozessen aus Überresten biologischer Vorgänge gebildet wurden und in meist unterirdischen Lagerstätten unterschiedlichster Größenordnung vorkommen, z. B. Kohle, Erdöl, Erdgas. Gegenwärtig werden über 90% der gesamten Gebrauchsenergie aus fossilen Brennstoffen gewonnen. Angaben für die Weltvorräte an fossiler Brennstoffe gehen i. allg. weit auseinander, vor allem sind Werte für die mit den jeweiligen Abbau- und Erkundungstechnologien gewinnbaren Vorräte ständigen Änderungen unterworfen.

  • Freileitungen

außerhalb von Gebäuden oberirdisch verlegte Leitungen zur Übertragung elektrischer Signale oder von Elektroenergie. Als Leitermaterial hat Aluminium das früher verwendete Kupfer weitgehend abgelöst. Trotz der gegenüber Kupfer geringeren Leitfähigkeit von Aluminium und dadurch bedingter größerer Leiterquerschnitte beträgt die Masse einer Aluminiumleitung nur etwa die Hälfte derjenigen einer Kupferleitung gleichen elektrischen Widerstandes.

Buchstabe G

  • Gas

Aggregatzustand, in dem sich die Anordnung der Moleküle und der Abstand zwischen ihnen beliebig ändern kann. Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen der gasförmigen Phase realer Stoffe und dem Idealen Gas. Bei diesem werden Eigenvolumen der Moleküle und Anziehungskräfte zwischen ihnen vernachlässigt. Ideale Gase besitzen eine mathematisch einfache thermische Zustandsgleichung. Für reale Stoffe wurden und werden zahlreiche empirische und halbempirische Zustandsgleichungen aufgestellt.

  • Gasbeleuchtung

Nutzung von Gasflammen bzw. Gasen, für Beleuchtungszwecke. Zunächst wurde die Gasbeleuchtung durch offene Flammen aus verschieden geformten Brennern realisiert. Wegen der Nachteile dieser Methode ging man dazu über, mit nichtleuchtender, sehr heißer Flamme andere Körper zur Lichtausstrahlung zu erhitzen, z. B. Magnesiumglühkörper oder Platindrahtnetze.

  • Gasentladung

elektrischer Stromfluss durch Gase und Dämpfe, dessen Ladungsträger Elektronen und Ionen sind. Das Gas befindet sich bei Gasentladungen im Zustand eines Plasmas. Nach der Art und Weise der Ladungsträgererzeugung unterscheidet man:

Unselbständige Gasentladungen: Die Ladungsträger müssen fortlaufend durch zusätzliche Einwirkungen „von außen“ erzeugt werden. Dies kann z. B. geschehen durch ionisierende Strahlung, durch eine erhitzte, Elektronen freisetzende Katode oder durch eine bei Lichteinfall Elektronen emittierende Fotokatode. Mit Beendigung dieser Einwirkungen setzt die Gasentladung aus.

Selbständige Gasentladung: Die Ladungsträger entstehen ohne Einwirkung „von außen“ im Entladungsraum. Liegt an der Entladungsstrecke hinreichend hohe, Spannung, werden im elektrischen Feld zufällig erzeugte Ladungsträger zu den Elektroden beschleunigt, wobei vor allem die sehr leichten Elektronen rasch hohe Geschwindigkeiten erreichen. Dabei erreicht z. B. ein beschleunigtes Elektron eine solche kinetische Energie, dass es beim Zusammenstoß mit einem Atom aus diesem ein Elektron „herausschlagen“ kann. Das Atom wird zum Ion, das freigesetzte Elektron wird ebenfalls beschleunigt, kann ein weiteres Ladungsträgerpaar erzeugen usw. Die Zahl der Ladungsträger nimmt durch diesen Vorgang der Staßionisation lawinenartig zu. Elektrische Leitfähigkeit der Entladungsstrecke und Stromstärke schnellen empor und würden zur Zerstörung der Entladungsstrecke führen, wenn man die Stromstärke nicht durch geeignete Maßnahmen begrenzte.

  • Gaserzeuger

Maschinengruppe bei Gasturbinentriebwerken zur Erzeugung eines Arbeitsgases, das entweder im Schubwandler, zur Erzeugung einer Schubkraft beschleunigt wird oder in einer, Nutzleistungsturbine zur Erzeugung eines Drehmomentes zum Antrieb von Luftschraube, Tragschraube oder Bläser dient. Gaserzeuger bestehen aus Ver- dichter, Brennkammer, Turbine sowie Anlagen für Brennstoff, Schmierstoff, Regelung und Sicherheitseinrichtungen.

  • Gasheizung

Anlage, bei der die Verbrennungswärme von Gas für die Wärmeerzeugung eingesetzt wird. Dies ist in zentralen Systemen und auch bei Einzelgeräten möglich. Bei Zentralheizung wird Gas im- Heizungskessel verbrannt und zur Erwärmung des Heizmediums genutzt. In Etagenheizungen werden zur Wärmeerzeugung auch Gasumlaufwasserheizer eingesetzt. Örtlich werden Gasraumheizer verwendet, die entweder das Abgas über einen Schornstein oder einen Außenwandanschluss abführen. Bei den Außenwand-Gasraumheizern wird auch die Verbrennungsluft über diesen Anschluss zugeführt. Gasraumheizer sind vor allem dort günstig, wo ein kurzzeitiger Einsatz erforderlich ist, da die Raumluft schnell aufgeheizt wird. Die Geräte werden durch Thermostaten raumtemperaturabhängig geregelt und piezoelektrisch gezündet.

  • Gasmotor

mit Brenngas, z, B. Gichtgas, Erdgas, betriebener Ottomotor. Er wird vor allem als stationäre Kraftmaschine mit Leistungen von 6000 bis 7000 kW dort eingesetzt, wo genügend Brenngas anfällt. Bei Großmotoren werden Gas und Luft unmittelbar vor Eintritt in den Zylinder in einem kombinierten Einlass-Mischventil oder erst im Zylinder selbst gemischt, wobei getrennte Einlassventile für Luft und Gas vorhanden sind. Kleinere Gasmotoren besitzen meist ein allen Zylindern gemeinsames Mischventil in der Saugleitung.

  • geothermische Energie

die im Erdinneren enthaltene Wärmeenergie Die geothermische Energie repräsentiert einen nahezu unerschöpflichen Energievorrat allein die geothermische Energie bis zu 4 km Tiefe entspricht der Wärmeenergie von 20 Billionen t Steinkohle. Sie macht sich u. a. durch eine mit der Tiefe wachsende Temperatur bemerkbar. Diese wird durch die geothermiscbe Tiefenstufe be- schrieben d. h. durch die Tiefenzunahme, die 1 K Temperaturzunahme entspricht. Der angegebene Durchschnittswert von 30 bis 35 m unterliegt starken örtlichen Schwankungen. Demzufolge ist die Nutzung der geothermischen Energie zur Heißwasser-, Dampf oder Elektroenergiegewinnung auf bestimmte Gebiete der Erde begrenzt

  • Gtriebeturbine

Turbine deren optimale Drehzahl wesentlich über jener der angetriebenen Maschine liegt und daher ein Getriebe zwischen Turbinenwelle und Arbeitsmaschinenwelle erfordert Die höheren mechanischen Verluste und der erhöhte Aufwand für, das Getriebe werden durch den wirtschaftlicheren Turbinenbetrieb gedeckt.

  • Gleitdruckfahrweise

besonders bei modernen Dampfkraftwerksblöcken angewandtes Verfahren, bei dem die Turbine bereits angestoßen wird, bevor der Dampferzeuger seine Betriebsparameter erreicht. Dadurch werden wesentlich geringere Anfahrzeiten und Anfahrverluste als bei der Festdruckfahrweise erreicht.

  • Glühkerze

elektrische Zündhilfe für Dieselmotoren mit unterteilten Brennräumen beim Kaltstart, wenn beim Anlassen die im Zylinder des kalten Motors verdichtete Luft infolge niedriger Außentemperatur nicht die Selbstentzündungstemperatur des eingespritzten Kraftstoffes erreicht. Die Glühkerze wird vor dem Anlassen durch Batteriestrom auf 900 bis 100°C erhitzt und bewirkt eine Temperaturerhöhung der Verbrennungsluft. Sie wird nach dem Anlassen und Anspringen des Motors sofort ausgeschaltet.

  • Glühkopfmotor

Verbrennungsmotor mit Brennstoffeinspritzung, bei dem die infolge des niedrigen Verdichtungsverhältnisses erreichte Verdichtungstemperatur der Verbrennungsluft nicht zu der beim Dieselmotor üblichen Selbstzündung des Kraftstoff-Luft- Gemisches ausreicht. Die Zündung erfolgt mit Hilfe einer ungekühlten, rotglühenden Wandpartie des Zylinderkopfes, die vor der Zündung bereits zur Gemischaufbereitung beiträgt. Der Glühkopfmotor arbeitet i. allg. nach dem Zweitaktverfahren mit Kurbelkastenspülung. Beim Anfahren aus dem kalten Zustand muss der Glühkopf erhitzt werden, oder es ist für die Startphase eine Umschaltung auf Benzin-Gasöl-Gemisch und Kerzenzündung vorgesehen. Der Glühkopfmotor ist ein: sehr robuster, auch für minderwertige Kraftstoffe geeigneter Mitteldruckmotor, der ausschließlich in Schleppern für die Landwirtschaft eingesetzt wird.

  • Glühlampe

verbreitetste elektrische Lichtquelle, beruhend auf der Temperaturstrahlung eines durch Stromfluss hoch erhitzten elektrischen Leiters. Dieser Leuchtkörper oder Leuchtdraht wird fast stets aus hochschmelzendem Wolframdraht gefertigt und ist ins es im evakuierten oder mit einem chemisch inaktiven Gas oder Gasgemisch gefüllten Lampenkolben untergebracht Die Stromzuleitungen des Leuchtkörpers führen gasdicht aus dem Kolben und enden an den Kontakten des Sockels.

Buchstabe H

  • Heizflächen

1. für Festkörper, Flüssigkeiten und Gase undurchdringliche, meist metallische Flächen zwischen einem wärmeabgebenden und einem kühleren, wärmeaufnehmenden Medium. Heizflächen geben die aufgenommene Wärme an den zu erwärmenden Stoff, z. B. Wasser oder Körper, weiter. Sie werden in Wärmeüberträgern, Öfen, Dampferzeugern, Gefäßen u. a. verwendet und aus zu übertragender Wärme, Temperaturdifferenz der Medien und Wärmedurchgangszahl berechnet. 2. Heizungsform in Räumen, bei der Decke, Fußboden oder Außenwände die Rohre für das Heizmedium aufnehmen oder tragen.

  • Heizkörper

Bauelement einer Heizungsanlage, das die ihm zugeführte Wärme durch Konvektion an die Raumluft und durch Strahlung an die Oberflächen im Raum abgibt. Es werden Rohr-, Flach-, Platten-, Glieder- und Rippen-Heizungen unterschieden. Die Heizungen werden im Raum vorzugsweise unter den Fenstern installiert. Heizmedium ist meistens Warmwasser. Durch ein Heizventil wird die Absperr- und Regulierbarkeit gesichert.

  • Heizperiode

Zeitraum, in dem den Räumen Wärme durch Heizung zugeführt wird. Vom 15. September bis 15. Mai liefern Heizwerke normalerweise Wärme für die Raumheizung. Die Wärmelieferung wird jedoch bereits aufgenommen, sobald an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Außentemperatur um 19 Uhr unter 13 °C liegt; sie wird ab April ausgesetzt oder eingeschränkt, wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Außentemperatur sm 19 Uhr über 13 °C beträgt.

  • Heizung

Raumheizung: Einrichtung zur Einhaltung vorgegebener Raumtemperaturen in der Heizperiode. Die Auswahl der Heizungsanlagen richtet sich nach Anwendungszweck und Energieträgerangebot. Unterschieden werden örtliche Heizung, Zentralheizung oder Fernheizung, die durch feste gasförmige oder flüssige Brennstoffe oder Elektroenergie gespeist werden. Die innere Energie der Luft, von Grund- und Oberflächenwasser kann mit Hilfe von Wärmepumpen genutzt werden. Weitere Möglichkeiten werden durch die Sonnenheizung, erschlossen.

  • Hochspannungs- Gleichstromübertragung

Verfahren zur Fernleitung großer Mengen Elektroenergie mittels hochgespannten Gleichstromes. Am Anfang der Übertragungsstrecke wird Drehstrom aus einem Kraftwerk oder Drehstromnetz transformiert und anschließend in Gleichrichtern umgerichtet und der Übertragungsstrecke zugeführt. Am Ende der Übertragungsstrecke erfolgen durch Wechselrichter die Rückwandlung in Drehstrom und die Transformierung auf die Spannung des Verbrauchernetzes; gleichzeitig wird die im Drehstromnetz benötigte Blindleistung, z. B. durch Phasenschieber, bereitgestellt.

Vorteile der Hochspannung- Gleichstromübertragung gegenüber der Drehstromübertragung sind: 1. erhebliche Materialeinsparung, da nur zwei Leiterseile benötigt werden; 2. Wegfallen der bei Wechsel- bzw. Drehstrombetrieb durch Induktivitäten und Kapazitäten im Übertragungssystem bedingten Schwierigkeiten; 3. Wegfallen dielektriscber Verluste; 4. geringere Koronaverluste; 5. geringerer Isolationsaufwand als bei einer gleich leistungsfähigen Drehstromübertragung.

Hochspannungs- Gleichstromübertragung ist vor allem für große Entfernungen, über 1000 km, aussichtsreich, bei denen die Drehstromübertragung erhebliche Stabilitätsschwierigkeiten mit sich bringt.

  • innere Leistung

insgesamt von einem Flugzeugtriebwerk in Form von Wellen- und Strahlleistung erzeugte Leistung. Bei Kolbentriebwerken ist die Strahlleistung des Abgasstrahles vernachlässigbar klein gegenüber der Wellenleistung. Bei TL setzt sich die innere Leistung aus der Wellenleistung und der Strahlleistung des Abgases zusammen. Bei TL wird keine Wellenleistung nach außen abgegeben, die innere Leistung ist identisch mit der Strahlleistung, die der Differenz der kinetischen Energie der je Zeiteinheit aus und einströmenden Gas- bzw. Luftmasse entspricht.

  • innerer Wirkungsgrad

Verhältnis von innerer Leistung zu der je Zeiteinheit mit dem Brennstoff zugeführten Energie bei Flugzeugtriebwerken. Der innere Wirkungsgrad von großen ZTL beträgt bei Reiseflug etwa 40 bis 45%. Die Triebwerke von Überschallverkehrsflugzeugen erreichen bei Reiseflug einen inneren Wirkungsgrad von etwa 55 bis 60% Bei Kolbentriebwerken ist der innere Wirkungsgrad identisch mit dem i. allg. Motorenbau bekannten effektiven Wirkungsgrad.

Buchstabe K

  • Kälte

Energieform, die physikalisch zur Kategorie Wärme zu zählen ist. Unter Kälteerzeugung versteht man den Wärmeentzug aus einem System mit einer tiefen Temperatur unterhalb der fest vorgegebenen Temperatur eines Bezugssystems, gewöhnlich die Umgebung. Diese Wärme muss auf die Umgebungstemperatur Tu transformiert werden. Da nach dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik Wärme nie von selbst auf ein System mit einer höheren Temperatur übergeht, ist für die Erzeugung und Aufrechterhaltung tiefer Temperaturen stets Energiezufuhr notwendig.

  • Kernspaltung

Spaltung schwerer Atomkerne, so genannter Spaltstoffe, in zwei Teilkerne (Spaltprodukte). Die Kernspaltung wird im Kernreaktor realisiert und durch Neutroneneinfang ausgelöst. Es entstehen Spaltprodukte mit hoher kinetischer Energie, zwei bis drei Neutronen, die neue Spaltungen auslösen und prompte, d. h. unmittelbar im Spaltungsprozess entstehende, Quanten. Die kinetische Energie der Spaltprodukte wird durch Wechselwirkung mit der umgebenden Materie in Wärme umgewandelt.

  • Kettenreaktion

ununterbrochene Aufeinanderfolge von durch Neutron eingeleiteten Kernspaltungen, wobei die zur Fortsetzung der Spaltakte benötigten Neutronen bei der Spaltung selbst entstehen. Die Kettenreaktion wird gesteuert im Kernreaktor realisiert und kommt zustande, wenn von den bei einer Spaltung frei werdenden zwei bis drei Neutronen mindeste eines zur Einleitung einer neuen Spaltung erhalten bleibt.

  • Klimablock

aus vorgefertigten Einheiten in Baukastenweise zusammengesetztes Klimaaggregat. Durch die Aufteilung in einzelne Sektionen ist es möglich, Baugruppen zu installieren, die in die Vollklima-, Teilklima- oder Belüftungsanlage eingesetzt werden.

Buchstabe L

  • Ladegerät

Einrichtung zum geschalteten oder selbsttätigen Aufladen von Akkumulatoren für Stromversorgungszwecke aus dem öffentlichen Stromversorgungsnetz. Ladegeräte enthalten vor allem einen Gleichrichter sowie meist einen Transformator, der die Netzspannung auf die geforderte Ladespannung umsetzt. Häufig sind spannungsabhängige Vorrichtungen vorgesehen, die Beginn und Ende des Ladens automatisch schalten.

  • Ladungswechsel

der Teil des Arbeitspieles bei Verbrennungsmotoren, der das Ausschieben der Verbrennungsgase aus dem Zylinder und das Ansaugen der Frischladung umfasst. Beim Viertaktmotor stehen dazu der Ausschub- und der Saughub zur Verfügung. Beim Zweitaktmotor findet der Ladungswechsel im letzten Teil des Ausdehungshubes und im ersten Teil des Verdichtungshubes statt. Durch die Drosselwirkung der Steuerorgane ist für das Ausschieben und Ansaugen die Ladearbeit erforderlich, die beim Viertaktmotor vom Arbeitskolben und beim Zweitaktmotor von einem Spülgebläse, auch Spülpumpe genannt, aufgebracht wird.

  • Lagerstättenenergie

der Teil der in einer Lagerstätte gespeicherten Energie, der zur Gewinnung des Rohstoffes ausgenutzt werden kann. Die Lagerstättenenergie wird stets auf die Porenvolumeneinheit bezogen. Die wesentliche Quelle der Lagerstättenenergie in Erdgaslagerstätten ist der Lagerstättendruck. In Erdöllagerstätten treten als Hauptbestandteile der Lagerstättenenergie auf: 1. Druck des gelösten Gases, 2. Druck einer vorhandenen Gaskappe, 3. Druck des kompressiblen Erdöles, 4. Druck und Volumen des nachdrängenden Schichtwassers aus dem Aquifer.

  • Laufwasserkraftwerk

Wasserkraftwerk, das grundsätzlich an Flüssen errichtet wird und nur minimale oder keine Wasserspeicher aufweist. Zur besseren Ausnutzung der Wasserkraftreserve eines Flusses werden häufig auch Kraftwerkskaskaden, errichtet.

  • Leerlaufdrehzahl

Anzahl der Umdrehungen der Kurbelwelle von Kolbenmaschinen oder der Welle von Turbomaschinen je Minute, wenn keine Nutzleistung abgegeben wird, aber Betriebsbereitschaft vorliegt, um in möglichst kurzer Zeitspanne die volle Leistung zu erreichen. Bei Motoren ist die Leerlaufdrehzahl die Drehzahl des unbelasteten Motors, bei Turbinen die Nenndrehzahl ohne Leistungsabgabe der Arbeitsmaschine, wobei jedoch äußere Leistung für Hilfsantriebe entnommen werden kann und die eigenen Maschinenverluste au decken sind.

  • Lichtbogenerwärmung

Anwendung der Wärme bzw. Wärmestrahlung eins Lichtbogens zur Erhitzung metallischer und nichtmetallischer Stoffe auf sehr hohe Temperaturen. Der Lichtbogen, eine Gasentladung sehr hoher Strom- und Leistungsdichte, brennt zwischen zwei Elektroden oder zwischen einer Elektrode und dem zu erhitzenden Stoff bei häufig sehr hohen Stromstärken. Die Entladung wird durch kurzzeitige Berührung der Elektroden eingeleitet, wobei durch Widerstandserwärmung genügend viele Elektronen als Ladungsträger zum Zünden des Lichtbogens freigesetzt werden. Hauptanwendungsgebiete der Lichtbogenerwärmung sind Elektroöfen und elektrische Trenn- und Schweißverfahren.

  • Lichtelektrischer Effekt

durch elektromagnetische Strahlung, insbesondere durch sichtbares, infrarotes oder ultraviolettes Licht verursachte Ablösung von so genannten Fotoelektronen aus der Oberfläche von Stoffen oder von Atomen im Inneren von Stoffen. Werden Stoffoberflächen, speziell Metallflächen, bestrahlt, können aus ihnen durch Absorption der Energie einfallender Lichtquanten Elektronen emittiert werden, deren Anzahl der Beleuchtungsstärke proportional ist.

Buchstabe M

  • Maschine

nicht immer einheitlich gehandhabte und scharf abgegrenzte Bezeichnung für eine Einrichtung zum Umwandeln von Energie oder zum Verrichten von insbesondere mechanischer Arbeit.

Arbeits-Maschinen dienen der Stoffumwandlung i. w. S., zu ihnen zählen z. B. Werkzeug-, Förder-, Bau-, Land- Maschinen. Energie- Maschinen wandeln eine Energieform in eine andere um, vorwiegend in mechanische Energie, zu ihnen zählen Z. B. Elektro- und Verbrennungsmotoren sowie Turbinen. Häufig treiben Energie- Maschinen Arbeits- Maschinen an.

  • Maschinenverstärker

Gleichstromgenerator, der so konstruiert ist, dass bereits eine kleine Änderung der Erregerleistung eine große Änderung der vom Generator abgegebenen Leistung bewirkt. Maschinen können im einfachsten Fall fremderregte Gleichstromgeneratoren steuerbarer Erregerleisturig sein, doch stehen mehrere Spezialkonstruktionen zur Verfügung, die man z. B. durch besondere Gestaltung der Magnetfelder, Konstruktion und Schaltung der Läufer erhält. Maschinen werden vor allem als Erregermaschinen für Generatoren u zur Steuerung von Gleichstrommotoren angewendet.

  • Massenausgleich

teilweiser oder vollständiger Ausgleich der im Verbrennungsmotor durch hin- und hergehende sowie rotierende Massen hervorgerufenen Kräfte. Diese Massenkräfte wirken auf Lager und Gehäuse des Motors und suchen ihn von seiner Auflage abzuheben und horizontal zu verschieben. Während umlaufende Massen durch Anbringen von Gegenmassen an der Kurbelwelle leicht kompensierbar sind, kann ein vollständiger Ausgleich der hin- und hergehenden Massen mit vertretbarem Aufwand nicht erreicht werden. Besonders bei Motoren mit mehreren Zylindern kann man durch zweckmäßige Stellung der Kurbelwellenkröpfungen die freien Massenkräfte jedoch auf ein vertretbares Maß beschränken.

  • Netzmodell

Einrichtung zur Planung von Elektroenergienetzen, zur Untersuchung und Simulierung ihres Betriebsverhaltens und zum Auffinden optimaler Fahrweisen. Die Netzelemente werden durch einfache Bauelemente, nachgebildet. Die elektrischen Parameter werden am Modell gemessen und auf die realen Verhältnisse umgerechnet, wobei für Netzelemente von Nieder- und Mittelspannungsnetzen oft Gleichstrom-Netzmodelle genügen. Besonders durch Einsatz von Analog- und Digitalrechnern konnte die Arbeit mir Netzmodellen entscheidend verbessert werden.

  • Notstromversorgung

Lieferung von Elektroenergie an dringend benötigte technische Systeme, z. B. Sicherheits-, Beleuchtungs- und Nachrichtenanlagen, zur Aufrechterhaltung zumindest eingeschränkten Betriebes bei Ausfall der normalen Stromversorgung. Zur Notstromversorgung dienen z. B. Akkumulatoren oder von Verbrennungsmotoren. angetriebene Generatoren. Der Obergang auf Notstromversorgung geschieht innerhalb kürzester Zeit und oft selbsttätig.

  • Ottomotor

nach dem Techniker N. A. Otto (1832-1891) benannter Verbrennungsmotor, bei dem ein zündfähiges Kraftstoff-Luft-Gemisch im Zylinder mit einem kleineren Verdichtungsverhältnis als beim Dieselmotor verdichtet und durch Fremdzündung mit elektrischem Zündfunken gezündet wird. Die Verbrennung verläuft beinahe schlagartig und stellt praktisch eine Gleichraumverbrennung dar.

Buchstabe P

  • Propan

ein brennbares, aus Erdgas gewonnenes und bei der Erdöldestillation und -hydrierung anfallendes Gas mit einem enormen Heizwert von über 80 MJ/m³. Propan kommt als Flaschengas in den Handel und wird u. a. in transportablen Einrichtungen als Heiz-, Koch- und Treibgas verwendet.

  • Propellerturbine

ein Gasturbinentriebwerk, das den überwiegenden Teil seiner Leistung als -Wellenleistung an eine Luftschraube abgibt; der Rest dient zur Beschleunigung des das Triebwerk durchströmenden Arbeitsgases in einer Schubdüse zur Erzeugung einer Schubkraft. Die Gesamtleistung des PTL setzt sich aus Wellen- und Strahileistung zusammen.

  • Regenerativzelle

ein Brennstoffelement, dessen Abfallprodukte aufbereitet und als Brennstoff, eventuell auch als Oxydationsmittel, dem Brennstoffelement erneut zugeführt werden, wodurch sich ein teilweiser oder vollständiger der Reaktionspartner ergibt.

  • Regenerator

Wärmeübertrager mit periodischer Betriebsweise, in dem eine wärmespeichernde Masse abwechselnd von dem heißen, z. B, Abgas, und dem kalten Medium, z. B. Luft, umspült wird. Regeneratoren werden z, B. zur Luftvorwärmung im Hochofenprozess und im Dampferzeuger verwendet.

Buchstabe S

  • Solarkonstante

Energiemenge die eine Flächeneinheit an der Atmosphärenobergrenze bei senkrechtem Strahleneinfall in der Zeiteinheit von der Sonne empfängt. Sie wird auf den mittleren Abstand Sonne-Erde bezogen. Die Solarkonstante ist damit wichtige Ausgangsgröße für die Berechnung von Anlagen zur Nutzung der Sonnenenergie.

  • Solarzelle

Halbleiterbauelement zur direkten Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie, beruhend auf dem inneren lichtelektrischen Effekt und Vorgängen an einem pn- Übergang in Halbleitermaterial. Die Spannung einer Solarzelle liegt unter 1 V, der Wirkungsgrad der Energieumwandlung meist unter 15%.

Buchstabe T

  • Temperatur

eine thermische Zustandsgröße, die durch den Nullten Hauptsatz der Thermodynamik und das Gleichgewichtsaxiom charakterisiert wird: „Befindet sich ein System im thermischen Gleichgewicht, so weist es an allen Orten des Systems eine gleiche Eigenschaft auf, die als Temperatur bezeichnet wird“ Die Messung der Temperatur erfolgt indirekt durch Messung temperaturabhängiger Stoffeigenschaften, z. B. des Volumens, des Druckes, des elektrischen Widerstandes oder der elektrischen Spannung in einem festgelegten Stromkreis. Für die Messung sehr hoher Temperaturen sind Strahlungspyrometer geeignet.

  • Turbine

Strömungsmaschine, die dem durchströmenden Arbeitsmedium Energie entzieht und als mechanische Energie zur Verfügung stellt. Als Kraftmaschine dient die Turbine zum direkten oder indirekten Antrieb von rotierenden Arbeitsmaschinen, wie Turboverdichtern, Kreiselpumpen Turbogeneratoren, Strahltriebwerken, Schiffsschrauben.

Buchstabe U

  • Überspannung

in elektrischen Anlagen kurzzeitig oder über einen längeren Zeitraum zwischen Leitern oder zwischen einem Leiter und Erde auftretende Spannung, die über der normalen Betriebsspannung liegt. Äußere Überspannungen haben anlagenfremde Ursachen, vor allem Blitzeinschläge in der Nähe von Leitungen oder in Leitungen selbst innere Überspannungen entstehen durch Schwingungsvorgänge und eventuelle Resonanzerscheinungen bei plötzlichen Belastungsänderungen oder durch Kurz- und Erdschlüsse. Überspannungen können weit über der Betriebsspannung liegende Werte erreichen und daher unter Umständen Anlagenbeschädigen oder zerstören

  • Umformer

maschinelle Einrichtung zur Umwandlung von Elektroenergie einer Art in solche andere Art. Grundsätzlich besteht der Umformer aus ‚einem netzgespeisten Motor, der mechanisch mit einem Generator für die gewünschte Stromart verbunden, elektrisch von diesem jedoch getrennt ist.

  • Umrichter

Anordnung zur Umwandlung von Wechselstrom einer Frequenz in Wechselstrom anderer Frequenz oder auch von Gleichstrom einer in Gleichstrom anderer Spannung. Umrichter werden u. a. angewandt zur Gewinnung von Bahnstrom niederer Frequenz aus dem öffentlichen Netz, zur Speisung von Nieder- und Mittelfrequenzanlagen zur Induktionserwärmung, zur Speisung langsam laufender Drehstrommotoren, zur Gewinnung einer höheren Gleichspannung aus einer vorgegebenen.

  • Verteilungsnetz

in der Elektrizitätsversorgung jene zusammenwirkenden Anlagen und Leitungen, die dem Transport und der Verteilung der Elektroenergie von den Umspannwerken des Verbundnetzes zu Gebietsumspannwerken, z. B. Industriekomplexen, dienen. Für Verteilungsnetze werden, je nach volkswirtschaftlichen, leistungsmäßigen und geografischen Bedingungen, sämtliche Netzformen angewendet; die Spannungen liegen zwischen 10 und 110 kV.

  • Wechselstrom

elektrischer Strom, dessen Richtung, Stärke und Spannung sich periodisch mit der Zeit ändern. Ein vollständiger Strom- oder Spannungsverlauf bis zum Beginn seiner Wiederholung heißt Periode, seine Zeitdauer Periodendauer. Die Zahl der in der, Zeiteinheit ablaufenden Perioden ist die Frequenz des Wechselstromes gemessen in Hertz.

  • Windenergie

die kinetische Energie der, durch meteorologische Vorgänge verursachten Luftströmungen. Die Windenergie stellt ein gewaltiges, von der Sonne gespeistes Energiereservoir dar, doch erschwert das örtlich und zeitlich stark schwankende Angebot an Windenergie die technische Nutzung.