Baulexikon 1

Teil 1 vom großen Baulexikon:

AbfallschlüsselEin Abfallschlüssel ist ein Nummernschlüssel (EWG-Code) zur Festlegung des Entsorgungsweg für eine gefährliche Abfallart wegen ihrer chemischen und/oder stofflichen Zusammensetzung. Die unterschiedlichen Abfallarten sind in der Richtlinie 91/689/EWG des europäischen Rats definiert. Diese Richtlinie enthält auch Hinweise auf die jeweiligen EWC-Codes.
AbfallvermeidungEines der zentralen Ziele, die sich die deutsche Umweltpolitik setzt. Dieses Ziel kann erreicht werden, indem man Restmüll reduziert, sinnvolle Mehrwegsysteme verwendet und bei der Herstellung weniger Material verbraucht. Bei Abfällen, die sich nicht vermeiden lassen, ist zudem eine Kreislaufwirtschaft möglich, dies bedeutet, dass man den Abfall sammelt und dann recycelt.
AbfangungWenn man eine Baugrube durch Gräben sichert oder ein Bauteil oder Bauwerk gegen Einsturzgefahr sichert, spricht man von Abfangung. Um eine Baugrube zu sichern, kann man zum Beispiel Spundwände oder auch Bohrpfahlwände benutzen. Bei Gräben richtet sich die Abfangung nach Bodenart und Böschungswinkel. Wenn es sich um nichtbindige Böden wie Kies oder Sand handelt, ist der maximal zulässige Böschungswinkel 45°. Bei Fels darf der Böschungswinkel dagegen bis zu 80° betragen.
AbfasenDas Abschrägen bzw. Brechen einer Kante heißt in der Fachsprache Abfasen.
AbfG Paragraph 2Laut Absatz 2 des Abfallgesetzes stellt das Gesetz zusätzlich Anforderungen an die Entsorgung von Abfällen, die aus gewerblichen oder anderen wirtschaftlichen Unternehmen oder aus öffentlichen Einrichtungen stammen, und die aufgrund ihrer Menge, Beschaffenheit oder Art die Gesundheit, das Wasser oder die Luft gefährden oder brennbar bzw. explosiv sind. Diese Abfälle werden als Sonderabfälle bezeichnet. Die am 28.05.1977 verabschiedete Abfallbestimmungsverordnung legt fest, wie mit diesen Abfällen verfahren werden muss.
Abflamm-MethodeMit der Abflamm-Methode lässt sich die Oberflächenfeuchte bestimmen. Man misst mit einem AM-Gerät und übergießt dafür das Zuschlagsgemisch mit einem Brennstoff in flüssiger Form. Anschließend zündet man den Brennstoff an. Die Wärme, die dabei freigesetzt wird, lässt das Oberflächenwasser verdunsten. Bestimmt man danach den Gewichtsunterschied zwischen der nassen und der trockenen Probe, kann man den Feuchtegehalt kalkulieren. Während sich die mit einem CM-Gerät durchgeführte Carbid-Methode nicht für alle Körnungen eignet, deckt die Abflamm-Methode sämtliche Körnungen ab.
Abflanschen„Abflanschen“ nennt man es, wenn man von einem Stahlträger ein Teil entfernt. Jedoch lassen sich auch Schläuche oder Leitungen ab- und anflanschen, nämlich dann, wenn man sie entfernt oder anschließt.
AbgabeleistungEin Elektromotor dient der Entnahme von elektrischer Energie aus dem Versorgungsnetz und der anschließenden Umwandlung dieser Energie in mechanische. Unter anderem aufgrund von Reibung entstehen bei diesem Vorgang Verluste. Von der Abgabeleistung spricht man, wenn man die Leistung meint, über die der Nutzer konkret verfügen kann.
Abgang1. Der eingeformte Ablauf eines Klosetts. Abhängig von der Anordnung gibt es dabei senkrechte, schräge oder waagerechte Abgänge. 2. Der Abgang an einem Verteiler, beispielsweise die Wasserleitungen in den Feuchträumen, im Keller oder Garten oder die Stromkreiszuleitungen für mehrere Zimmer oder Zimmergruppen.
AbgasWenn fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Erdöl verbrennen, werden dabei aus den Feuerungsanlagen in Verbrennungsmotoren, Industrieanlagen und Haushalten Stoffe abgesondert. In diesen können sich Ruß, Schwefelverbindungen, Kohlenmonoxid, Stickstoffoxide, Kohlenwasserstoffe, Schwermetallstäube und Wasserdampf befinden, welche die Luft erheblich verschmutzen.
AbgasanlageEine Abgasanlage ist für jede Heizungsanlage von Bedeutung. Dazu zählen sämtliche Einrichtungen, welche Abgase von Feuerstätten ins Freie führen. Dazu gehörte in früheren Zeiten vor allem der Schornstein. Heute sind in den meisten Fällen Abgasleitungen im Einsatz. Bei einigen Gasheizungen ist auch die Abführung der Abgase durchs Dach oder die Außenwand möglich.
AbgasführungAbgas werden sämtliche Rückstände in Gasform genannt, welche aus dem Verbrennungsvorgang einer Heizung stammen. Über das Abgassystem werden diese ins Freie geleitet. Befindet sich die Heizzentrale im Keller ist dies häufig der Schornstein. Wenn eine Heizung mit Standard-Kessel oder Niedertemperatur-Kessel vorhanden ist, sind die Abgase derart heiß, dass eine Gebläseunterstützung erforderlich ist. Wenn jedoch ein Brennwert-Kessel benutzt wird, ist aufgrund der niedrigen Temperaturen keine Gebläseunterstützung vonnöten. So kommt es zu einem Überdruck im Schornstein, was eine extrem dichte und kondensatresistente Abgasleitung erforderlich macht. Wenn ein Brennwert-Kessel im Nachhinein eingebaut wird, wird häufig ein Spezialrohr in den Schornstein eingezogen. Im Falle von Brennwertheizungen, die raumluftunabhängig arbeiten, kommen Luft-Abgas-Systeme zum Einsatz. Diese setzen sich aus zwei Rohren zusammen, die konzentrisch verlaufen, das bedeutet, das ein kleineres Rohr innerhalb eines größeren verläuft. Innen strömt dann das Abgas und außen die Luft, die für die Verbrennung gebraucht wird. Auch für Gasbrennwertthermen existieren viele Arten der Abgasführung.
BalustradeAus Balustern bestehendes Spezialgeländer. Eine kleine Säule in vieleckiger oder runder Form, die aus Holz oder Stein besteht und in der Mehrzahl der Fälle sehr profiliert oder geschwellt ist. Die Geländerstäbe haben einen größeren Querschnitt als Staketen.
BandBänder heißen unter anderem die diagonalen Balken am Fachwerkhaus, die für die Aussteifung des Gefaches sorgen. Im Bauhandwerk gibt es jedoch noch andere Dinge, die mit Bänder bezeichnet werden, zum Beispiel bewegliche Beschläge. Früher verliefen an der Ober- und Unterseite quer über das Türblatt zwei Flacheisen, die zum Zusammenhalt der Holzbohlen dienten. Das Ende, das herausragte, rollte man ein und hängte es in die Angel, die in den Türstock eingeschlagen war. Heute greift man grundsätzlich auf dieselbe Funktion zurück, aber die Bänder wurden an die modernen Türen und Fenster angeglichen. Je nach Form und Anwendungszweck spricht man von Anschweißbändern, Aufschraubbändern, Einbohrbändern, Einstemmbändern, Fitschenbändern, Kreuzbändern oder Zapfenbändern.
Band- und TellerschleifmaschineDies ist eine stationäre Kombimaschine, die zur Bearbeitung von Holz sowie holzähnlichen Werkstoffen mit Hilfe eines Teller- oder Bandschleifers dient. Abhängig von der Ausstattung lässt sich die Band- und Tellerschleifmaschine für eine Reihe an Bearbeitungsvorgängen einstellen. Man kann beispielsweise den Bandschleifer sowohl waagerecht als auch senkrecht aufstellen, um das Kantenschleifen leichter zu gestalten. Bei einem Schleiftisch, der sich neigen lässt, lassen sich bei einem Tellerschleifer Einstellungen von maximal 45° erzielen.
BandageEine Bandage ist eine Umwicklung von Rohrleitungen mit Materialien wie Filzbändern, Kunststofffolie oder Pappe zur Erhaltung der Dehnungs- und Bewegungsmöglichkeit bei Durchgängen durch Mauerwerk oder Beton oder zu Zwecken der Wärmedämmung durch äußere Umwicklung oder das Umhüllen mit Dämmstoffen.
BanderderEine aus Bandstahl bestehende Ringleitung im Fundament oder Erdreich eines Bauwerks, die zum Potenzialausgleich und/oder als Blitzschutz dient.
BandholzEine Strebe, die bei Holzkonstruktionen, also einem Dachstuhl, angeordnet ist, dessen Neigung weniger als 45° beträgt und mit der die Konstruktion ausgesteift und die Knicklänge und Stützweite verringert werden.
BandmaßEin Messinstrument, das flexibel ist und aufgewickelt werden kann und mit dessen Hilfe man längere Strecken messen kann. Auch das Vermessen von Gegenständen, deren Konturen rund sind, ist damit möglich. Man kann Bandmaße als Taschenbandmaße erhalten, dann liegt ihre Länge zwischen 2 und 8 Metern. Längere Bandmaße machen Messungen zwischen 10 und 100 Metern möglich. Ihre Bändern bestehen aus Stahl oder Glasfaser mit Kunststoffummantelung. Bandmaße verfügen über eine Trommelbremse, mit der verhindert werden kann, dass das Band zu schnell ausläuft. Außerdem ist eine Kurbel vorhanden, mit der man das Bandmaß wieder aufrollen kann.
BandrolleBandrolle nennt man bei einen Langband, Kreuzband oder Schippenband das ausgerollte Ende. Dieses Endstück hängt man in die Kloben ein, wodurch sich Fenster(läden) und Türen auf- und zu machen lassen.
BandsägemaschineEine Bandsägemaschine verfügt über ein schmales, umlaufendes Sägeblatt. Man kann mit ihr Bohlen trennen und Rundungen sägen. Auch Weich- und Hartholz kann sowohl längs als auch quer der Maserung mit Hilfe der Bandsägemaschine gesägt werden. Die meisten Bandsägemaschinen sind Stationärmaschinen.
BandsägenEine Bandsäge ist eine stationäre Säge. Das Sägeband hat kein Ende und verfügt an der Bordkante über Schneidezähne. Die Ausführung rascher, präziser Gehrungs-, Kurven-, Längs- und Querschnitte ist mit einer Bandsäge möglich. Feine Spezialsägebänder ermöglichen sogar das Schneiden von Kurven. Eine Bandsäge hat eine Schnitthöhe von 155 cm, was weit höher ist als bei einer Kreissäge. Mit einer Bandsäge lassen sich auch Sägearbeiten durchführen, die bei einer Kreissäge nicht machbar wären.
BandschleiferEine elektrische Schleifmaschine, bei welcher das Leinenschleifband in einer endlosen Längsbewegung transportiert wird. Da die Bandgeschwindigkeit variabel ist, können so gut Vorarbeiten mit einer hohen Abtragsleistung und auch Feinschliffe an empfindlichen Oberflächen realisiert werden. Auch für Flächenschliffe eignet sich der Bandschleifer hervorragend. Mit Hilfe eines Untergestells mit Parallel- und Winkelanschlag ist die Nachbearbeitung kleiner Werkstücke im Planschliff möglich, sofern die Flächen beispielsweise durch Hobeln maßgerecht vorgearbeitet wurden.. Die Führung des Bandschleifers ist leicht. Mit dem Bandschleifer können Sie Balken, Bretter und ebenes Holz in mittlerer oder grober Schliffgüte schleifen und Stahlblech entrosten. Die Maschine bewegt ein geschlossenes Schleifband mit rund 200 – 400 m/min. Da ein Staubfangsack mitgeliefert wird, kann man fast ohne Staub arbeiten.
BandschlüsselMit dem Bandschlüssel werden vor allem große, runde Objekte gehalten und gedreht, die einen Durchmesser von maximal 160 mm haben, also beispielsweise Rohrenden und Ölfilter. Der Bandschlüssel ermöglicht die Übertragung großer Kräfte auf empfindliche Gegenstände, ohne diese dabei zu beschädigen, denn der Gurt wird sich stets so anpassen, dass eine gleichmäßige Verteilung der Kraft gewährleistet ist.
BandseitensicherungDie Bandseitensicherung dient der Erhöhung des Aufhebels der Tür an der Stelle, an der diese angeschlagen ist. Gewieften Einbrechern ist bekannt, dass die Absicherung vorrangig auf der Schlossseite liegt und man der Bandseite wenig Beachtung schenkt. So kann die Bandseite oft sehr einfach ausgehebelt werden. Daher enthalten viele heutige Haustüren schon eine Bandseitensicherung. Diese sorgt für mehr Sicherheit und lässt sich auch in Fenster einbauen.
CKA-SalzDies sind Holzschutzsalze, genauer gesagt, Chromate, Kupfer und Arsenverbindungen. Man kann sie bei sämtlichen Holzbauteilen im Innen- und Außenbereich anwenden. Vor allem werden sie für Holz genutzt, das eine starke Auswaschungsbeanspruchung hat (W). Hölzer in Erdkontakt (E) oder in permanentem Kontakt mit Wasser können ebenfalls mit CKB-Salz behandelt werden. Es wirkt vorbeugend gegen Insekten (Iv) und Pilze (P).
CKB-SalzDies sind Holzschutzsalze, genauer gesagt, Chromate, Kupfer und Borverbindungen. Man kann sie bei sämtlichen Holzbauteilen im Innen- und Außenbereich anwenden. Vor allem werden sie für Holz genutzt, das eine starke Auswaschungsbeanspruchung hat (W). Hölzer in Erdkontakt (E) oder in permanentem Kontakt mit Wasser können ebenfalls mit CKB-Salz behandelt werden. Es wirkt vorbeugend gegen Insekten (Iv) und Pilze (P).
CKF-SalzAuch hierbei handelt es sich um Holzschutzsalze, genauer gesagt um Chromate, Kupfer und Fluorverbindungen. Man kann sie bei sämtlichen Holzbauteilen im Innen- und Außenbereich anwenden. Vor allem werden sie für Holz genutzt, das eine starke Auswaschungsbeanspruchung hat (W). Hölzer in Erdkontakt (E) oder in permanentem Kontakt mit Wasser können ebenfalls mit CKB-Salz behandelt werden. Es wirkt vorbeugend gegen Insekten (Iv) und Pilze (P).
CM-GerätMit einem CM-Gerät bestimmt man den Wassergehalt von kleinen Festbeton- und Zuschlagsproben mit Hilfe des Calcium-Karbit-Verfahrens. Dies kann wahlweise auf der Baustelle oder im Labor durchgeführt werden.
CO-WarnanlageMit einer CO-Warnanlage wird der Kohlenmonoxyd-Gehalt beispielsweise in Großgaragen gemessen, um durch optische bzw. akustische Signale deutlich zu machen, wenn der zulässige Gehalt überschritten wird.
ColorölHierbei handelt es sich um ein Grundierungsöl, das eingefärbt ist und über Tiefenimprägnierung verfügt und für beinahe sämtliche Holzarten eingesetzt werden kann. Es empfiehlt sich, Coloröl auf Holz aufzutragen, das sauber und unbehandelt ist und mit einem Feinschliff mit 180-er Körnung versehen wurde. Wenn man inhaltsstiftreiches Holz wie beispielsweise Merbau oder Eiche mit hellem Coloröl behandelt, kann es zu Farbdurchschlägen kommen, die eine Behandlung mit Spezialisoliergrund erfordern. Wenn der Untergrund getrocknet ist, ist jedenfalls eine weitere Behandlung nötig. Dazu kann man Ölwachse, Hartwachsöle oder ähnliches auftragen. Auch im Außenbereich lassen sich Coloröle anwenden, sofern sie danach mit einem für diesen Bereich passenden Mittel vergütet werden.
ContainerMit einem Container ist ein schließbarer Großbehälter gemeint.
ContiFinishDer Begriff ContiFinish ist von Kronopoly geschützt. Es handelt sich um die unbehandelte Oberfläche einer OSB von Kronopoly, genauer gesagt um einen aus Holzharzen und Klebstoffen bestehenden dünnen Film, zu dessen Bildung es kommt, wenn das Pressbrech und die OBS-Platte verprasst werden. Diese Oberfläche zeichnet sich dadurch aus, dass sie Wasser und Feuchte abweist.
ContiRollDer Markenname ContiRoll ist von der Siempelkamp AG geschützt und bezeichnet eine kontinuierliche Herstellungsprozedur, mit der man Holzwerkstoffplatten fertigt. ContiRoll haben eine Länge von maximal 80 m und machen so Plattenformate mit einer Breite von bis zu 3 m möglich. Das Besondere am ContiRoll-Verfahren ist die hohe Variabilität des Formats, die sich mit Mehretagenpressen nicht erzielen lassen würde.
Corten-StahlEine Stahlsorte, bei welcher es durch ein Spezial-Herstellungsverfahren zur Bildung einer schützenden Oxydationsschicht auf der Oberfläche kommt. Dadurch kann Corten-Stahl auch im Außenbereich Anwendung finden, ohne dass die Oberfläche noch weiter behandelt, beispielsweise angestrichen werden muss.
CottonwoodEin aus der Familie der Pappelgewächse stammendes Laubholz, das vorrangig im Osten der Vereinigten Staaten anzutreffen ist. Es ähnelt Aspen und der europäischen Pappel. Cottonwood hat weißes Splintholz und enthält manchmal hellbraune Streifen. Das Kernholz dagegen ist von blassgelber bis hellbrauner Farbe. Bei Cottonwood handelt es sich um ein Holz, das zerstreutporig ist und eine grobe Struktur aufweist. Im Allgemeinen lässt es sich ganz gut bearbeiten, verleimen und es kommt nur selten zur Spaltung, wenn man nagelt oder schraubt. Zudem ist Cottonwood äußerst leicht, weich und schwach, wenn man es biegt. Auch ist die Druckfestigkeit nicht sehr hoch. Die Industrie nutzt Cottonwood zur Herstellung von Möbeln, für den Innenausbau, zur Herstellung von Spielzeug oder auch zur Fertigung von Leisten und Küchenutensilien. In den Vereinigten Staaten kommt Cottonwood auch zur Herstellung von Fensterläden und Jalousien zum Einsatz.
CourbarilCourbaril ist ein Holz, das der tropisch-amerikanischen Gattung Hymenaea angehört. Es ist ein gutes Standardholz aus Lateinamerika. Sein Splint hat eine weiße bis graue Farbe und das Kernholz ist erkennbar abgesetzt. Wenn Courbaril frisch-feucht ist, schimmert es in einem hellen lachsfarbenen bis gelblich-braunen Ton, um dann oft auf eine orange-braune bis kupferne Farbe nachzudunkeln. Manchmal weist es auch eine dunkelbraune Farbstreifung mit einer Breite von rund 1 cm auf. Da der Faserverlauf zumeist gerade ist, bilden sich beim Bohren, Drechseln, Fräsen, Hobeln und Schnitzen glatte Flächen, die schön glänzen, und saubere Kanten. Wenn man Courbaril bohren oder nageln will, muss man vorbohren. Man nutzt das Vollholz für Konstruktionen mit starker Beanspruchung. Dazu zählen Parkett, Treppenstufen und Rahmen ebenso wie Sitzmöbelgestelle, Profilholz und Kleinmöbel sowie Furniere.
CR ProfilMit einem CR-Profil dichtet man Fenster ab. Es ist dauerhaft elastisch und UV-beständig, eignet sich aber nicht wirklich für geringe Temperaturen. Die Profile haben die Aufgabe, die Feuchte vom Falzinnenraum fernzuhalten, denn von der Außenseite sollte weder Tauwasser noch Schlagreigen in das Innere der Scheibe gelangen. Das Profil schützt auch vor dem Eindringen von Feuchte aus dem Gebäudeinneren. Zudem leitet es den Druck und Sog, die durch die aufgrund der Luft- und Windbewegungen auftreten, von dem Glas in den Fensterflügel hinein.
DachpappeschindelnIn der Umgangssprache nennt man Bitumenschindeln auch Dachpappeschindeln.
DachpappeziegelIn der Umgangssprache bezeichnet man Bitumenschindel auch als Dachpappziegel.
DachpfetteDer Name Dachplatte kann nicht zweifellos zugeordnet werden. Man kann darunter sowohl ein aus Porenbeton bestehendes großflächiges Deckenplatten-Pendant verstehen als auch eine Platte in Schindelform im kleinen Format, die der Fassadenverkleidung und Dachdeckung dient. Häufig sind die aus Faserzement gefertigten Dachplatten anthrazitfarben und erinnern an eine Schieferzindel. Es gibt sie jedoch auch in vielen weiteren Farben.
DachrandabdeckungEine Dachrandabdeckung setzt man auf die Rundaufkantung eines Flachdaches (in der Fachsprache auf die Attika) auf und verbindet sie mit dem Mauerwerk. Sie dient nicht nur der Gestaltung eines sauberen Dachabschlusses. Vielmehr ist sie auch Bestandteil der Dachabdichtung. Eine Dachrandabdeckung setzt sich aus Verbundblechen oder Aluminium zusammen. Man verklebt stets Dachbahn und Abdeckung miteinander.
DachrandprofilDort wo ansonsten eine aus Beton bestehende Attika angebracht wird, kann man auch ein Dachrandprofil als Randbegrenzung nehmen. Dieses kann entweder aus Naturstein, oder aus Holz oder Metall bestehen.
DachreiterUnter einem Dachreiter versteht man einen schmalen, kleinen Turm, der in den meisten Fällen aus Holz besteht und sich auf dem Dachfirst befindet. Es gibt eine große Anzahl an Gestaltungsformen für die Dächer von Dachreitern. Häufig überdeckt man mit dem Dachreiter eine Firstöffnung oder bringt darin Uhren oder Glocke unter. Er wird auch Überdach, Aufdach oder schlicht Reiter genannt.
DachrinnenheizungMit einer Dachrinnenheizung sorgt man dafür, dass die Dachrinne nicht zufriert. Dazu bedient man sich elektrischer Heizbänder, die unterhalb der Rinne befestigt werden. Wenn nötig wärmen diese Heizbändern die Rinnen, um ein Gefrieren des Wassers zu verhindern.
DachrohlingEin Begriff aus der Immobilienwirtschaft, der sich auf ein unausgebautes Dachgeschoss, also einen Speicher, bezieht und vor allem in alten Mietshäusern anzufinden ist. Vor allem im Großaum Berlin und ähnlichen Ballungsräumen werden Dachrohlingen mittlerweile als Spitzenimmobilien gehandelt, da sie in sehr schicke Wohnungen verwandelt werden können. Der Verkauf von Dachrohlingen erfolgt unter der Voraussetzung, dass diese in Wohnraum umgewandelt werden. Abhängig von der Lage des Hauses werden für Dachrohlinge äußerst hohe Preise erzielt, besonders für Eigentumswohnungen.
DachschalungDachschalung nennt man die Bretterverkleidung der Sparren. Die obere Dachschalung dient als Unterlage für gewisse Dachdeckungsarten wie Dachpappen- oder Schieferdeckung, während die untere Dachschalung als Träger für die Dämmplatten oder gegebenenfalls als Raumabschluss fungiert.
DachscharEine aus Metallblech bestehende Platte oder Bahn zum Decken von Metalldächern. Die Scharen sind aus Aluminium, Edelstahl, Kupfer oder Titanzink und man verbindet sie mit Hilfe unterschiedlicher Techniken miteinander. Wenn man ein Dach eindeckt, muss man auf viele Aspekte Acht geben, vorrangig darauf, dass sich bei Hitzeeinwirkung durch Sonnenstrahlen die Metallscharen ausdehnen.
DachschmuckDachschmuck findet man oft auf Giebelspitzen, Dachkanten oder Dachfirsten. Es gibt nicht nur zahlreiche Figuren und Tierabbildungen, sondern auch Symbole oder Jahreszahlen. Von Region zu Region ist der Dachschmuck verschieden gestaltet. Man fertigt Dachschmuck meist in Handarbeit an und verwendet dabei in den meisten Fällen Holz, Stein, Metall oder Keramik als Material.
DachsparrenAndere Bezeichnung für Sparren.
Dachständer1. Bezeichnung für einen Pfosten im Dachstuhl. 2. Ein pfostenähnliches Stahlgestell, an dem man elektrische Stromleitungen, sogenannte Freileitungen, auf dem Dach befestigt. Heute jedoch nicht mehr gängig.
EigenfrequenzDie Eigenfrequenz ist die Resonanzfrequenz, also die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde. Sie wird in der Einheit Hz gemessen, also 1 Schwingung je Sekunde. Je mehr die Frequenz zunimmt, desto mehr steigt auch die Tonhöhe an. Wenn sich eine Frequenz verdoppelt, kommt dies einer Oktave gleich.
EigenheimEin Haus, das von einer Familie bewohnt wird, die das Haus gleichzeitig besitzt. Der Begriff stammt aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Politik klar, dass ein Eigenheim einer der größten Wünsche der Deutschen ist und sogar bei der Vermeidung sozialer Unruhen helfen kann. Heute ist die Bezeichnung Eigenheim ein wenig veraltet und wird meist Einfamilienhaus genannt, aber sie taucht beispielsweise noch immer im Eigenheimzulagengesetz auf.
EigenheimzulagengesetzEin Gesetzeswerk, das Aufschluss über die Fördermöglichkeiten gibt, die man erhalten kann, wenn man ein Einfamilienhaus baut.
EigenlastEigenlast nennt sich die Belastung von Bauwerken, die ausschließlich aus ihrem Eigengewicht stammen.
EigenmittelEigenmittel sind jene Finanzierungsmittel, die im eigenen Besitz des Bauherrn stehen: also das Eigenkapital, das Bausparguthaben und der Wert des bezahlten Grundstücks.
EigenregieSämtliche (Aus)baumaßnahmen, welche der Bauherr selbst auf eigene Verantwortung ausführt oder ausführen lässt. Eigenregie gibt es hauptsächlich bei Ausbauhäusern. Man spricht auch oft von einer Muskelhypothek. Wichtig ist, dass der Bauherr und seine Helfer die Pflicht haben, sich bei der Berufsgenossenschaft anzumelden. Außerdem ist der Bauherr selbst für alle bei der Eigenregie entstandenen Schäden verantwortlich. Typisch für Bauherren, die in Eigenleistung selbst ein preiswertes Haus erhalten möchten, ist es, ein Selbstbauhaus zu errichten.
EigenspannungWenn Wasser im Beton verdunstet, schwindet der Zementstein. Es kommt zu Eigenspannungen, aufgrund von welchen sich wiederum Risse bilden können. Auch wenn die Wärmedehnung von Zuschlag und Zement sich voneinander unterscheidet, können Eigenspannungen auftreten.
EimerkettenbaggerEimerkettenbagger findet nahezu ausschließlich bei der Kies- und Rohstoffbaggerung oder im Tagebau Anwendung. Sie setzen sich aus einem Maschinenhaus mit Bedienungsstand und der Eimerleiter zusammen, die an einem Fachwerkträger fixiert ist. Diese lässt sich ein- oder auch mehrfach knicken, zur Ausführung von Profilschnitten. Der Eimerkettenbagger verfügt über ein Raupen- oder Schienenfahrwerk und wird über Elektro- oder Dieselmotoren angetrieben. Er kann sogar unter Wasse r verwendet werden.
Ein-Mann-PlattenKleinformatige Gipskartonplatten, die auch ein Mensch allein verarbeiten kann.
EinbaumöbelEin eingebautes Möbelstück, das mit dem Bauwerk verbunden ist.
EinbauschrankEin Schrank, welcher zwischen Wänden und Decken oder in einer Nische fest eingebaut ist und gemäß den Maßen gefertigt wird, die bereits existieren oder geplant sind. Es ist auch möglich, einen Einbauschrank mit festen Maßen durch Blenden oder ähnliche Hilfsmittel in die Öffnung einzupassen.
EinblasdämmungEine Außenwand kann nicht nur mit mit Pflanzen- oder Mineralfasern gedämmt werden, sondern auch mit einer Einblasdämmung. Diese Art der Dämmung bringt man maschinell in die Holzrahmenbauwand ein und verdichtet sie. Man kann die Dämmung auch zwischen Sparren und Deckenbalken einblasen. Meist setzen sich die dabei verwendeten Dämmstoffe aus Zellulose zusammen, also aus Zeitungspapier, welches mechanisch zerkleinert wurde. Mit Hilfe einer chemischen und mechanischen Behandlung verleiht man der Dämmung normalentflammbare (Baustoffklasse B2) und wasserabweisende Eigenschaften.
EinbohrbänderBei Einbohrbändern handelt es sich um Möbelbänder, die statt Anschraublappen Einbohrzapfen haben. Diese Einbohrzapfen sind entweder glatt oder mit einem Gewinde ausgestattet. Jene mit Gewinde dreht man in das Holz. So lässt sich die Luft an der Anschlagseite regulieren. Glatte Einbohrzapfen hingegen muss man mit Hilfe von Stiften oder Schrauben sichern. Man bohrt die Löcher für die Einbohrzapfen nicht durch, sondern stellt sie mit Hilfe eines Holzspiralbohrers her. Einbohrbänder kommen bei stumpfen und überfalzten Türen zum Einsatz und können sowohl links als auch rechts benutzt werden.
FalzdachEin Metalldach, das aus „gefalzten“ Blechen besteht. Diese sind aus Aluminium, Edelstahl, Kupfer oder Zink. Man führt es bei sämtlichen Rundgauben und Neigungen aus. Es kann bei Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser, Steildächern, Fassadenverkleidungen, Dächern mit geringer Neigung, zur Turmverblendung und zum Denkmalschutz angewendet werden. Eine Ausführung als Warm- oder Kaltdach ist möglich, das bedeutet un- oder belüftet.
FalzdichtungMeist aus Neopren oder Elastomer bestehendes Dichtungsprofil, das man in den Falz eines Fensterflügels oder Türblattes bzw. auch in den Blendrahmen einklebt und in Rillen drückt, die zu diesem Zweck ausgespart wurden. Mit einer Falzdichtung kann eine Wärme- und Schalldämmung erreicht werden sowie Zugluftschutz und Feuchteschutz. Man wendet sie als Einfach-, Doppel- oder Dreifachverdichtung an und bildet sie als Schlauch- oder Lippendichtung aus.
FalzenUnter Falzen versteht man eine Art der Blechbearbeitung, bei der keine weiteren Verbindungsmittel vonnöten sind. Man biegt einfach die Ränder der Blech so um, drückt diese zusammen und kröpft sie, dass diese sich ineinander verhaken.
FalzfräserEin für eine Oberfräse gefertigter Aufsatz, mit dem man Falze produziert.
FalzhobelElektro- bzw. Handhobel, mit dem man Falze anfertigt, unter anderem bei Möbeltüren. Es gibt sowohl einfache als auch verstellbare Falzhobel. Einfache Falzhobel funktionieren, indem eine Hobelkastenwange zurück springt und als Anlauf fungiert. Dabei wird die Tiefe des Falzes festlegt. Die zweite Wange springt vor, gegen die Hobelsohle und stellt den Anlauf dar. So setzt sich die Breite eines Falzes fest. Keine der Wangen kann verstellt werden, deshalb ist ausschließlich die Anfertigung von Tiefen und Breite in bestimmten Maßen machbar. Im Falle der verstellbaren Falzhobel verwendet man Holz- oder Metallschienen, die einstellbar sind, als An- und Ablauf. So lässt sich die Falzgröße bestimmen. Eine maximale Breite von 30 mm ist machbar. Neben der Schrägstellung des Eisens gibt es auch einen Vorschneider für die Querholzbearbeitung. Der Vorschneider dient dazu, die Holzfaser zu durchschneiden, bevor die Spanabnahme durch das Eisen stattfindet.
FamilyBei DULUX Family handelt es sich um eine cremige Dispersion im Farbton Seidenmattweiss. Durch Verstärkung mit Acryl wird diese noch scheuerbeständiger. Die Rezeptur ist frei von Lösemitteln, daher ist DULUX Family geruchsarm. Die Dispersion darf aber nicht auf Vinyl-Schaumtapeten angewandt werden. Besonders empfohlen werden kann sie für Wandoberflächen, die stark beansprucht werden. Dazu zählen Kinderzimmer und Nassräume. Die Dispersion lässt sich einfach und sauber verarbeiten, es kommt kaum zu Spritzern und Tropfen. Die Farbe kann auf Anaglypta, Struktur- und Textiltapeten, Raufasertapeten und Putz aufgetragen werden. Am besten ist ein trockener, fester Untergrund, der frei von Fett und Staub ist.
FangbeckenEin Fangbecken ist ein Regenüberlaufbecken, das die Aufgabe hat, stark verschmutztes Mischwasser am Anfang des Mischwasserabflusses aufzuhalten. Ein Überlauf für die Ableitung des Abwassers, das geklärt wurde, ist am Fangbecken nicht vorhanden. Jedoch befindet sich am Fangbecken ein Regenüberlauf.
FanggerüstEin Fanggerüst ist in den folgenden Fällen erforderlich: Bei einer Arbeitshöhe über 5,00 Meter, bei einer Absturzhöhe von mehr als 3,00 Metern bei Arbeiten auf Dächern und bei einer Absturzhöhe von mehr als 2,00 Metern bei sonstigen Arbeitsplätzen.
Farb- und MörtelrührerEs gibt einen Unterschied zwischen Farb- und Mörtelrührern. Ein Farbrührer hat meist eine negative Mischwirkung, das bedeutet, er zieht das Mischmaterial von oben nach unten und arbeitet somit spritzfrei. Ein Mörtelrührkorb hat im Vergleich dazu eine positive Mischwirkung, also er befördert das Mischgut von unten nach oben. So kommt es zur perfekten Mischung des Mischmaterials und es entstehen keine Klumpen. Wenn man die passende Konsistenz erhalten möchte, ist es oft nötig, Zusatzstoffe zu verwenden. Für Heimwerker empfiehlt sich bei der Farbherstellung eine Bohrmaschine, die über einen Rühraufsatz verfügt. Man gibt die Farbe gemeinsam mit den Zusatzstoffen in einen Eimer und bringt sie dann mit Bohrmaschine und Rühraufsatz in die gewünschte Konsistenz. Auch zur Herstellung kleiner Mengen an Mörtel kann man so vorgehen. Für größere Mengen sollte man einen 230-V-Trommelmischer benutzen.
FarbaluminiumBei Farbaluminium handelt es sich um einen Aluminiumwerkstoff, der extra für die Fassaden- und Dachverkleidung entwickelt wurde. Dabei bedient man sich einer Legierung sowie Oberflächenbeschichtung, die an die Klempnertechnik angepasst sind. Farbaluminium kann alternativ zu Kupfer verwendet werden und ist in nahezu sämtlichen Farbnuancen erhältlich. Auch seine Wartung und Haltbarkeit sind mit denen des Kupfers gleich auf.
farbbeschichtetes GlasDies ein ein Sammelbegriff, unter dem man man zwei verschiedene Verfahren zur farbigen Beschichtung von Einscheibensicherheitsglas auf einer Seite versteht. Man kann zu diesem Zweck einerseits farbige keramische Schmelzfarben mit dem Siebdruckfahren auf Glas aufdrucken, was das Glas teilweise transparent bleiben lässt. Oder man walzt auf das Glas eine farbige Emailschicht. So verliert das Glas seine Durchsichtigkeit. Es gibt eine große Palette an Farben, darunter 200 Standardfarben und zusätzlich Spezialfarben (Metallic- und Leuchtfarben).
FarbeFarben sind Stoffe, die eine Änderung des Farbeindrucks von Objekten bewirken. Dazu zählen Druck-, Anstrich- und Ölfarben, vor allem aber Farbstoffe und Pigmente. Man macht sich Farben sowohl im Innen- als auch im Außenbereich zu Nutze, um damit Decken, Wände, Türen, Lauben und vieles mehr zu gestalten. Für die verschiedenen Materialien existieren unterschiedliche Farben wie zum Beispiel Innenfarben, Wandfarben, Holzfarben usw. Abhängig vom Anwendungszweck und den Inhaltsstoffen kategorisiert man Farben in Dispersionsfarbe, Kalkfarbe, Latexfarbe, Leimfarbe, Reinsilikatfarbe und Volltonfarbe.
Farbe entfernenEs gibt eine Reihe an Möglichkeiten zur Entfernung von Dispersionen und Lackanstrichen. Im Falle von nicht waschbeständigen Farben wie Leimfarben oder ähnlichem kann man die Farbe einfach mit Schwamm, Deckenbürste und Wasser abwaschen. Bei einer Mehrzahl an waschbeständigen Farbschichten könnte die ganze Farbschicht aufplatzen. Darum muss man alle Farbschichten entfernen, indem man sie abbeizt. Alte Farbreste kann man ebenfalls abbeizen oder man wird sie mit Hilfe einer Heißluftpistole an und nimmt die Farbreste anschließend mit einem Spachtel ab.
GasbetonGasbeton ist ein porenreicher, gehärteter Leichtbeton, der in Betonwerken durch vergasende Treibmittel produziert wird und dann zu großformatigen Decken- oder Wandplatten oder Wandbausteinen geformt wird. Er hat wärmedämmende und tragende Eigenschaften.
GasbetondübelBei Poren- oder Gasbeton nutzt man abhängig vom Einsatzzweck diverse Dübel. Es gibt unter anderem den aus Kunststoff bestehenden Allzweck-Langdübel VLF mit Metallspitze, der vorverschraubt, jedoch nicht vorgepreizt ist; den Allzweck-Langdübel VLF zur tieferliegenden Hintergreifung und Verknotung in Porenbeton. Auf der Dübelhülse befinden sich Sperrkanten, welche dem Dübel eine effiziente Drehsicherung geben. Mit den auf der Dübelhülse angebrachten querlaufenden Markierungen werden die verschiedenen Verankerungstiefen in verschiedenen Baustoffen gekennzeichnet. Man setzt den Gasbetondübel rationell in der Durchsteckmontage. Außerdem gibt es noch den metrischen Langdübel. Dieser kann rationell verarbeitet werden, man setzt ihn in der Durchsteckmontage ein und er ist ein montagefertiges Befestigungssystem. Eine weitere Dübelart ist MSL-S1 mit Senkschraube, der für bündige Montage genutzt wird. Da dieser mit einer T 40-Aufnahme ausgestattet ist, kann er auch mit einem Elektroschrauber montiert werden. Des Weiteren gibt es noch MSL-S2 mit Sechskantschraube. Die Aufnahme hoher Drehmomente und das Erzielen sehr hoher Haltewerte in Beton sind damit möglich.
GasfeuerungsanlagenMit Gas betriebene Heizanlagen.
GasheizerGasheizer sind mobile Geräte, mit denen man für kurze Zeit durch Flüssiggas selbst Hallen und andere große Räume beheizen kann. Es existieren Geräte, die tragbar und andere auf Rollen. Gasheizer mit Verdampfungsbrennern kann man auch als Bautrockner verwenden, falls die Luftzufuhr für eine Verbrennung genügend ist und die Abgaszüge im Freien enden. Wenn ein Bautrockner betrieben wird, darf man sich nicht langfristig in diesen Zimmern aufhalten.
GasschweißenEin Schmelzschweiß-Verfahren, bei welchem man Sauerstoff und Acetylen mischt, welche aus Stahlflaschen stammen, an die ein Druckminderer angeschlossen ist und die man über Schläuche dem Schweißbrenner zuführt. Die Schweißflamme, die beim Verbrennen des Gasgemischs entsteht, lässt den Schweißstab und den Grundwerkstoff miteinander verschmelzen.
GassensorEin Gassensor reagiert auf ein gewisses Gas in der Luft und kann in verschiedenen Bereich zum Einsatz kommen. Mit Hilfe von Gassensoren lässt sich unter anderem eine den Bedürfnissen entsprechende automatisierte Raumlüftung erzielen, wenn man eine Bewertung der Raumluftqualität durch den Sensor vornimmt. Kohlendioxid ist dabei das Leitgas. Mit Gassensoren überwacht man allerdings auch permanent toxische sowie explosive Gasgemische. Ein mit einem Gassensor ausgestatteter Brandmelder reagiert viel schneller als ein gewöhnlicher, vor allem bei Glimm- und Schwelbränden, bei denen nur wenig Rauch entsteht.
GasthermeEine Gastherme ist ein kompaktes Gerät, das mit Gas betrieben wird. Es dient als Heizung und wird an der Wand montiert. Häufig ist mit Hilfe eines Speichers eine Verbindung zur Warmwasserbereitung möglich, beispielsweise in der Küche oder auf dem Dachboden. Eine Gastherme ist die perfekte Heizzentrale für einzelne Etagenwohnungen sowie Einfamilienhäuser, deren Wärmebedarf nicht sehr hoch ist, also unter anderem Passivhäuser. Man kann Gasthermen auch im Nachhinein einbauen. Auch eine Integration der Warmwasserbereitung in die Therme, in Form einer Gaskombitherme, ist machbar.
GattersägeEine Gattersäge ist eine große Sägemaschine, mit der man Baumstämme aufsägt und diese in Balken, Bretter und Bohlen zerlegt. Die Bestandteile der Säge sind ein Gatter, ein mit einer Spannvorrichtung versehener Schiebeschlitten und die Sägeblätter. Die Abstände zwischen den Sägeblättern können unterschiedlich sein und beim Sägen bewegen sie sich von oben nach unten.
GEA-LabelDieses Label befindet sich mit sämtlichen Elektrogeräten mit niedrigem Energieverbrauch.
GebälkAlle Balken, die in einer Holzbalkendecke verlegt wurden.
GebäudeGemäß BGB ist ein Gebäude ein wesentlicher Bestandteil eines Grundstücks. Davon ausgenommen sind Gebäude, welche nur zu temporären Nutzungszwecken auf einem Grundstück errichtet wurden.
Gebäude untergeordnetMit untergeordnet bezeichnet man eingeschossige Gebäude, die oft freistehend sind und über keine Feuerstätten verfügen, und in denen sich nur temporär Menschen aufhalten, beispielsweise Unterkunftshütten oder Lauben.
GebäudeabschlusswandGemäß Prüfzeugnis bzw. Zulassung die Abschlusswand zur Nachbarbebauung.
HalbtonnendachIn der modernen Architektur, die sich an internationalen Standards orientiert und gern Experimente wagt, baut man Halbtonnendächer zur Akzentuierung versetztre Baukörper oder Auflockerung von Dachlandschaften.
halbtrockenes HolzEin Holz, dessen Feuchtgehalt mittel ist und maximal bei 30% liegt. Im Falle eines Querschnitts, der 200 Quadratzentimeter übersteigt, höchstens bei 35%.
HallenheizungEine Hallenheizung ist ein Heizsystem in einer Sport-, Gewerbe- oder Industriehalle. Häufig handelt es sich dabei um diverse Deckenheizungen.
Halogen-GlühlampeWeil sie Halogene enthalten, ist die Lichtausbeute von Halogen-Glühlampen besser und auch ihre Lebensdauer ist höher als die von gewöhnlichen Glühlampen. Die Beliebtheit von Halogenlampen nimmt zu, so gibt es unter ihnen auch die verschiedensten Arten, vom kleinen Punktstrahler bis hin zum Licht spendenden Wandfluter. Aufgrund der Spektralfarben, die sich in den Reflektoren befinden, entstehen auf den beleuchteten Gegenständen bezaubernde Lichteffekte. Es gibt Hochvolt-Halogenlampen und auch Niedrigvolt-Halogenlampen.
Halogen-KohlenwasserstoffeHalogen-Kohlenwasserstoffe werden auch halogenierte Kohlenwasserstoffe genannt. Dabei handelt es sich um chemische Verbindungen, in denen Halogene sind. Im Baubereich findet man vorrangig Kohlenwasserstoffe, die Chlor, Fluor und Brom enthalten. Diese dienen unter anderem als Feuerschutzimprägnierung und -anstrich. Sie einzusetzen und mit ihnen umzugehen birgt normalerweise Gefahren für die eigene Gesundheit und die Umwelt.
HalogenlampeIm Vergleich zu normalen Glühbirnen schneiden Halogenlampen in einigen Aspekten besser ab. Ihre Abmessungen sind geringer, ihre Lebensdauer ist länger und ihr Lichtstrom konstanter. Leider werfen sie auch harte Schatten und blenden oft. Um eine genügend helle Deckenbeleuchtung zu erzielen, bedürfen Halogenlampen viel Energie. Idealerweise wendet man sie als Einbauleuchten an oder als Seil-, Schienen- oder Aufbauleuchten. Es gibt Halogenlampen in einer Vielzahl an Baugrößen und Ausführungen.
HalogenspotIm Trockenbau ist der Halogenspot die favorisierte Lichtquelle, denn er lässt sich leicht einbauen, verbraucht wenig Energie und ist sehr effektiv. Gut lassen sie sich zum Beispiel in vorgehängte Decken- und Wandbekleidungen einbauen. Flach gehaltene Spezialtrafos können hinter der Verkleidung versteckt werden.
HammerEin Werkzeug, das zu den unterschiedlichsten Arbeiten eingesetzt werden kann. Hauptsächlich nutzt man den Hammer zum Schlagen, Nageln und wenn es sich um einen Zimmermannshammer handelt, auch zum Herausziehen von Nägeln. Es gibt viele verschiedene Hämmer, dazu zählen der Beilhammer, der Gummihammer, der Handfäustel, der Klüpfer, der Latthammer, der Maurerhammer, der Schlichthammer, der Schlosserhammer, der Schonhammer, der Spalthammer, der Schreinerhammer und der Vorschlaghammer. An der Kopfform kann man erkennen, zu welchem Zweck der Hammer dient. Achten Sie beim Kauf eines Hammers auf gute Qualität. Wenn Sie mit dem Hammer Nägel herausziehen möchten, sollte der Stiel aus Glasfaser oder Stahlrohr bestehen.
HammerbohrerEin Hammerbohrer ist ein Bohrer für Bohrhämmer, mit dem man in Beton oder Stein bohrt. Abhängig vom Anwendungszweck und Material existieren die verschiedensten Bohrer, unter anderem Hammer-Dübelbohrer, Hammer-Rapidbohrer und Hammer-Wendelbohrer.
HammerbrecherUnter einem Hammerbrecher und auch unter Hammermühlen versteht man Maschinen riesigen Ausmaßes mit denen man grobstückige, weiche oder mittelharte Rohmaterialien zerkleinert. Man verwendet sie auf der ganzen Welt in der Gips-, Kalkstein- und Zementindustrie. Abhängig von der Ausführung wiegt ein Hammerbrecher maximal 200 t und zerkleinert mehr als 2000 Tonnen Gestein in der Stunde. Die Zerkleiner ähneln den Prallmühlen und -brechern und sie bearbeiten das Aufgabegut durch Prall und Schlag mit Rotoren auf einer horizontalen Achse mit Hilfe von Einzelhämmern, die pendelnd eingehängt sind. Um Überkorn im unteren Arbeitsraumbereich zu vermeiden, befindet sich um den Brechraum herum Rost. Das Brechgut lässt man solange im Brechraum, bis eine Austragung durch den Rost möglich ist.
HammerhalterEin Hammerhalter besteht aus Leder und hat zwei Schlaufen. In einer dieser Schlaufen fixiert man den Hammerhalter am Gürtel des Handwerkers, in die andere schiebt man den Hammer. Ein Hammerhalter kann sich ebenfalls aus einer Kettenschlaufe zusammen setzen.
HammerholzkeileMit Hammerholzkeilen wird der Hammerkopf stabil am Stiel befestigt.
InjektionszementInjektionszement nutzt man, um klüftiges Gestein, Gesteinsschüttungen oder Lockergestein zu verfestigen. Außerdem kommt es auch zum Einsatz, wenn Mauerwerk oder Beton instandgesetzt werden sowie im Bereich der Umwelttechnik. Sämtliche Normzemente und andere Zemente, die bauaufsichtlich zugelassen, extra fließfähig sind eine geringe Sedimentationsgeschwindigkeit haben, können als Injektionszement verwendet werden.
InkrustationVon Inkrustation spricht man in der Medizin ebenso wie in der Sanitär- und Abwassertechnik. In der Medizin sind damit Ablagerungen in einer Ader gemeint, die das Blut am Durchfließen hindern. Im sanitärtechnischen Sinn spricht man dann von einer Inkrustation, wenn in einem Rohrnetz Ablagerungen auftreten, aufgrund derer das Spülwasser nicht mehr ungehindert abfließen kann. Schlimmstenfalls ist es ein Austausch der Rohrsysteme nötig, da sich sonst krankheitserregende Keime bilden können.
Innen-SechskantschraubendreherEin Schraubendreher für Schrauben, die innen im Schraubenkopf einen Sechskantantrieb haben.
Innen-TorxschraubendreherDiesen Schraubendreher benutzt man für Schrauben, die über einen Torxantrieb verfügen.
InnenanschlagHierbei handelt es sich um die Anschlagart bei einem Fenster, bei welcher die Laibung an der Innenseite eine Aussparung hat. Somit lässt sich der Rahmen ausschließlich von innen sowie an der vorspringenden Aussparungskante befestigen. Im Geschossbau (mit Ziegelmauerwerk oder Stahlbeton) greift man manchmal auf den Innnenanschlag zurück.
InnenarchitektDen Beruf eines Innenarchitekten oder einer Innenarchitektin erlernt man an einer Fachhochschule. Für den Besuch einer solchen Schule benötigt man zumindest (Fach)abitur sowie ein Praktikum als TischlerIn oder bestenfalls eine Lehre. Innenarchitekten beschäftigen sich hauptsächlich mit Holz, da es das Material ist, das im Innenausbau am häufigsten verwendet wird. Um InnenarchitektIn zu werden, braucht man ein gutes Farbgespür, da ja die gesamte Einrichtung entworfen werden muss. Oft haben Innenarchitekten ein Spezialgebiet, zum Beispiel planen sie Kaufhäuser oder Büros.
InnenausbauAlle Maßnahmen, mit denen Innenräume neu- bzw. umgestaltet werden. Diese werden zum Großteil in Trockenbauweise ausgeführt. Dazu gehören die Installation von Elektro und Sanitär, der Fußbodenaufbau, die Vorwandinstallationen, der Dachgeschossaufbau usw. Weiterhin ist Innenausbau eine Sammelbezeichnung für folgende Gewerke: Trockenbauer, Tischler und Zimmerer. Es kann im Innenausbau lediglich Holz verwendet werden, welches für die im Gebäude herrschenden klimatischen Verhältnisse geeignet ist.
InnendämmungEine Innendämmung dient dazu, den Wärmeschutz bei bereits existierenden Gebäuden zu verbessern, wenn keine Außendämmung angebracht werden kann. Man bringt auf die Wandinnenseite passende Dämmmaterialien auf und verkleidet diese mit Holzplatten oder aus Gipsfaser bzw. Gipskarton bestehenden Ausbauplatten. Dies ist äußerst günstig und kann fast ganz und gar in Eigenleistung vorgenommen werden. Bei allen Innendämmungen muss besonderes Augenmerk auf den Verlauf des Taupunkts gelegt werden. Dies ist der Punkt, an welchem warm und kalt aufeinandertreffen. Günstig ist ein Taupunkt, der möglichst weit an der Außenwand des Mauerwerks liegt, da so das Kondenswasser nach außen abziehen kann. Von sehr großer Bedeutung ist auch eine Dampfsperre. Diese muss unbedingt zwischen der Wärmedämmung und der Innenwandverkleidung aufgebracht werden. Zu diesem Zweck eignen sich unter anderem Silicatdämm- oder Gipskartonplatten.
InneneckeSo heißt ein bei Fliesen anzutreffendes Sonderstück.
InneneckenkellenBei Gipsarten glättet man die Wandinnnenecken mit Hilfe dieser Kelle. Die Ecken werden auf exakt 90° gebracht, denn diesen Winkel besitzt die Kelle. Das Gegenstück zu einer Inneneckenkelle ist eine Außeneckenkelle.
InneneckprofileEin Stahlblech-Profilformteil, an das die Anschluss- oder Ständerprofile bei Wandinnenecken angeschlossen werden.
InnenfarbeInnenfarbe ist eine Farbe, mit der man die Wände und Decken in Innenräumen beschichtet. Es gibt waschfeste, wischfeste sowie scheuerfeste Innenfarben. Heute wünschen sich die meisten Verbraucher Innenfarben, die frei von Lösemitteln sind. Äußerst gefragt sind auch Latexfarbe, die die Wände richtig glänzen lassen.
InnenfensterladenEin Fensterladen, den man innen anbringt. Im der Zeit des Mittelalters war dies die Vorform vom Glasfenster. Später, als man üblicherweise plastische Rahmungen verwendete und an die profilierten Laibungen keine Außenladen angebracht werden konnten, fand der Innenfensterladen im 18. und auch noch 19. Jahrhundert erneut Verbreitung.
KalkkfarbenanstrichIdeal ist ein alter, eingesumpfter Weißkalk. Auf Gipsuntergründe sollte kein Kalkfarbenanstrich aufgebracht werden. Diese Art von Anstrich ist basisch und hat somit eine desinfizierende Wirkung. Die Zugabe von maximal 5% Abtönpaste ist möglich. Um die Wisch- und Wetterbeständigkeit zu verbessern kann man Holzöl, Kochsalz oder Leinölfirnis hinzufügen.
KalkmörtelKalkmörtel gehört der Mörtelgruppe I an und in ihm ist lediglich das Bindemittel Kalk enthalten. Wenn es mehr als zwei Vollgeschosse gibt oder die Wanddicke weniger als 24 cm beträgt, dürfen Kalkmörtel nicht benutzt werden. Das Gleiche gilt, wenn Kellermauerwerk und Außenschalen gemauert werden.
KalkputzWenn man wirklich guten und harten Kalkputz möchte, empfiehlt es sich, frisch gelöschten Kalk zu verwenden. Bei den derzeit benutzten Kalkzubereitungen sollte Zement oder Trass hinzufügt werden, um ihnen Abriebsfestigkeit zu verleihen. Da Kalkputze nicht sehr fest sind, führt man sie heutzutage nicht mehr besonders häufig aus. Jedoch finden sie unter anderem immer noch Anwendung beim Sanieren denkmalgeschützter und/oder historischer Fassaden und in der Denkmalpflege. Kalkputz besteht aus gelöschtem Kalk, Sand oder Weißalkhydrat sowie Sand, dem etwas Weißzement hinzugefügt wurde. Für Kalkputze spricht, dass sie wasserdampffusionsfähig sind.
KalksandlochsteineDies sind Kalksandsteine, die einen bei mehr als 15% liegenden Lochanteil aufweisen. Dübel mit langen Spreizteilen finden darin ausgezeichneten Halt, welcher sich aufgrund der formschlüssigen Systeme noch einmal steigert.
KalksandvollsteineUnter Kalksandvollsteinen versteht man Kalksandsteine, die einen Lochanteil unter 15% haben. Dort finden so gut wie sämtliche Dübel hervorragend Halt.
KalksteinKalkstein gibt es in so gut wie sämtlichen geologischen Formationen. Daher gibt es auch in nahezu allen Ländern Kalksteinvorkommnisse. Man nennt Kalkstein oft auch Marmor, obwohl Marmor eigentlich Kalkstein ist, der umgewandelt wurde. In Deutschland haben vor allem Jura-Mamor und die Solnhofer Platte einen hohen Bekanntheitsgrad. Der Großteil des Kalksteingesteins ist nicht sehr beständig, doch der Stein kann gut poliert werden und lässt sich einfach bearbeiten. Kalksteine gibt es in vielen Farbe: in schwarz, rot, gelb oder auch braun. Manche Kalksteine sind auch bunt. Man nutzt Kalkstein sowohl im Innen- als auch Außenbereich, unter anderem für Steingärten, Bodenplatten, Mauern oder Trockenmauern.
KaltanstrichDies ist ein Schutzanstrich, mit dem man beispielsweise gegen seitliche Feuchte vorgeht. Er besteht aus Bitumenemulsionen oder -lösungen, die kalt verarbeitet werden sollten.
Kalte FarbenSämtliche Farben, die über einen hohen Blauanteil verfügen, gehören zu den kalten Farben.
KaminabdeckplatteEine Kaminabdeckplatte ist ein Kaminabschlusselement, das zum Schutz vor der Witterung dient.
Kamineinfassung / KaminverwahrungBeide Begriffe beziehen sích auf den dichtenden Blechanschluss von Kaminen an die Dachhaut.
KaminfußentwässerungEine Kaminfußentwässerung ist eine Vorrichtung, mit der man Kondensat entsorgt.
KaminofenEin Einzelofen, welcher sich aus einem Innenofen sowie einem Mantel zusammensetzt. Eine Scheibe dient als zum Verschließen des Feuerraums. Man kann einen Kaminofen gut als zusätzliche Heizung verwenden. Er lässt sich mit Scheitholz oder mit Braunkohlenbriketts beheizen.
KaminrevisionsöffnungEine Reinigungszwecken dienende Öffnung im Kamin.
LamellenstorenEin Sicht- und Wetterschutz, der aus vertikalen bzw. horizontalen Lamellen besteht, die an einem Zugsystem, d. h. Bändern, befestigt sind und ein Zusammenraffen möglich machen.
LamellenwandEine aus massiven Brettern bestehende Wand, deren Aufbau im Inneren viele Hohlräume entstehen lässt. So erreicht man nicht nur eine hervorragende Wärmedämmung, sondern auch eine hohe statische Belastbarkeit.
LamellierungLamellierung ist die schichtweise Verleimung von Holzlamellen, also Bohlen, Brettern oder Kanteln, um daraus größere Elemente zu fertigen, deren Längen- und Querschnittabmessungen fast grenzenlos sind. Man homogenisiert dabei das Material und erzielt so eine Verbesserung des Stehvermögens, das das Material aufweist. Man kann natürliche Holzfehler schlicht heraussägen und dann die anderen Holzteile unter Anwendung der Keilverzinkung erneut verbinden. So verbessert sich die Holzqualität enorm.
LamelloWenn man von Lamellos spricht, meint man unterschiedlich große Plättchen aus Massivholz, die beim Heimwerker oder Schreiner zur Herstellung gefederter Eckverbindungen zum Einsatz kommen. Man findet sie im Handel als Fertigprodukt, kann sie aber mit Hilfe einer Oberfräse auch selbst produzieren.
Laminat-RandfugenfüllerEine Fugmasse, die in Kartuschen abgefüllt ist und dazu dient, optisch unschöne Randfugen zu schließen, die beim Verlegen von Parkett oder Laminat entstehen. Man verwendet diese Fugmasse, wenn keine Abschlussleiste angebracht werden kann. Randfugenfüller gibt es in verschiedenen Farbtönen, die jeweils auf die Beläge abgestimmt sind. Sie lassen sich überstreichen, schleifen und enthalten kein Silikon.
LaminatfußbodenUnter Laminat versteht man verlegefertige, dreischichtige Holzwerkstoffe, die die Form von Paneelen haben. Ihre Verlegung erfolgt mit Nut und Feder auf einem Spezialunterlagssystem. Auch ein direktes Verkleben ist möglich. Von unten nach oben betrachtet setzen sich die Platten zusammen aus dem Gegenzugsmaterial, anschließend der Trägerplatte und zum Schluss der Dekorschicht. Dabei kommen meist Holznachbildungen zum Einsatz, diese können aus Kunststoff oder auch aus Dekopapieren sein. Zusätzlich erfolgt eine Abdeckung der Dekoschicht mit einer strapazierfähigen Nutzschicht, die aus Zellulosefasern, Melaminharz und mineralischen Elementen besteht. Wichtig ist es, darauf Acht zu geben, dass der Laminatfußboden kein Formaldehyd enthält.
LampeLampen sind künstliche Lichtquellen, wie zum Beispiel Halogenlampen oder Glühlampen. Umgangssprachlich nennt man sie irrtümlicherweise häufig „Birne“. Man setzt eine Lampe in die Leuchte ein.
LanconicumLanconicum bezeichnet den heißesten Raum in einem römischen Bad. Dort herrscht eine Temperatur zwischen 50° und 60° C und die Luftfeuchte ist sehr hoch.
LandesbauordnungIn allen Bundesländern gilt eine eigene Landesbauordnung zur Ergänzung und Erweiterung des Bundesbaugesetzes. Häufig könnte auf die nur minimal voneinander abweichenden Versionen verzichtet werden, da sie Bauvorhaben unnötig komplizieren.Trotzdem müssen Bauingenieure und Architekten auf eine Reihe unterschiedlicher Regelungen achten.
LandhausEin im ländlichen Stil gestaltetes Wohngebäude. Im Norden Deutschlands stellt man sich unter einem Landhaus wohl ein mit einem Reetdach versehenes Walmdachbungalow vor, während es im Süden Bayerns eher ein Haus ist, das über einen umlaufenden Holzbalkon verfügt. Normalerweise sind Landhäuser größer als gewöhnliche Einfamilienhäuser. Man errichtet ein Landhaus freistehend und verwendet beim Bau viel Holz.
LandhausdieleDies ist eine Parkettart, die nach dem Vorbild des althergebrachten Dielenmusters gestaltet wurde. Bestehen Landhausdielen aus Massivholz, ist in der Mitte oft eine Teilung, man nennt die Zwei-Stab-Diele in diesem Fall Mehrschichtparkett. Es gibt auch Landhausdielen, die aus verlegeleichtem Fertigparkett sind. Unter anderem fertigt man Landhausdielen aus Eiche, Esche, Buche, Fichte und Kiefer an.
LandhausprofilEin Profilbrett, das mit einer Hobel- und Fräsmaschine so bearbeitet wurde, dass es über zierleistenähnliche Einkerbungen verfügt.
LandhaustürEine bautechnisch nicht exakt definierte Bezeichnung, mit der eine Innentür im Landhausstil gemeint ist. Normalerweise sind das Türen aus Eichen- oder Nadelholz, die verzierte oder profilierte Füllungen haben.
MarkDas Mark bzw. die Markröhre eines Baumes befindet sich im ersten Jahresring. Da die Farbe und Struktur der Markröhre vom Rest des Holzes abweichen, kann man je nach Verwendungszweck sortieren.
MarkfleckenMarkflecken sind braune Flecken, die aufgrund von Schädlingsbefall in der Nähe der Rinde eines Baumstammes auftreten. Diese Flecken lassen den Holzwert drastisch sinken.
Markier-NageldübelMit einem Markier-Nageldübel stellt man Grenzlinien her, markiert in Lagerhallen Abstellflächen und ähnliches. Man fügt ihn nachdem man ein Bohrloch vorgebohrt hat, in den harten Betonboden ein. Dazu schlägt man den Nageldübel mit seinem enthaltenen Landschaftsdübel ein. Im Nagelkopf ist eine aus Hart-PVC bestehende Markierscheibe enthalten.
MarkiernagelEin Markiernagel setzt sich aus einer breiten Hart-PVC-Kopfscheibe und einem Stahlbolzen zusammen. Ein direktes Einschlagen in den Leichtbeton oder Asphalt ohne Vorbohren ist möglich. Wie die Bezeichnung Markiernagel bereits andeutet, markiert man mit diesem Nagel Abstellflächen, Fahrspuren und ähnliches. Will man Betonböden markieren, greift man auf den stärkeren Markier-Nageldübel zurück.
MarkiseEine Plane, die sich auf- und ausrollen lässt und aus Spezialgewebe besteht. Mit Aluminium-Gelenkarmen bewegt man die Markise, um an Fenstern und Balkonen Blick- und Sonnenschutz zu erzielen. Die Markisenbefestigung ist der neuralgische Punkt von Markisen, denn vor allem bei Markisen, die selbst angebracht werden, enthält die Lieferung leider häufig keine ausreichenden Befestigungsmittel. Das Markisengewebe ist sehr lang haltbar, vor allem, wenn es nicht eingerollt wird, wenn es feucht ist. Es existieren die unterschiedlichsten Designs für das Markisengewebe.
MarkisenbefestigungManchmal ist die Anbringung einer Markise nicht ganz einfach. Handelt es sich um eine Massivwand und benutzt man genügend dimensionierte Maueranker, geht die Befestigung meist reibungslos vonstatten. Anders ist es bei Wänden, die eine vorgesetzte Mauerschale haben und dementsprechend hinterlüftet sind. Man muss in diesem Fall ein Distanzstück anbringen, da sonst die Vorsatzschale möglicherweise eingedrückt wird. In der Industrie sind Spezialeinsatzstücke und Quader für Fertighaus-Fassaden und Holzrahmenkonstruktionen erhältlich.
MarkisoletteEine Markisolette spendet nicht viel Schatten, sorgt aber dafür, dass die Fenster nicht zu sehr von der Sonne bestrahlt werden. Auf einem Drittel der Länge gleitet eine Markisolette senkrecht am Fenster hinunter. Das verbleibende Drittel kann man so aufstellen, dass der Blick aus dem Fenster weiterhin möglich ist.
Marmor-KristallisationEin chemisches Verfahren, mit dem man glatten Marmor rutschfester macht. Es eignet sich ausschließlich für Böden, die im Innenbereich verlegt werden. Man reinigt die schon verlegten Böden zunächst, raut sie dann mit Stahlwolle auf, trägt eine Emulsion auf und poliert sie zum Schluss auf Hochglanz. Man kann mit der gleichen Vorgehensweise ebenfalls Böden, die zerkratzt sind und unschön geworden sind, wieder aufarbeiten.
MarmorflieseEin häufig zu hörender Begriff, der allerdings Widersprüche enthält. Fliesen können ausschließlich aus gebranntem Ton sein. Trotzdem verwendet der Fliesenhandel diese Bezeichnung, zum einen für eine gewöhnliche Fliese mit Marmordekor, zum anderen für echten Marmor im Fliesenformat, den man selbst verlegen kann.
MarmorgipsHierbei handelt es sich um einen doppelgebrannten Gips, den man mit Alaun ablöscht. Er versteift dann nicht so schnell, wird härter als Stuckgips und kann geschliffen sowie poliert werden. Man verfugt damit vor allem Wandplatten und Fliesen. Marmorgips kann im Schnitt zwischen 4 und 5 Stunden lang verarbeitet werden und hat eine Bindezeit von 6 bis 20 Stunden. Da er sehr fest ist, kann man ihn für Fensterbänke, Gesimse, Plattenfugen, Spezialputze und Wandplatten benutzen.
MarmorgranulatMarmorgranulate sind Marmorstücke, die auf Korngröße gebrochen und gemahlen werden. Man gebraucht sie als Zuschlag für vor allem Buntsteinputz. Es gibt auch Zierkies, der aus Marmorgranulat besteht.
MarmorheizungNaturstein hat eine hohe Wärmespeicherfähigkeit, die von Marmorheizungherstellern clever genutzt wird. Obwohl man nur wenig elektrische Energie verbraucht, erhitzen sich die Marmorplatten gleichsam und geben gleichzeitig Strahlungswärme ab. Zur Wand hin gibt es eine Wärmeisolation. Die Marmorplatten können auch gut als Gestaltungselement dienen, da es die unterschiedlichsten Marmorarten gibt. Zudem liegt die Einbautiefe der Platten bei nur etwa 3 cm. Da die Technik oft veraltet und ineffizient ist, ist der Einbau von Marmorheizungen gemäß der EnEV häufig nicht mehr gestattet. Man sollte darauf achten, dass die Marmorheizung den Bestimmungen der EnEV entspricht, oder eine Marmorheizung als zusätzliche Heizung verwenden. Dies macht sich besonders gut in Gebäuden, die über keine gute Wärmedämmung verfügen.
NagelscheibeEin Nagel, der an der Kopfseite eine flache, große Kunststoffscheibe hat. Mit dieser Scheibe können Kabel rasch und sicher an den Wänden montiert werden. Man kann mit der Nagelscheibe verschiedene Kabeldurchmesser fixieren. Da die Scheibe so flach ist, kann sie ohne Weiteres überputzt werden.
NageltascheEine Nageltasche besteht aus Leder und hat Schlaufen, mit denen sie am Gürtel fixiert werden kann. Sie ist recht groß und erscheint wie ein Beutel, sodass in ihr eine Vielzahl an Schrauben und/oder Nägeln Platz finden. Die Nageltasche ist Bestandteil der Berufsbekleidung für Zimmerleute, Dachdecker und andere Handwerker.
NagelverbinderHolz-Verbinder, mit denen man drei Balken gleichzeitig in einem Knotenpunkt verbinden kann. Es gibt ihn sowohl für links als auch für rechts.
NagelverbindungDie Nagelverbindung ist die simpelste Weise der Verbindung von Holzteilen. Es existieren unterschiedliche Techniken, um derartige Verbindungen noch haltbarer und wirksamer zu machen. Zimmerleute können Nägel mit einer Länge von 15 cm problemlos zielsicher ins Holz treiben und brauchen dafür nur einige Schläge. Auch Bauschreiner, deren Aufgabe es ist, Schalungen anzufertigen, sind sehr geübt darin, die Nägel zunächst krumm zu schlagen und anschließend ins Holz einzutreiben. So entstehen extra feste Verbindungen.
NagelversenkerDamit es nicht zur Beschädigung des Werkstücks kommt, wenn man einen Nagel einschlägt, benutzt man einen Nagelversenker. Man setzt diesen auf den Nagel auf, wenn man die letzten Schläge ausführt.
NagelzieherMit Hilfe eines Nagelziehers entfernt man Nägel aus Holzverbindungen, ohne Schäden am Holz anzurichten. Es existieren Zimmermannshämmer, die eine entsprechende Vorrichtung besitzen. Die Vorrichtung hat zwei Flanschen, die spitz zulaufen und in die man den Nagelkopf einbringt. Wenn man das Werkzeug dann hebelt, wird der Nagel aus der Holzverbindung gezogen.
NagerUnter Nagern versteht man nicht nur Hamster und Co., sondern auch blechverarbeitende Werkzeuge. Diese werden auch Nibbler und Knabber genannt. Ein Nager dient der Trennung von Blech. Verglichen mit einer Blechschere kann man das Material nicht schneiden, jedoch stanzen. Auch wenn dabei ein Materialverlust entsteht, weist die Schnittspur keinerlei Verwerfungen auf. Das Trennwerkzeug setzt sich aus einer Matrize und einem Stempel zusammen. Mit rundem Stempel können selbst sehr enge Kurven realisiert werden. Man stanzt den Abfall in Sichelform aus. Einen rechteckigen Stempel verwendet man, wenn das Material dicker ist und nachgeschliffen werden kann. Auch das Schneiden von Trapez- und Wellblechen ist mit Hilfe eines Nagers möglich.
NahtrollerWenn man tapeziert, kann man auf den Nahtroller nicht verzichten. Man klebt die Tapetenbahnen an die Wand und drückt dann mit dem Nahtroller die Nähe richtig zusammen. So haften die Ränder des Tapetenbands ordentlich an.
NahtschrumpfungWenn Papier-Tapeten Wasser aufnehmen, dehnen sie sich aus. Sind sie nicht ganz und gar am Untergrund verklebt, kann es auch zum erneuten Zusammenziehen kommen, das wird als Nahtschrumpfung bezeichnet. Häufig liegt dies daran, dass nicht der richtige Tapetenkleister benutzt wurde oder die Untergründe nicht entsprechend vorbehandelt wurden. Auch Zugluft sowie zu intensive Wärmeeinstrahlung können Schuld sein.
NahwärmeversorgungWährend in der Fernwärmeerzeugung ganze Stadtteile oder sogar Städte Wärmeversorgung erhalten, wird im Fall der Nahwärmeerzeugung lediglich das direkte Umfeld mit Wärme versorgt. Man nutzt dafür oft Blockheizkraftwerke, die nicht nur der Lieferung von Wärme, sondern auch von Strom dienen. Man wendet die Nahwärmeversorgung unter anderem im Gewerbebereich, in kleinen Siedlungen oder in Mehrfamilienhäusern an.
NasenbildungWenn ein Farbtropfen direkt nach dem Aufbringen wieder herunterläuft, spricht man von Nasenbildung. Dies kann geschehen, wenn zu dick angestrichen wurde oder es zu kühl oder feucht war. Auch eine Farbe, die zu sehr verdünnt wurde, kann die Ursache sein. Man sollte die Nasen nach Möglichkeit verstreichen, während die Farbe feucht ist, da ansonsten ein Abschleifen und Neuanstrich erforderlich sind.
Nass-in-nass-VerlegungVerfahren, bei welchem man die Fliesen, die mit Kleber bestrichen wurden, in den bisher nicht abgebundenen Mörtel verlegt, der sich auf der Ausgleichsschicht darunter befindet. So haften die Fliesen besser und es ist keine Trockungszeit nötig.
Nass-SchleifmaschineMit einer Nass-Schleifmaschine schleift man hauptsächlich Schablonenklingen, Stechbeitel und Messer. Die Schleifscheiben sind aus keramischem Material, das derart harte, körnige Oberflächen hat, dass auch Stahl ohne Probleme geschnitten werden kann. Während des Schleifens läuft der Schleifstein permanent durch ein Wasserbad, was der deutlichen Verbesserung des Schleifresultats dient.
Öl-KunstharzversiegelungDie Öl-Kunstharzversiegelung ist abgesehen von der Versiegelung mit Wasserlack, der Polyurethan-Versiegelung und der säurehärenden Versiegelung eine Variante zur Versiegelung von Parkett. Öl-Kunstharzsiegel setzen sich aus trocknenden Ölen, Lösungsmittel und Alkydharzen zusammen. Ihr Eindringvermögen ist gut und sie haben eine rutschhemmende Wirkung. Man kann seidenmatte und auch glänzende Oberflächen erzielen, wenn man eine Öl-Kunstharzversiegelung anwendet. Die natürliche Holzfarbe wird verstärkt und Kontraste werden betont. Eine 6 bis 12 Stunden lange Trocknungszeit sollte zwischen 2 Aufträgen liegen. Es ist wichtig, beim Trocknen genügend zu lüften, denn dazu wird viel Sauerstoff gebraucht.
Öl-SpezialkesselEin Heizkessel, der der Verbrennung von Öl dient und nicht umgerüstet werden kann. Für einen Öl-Spezialkessel spricht die perfekte Abstimmung von Kessel und Brenner aufeinander. Es gibt sowohl Gelb- als auch Blaubrenner.
ÖlabscheiderAuch Abschneider genannt.
ÖlbrennerHeizöl hat eine Brennpunkttemperatur von 120°. Daher ist zunächst eine Zerstäubung erforderlich, um es bei geringeren Temperaturen verbrennen zu können. Die Verbrennungsgüte richtet sich nach der Qualität der Zerstäubung. Wenn diese nicht fein genug ist, kommt es zu Rußablagerungen und es wird mehr Heizenergie verbraucht. Die heutigen Brenner verfügen deswegen über einen Ölvorwärmer, der der feineren und gleichmäßigen Zerstäubung des Öls dient. Das Öl wird in der Düsenhalterung vorerwärmt.
ÖlenMan kann Holzfußböden wie beispielsweise Parkett mit Lack versiegeln oder sie mit Wachsen behandeln. Oft werden sie auch geölt. Es gibt Öle, die aushärten und solche, die nicht aushärten. Sie sind beide eine offenporige Imprägnierung. Ein nichtaushärtendes Öl setzt sich aus natürlichem Holzöl oder Leinöl zusammen und bewirkt eine Filmbildung. Die Farbgebung wird von Pigmenten unterstützt. Da der Schutz vor Verschmutzung nicht ausreicht, sollte man zum Schluss noch Wachsen. In aushärtenden Ölen sind Kunstharze enthalten. Dies erforderlich Lösemittel zur Einstellung der Viskosität und auch die Verarbeitungsbeschaffenheit kann so verbessert und der Trocknungsprozess beschleunigt werden.
ÖlfarbeEin ölhaltiges Anstrichmittel wie Leinölfirnis oder Leinöl, das als Bindemittel dient.
ÖlimprägnierungenEine Ölimprägnierung ist ein verfestigtes, wasserabweisendes und tiefenimprägnierendes Grundiermittel, das man für Holz im Innen- und Außenbereich benutzt. Auch Lasuren können damit weiter behandelt werden und man kann Ölimprägnierungen ebenfalls auf Kork und Tonfliesen benutzen. Wenn Decken nicht sehr beansprucht werden, genügt diese Form der Imprägnierung.
ÖlofenEin Beheizungsgerät bzw. Verdampfungsbrenner, das/der der Beheizung einzelner Zimmer dient.
ÖlpapierParafinpapier, das unter anderem bei Unterlagsböden die Dämmschicht vor Feuchte schützt.
ÖlschieferMit Ölschiefer (oder Tonschiefer) wird ein Schiefermaterial bezeichnet, das man zum Beispiel in der Schwäbischen Alb abbaut und nachdem es gebrannt wurde als Element von Portlandölschieferzement benutzt wird. Wenn gebrannter Ölschiefer gemahlen ist, besitzt er starke hydraulische Eigenschaften.
Ö-NORMDie Ö-Norm ist sozusagen des österreichische Gegenstück zur DIN-Norm. Häufig stimmen die beiden Normen nicht überein. Auch in den Ö-Normen sind Mindeststandards für Häuser festgelegt.
OfenkachelnOfenkacheln sind keramische Bauteile, mit denen man Cheminées und Öfen auskleidet.
OfensetzerTraditionelle Berufsbezeichnung des Handwerkers, dessen Aufgabe darin liegt, Kamin- sowie Kachelöfen zu planen, bauen und in Betrieb zu nehmen. Heute nennt man diese Berufsgruppe Kachelofen- und Luftheizungsbauer.
ParkettleistenEine Parkettleiste ist eine aus dem gleichen Holz wie die Parkettstäbe gefertigte Sockelleiste. Sie ist schlicht gestaltet, oft benutzt man gewöhnliche Rechteckleisten oder Leisten mit simplem Profil.
Parkettöl- und FußbodenölDie perfekte Behandlung für Böden aus Holz, Kork, Linoleum oder Parkett. Die Pflanzenöle, die gut durchgehärtet sind, können tief in den Fußboden eindringen. Diese Öle setzen sich beispielsweise aus Leinöl, Nussöl, Holzöl, Distelöl, Standöl, Kiefernharzen, Orangenschalenöl, Alkohol, Kieselgur und bleifreien Trocknern zusammen.
ParkettriemenEin Parkettriemen ist ein Stabparkett, das eine angehobelte Nut und Feder hat. Ein Riemen ist zwischen 250 und 600 mm lang, zwischen 45 und 80 mm breit und zwischen 14 und 22 mm dick. Man nagelt bzw. verklebt Parkettriemen.
ParkettschleifmaschineMit dieser Maschine schleift man Parkett. Verglichen mit Laminat kann man unschön gewordenes Parkett abschleifen und anschließend nach Wunsch mit Lack versiegeln oder wachsen und ölen. Abhängig von der Wirkungsweise einer Parkettschleifmaschine spricht man von Dreischeiben-Schleifmaschinen, Bandschleifern, Einscheiben-Schleifmaschinen und Walzenschleifmaschinen.
ParkettstabEin Stabparkett, bei dem die Nut ringsum verläuft. Wenn man es verlegt, verbindet man die Parkettstäbe mit Querholzfedern. Ein Riemen ist zwischen 250 und 600 mm lang, zwischen 45 und 80 mm breit und zwischen 14 und 22 mm dick. Man nagelt bzw. verklebt Parkettriemen.
ParksteinPflanzensteine können auch Parksteine genannt werden.
ParterreDie Bezeichnung Parterre ist der französischen Sprache entlehnt. Wörtlich bedeutet sie „flaches Beet“. In Deutschen meint man damit allerdings das unterste Wohngeschoss in einem Haus. Unter dem Parterre ist möglicherweise gleich der Keller oder manchmal noch das Souterrain, ein Zwischengeschoss. Nach dem Parterre folgt der 1. Stock. Wenn ein Erd- bzw. Zwischengeschoss eine Fußbodenoberkante besitzt, die minimal 1,50 Meter oberhalb des Erdbodens liegt, spricht man von einem Hochparterre.
ParzelleGemäß dem Kataster ist dies die kleinste Grundstückseinheit, die vermessen wird.
PassbolzenSchrauben, die man ebenso wie Stabdübel einsetzt. Es handelt sich um aus Stahl bestehende zylindrische Verbindungsmittel, mit denen man Hölzer verbindet, die seitlich aneinander liegen. Der Passbolzen hat nicht nur einen Schraubenkopf wie der Stabdübel, sondern besitzt am anderen Ende zudem ein Gewinde, an dem eine Mutter befestigt werden kann. Ein Passbolzen ist ebenso tragfähig wie ein Stabdübel.
PasséepflasterPasséepflaster werden auch Polygonalpflaster genannt und man verlegt sie ebenso wie das Diagonalpflaster in einem Winkel von 45° zur Straßenachse. Jedoch ist das Passéepflaster nicht regelmäßig angeordnet. Die Fugen verlaufen maximal über drei Steinlängen durchgehend in die selbe Richtung, bevor eine Unterbrechung durch einen quergelegten Stein erfolgt. Man benutzt zur Erstellung dieses Pflasters beispielsweise Mosaikpflaster, Kleinpflaster und Großpflaster. Hauptsächlich in den Bundesländern der ehemaligen DDR sind hübsche Passéepflaster anzutreffen. In den neuen Bundesländern benutzt man lieber das Bogenpflaster.
PasserelleDies kann eine Fußgängerüberführung sein oder auch ein kleiner Viadukt.
Passiv-Infrarot-MelderEin passiver Einbruchmelder, der auf die Wärmestrahlung reagiert, welche Menschen, Tiere und Gegenstände abstrahlen. Unterschiedliche Raumsektoren werden permanent verglichen, sodass eine Veränderung im Wärmebild umgehend erfasst wird. Man sollte die Melder nicht auf Fenster oder Heizkörper richten, da sie sonst Fehlalarm schlagen könnten. Verschiedene Bereiche lassen sich mit diversen Meldern und Linsen überwachen.
Passive SonnenenergienutzungWährend die aktive Sonnenenergienutzung auf Solarthermie oder Photovoltaikanlagen zurückgreift, soll bei der passiven Nutzungsart so viel Sonnenwärme wie möglich über die Fenster direkt ins Innere des Hauses und so wenig Wärme wie möglich nach draußen gelangen. Mit entsprechender Lage und Größe der Glasflächen lässt sich dies erzielen. Die Flächen sollten möglichst nach Süden bzw. Südosten oder Südwesten ausgerichtet sein und etwas schräggestellt, damit die Sonnenstrahlen steil auf diese fallen. Auch eine Wärmeschutzisolierung ist in diesem Zusammenhang sinnvoll. Man kann passive Sonnenenergienutzung beispielsweise in Wintergärten betreiben.
Randverbund beim IsolierglasGrundsätzlich ist eine Isolierverglasung eine Verglasung, die aus mindestens zwei Scheiben besteht und bei welcher man die Zwischenräume mit Edelgas, anderen Gasgemischen oder Luft füllt. Die Scheiben befinden sich an Abstandshaltern. Die Herstellung eines Raumverbunds ist erforderlich, sodass kein Wasserdampf in die Zwischenräume eindringen kann und das Gas- oder Luftgemisch nicht entweichen kann. Man bringt zu diesem Zweck einen Primärdichtstoff ein, genauer gesagt eine Butylschnur, die rundum geschlossen ist. Darüber hinaus muss Polysulfid als Sekundärdichtstoff verwendet werden. Man trägt diesen zwischen Scheibenkanten und Abstandshalter auf.
Rapport1. Regelmäßige Wiederholungen eines Musters auf einer Tapete oder in einer Ornamentreihe. 2. Laufende Festhaltung der aufgewendeten Arbeitsleistungen (im Bereich Rechnungswesen auf der Baustelle).
RapputzFür untergeordnete Räume wie Keller- oder Dachräume gedachter Wandputz, der als einlagiger Putzanwurf dient und anschließend verstrichen werden muss.
RasenEine Wiese, die mit Spezialgrassamen künstlich angelegt wird. Man kann Rasen vom Frühling bis zum Herbst aussäen. Pflegt man ihn entsprechend, beispielsweise durch Vertikutieren und mäht ihn in regelmäßigen Abständen, wächst er ansehnlich und gleichmäßig. Es gibt sogar speziellen Schattenrasen für Gärten, in denen viele Bäume stehen. Zudem existieren Rasenarten, die gleichzeitig Kräuter und Blühpflanzen enthalten und dadurch Schmetterlingen, Bienen und andere Tiere anlocken.
RasenfugenpflasterMan kann Flächenentsiegelung nicht nur mit Holzpflastern, Porenpflastern, Rasengittersteinen und Splittfugenpflastern erzielen, sondern auch mit Schotterrasen. Man verlegt Rasenfugenpflaster in Fugen mit einer Breite zwischen 1 und 2 cm. Die Fugen verfüllt man anschließend mit Muttererde und besät sie mit Rasen. Der Fugenanteil, auf dem Pflanzen und Gras wachsen, liegt bei bis zu einem Drittel. Ungefähr die Hälfte des Regenwassers versickert bei diesem Pflaster im Untergrund. Man nutzt Rasenfugenpflaster für Stellflächen, Parkplätze, Gehwege und viel befahrene Fahrwege.
RasengitterKunststoffelemente, die man auf einer wasserdurchlässigen Schicht verlegt und zwischen denen man Gras einsät. Unter anderem versieht man Parkplätze und Einfahrten mit einem Rasengitter. Mit einem Rasengitter kann jedoch darüber hinaus eine Böschung gesichert oder ein Bankett befestigt werden. Es hilft gegen Flächenversiegelung und sieht nicht nur schön aus, sondern leistet einen Betrag zum Umweltschutz.
RasengittersteineRasengittersteine sind vorfabrizierte Zementsteine, die eine Gitterstruktur ergeben. In den Zwischenräumen wachsen Pflanzen und die Versickerung von Wasser ist möglich. Auch Rasengittersteine verhindern, dass der Boden sich verdichtet.
RasenkantensteinEin Stein, der als Eingrenzung von Rasenflächen dient. Pflasterer benutzen zu diesem Zweck extra große Pflastersteine, die aus Basalt, Granit oder Beton bestehen. Betonsteine sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich und mit ihnen lässt sich die Rasenkante selbst dann begrenzen, wenn die Rasenstärke viele Rundungen und Bögen hat.
RasenmäherUm sich beim Rasenmähen viel Mühe zu erschweren, greift man auf einen Rasenmäher zurück. Es gibt Handrasenmäher, Elektro-Rasenmäher, Benzinrasenmäher und sogar Rasenrtraktoren. Wählen Sie den für Sie passenden Rasenmäher aus. Dabei empfiehlt es sich, sich nach der Rasengröße zu richten und nach den Gegebenheiten vor Ort, ob beispielsweise eine Steckdose vorhanden ist.
RasensteinEin Rasenstein ist ein flacher, gitterartiger Betonstein, mit dem man begeh- und befahrbare Flächen auf einer Grünfläche befestigt. In den Zwischenräumen kann Gras durchwachsen und Wasser versickern.
RaspelEine Feile mit einer äußerst groben Zahnteilung. Es existiert eine Vielzahl an Werkzeugen, die sich Raspel nennen, vor allem solche Feilen, mit denen man hauptsächlich Holz bearbeitet. Es gibt flache, halbrunde und runde Raspeln. Die Materialmenge, die das Werkzeug pro Hub aufnehmen kann, steigt direkt proportional zur Grobheit der Zahnteilung. Darum sollte man solche Feilen nicht für Feinarbeiten verwenden.
RasterstützeRasterstützen sind die Stützen im Holzrahmenbau, die im gewöhnlichen Abstand von 0,625 cm angeordnet sind und das Raster entstehen lassen.
RauchBei einem Brand besteht die größte Gefahr nicht in der Hitze, sondern in den Rauchgasen, die sich häufig äußerst rasch ausbreiten. Wenn ein Brandschutzkonzept entwickelt wird, ist es daher vonnöten, Acht zu geben, dass sich Feuer und Rauch nicht in andere Gebäudeabschnitte übertragen. Die Landesbauordnungen legen auch explizit fest, dass der Rauch- und Feuerausbreitung vorgebeugt werden muss.
SandsteinSandstein ist recht weit verbreitet. Man nennt ausschließlich jene Gesteine Sandstein, die beinahe ganz und gar aus Quarz sind. Je höher der Grad der Verfestigung ist, desto härter ist ein Sandstein. Paragneise und Quarzite gehören zu den besonders beständigen und harten Sandsteinen. Die Mehrzahl der Sandsteine lässt sich hingegen einfach bearbeiten. Sandsteine können weiß oder grau sein, rot, grün oder auch beige. Man kann Sandsteine für vielfältige Zwecke einsetzen. Es ist von großer Bedeutung für den Landschafts- und Gartenbau, für Platten, Einfassungen, Mauersteine und Figuren. Leider ist Sandstein nicht sehr resistent gegen Umwelteinflüsse, was sich an Kirchen und Sandsteinbelägen beobachten lässt.
SandstrahldekoreMit Hilfe von Sandstrahlen ist der Experte fähig, von alten Holzbalken Farbreste oder von älteren Brückengeländern Rost zu entfernen. Man kann mit diesem Verfahren jedoch ebenso Motive in Glasscheiben oder Metallplatten eingravieren. Dies wird vorrangig von Glaskunstbetrieben ausgeführt. Man findet Sandstrahldekore hauptsächlich auf Glastüren in Betriebsgebäuden, Galerien, Gaststätten und anderen öffentlichen Gebäuden. Man klebt Schablonen aufs Glas und graviert den Glasteil, der abgedeckt wurde mit dem Sandstrahl.
SandstrahlverfahrenUnter Einwirkung hohen Drucks schleudert man Quarzsand, Stahlkies oder ein anderes scharfkörniges Strahlmittel mit Luftdruck auf die Arbeitsfläche. So lassen sich Wandflächen oder Metalle reinigen.
SandwichblechHierbei handelt es sich um ein aus drei Schichten bestehendes Verbundblech, das über schwingungsdämpfende Eigenschaften verfügt. Es setzt sich aus zwei Feinblechlagen zusammen (diese können auch aus nichtrostendem Edelstahl bestehen bzw. oberflächenveredelt sein). In der Mitte dieser Bleche ist eine viskoelastische Kunststoff-Kernschicht. Wann man das Verbundblech in Biegeschwingungen versetzt, werden die Deckbleche auf der Kernschicht hin- und her gleiten. Aufgrund der Reibung kommt es zur Umwandlung der Schwingungsenergie in Wärme. Man benutzt dieses Verfahren immer dann, wenn durch Vibration Körperschall entsteht, also in Maschinenräumen, Kompressorgehäusen sowie in Klima-, Luft- und Lichtschächten.
SandwichpaneeleAus Stahl bestehende Fassadenpaneele mit einem Kern, der aus Dämmmaterial wie beispielsweise Polyurethanschaum ist.
SandwichplatteEin vorgefertiges Wandbauteil mit drei oder mehr Schichten oder ein aus Beton, Glas, Kunststoff oder Metall bestehendes Fassadenelement, in dessen Mitte sich eine Wärmedämmschicht befindet.
SandwichprofilEin Profil, das sich aus Aluminium oder Stahl zusammensetzt und bei dem die Dämmstoffe bereits integriert sind. So sind ausgezeichnete Dämmeigenschaften bei montagefertigen Wand- und Dachelementen gegeben.
SanftanlaufEinen Sanftanlauf nennt man bei Elektrogeräten die Anlaufstrombegrenzung. Durch die Strombegrenzung kann es zu einer langen Anlaufzeit kommen. Das jeweilige Anlaufverhalten richtet sich nach diversen Faktoren, vor allem nach der Anlaufstromhöhe, der Dauer der Anlaufzeit und den Belastungen während der Anlaufphase.
SanierenSanieren nennt man in der Baubranche das Beseitigen von Fehlern, Mängeln oder Schäden an Bauwerken. Dabei wird meist vollständig eine Maßnahme durchgeführt und nicht nur einige Bereiche korrigiert.
SanierungDer Begriff Sanierung umfasst die Substanzverbesserung oder Sanierung von Gebäuden. Man muss vor allem dann sanieren, wenn gesundheitsschädigende Baustoffe verwendet wurden oder sich Schimmel gebildet hat. Auch wenn man die Wärmedämmung verbessert, Feuchteschäden im Mauerwerk beseitigt oder Bleirohre gegen Kupfer- bzw. Kunststoffrohre austauscht, spricht man von Sanierung. Wenn ein denkmalgeschütztes Gebäude saniert wird, wird es vielleicht auch gleichzeitig restauriert.
SanierungsgebietDie zuständige Stadt oder Gemeinde weist im Rahmen einer Sanierungssatzung ein Sanierungsgebiet aus. Wenn dies ein Grundstück betrifft, trägt man ins Grundbuch einen Sanierungsvermerk ein. Dann kommen unter Umständen auf den Käufers des Grundstücks weitere Kosten zu.
SanierungsplatteEine Sanierungsplatte ist aus zellstoffarmiertem Kalziumsilikat. Sie hat diffusionsoffene Eigenschaften und man verwendet sie als Innendämmplatte. Die Platte zeichnet sich durch Feuchtebeständigkeit und ihre feuchteregulierende Wirkung aus, was bedeutet, dass sie ihre Form nicht verändert.
SanitärapparateMit dieser Bezeichnung meint man die unterschiedlichen sanitären Gebrauchsgegenstände, die sich in Nassräumen befinden. Dazu gehören das Bidet oder Klosett, die Badewanne, die Duschtasse, der Waschtisch und der Ausguss.
SanitärarmaturMit einer Sanitärarmatur sperrt man Rohrleitungen ab und reguliert den Druck sowie den Volumenstrom von Trink- und Abwasser sowie Gasen. Abhängig von der jeweiligen Aufgabe spricht man von einer Ablauf-, Absperr-, Auslauf-, Regel-, Sicherheits- oder Sicherungsarmatur. Man fertigt Sanitärarmaturen aus metallischen Werkstoffen, unter anderem Messing, Edelstahl, Kupferlegierungen oder Kunststoffen. Die wichtigste Sanitärarmatur ist die Badarmatur, da diese erheblich zur Gestaltung des Bads beiträgt. Badarmaturen werden häufig von renommierten Designern gestaltet und mit einem Oberflächenfinish (beispielsweise „Edelstahl gebürstet“) veredelt. So ist auch für Kunden mit hohen Ansprüchen das Passende dabei.
Sanitäre InstallationenSänitäre Installation sind Verteilungs-, Rohr-und Absperrventilsystem der Warm- und Kaltwasserzufuhr in einem Haus, sowie sämtliche sanitären Einrichtungsgegenstände und Abwasserleitungen. Die Zuleitungen, welche unter Druck stehen, muss man mehrfach mit Absperrhähnen sichern. Dazu zählen der Hauptabsperrhahn des Hauptwasseranschlusses, der sich im Keller befindet), der der einzelnen Armaturen, und Zuleitungen nach außen, damit das letzte Leitungsstück entleert werden kann, bevor es Frost gibt. Ableitungsinstallationen setzen sich aus Siphon, Abwasserleitungsrohren, ggf. einem Ablufrohr sowie einem Rückstauverschluss beim Kanalisationsanschluss zusammen. Es empfiehlt sich, sämtliche Zu- und Ableitungsrohre zum Frost- und Schallschutz zu isolieren und an anfälligen Stellen Revisionsöffnungen anzulegen. Man verwendet für die Rohre Kupfer-, Stahl- und Kunststoffrohre. Mit heutigen Stecksystemen kann man die Rohre auch in Eigenleistung verlegen.
SanitärentlüfterEin Sanitärentlüfter dient im selben Deckungsmaterial als Lüftungsstein. Er besitzt einen flexiblen Anschluss an das Entlüftungsrohr.
SanitärfarbenSanitärfarben sind die Farbausführungen, in welchen Sanitärkeramik und Badmöbel erhältlich sind. Da es keine einheitliche Definition dieser Farben gibt, existiert auch keine Typisierung unter RAL. Die Sanitärfarben richten sich nach dem Stilempfinden des Bauherrn. Beispielsweise in den 70ern wurde oft die Farbe moosgrün verwendet. Die im Trend liegenden Farben ändern sich ständig. Am besten ist es, alle Produkte von einem Hersteller zu beziehen, da zwischen den einzelnen Farbtönen oft Unterschiede bestehen. Vermeiden sollte man allzu dunkle Farbglasuren, da sich Flecken auf diesen zu leicht abzeichnen.
TauchbeckenDer Begriff Tauchbecken wird in vielen verschiedenen Zusammenhängen benutzt. Zum Beispiel kann man Holz in einem Tauchbecken imprägnieren oder Keramik darin mit einer flüssigen Glasur überziehen. Normalerweise ist aber ein Saunatauchbecken gemeint. Dies wird aus Polyester vorgefertigt. Kleine Tauchbecken fassen rund 500 Liter, sind 75 cm tief und sollten daher eigentlich eher Hockbäder heißen. In jeder Profisauna findet man ein Tauchbecken. Das Becken ist mit kaltem Wasser gefüllt und man kann sich darin nach einem Saunagang abkühlen. Die Tauchtiefe liegt bei ca. 1,2 Metern und das Becken hat einen Einstieg, der rutschhemmend profiliert ist. Auch ein Überlauf sollte vorhanden sein.
TauchbogenHierbei handelt es sich um eine Geruchsverschluss-Vorrichtung, die in Schächten wie beispielsweise Schlammsammlern anzutreffen ist.
TauchsägenDer Begriff bezeichnet eine Spezialform der Sägen. Man stellt mit diesem Werkzeug Fensterausschnitte und Holz und anderen derartigen Materialien her. Metall kann mit einer Tauchsäge nicht bearbeitet werden.
TaupunktIn Luft ist stets ein gewisser Feuchteanteil enthalten. Je mehr die Lufttemperatur zunimmst, desto mehr Feuchte ist die Luft zu speichern fähig. Wenn warme Luft auf ein kaltes Objekt trifft, erzielt die relative Luftfeuchtigkeit den Wert 100 %. Dann scheidet sich die Luft als Tauwasser vom kalten Objekt ab.
TausalzTausalz dient der chemischen Herabsetzung des Gefrierpunkts von Wasser. So können nasse Verkehrsflächen nicht mehr überfrieren.
TauwasserschadenWenn sich bei kühlem Wetter aufgrund von Konvektion oder Diffusion Tauwasser bildet, können dabei diese Schäden entstehen: Die Wärmedämmung kann durchfeuchtet werden und dadurch anschließend weniger Dämmwirkung besitzen. Es könnte Feuchte in die Wohnräume gelangen. Dauerhafte Einwirkung von Feuchte kann Schäden an der Decken-, Wand- oder Dachkonstruktion hervorrufen. Außerdem können sich durch die Feuchtigkeit auch Schimmelpilze bilden, was schädlich für die Gesundheit ist.
TauwasserschutzGemäß DIN 4108-3 ist es nicht schädlich, wenn sich in Bauteilen Tauwasser bildet, sofern die Standsicherheit und der Wärmeschutz nicht aufgrund des erhöhten Feuchtigkeitsgehalts der Dämm-und Bauteile gefährdet sind. Das funktioniert dann, wenn das Wasser, das während der Tauzeit im Inneren des Bauteils anfällt, in der Verdunstungsphase erneut an die Umgebung abgegeben wird. Dabei darf es nicht zur Schädigung der Baustoffe kommen, etwa in Form eines Pilzbefalls. Wenn es sich um eine Wand- und Dachkonstruktionen handelt, ist die maximal zulässige Tauwassermasse 1,0 kg/m. Wenn Tauwasser an den Berührungsflächen von Schichten auftritt, deren Kapillaren kein Wasser aufnehmen können, muss mindestens eine Tauwassermenge von 0,5 kg/m abtropfen oder ablaufen. Wenn es sich um Holz handelt, darf sich der massebezogene Feuchtigkeitsgehalt um höchstens 5 % erhöhen und bei Holzwerkstoffen um höchstens 3 %.
TAVMit TAV kürzt man Temperaturamplitudenverhältnis ab.
TBTTBT ist die Abkürzung für Tributylzinn.
TeakTeak ist eine exotische Holzart, die unter anderem in Südasien und Indien vorkommt. Das Holz hat eine hellgelbe bis dunkelbraune Farbe und weist schwarze Adern auf. Es zeichnet sich durch Witterungsbeständigkeit aus und aufgrund seiner öligen Inhaltsstoffe ist keine Behandlung erforderlich. Nur eine silbergraue Patina entsteht. Man benutzt Teakholz oft für Gartenmöbel, da das Holz das ganze Jahr über im Freien bleiben kann. Zudem kann man Teak sehr gut hobeln, fräsen, sägen, drechseln und schleifen. Dazu eignen sich am besten metallbestückte Werkzeuge.
TeakölTeakmöbel darf man nicht beizen oder lackieren, doch eine Behandlung mit Teaköl ist möglich, wenn man etwas gegen die graue Patina unternehmen möchte, die sich im Laufe der Jahre bildet. Da das Öl tief ins Holz eindringt, schimmert das Holz etwas rötlich nach der Behandlung. Mit vielen Teakölen lassen sich auch im Innenbereich verwendete Hartholzmöbel streichen, wie zum Beispiel Palisander, Fichte, Kiefer oder Robinie.
Technische GrenzwerteDie technischen Grenzwerte geben auf der Basis des wissenschaftlich-technisch machbaren Wirkungsgrads technologischer Vorgänge Aufschluss über erlaubte Emissionen.
TeerZusammen mit Bitumen nutzt man Teer als Imprägniermittel, als Bindemittel im Straßenbau und als Bautenschutz.
TeerdachpappeAndere Bezeichnung für Dachpappe.
UmlegungVon einer Umlegung spricht man, wenn Grundstücke neu zugeschnitten werden. Dies geschieht, um die Nutzung öffentlicher Anlagen oder eines Grundstücks zu verbessern. Von der öffentlichen Hand wird per Ersatzleistung und Enteignung umgelegt. Nachbarn dürfen ebenfalls im gegenseitigen Einvernehmen umlegen.
UmlüftungAbhängig vom Typ der Entwässerungsanlage verfügt eine Lüftungsleitung nicht nur über Hauptlüftungen, sondern auch über Sekundar-, Neben- oder Umlüftungen. Die Umlüftung schließt man am Ende von separaten, langen oder hochbelasteten Anschlussleitungen an einen senkrechten Teil dieser Leitung an. Man führt die Umlüftung im selben Stockwerk erneut an die Hauptlüftung zurück.
UmmantelungUmmantelung heißt der Vorgang des fugenlosen Verkleidens von Bauteilen mit passendem Schutzmaterial, beispielsweise gegen chemische Angriffe oder Feuer.
UmnutzungWenn sich die Zweckbestimmung von einem Gebäude ändert, spricht man von einer Umnutzung.
UmprägungsgesteineMan prägt Absatz- und Erstarrungssteine um, indem man sie presst, erhitzt oder walzt. Dazu zählen Gneis, Kieselschiefer, Kristalliner Marmor, Serpentin, Quarz und weitere Steine.
UmschaltknarrenMeist wird der Umschaltknarren Rätsche genannt. Mit dieser Vorrichtung kann man geeignete Werkzeuge nicht nur im Rechts- sondern auch im Linkslauf betätigen. Dazu muss nur ein Hebel umgelegt werden. Das hat den klaren Vorteil, dass das Werkzeug bei der Veränderung des Drehsinns nicht umgesteckt werden muss.
UmschnürungEine Umschnürung ist eine wendelförmige Bewehrung, die sich bei einer Stahlbetonstütze um die Längsstäbe befindet. Durch sie können die Längsstäbe nicht ausknicken.
UmschuldungEine Umschuldung liegt dann vor, wenn der Kreditnehmer sich einen anderen Kreditgeber sucht. Meist kommt es dann zum Abschluss eines preiswerteren Kredits, der als Ablösung des existierenden Darlehens dient. Es erfolgt ein Eintrag ins Grundbuch über die Umschuldung. Für den Kreditnehmer empfiehlt es sich, exakt zu kalkulieren, ob sich die Umschuldung für ihn lohnt, denn der Kreditgeber verlangt in den meisten Fällen eine Wechselgebühr.
Umsteck-SchraubendreherEin Umsteck-Schraubendreher ist ein Schraubendreher, bei welchem man den Stift aus dem Griff nehmen kann. Der Stift verfügt an beiden Enden über verschiedene Klingen in der gleichen Größen. Am häufigsten kommen Kreuzschlitz- und Längsschnitzklinge gemeinsam vor. So kann man mit nur einem Schraubendreher verschiedene Schrauben bearbeiten.
UmwälzpumpeBei einigen Zentralheizungen erfolgt der Einbau einer Umwälzpumpe in das geschlossene System. Diese dient der Beförderung von heißem Wasser vom Heizkessel hin zum Heizkörper. Dort kühlt das Wasser ab, um anschließend zum Heizkessel zurückzufließen und ein neuer Umlauf startet. Umwälzpumpen kommen beispielsweise auch in Filteranlagen von Schwimmbecken zum Einsatz. In allen Fällen sorgt eine Pumpe dafür, dass eine Flüssigkeit im Umlauf bleibt.
UmwandlungsgesteineEine Gruppe von Natursteinen, welche Eruptivgesteine und Sedimente, die ursprünglich gebildet wurden, durch Wärme und Druck verändern. Ein Beispiel ist Marmor, dabei handelt es sich um ein Umwandlungsgestein von Kalkstein.
UmwehrungDies ist eine Sicherung, die sich am Rand einer höher gelegenen Fläche befindet und die gegen Abstürzen vorbeugen soll, zum Beispiel durch Brüstungen oder Geländer.
Umwelt-WeißDULUX Umwelt-Weiß ist eine gebrauchsfertige Flüssigdispersion, die für Innenanstriche in Wohnbereichen verwendet werden kann. Es ist hochgradig deckend und geruchs- und emissionsarm. Es kann auf Textiltapeten, Strukturtapeten, Anaglypta, Mauerwerk, Putz, Raufasertapeten und anderen Untergründen aufgebracht werden. Wichtig ist, dass der Untergrund frei von Staub und Fett ist, sowie fest und trocken. Lagern Sie die Farbe trocken, kühl und frostfrei.
VerbundschaltechnikIn der Verbundschalttechnik verfüllt man vorgefertigte Wände, die zum Beispiel aus Holzwerkstoff bestehen auf der Baustelle mit Beton. In Deutschland wird dies noch nicht besonders oft gemacht. Das Verfahren findet hauptsächlich Anwendung, wenn Fertighäuser errichtet werden.
VerbundschraubeEine Verbundschraube dient dazu, verschiedene Werkstoffe miteinander zu verbinden. Es gibt beispielsweise den Holz-Beton-Verbund. Dabei schraubt man den unteren Teil einer Schraube in die Holzbalken einer Balkendecke und gießt um den oberen Schraubenteil eine Betonlage. Zudem versteht man unter einer Verbundschraube auch eine Schraube, bei der eine Scheibe an den Schraubenkopf angepasst ist. Diese benutzt man für industrielle Montagezwecke.
VerbundsicherheitsglasVerbundsicherheitsglas besteht aus mindestens zwei Floatglasschichten, die durch reißfeste, elastische Plastikfolien-Zwischenschichten unter Hitze und Druck vollflächig verbunden werden. Sollte es dann später zu einem Glasbruch kommen, wird die Scheibe nicht unkontrolliert zersplittern.
VerbundsteineDies sind Betonpflastersteine, die man im Verbund zueinander verlegt.
VerdichtenWenn man Frischbeton eingebracht hat, muss man diesen verdichten, damit der Porenanteil reduziert und die Tragfähigkeit gesteigert wird. Man verdichtet Beton normalerweise mit Hilfe eines Rüttlers oder mit Hand- bzw. Maschinenstampfern.
VerdichterIm Tiefbau wird ein Anbauteil an einem Lader/Bagger oder eine Maschine als Verdichter bezeichnet, der bzw. die der Zusammenpressung (Verdichtung) von Kies, Sand, Schotter, Splitt und ähnlichem im Kanal- und Straßenbau dient. So erhält man einen tragfähigen Untergrund, auf den später der Oberbelag aufgebracht werden kann. Dieser Vorgang trägt den Namen Verdichtung. Beispiele für Verdichter sind das Verdichterrad, der Anbauverdichter, die Vibrationswalze und auch die traditionelle Dampfwalze. Es gibt nicht nur Maschinen, sondern auch Handstampfer und eine maschinelle Weiterentwicklung davon, die Frosch genannt wird.
VerdichterradEine Vorrichtung, die man bei einem Bagger-Greiferarm an die Hydraulik koppeln kann. Man verdichtet sowohl mit der Eigenlast des Geräts als auch dadurch, dass der Boden mit den Stampffüßen und Stampffußbandagen geknetet und gemischt wird. Man verwendet Verdichterräder bei Problemböden, denn mit ihnen kann man den Aushub so durcharbeiten, dass er wiederverwendet werden kann und nicht abgefahren werden muss.
verdichtete BebauungVon einer verdichteten Bebauung spricht man hauptsächlich, wenn man eine zu dicht bebaute Stadt meint. Dies ist häufig im aus dem Mittelalter stammenden Stadtkern der Fall, da dort nicht genügend Grundstücke vorhanden sind. Oft ist eine verdichtete Bebauung aus Grundstückmangel sogar Vorschrift. Dazu zählt eine Reihenhausbebauung.
VerdichtungEine allgemeine Bezeichnung, die aus dem Hoch- und Tiefbau stammt. Man muss zum Beispiel Dämmschüttungen verdichten, um Kältebrücken und Setzungen zu verhindern. Auch im Straßenbau werden Verdichtungen durchgeführt, nämlich von Sand, Kies und Splitt, sonst würde der Oberbelag absacken. Auch wenn immer mehr Grünflächen bebaut werden spricht man von Verdichtung. Dabei kann nicht mehr das gesamte Regenwasser im Erdreich versickern, sondern es ist eine Ableitung über das Kanalnetz erforderlich. Leider kommt es dabei, wenn es Platzregen gibt, immer wieder zu Rückstaus, wodurch Keller überflutet werden. Darum sollte es immer genügend Gründächer geben, die das Regenwasser auffangen. Diese sind in neu errichteten Gewerbegebieten sogar Vorschrift.
VerdickungsmittelEin Verdickungsmittel verhindert, dass sich ein Anstrichmittel entmischt. Außerdem macht es es tropffrei bzw. thixotrop. So werden Dickbeschichtungen ermöglicht, unter anderem Polyacrylate, Zelluloseleim, Stärke oder Pflanzenseifen. Bei Lackfarben sind ebenfalls Silikate, Kieselsäure und Polyamide möglich.
Verdingungsordnung für BauleistungenDie Verdingungsordnung für Bauleistungen ist 1926 in Kraft getreten. Abgekürzt wird sie mit VOB. 2002 wurde sie in Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen umbenannt. Da es sich bei der VOB nicht um ein Gesetz handelt, ist eine explizite Vereinbarung zwischen den Vertragsparteien nötig. Die drei Teile der VOB lauten wie folgt: Teil A umfasst förmliche Bestimmungen, die für die Vergabe von Bauleistungen gelten. Teil B befasst sich mit der Ausführung von Bauvorhaben und sollte die einheitliche Basis sämtlicher Bauverträge bilden. Teil C beinhaltet allgemeine technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen. Es empfiehlt sich, die Gewährleistungspflicht gemäß BGB zu vereinbaren, da diese bei der VOB bei lediglich zwei Jahren liegt und im BGB bei fünf.
WärmepumpenheizungEine Wärmepumpenheizung ist ein Heizungssystem, das aufgrund der steigenden Energiepreise und der Ressourcenverknappung immer wichtiger wird, obwohl es einen großen technischen Aufwand darstellt. Das Ziel dieser Pumpe ist es, dem Hausbesitzer beinahe vollständige Unabhängigkeit von Strom, Erdgas oder Öl zu verleihen. Dazu entzieht man mittels Kollektoren und Sonden der Erde sowie dem Grundwasser und mittels Wärmepumpen der Luft Wärme. Diese wird dann in der Wärmepumpenheizung zu Heizenergie aufbereitet.
Wärmerückgewinnungs-AnlageIn einer Wärmerückgewinnungs-Anlage nutzt man die Abfuhrwärme zu Heizzwecken. Die Wärmerückgewinnung erfolgt über Wärmetauscher. Diese werden in der Fachsprache Kreuzstromwärmetauscher genannt. Der Kreuzstromwärmetauscher leitet verbrauchte und frische Luft via zwei Lamellensystemen, die voneinander getrennt sind, vorbei. Dabei hat die Wärme die Möglichkeit, sich auszutauschen. Der Wirkungsgrad einer Wärmerückgewinnungs-Anlage liegt bei rund 75%, sie überträgt also 75% der Wärme der Abluft auf die Zuluft. Noch besser kann das System gestaltet werden, wenn man die Luftluft, sobald sie am Wärmetauscher vorbei ist, wieder so nacherwärmt, dass sie Zimmertemperatur erreicht. Dies kann man mit Hilfe einer Wärmepumpe erreichen.
WärmeschutzUnter Wärmeschutz versteht man Maßnahmen, mit denen man die Wärmeübertragung zwischen Zimmern und der Außenluft oder auch Zimmern, in denen unterschiedliche Temperaturen herrschen, verringert. Dies kann man beispielsweise erreichen, indem man Baustoffe verwendet, die eine niedrige Wärmeleitfähigkeit haben, oder Dämmstoffe einbringt. Gemäß der Wärmeschutzverordnung muss der benötigte Wärmeschutz durch Kalkulation nachgewiesen werden.
WärmeschutzglasEin Isolierglas, das die Funktion hat, die Wärme im Zimmer und die Kälte draußen zu halten. Dies wird jedoch nicht durch möglichst dicke Scheiben und möglichst breite Scheibenzwischenräume mit Gasfüllung erreicht. Das Wichtigste ist die Beschichtung. Wenn die Beschichtung und das Füllglas gleich sind, kann der U-Wert nicht gesenkt werden, indem man die Dicke des Scheibenzwischenraumes beliebig erhöht, da in diesem Fall Konvektion einsetzen würde oder die Dämmung abnehmen würde. Die bedeutendsten Kriterien zur Beurteilung von Wärmeschutzglas sind der Wärmedurchgangskoeffizient und die Gesamtenergiedurchlässigkeit. Ein g-Wert, der 63 oder mehr % beträgt und ein kv-Wert von 1,2 Wm²K oder weniger weist auf gutes Wärmeschutzglas hin.
WärmespeicherfähigkeitDie Wärmespeicherfähigkeit verhält sich direkt proportional zur Wärmeleitfähigkeit, der Rohdichte und der jeweiligen Wärmekapazität. Generell gilt: Je höher die Dichte eines Stoffes ist, desto geringer ist die spezifische Wärme. Man gibt die Wärmespeicherfähigkeit mit Hilfe der Wärmespeicherungszahl W in kJ. Sie sagt aus, wie viel Wärme in einem Quadratmeter Baustoff g espeichert werden, wenn der Temperaturunterschied bei 1 Kelvin liegt. Hat ein Baustoff eine hohe Wärmespeicherfähigkeit, lässt sich die Wärmebilanz des Hauses unter Umständen verbessern.
WärmetauscherEine technische Vorrichtung, mit deren Hilfe zwei Stoffe – in der Regel Luft und Wasser – ihre Kälte/Wärme austauschen. Wenn man beispielsweise heißes Wasser durch ein Rohr leitet, erwärmt sich die Luft um das Rohr herum und das Wasser kühlt sich ab. Führt man im entgegengesetzten Fall kalte Luft durch ein Rohr in einer heißen Umgebung, erwärmt sich die Luft und kühlt den Stoff, der sie umgibt, ab. Man verwendet Wärmetauscher unter anderem bei Wärmepumpen, Sonnenkollektoren und Brennwertkesseln. Es gibt Gegenstrom-, Kreuzstrom- und Gleichstrom-Wärmeaustauscher.
WärmeübergangskoeffizientDer Wärmeübergangskoeffizient gibt die Wärmemenge an, die in einer Sekunde zwischen einem Quadratmeter der Oberfläche von einem festen Stoff und der Luft, die ihn berührt, ausgetauscht wird, wenn die Temperaturdifferenz zwischen der Luft und der Oberfläche des Stoffe bei 1 Kelvin liegt.
WärmeübergangswiderstandDie Wärme kann erst in einen Bauteil eindringen bzw. diesen verlassen, wenn er einen hauchzarten, stehenden Luftfilm durchdrungen hat. Dieser Luftfilm leistet dem Wärmeübergang Widerstand, den sogenannten Wärmeübergangswiderstand. Von Bedeutung sind dabei die Lage und Beschaffenheit der Bauteiloberfläche und die Luftbewegung. Draußen herrscht eine starke Luftbewegung, weswegen der Luftfilm dünn und der Widerstand gering ist. Da es im Gebäudeinneren meist windstill ist, ist dort auch der Luftfilm dick und der Widerstand hoch. Der Wärmeübergangswiderstand stellt den Kehrwert des Wärmeübergangszahl dar.
WaldabstandMindestabstand, der von oberirdischen Gebäuden zur Waldgrenze eingehalten werden muss.
WaldkanteBei Schnittholz bezeichnete man die Kante, die unbesäumt und demnach noch nicht entrindet oder zugeschnitten ist, als Wandkante.
Walmdach-PanoramagaubeBei der Walmdach-Panoramagaube handelt es sich um eine Mischung aus Walmdachgaube und Panoramagaube. Optisch sieht sie wie eine Walmdachgaube aus, doch sie hat die Funktionalität einer Panoramagaube.
WalmdachbungalowÄußerst oft anzutreffende Dachform, die mit dem Satteldach verwandt ist.Verglichen mit dem Satteldach verläuft der Firstabschluss nicht an den beiden Giebelwänden. Stattdessen baut man ihn beidseitig zurück.
Zahnkranz-BohrfutterDer häufigste Typ von Bohrfutter, den es für Bohrmaschinen gibt. Charakteristisch ist der sichtbare Zahnkranz, der gedreht werden kann. Der Zahnkranz kann mit einem Bohrfutterschlüssel gedreht werden. Anschließend lassen sich die im Inneren befindlichen Spannbacken auf- und zumachen.
ZahnlückeDer Freiraum, der beim Sägeblatt zwischen zwei Zähnen entsteht.
ZahnrückenEin Zahnrücken ist bei einem Sägeblatt der freistehende Teil eines Zahns.
ZahnspachtelEin Spachtel, der außen über Zahnungen verfügt und den man benutzt, um beim Fliesenlegen Kleber auftzutragen. Wenn man mit großen Platten arbeitet, die ein starkes Profil haben, muss man den Kleber dicker auftragen und eine grobe Zahnteilung benutzen. Sind die Rückseiten der Fliesen glatt, genügt eine dünne Schicht Kleber und dazu eine feine Zahnteilung.
ZahnspitzeBeim Sägeblatt die höchste Stelle zwischen zwei Zähnen.
ZahnspitzenlinieAuf der Zahnspitzenlinie liegen beim Sägeblatt sämtliche Spitzen der Sägezahne.
ZahnteilungBezeichnet den Abstand, den es beim Sägeblatt zwischen zwei Zahnspitzen gibt.
ZangenmessgerätDas Zangenmessgerät dient der Messung von Wechselströmung ohne Unterbrechung des Stromkreises. Es kann also ohne Berührung gemessen werden. Außerdem kann man mit einem Zangenmessgerät auch Wechselströme, Widerstände und Wechselspannungen messen. Es existieren sowohl Zangenmessgeräte mit digitaler als auch solche mit analoger Anzeige.
ZangenschlüsselDer Zangenschlüssel ähnelt einer Wasserpumpenzange, hat jedoch eine viel komplexere Technik. Er verfügt über glatte Greifbacken, die sich parallel zueinander befinden. Das Werkzeug greift demnach auf die Flächen, ohne Kanten zu belasten, darum lassen sich damit vor allem Teile montieren, die eine empfindliche Oberfläche haben, beispielsweise verchromte Armaturen. Der Zangenschlüssel funktioniert nach dem Ratschenprinzip, man muss ihn also beim Nachsetzen nicht vom Werkstoff nehmen. Da der Zangenschlüssel eine starke Übersetzung besitzt, kann man mit ihm auch Dinge biegen, zusammenpressen und festhalten.
ZapfenbandEin Zapfenband ist ein Beschlag, der sich durch einen konischen unteren Lagerzapfen sowie Lastübertragung vom Flügel aufs Lager über einen robusten Traghebel auszeichnet. In den meisten Fällen werden Zapfenbänder als Anschweißbänder geliefert. Man kann ein Zapfenband auch dann verwenden, wenn die Drehachse sich vor der Tor- oder Türebene befindet.
ZapfenschlüsselEin Schraubenschlüssel, der an der Vorderseite zwei Zapfen besitzt. Man verwendet ihn, um Zweilochmuttern zu lösen oder anzuziehen. Diese kommen hauptsächlich bei Fahrrädern und Kraftfahrzeugen vor.
ZapfenschneiderDer Zapfenschneider ist ein Bohrer mit dem man Zapfen und Querholzblättchen herstellen kann, die der Ausbesserung von Astlöchern dienen.
ZapfhahnzählerEin Wasserzähler, der im Nachhinein an Wasserhähne angebaut werden kann, die einen Schlauchanschluss haben, beispielsweise im Garten, auf Baustellen oder an Waschmaschinen. In manchen Bundesländern lässt sich die Abwassergebühr um die Menge reduzieren, die man im Garten verbraucht.
Zapon-LackZapon-Lack dient zum Schutz von polierten Metallgegenständen. Dazu zählen Knöpfe und Griffe aus Kupfer, Messing und ähnlichen Materialien. Der Zapon-Lack schützt vor Anlaufen und sorgt so für noch intensiveren Glanz. Es handelt sich um Nitro-Lack mit einem äußerst niedrigen Festkörperanteil, darum bleibt von der Lackschicht, die aufgebracht wird, nur eine hauchdünne Schicht zurück.
ZargenrahmenEin Tür- und Fensterrahmentyp, bei welchem die Rahmenhölzer aus brettstarken Hölzern sind, die die ganze Laibung überdecken. An der Innen- und Außenseite schließt der Zargenrahmen bündig mit der Wandfläche ab. Darum kann man die Wände bis an den Zargenrahmen verputzen. Der Zargenrahmen wurde im Fachwerkbau eingesetzt und ist charakteristisch für das 18./19. Jahrhundert. Auch im historischen Backsteinbau war der Zargenrahmen von Bedeutung.
ZaunZäune erfüllen verschiedene Aufgaben und sind aus diversen Materialien. Manche dienen als Dekoration und andere bieten Schutz, indem sie zum Beispiel Kleinkinder davon abhalten, das Grundstück zu verlassen. Manche Zäune fungieren auch als Sichtschutz. Zudem gibt es Sicherheitszäune. Die Mehrzahl der Zäune ist aus druckimprägniertem Holz. Es gibt aber auch Zäune aus eloxiertem Aluminium in unterschiedlichen Farben, aus Edelstahl, Schmiedeeisen oder Kunststoff. Gärten grenzt man häufig mit Metallgeflechtzäunen ab und Gittermattenzäune dienen als Sicherheitszäune. Ein Zaun muss sich in das Straßen- und Landschaftsbild einfügen, für viele Zäune muss eine Baugenehmigung eingeholt werden. Die Höhe von Zäunen liegt zwischen 0,4 bis 2 Metern.
ZaunblättlingDies ist ein Pilz, der holzzerstörend wirkt.
ZaunhöheFür Zaunhöhen existieren keine Normen.
ZauntypenDie meisten Zäune sind aus Metall oder Holz, einige davon haben Kunststoffprofile oder Füllelemente, die aus profilierten Kunststoffplatten bestehen. Beispiele für gängige Holzzäune sind Lattenzäune, Staketenzäune, Flechtzäune, Bohlenzäune und Waldlattenzäune. Bei den Lattenzäunen gibt es unter anderem die Ausführungen Flecht- und Spalteichenzäune, Skakketenzäune und Plankenzäune. Eine weitere Zaunart ist der Maschendrahtzaun, mit dem man vorrangig aneinander angrenzende Grundstücke voneinander trennt. In den Zaun, der sich leicht und günstig montieren lässt, kann man Hecken, Sträucher oder Kletterpflanzen als Sichtschutz einpflanzen. Zudem gibt es Palisadenzäune, die sich aus Rund- und Vierkanthölzern zusammensetzen, die eng aneinander befestigt sind. Er ist kesseldruckimprägniert, witterungsbeständig und bietet viel Sichtschutz.
ZebranoZebrano ist ein Luxusholz, das ausschließlich in der westafrikanischen Äquatorialzone vorkommt. Es ist gelblich/hellgrau und hat sich deutlich abzeichnende dunkelbraune bis graue Streifen. Das Holz ist frei von Pilzen, Insekten und witterungsfest. Da es sich zudem noch einfach verarbeiten lässt, wird es bei exklusiven Autos und als luxuriöse Oberfläche von hochwertigen Möbeln verwendet. Ein anderer Name für Zebrano ist Zingana.
ZederZedernholz findet man im Norden Afrikas und hauptsächlich in Kanada. Der Baum erreicht eine maximale Höhe von 40 Metern und der Stamm wird bis zu 1,5 Meter hoch. Das Holz ist hellbraun bis rotbraun, hat einen aromatischen Geruch und dient unter anderem der Gewinnung von Heilöl. Man fertigt auch Räucherstäbchen aus Zedernholz an. Im Baubereich dient Zedernholz, welches im Wasser härter und dauerhafter wird, der Herstellung von Gartenmöbeln, dem Terrasssenbau und anderen Dingen im Außenbereich. Zedernholz zeichnet sich durch besondere Witterungsbeständigkeit aus.
ZedernholzölEin ätherisches Öl, das man durch Extrahieren von Zedernholz gewinnt. Es ist ein natürliches Holzschutzmittel, wirkt gegen Pilze und Schädlingen. In früheren Zeiten baute man Truhen zur Textilienaufbewahrung oft aus Zedernholz, um Motten fernzuhalten. Auch heute noch hängt man sich aus Zedernholz gefertigte Klötze in den Wäscheschrank.
ZeichnungsmatteEine Betonstahlmatte, die nur mit einer Zeichnung bestellt werden kann, da ihre Form sehr unregelmäßig ist. Man kann sie durch das Kurzzeichen von Lagermatten und auch durch das Listenmatte-Bezeichnungssystem nicht klar definieren.
ZellgummibandEin Kautschukband, das geschlossenzellig ist und eine sehr hohe Alterungs- und Witterungsbeständigkeit aufweist. Man setzt es im ganzen Baubereich und auch im Glas- und Metallbau als Dichtband ein.
ZellulosedämmstoffEin auf Altpapierbasis gefertigter Dämmstoff, den es in Flocken zu kaufen gibt oder wahlweise als Dämmplatte. Er kann wie sämtliche andere Dämmplatten eingesetzt werden und hat das Brandverhalten B2, also „normal entflammbar“.
ZellulosefasernZellulosefasern stellt man aus Altpapier her. Sie sind nicht schädlich für die Gesundheit oder Umwelt und in ihnen sind als Imprägnierung gegen Schädlingsbefall und Brand Borsalze enthalten. Man verwendet diesen Dämmstoff vorrangig in Flockenform, als Zellulosewolle oder Papierschnipsel. Er verbraucht nur wenig Energie bei der Herstellung und hat gute Dämm- und Sorptionseigenschaften. Man bläst ihn in Hohlräume ein oder sprüht ihn auf offene, senkrechte Flächen angefeuchtet auf. Da viel Staub aufgewirbelt wird, wenn man die Fasern einbläst, sollte man eine Atemschutzmaske tragen und die Arbeit sollte ausschließlich von Fachleuten ausgeführt werden. Problematisch ist, dass man nicht nachprüfen kann, ob sämtliche Hohlräume ganz- und gar ausgefüllt wurden. Besser sind daher Zellulosedämmstoff-Platten geeignet.
ZelluloseflockenZelluloseflocken bläst man nahtlos in die Hohlräume ein, die isoliert werden sollen. Auch Isolierplatten existieren. Diese sind zwischen 40 und 160 mm dick. Um Zelluloseflocken herzustellen, zerfasert man Tageszeitungen, deren Druckerschwärze bleifrei ist, fein und imprägniert das Ganze dann mit Borsalz, um die Flocken vor Brand, Ungeziefer und Schimmel zu schützen. Bei der Herstellung von Platten behandelt man die Zelluloseflocken mit Dampf und presst die Platten dann. Wegen der enthaltenen Borsäure ist der Dämmstoff jedoch ein Fall für den Sondermüll.