Baulexikon Teil 2 1

Teil 2 vom großen Baulexikon

AbstrichfilmUnter einem Abstrichfilm versteht man eine Schicht des Anstrichstoffes, die zusammenhängt.
AbtönfarbeUm Wandfarben farbig abzutönen, benutzt man Emulsionen und Dispersionen, die wasserverdünnbar sind. Mit diesen kann im Innen- und Außenbereich ein lasierender oder deckender Anstrich aufgebracht werden.
Abtrag1. Das Entfernen von Bodenmassen im Erdreich, indem man sie aushebt oder abschiebt. 2. Schichtweiser Abbruch eines Bauteils, wie zum Beispiel einer gemauerten Wand.
AbtreppungMit Abtreppung bezeichnet man eine Ausbildung in Stufenform der Ober- oder Unterkanten von Wänden, Stützmauern, Fundamenten und ähnlichen., um sie an einen schrägen Geländeverlauf, verschiedene Bodenarten im Baugrund oder schräge Flächen von angrenzenden Dächern oder anderen Bauteilen anzupassen.
AbtretungEine Abtretung im allgemeinen Sinn ist eine Übertragung von Ansprüchen oder Rechten auf einen Dritten. Oft trifft man diesen Terminus im Bereich der Wohneigentumsfinanzierung an, denn wenn man Ansprüche abtritt, ist eine Absicherung eines Darlehens möglich. Zum Beispiel ist es denkbar, dass der Kreditnehmer eine Abtretung der Ansprüche aus einer Lebensversicherung oder einem Bauvertrag an die Bank vornimmt.
ABVMit ABV kürzt man „allgemeine Bauverordnung“ ab.
AbwasserkanalEin Abwasserkanal ist die Haupt- bzw. Sammelleitung eines öffentlichen Kanal- oder Leitungsnetzes, in welche die Abwässer der Grundstücke geleitet werden. Meist befindet sich der Abwasserkanal vor den Grundstücken in der sogenannten Erschließungsstraße.
AbwasserleitungAbwasserleitungen sind Leitungen, die außerhalb und innerhalb von Gebäuden verlegt werden, und dazu dienen, das Abwasser bis an den Anschluss zum Abwasserkanal abzuführen.
AbwitternWenn die Oberfläche von Bauteilen aufgrund der Witterung beschädigt wird, spricht man von Abwitterung. Bei Außenputzen nennt man dies absanden, bei Anstrichen Abblättern und Eisen- oder Stahlteile, die nicht mit einem Schutzanstrich versehen wurden, korrodieren.
AbwurfanlageEine Abwurfanlage ist ein senkrechtes Schachtsystem, das aus Stahl, Blech, Beton oder ähnlichem besteht und in den Geschossen über Einwurfklappen verfügt, in die man beispielsweise Abfall in darunter liegende Sammelbehälter werfen kann.
AbziehglättenAbziehglätten ist ein spanabhebendes Verfahren, mit dem man Lack- oder Holzoberflächen vorbehandelt. So erhöht sich die Oberflächengüte. Man arbeitet dabei mit einer Ziehklinge oder einem Ziehklingenhobel.
AbziehlattenAbziehlatten werden auch Ziehklingen genannt. Diese bestehen lediglich aus einem Blechstück mit einer Dicke von rund 5 mm. An der Kante besitzt das Blech einen fühlbaren Grat, den man perfekt verwenden kann, um damit Farbe und Holz zu glätten. Will man die Ziehklinge bzw. Abziehlatte nachschärfen, muss man nur mit Hilfe eines Eisenstücks einen neuen Grat anbringen.
AbziehsteinNachdem man ein Werkzeug geschliffen hat, verwendet man den Abziehstein an der Schleifscheibe, um den feinen Grat an der Schneidfläche wegzuschleifen. Auch wenn man eine neue Schneide aufbauen will, ist ein Abziehstein nützlich. Abziehsteine setzen sich aus Natursteinen zusammen, die nicht allzu hart, jedoch sehr fein sind und eine gleichmäßige Struktur aufweisen. Am häufigsten kommen die Belgischen Brocken zur Anwendung, um mit Wasser zu schleifen. Arkansassteine nutzt man zum Schleifen mit Öl. Man verwendet Abziehsteine niemals trocken.
AcetonAceton findet man in Chlorkautschuk, Nagellack und in Lacken, die schnell trocknen. Es führt zu Schädigungen des Nervensystems, des Gehirns, schwerer Anämie und Ekzemen.
AchsabstandDer Achsabstand ist bei einer Bekleidung oder Beplankung das Maß zwischen der Mitte eines und der Mitte des nächsten waage- oder senkrechten, direkten Tragelements (am häufigsten ein Ständerprofil). Im Falle eines Ständerwerks muss ein Achsabstand von höchstens 62,5 cm eingehalten werden, damit die Beplankung biegefest genug ist.
Achse1. Die Mittellinie einer Öffnung oder eines Bauwerks oder -teils. 2. Die gedachte oder wirkliche Achse von einem Bauwerk in Bezug auf seine Grundrissanlage oder sein Konstruktionssystem. Man differenziert zwischen Längs-, Quer-, waagerechten-, senkrechten- Außen- und Mittelachsen.
BaugrubenverkleidungEine Verkleidung, die gegen das Erdreich absteift und kipp-, beul- und knicksicher ist, wie beispielsweise die Schlitzwand, Sprundwand oder der Berliner Verbau.
BaugrundDie geologische Struktur von Grundstücken nennt man Baugrund.
BaugrunduntersuchungBei einer Baugrunduntersuchung werden Bodenproben des Untergrundes untersucht, der zur Gründung von Gebäuden oder ähnlichem bestimmt ist. Man testet, wie tragfähig der Untergrund ist und wie er chemisch zusammengesetzt ist, ob sich darin zum Beispiel aggressive Substanzen befinden. Ausgeführt werden Baugrunduntersuchungen von speziell ausgebildeten Experten.
BauhandwerkerpfandrechtEin Pfandrecht, das im Grundbuch von Bauhandwerkern gegenüber dem Bauherrn eingetragen ist.
Bauhelfer-UnfallversicherungWenn beim Bau Freunde und Verwandte freiwillig mithelfen, müssen diese sich bei der Bauberufsgenossenschaft anmelden, egal ob sie für ihre Hilfe eine Bezahlung erhalten oder nicht. Sie sind per Gesetz gegen Unfälle versichert. Dem Bauherrn ist zudem der Abschluss einer privaten Bauhelfer-Unfallversicherung möglich, die ihn und sämtliche Helfer schützt.
BauholzBauholz ist Holz, das man bei Zimmerarbeiten verwendet.
BaujournalDas Baujournal ist das Tagebuch, das der Bauleiter über den Bauverlauf führt.
Bauklammer / MaurerklammerUnter der Bauklammer gemäß DIN 1052-2 versteht man eine geschmiedete Klammer mit einer Länge von rund 30 cm und senkrecht abgewinkelten oder spitzen Enden. Gemäß der DIN 7961 müssen diese aus Vierkant-, Flach- oder Rundstahl gefertigt werden. Man benutzt sie besonders bei Verklammerungen im Dachstahl- und Gerüstbau. Für Dauerbauten ist der Einsatz lediglich zu untergeordneten Zwecken erlaubt.
BaukörperDer Baukörper bezeichnet die Masse bzw. das Volumen von Bauwerken.
BaukommissionDie Baukommission ist eine Baubehörde, die Baugesuche vorprüft und diese weiterleitet.
Baukosten1. In gewissem Sinne sind Baukosten die reinen technischen Baukosten, also die Gewerke sowie Baustoffe und deren Anlieferung. Erschließungskosten oder Baunebenkosten sind nicht enthalten. Man ermittelt die Kosten normalerweise gemäß der DIN 276. 2. Weiter gefasst bezeichnet der Begriff Baukosten die Gesamtkosten mit den verschiedenen Kostengruppen, also Kostengruppe 100: Grundstück, Grunderwerbssteuer; Kostengruppe 200: Herrichtung und Erschließung; Kostengruppe 300: Baukonstruktionen; Kostengruppe 400: Technische Anlagen am Bauwerk; Kostengruppe 500: Außenanlagen; Kostengruppe 600: Ausstattung sowie Kunstwerke; Kostengruppe 700: Baunebenkosten. Mit Hilfe von Spezialsoftware oder Formblättern kann eine Übersicht über die Gesamtkosten gewonnen werden. Sparen lässt sich zum Beispiel, indem man den Innenausbau als Eigenleistung vornimmt. Nicht empfehlenswert sind Sparmaßnahmen bei der Wärmedämmung, denn dies würde sich langfristig in sehr hohen Energierechnungen niederschlagen.
BaukostenindexWert, der zur zeitlichen Möglichkeit des Preisvergleichs dient.
BaukostenschätzungDer Architekt oder Planer sollte die Baukostenschätzung gemäß DIN 276 durchführen und diese sollte sämtliche Kostengruppen enthalten. Wenn sorgsam und solide geplant wird, ist die Ersparnis immer höher als das Honorars des Architekten.
BaulandDas Bauland umfasst jene Grundstücke, welche der Flächennutzungsplan offiziell für die Bebauung ausweist.
BaulastenverzeichnisIn diesem Verzeichnis sind die Baulasten aufgeführt. Verantwortlich für die Führung des Baulastenverzeichnisses ist die untere Bauaufsichtsbehörde.
BauleistungBauleistungen bezeichnen Bauarbeiten jeglicher Art, inklusive Lieferung von Baumaterial bzw. Bauteilen. Im Sinne der VOB nicht als Bauleistungen bezeichnet werden die Lieferung sowie Montage von maschinellen Einrichtungen.
DeckenprofileEin Deckenprofil ist ein Stahlblech-Formteil in U-Form, das man an die Ständerprofile der Decke anschließt. Bevor man es an der Decke befestigt, klebt man auf die Rückseite ein Dichtband zur Erhöhung des Schallschutzes. Mit der U-Form können die Ständerprofile und die Beplankung besser aufgenommen und einfacher verschraubt werden.
Deckfurnier DeckDas oberste Furnier, welches die Sichtfläche bildet.
Deckkraft der FarbeVom Pigment erhalten die Anstriche ihre Farbe und Deckkraft. Ist ein hoher Pigmentanteil vorhanden, ist der Untergrund schon mit zwei Anstrichen deckend gestrichen und die Farbkraft des Anstrichs hält längere Zeit.
Dehnfuge / DehnungsfugeEine Dehn- bzw. Dehnungsfuge ist eine Fuge, welche man zwischen Belagflächen oder an den äußeren Begrenzungen belässt, und in der der Belag im Falle von Temperaturschwankungen Freiraum hat, um sich auszudehnen.
DehnfugenMan legt Dehnfugen systematisch an und füllt sie mit einem dauerelastischen Material aus. So kann verhindert werden, dass zwei Bauteile unkontrolliert einreißen, wenn sie beispielsweise unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten haben. Dehnungsfugen sind bei einem größeren Belag auf Terrassen oder Balkonen unerlässlich. Sie dienen zudem dem Schallschutz.
Dehnungsbogen / DehnungsschleifeDies ist ein Bogen, den man in einer Rohrinstallation anordnet und der es dem Rohr bei Erwärmung möglich macht, sich zu dehnen. Ein Dehnungsbogen ist lediglich nötig, wenn die Leitungen sehr lang sind.
DehnungsfugeDurch Temperaturschwankungen kann es in starren, großflächigen Bauteilen zu Veränderungen des Volumens und der Abmessungen kommen. Dadurch können wiederum Rissen entstehen. Undichte Stellen und Probleme mit der Statik sind die Folgen. Zur Verhinderung davon setzt man Dehnungsfugen ein, welche zur Unterteilung großer Flächen in mehrere kleinere dienen.
DekorwalzenDekorwalzen werden aus Materialien wie Kunststoff, Schaumstoff oder Gummi gefertigt. Mit Hilfe diverse Muster auf ihrer Oberfläche kann man faszinierende Wirkungen erzielen. Die Muster entstehen aufgrund von Vertiefungen in den Walzen.
DeltaschleiferMit einem Lamellenschleifvorsatz können Sie Fensterläden und Lamellentüren im Nu auf Bestform trimmen. Beim Deltaschleifer handelt es sich um eine Spezialform des Schwingschleifers. Da die Schleifplatte dreieckig und entsprechend groß ist, können auch Ecken und andere Stellen geschliffen werden, die nur mit Mühe zugänglich sind.
DenkmalEin Denkmal ist eine schützenswerte Sache, beispielsweise ein Gebäude oder auch ein ganzes Stadtquartier, an welchem öffentliches Interesse besteht, da es künstlerisch, wissenschaftlich, geschichtlich, städtebaulich oder technisch besonders einzigartig ist.
DenkmalbuchEin Denkmalbuch ist ein öffentliches Verzeichnis, in dem die Kulturdenkmäler genannt werden und das von der Denkmalfachbehörde geführt wird.
DeponieEin Ort, an dem man Abfälle lagert.
DetailIm Baubereich wird mit Detail die Ausbildung von Einzelheiten eines Bauteils bezeichnet. Festgelegt werden Details für gewöhnlich anhand von zeichnerischen Darstellungen in einem größeren Maßstab.
DevisierungEine Devisierung ist eine Beschreibung und detaillierte Aufführung der individuellen Baukomponenten. Diese wird vom Planer als Basis für die Preisangebote der ausführenden Unternehmen erstellt.
Dezentrale WarmwasserversorgungBei einer dezentralen Warmwasserversorgung versorgt ein Wassererwärmer eine oder auch mehrere, jedoch nicht sämtliche Entnahmestellen in einer Wohnung. Man differenziert auch zwischen Gruppen- und Einzelversorgung. Im Falle einer Gruppenversorgung versorgt ein Wassererwärmer mehrere Entnahmestellen, die dicht beieinander liegen. Bei Einzelversorgung versorgt ein Wassererwärmer je eine Entnahmestelle.
DIBtDIBt ist die offizielle Abkürzung des Deutschen Instituts für Bautechnik, einer Einrichtung von Bund und Ländern, die sich mit der einheitlichen Erfüllung von bautechnischen Aufgaben im Bereich des öffentlichen Rechts befasst. Vor allem beschäftigt sich das DIBt damit, allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen zu erteilen, die Bauregellisten A, B und C bekannt zu machen und Überwachungs-, Zertifizierungs- und Prüfstellen anzuerkennen.
ElektrolyseEine Elektrolyse ist eine Zersetzung von Säuren, Laugen oder Salzen, die von elektrischem Strom ausgelöst wird.
Elektromagnetische FelderElektromagnetische Felder entstehen durch stromführende Kabel im Haus und außerhalb des Hauses und durch Elektrogeräte selbst. Bei Menschen, die empfindlich auf diese Felder reagieren, können Migräne, Schlafstörungen, Nervosität und andere Beeinträchtigungen auftreten. Vorbeugen kann man mit Netzfreischaltern, geerdeten Biokabeln oder man zieht am Abend die Leitungen aus, die sich in der Nähe des Betts befinden.
ElektrospeicherofenEin Elektrospeicherofen ist ein Einzelspeicherofen, den man zumeist nachts mit Billigstrom aufheizt und der tagsüber über Kacheln oder andere Speicherelemente Wärme abgibt.
Elektrostatische GleichfelderElektrostatische Gleichfelder bilden sich aufgrund von Aufladung, beispielsweise durch Kunststoffoberflächen und Synthetikfasern wie Gardinen, Teppiche, Tapeten, Beschichtungen, Lacke usw. So können weniger als 50 Kleinionen in einen Kubikcentimeter vorhanden sein, während in sauberer Luft in den Bergen oder auf dem Land zwischen 2000 und 20000 Ionen sind. Schwache elektrostatische Felder gibt es in der Natur, im Sommer etwa 130 V/m und im Winter 270 V/m. Wenn es gewittert, sind es sogar maximal 20000 V/m.
ElektrostressDas Einwirken von magnetischen und elektrischen Wellen auf den Organismus des Menschen heißt Elektrostress.
ElektrotackerEin Elektrotacker ist ein Einschlagwerkzeug, das handgeführt und elektrisch betrieben wird. Es kann mehr Aufgaben erfüllen als der gewöhnliche Handhammer. Mit einem Elektrotacker kann man ohne Probleme Nägel, Stifte oder Klammern einschlagen. Je nach Ausführungsform des Geräts sind unterschiedlichen Klammerhöhen und -breiten möglich. Verglichen mit dem Handtacker hat der Elektrotacker eine höhere Schlagfrequenz und Schlagkraft. Man nutzt ihn, um rasch und komfortabel Hartfaserplatten und Paneelen zu fixieren und um im Handumdrehen Dekorations- und Isoliermaterial anzuheften.
ElektrowerkzeugeDies sind elektrisch betriebene, handgeführte, transportable Handwerkzeuge, bei welchen ein Motor unerlässlich ist. Beispiele für Elektrowerkzeuge sind Bohrhämmer, Bohrmaschinen, Schlagbohrer, viele Sägen, Schleifwerkzeuge, Fräsen, Klebepistolen, Heißluftgebläse, Tapetenlöser, Elektrotacker und Lötpistolen.
Elementarschaden-VersicherungVon Naturkatastrophen wie Erdsenkungen, -beben, -rutschen, Schneedruck oder Lawinen hervorgerufene Schäden an Gebäuden kann man mit einer Elementarschadenversicherung versichern. Diese ergänzt die Wohngebäudeversicherung, welche man nicht überall abschließen kann.
Eloxal / EloxierungDas Verstärken oder Herstellen einer Oxydationsschicht mit Hilfe von Elektrolyse, vor allem bei Aluminium, nennt man Eloxierung. Mit einer Eloxierung schützt man die Oberfläche und indem man Metallsalze oder Farbstoffe hinzugibt auch die Farbgebung.
eloxierenEine Oberflächenbehandlung, mit der man Aluminium einfärben kann.
EmaillierungDas Aufschmelzen von mineralisiertem Pulver auf einem Werkstück. Es ist säure- und lichtresistent.
EmbryotoxizitätWenn sich etwas auf ein ungeborenes Lebewesen auswirkt, spricht man von Embryotoxizität.
EmissionEmission bezeichnet das Ausmaß unkörperlicher Störungen wie Schadstoffe, Geräusche, Gase usw., an dem Ort, an dem sie entstehen.
EmissionsklasseMan unterteilt die Emissionsklassen in E1, E2 sowie E3. Festgelegt sind diese Klassen in der Formaldehydrichtlinie. Gemäß der Verordnung ist es lediglich erlaubt, solche Holzwerkstoffe in Umlauf zu bringen, welche mit der Emissionsklasse E1 übereinstimmen, also bei denen der Formaldehydgehalt 0,1 ppm (part per million – dt. Teile pro Million) nicht überschreitet.
EmulsionenDispersionen einer Flüssigkeit in einer anderen nennt man Emulsionen, beispielsweise Bitumen oder Öl in Wasser.
EN 300In der DIN EN 300 werden OSB definiert. Sie beinhaltet sämtliche Aussagen bezüglich der Anforderungen, beispielsweise Festigkeitswerte, Klassifizierungen und Toleranzen.
EN 789Die EN 789 gibt Aufschluss über Prüfverfahren zu Holzbauwerken. Anhand dieser DIN können die mechanischen Eigenschaften von Holzwerkstoffen bestimmt werden.
FensterrahmenDer Fensterrahmen ist der tragende Teil des Fensters, welchen man an den angrenzenden Bauteilen fixiert und an die Fensterflügel anschlägt. Es gibt Flügelrahmen, welche das Fensterglas aufnehmen und Blendrahmen, welche für die Flügelrahmen als Anschlag fungieren. Beide Arten bestehen aus demselben Material, wie zum Beispiel Kunststoff, Holz oder Aluminium. Ein Flügelrahmen verfügt häufig über spezielle Falzrahmen, die die Dichtprofile und Fensterscheiben aufnehmen. Dichtprofile dienen zur Abdichtung des Falzes zwischen dem Blend-und Flügelrahmen. Am unteren äußeren Teil des Flügelrahmens gibt es in der Mehrzahl der Fälle eine Abtropfschiene und am Blendrahmen ein Profilblech oder eine Rahmenebene, die schräg nach unten verläuft.
FensterrahmendübelMit einem Fensterrahmendübel kann man bei der Abstandsmontage Fenster- und Türrahmen befestigen. Zieht man die Schraube an, zieht man gleichzeitig den Sicherheitskonus in die Hülle und spreizt den Dübel. Das Montageobjekt wird dabei nicht gegen den Baustoff gezogen, dies ist im Falle von Abstandmontagen und bei Bauteilen, die schon ausgerichtet sind, von Bedeutung. Es gibt Ganzmetall-Rahmendübel MRD, welche man zur Durchsteck-Montage nutzt. Sie eignen sich für Hohl- und Vollmauerwerk und Beton und besitzen eine Alu-Zink-Beschichtung, die sie vor Korrosion schützt. Man befestigt mit ihnen Kunststoff-, Aluminium- oder Holzrahmen an Türen oder Fenstern. Des Weiteren gibt es den Metall-Rahmendübel MRD-HK, den man im Durchsteckverfahren verwendet, beispielsweise in Leichtbetonhohlblocksteinen. Die Aufnahme hoher Querkräfte ist möglich. Man befestigt mit diesem Rahmendübel hölzerne Fenster- und Türrahmen. Auch Konterlattungen an Wandbauplatten können so direkt montiert werden.
FenstersprossenAus Kunststoff oder Holz gefertigte Fenstersprossen können die Fassade sehr ansprechend aussehen lassen. Richtige Sprossenfenster, die über eine glasteilende Sprosse verfügen, kosten viel mehr als eine großflächige, durchlaufende Scheibe. Man kann ebenfalls preiswertere Sprossenapplikationen einsetzen. Dabei gibt es beispielsweise einseitig aufgesetzte Sprossen, beidseitig aufgesetzte Sprossen mit oder ohne Blindsprosse im Scheibenzwischenraum und echte Sprossen. Echte Sprossen schützen natürlich auch vor Hauseinbrüchen. Einige Sprossenvorsätze kann man beim Fensterputzen abnehmen. Außerdem gibt es sogenannte Sprossenvorsatzrahmen als Drehflügel, die sich auf der Außenseite des Fensters befinden.
FenstersturzDen Sturz oberhalb einer Fensteröffnung bezeichnet man als Fenstersturz.
FensterzargeEine Fensterzarge ist ein aus Beton, Holz oder Metall bestehender Anschlagrahmen, den man in die Fensteröffnung einsetzt, während die Rohbauarbeiten ausgeführt werden. Sind die Putz- und Rohbauarbeiten abgeschlossen, verwendet man die Fensterzarge auch, um das Fenster aufzunehmen.
FernwärmeFür Fernwärme ist ein Hausanschluss als Obergebestation nötig, welcher der Abgabe von Wärme an das Gebäuderohrnetz dient. Die Produktion von Fernwärme findet in Großfeuerungsanlagen statt und es handelt sich dabei oft um die Abwärme, die bei der Erzeugung von Strom entsteht. Geliefert wird sie dem Verbraucher in Form von Heißwasser durch eine Ringleitung mit Abzweigleitung. Manchmal kann sie auch direkt als Heißwasser verwendet werden. Liegt ein Haus günstig im Einzugsgebiet eines Erzeugers von Fernwärme, kann diese eine praktische Alternative zu weiteren Heizsystemen darstellen.
Fertigbauteil / FertigteilFertigbauteile, oder auch Fertigteile, sind Bauteile, welche man serienmäßig aus einem oder mehreren Werk- oder Baustoffen in dafür eingerichteten Betrieben anfertigt, damit sie auf der Baustelle eingebaut werden können. Sie sind vollständige Einheiten, welche unterschiedliche Bauleistungen beinhalten können. Mit Fertigbauteilen geht der Bau rascher und rationeller voran. Man verwendet unter anderem Beton-Fertigteile, Fertigziegelmauerwerk und Holztafelwände.
FertigelementparkettFertigelementparkett bezeichnet montagebereite, abgesperrte Parkettelemente mit Nut- und Kamm-Verbindung, deren Versiegelung für gewöhnlich in der Fabrik erfolgt.
FertiggarageEine Fertiggarage lässt sich viel einfacher aufbauen und ist auch ein wenig günstiger als eine Massivgarage. Die Mehrzahl der Fertiggaragen ist schon mit einem Regenwassersystem ausgestattet. Allerdings bieten Massivgaragen mehr Möglichkeiten zur Gestaltung. Eine Fertiggarage kann aus Stahlbeton, Faserzement, Stahlblech, Porenbeton oder Leichtbeton bestehen. Meist verfügen Fertiggaragen über ein Stahlschwingtor. Eine Betongarage ist eine geschlossene Einheit aus Boden, Garagentor, Flachdach sowie Entwässerung. Auch Faserzementgaragen sind geschlossene Einheiten, die nachdem sie aufgestellt wurden, lediglich einen Putz erhalten müssen. Eine Stahlblechgarage hingegen baut man schrittweise zusammen.
Fertighäuser für BehinderteFertighäuser für Behinderte besitzen einen stufenlosen Eingang, breite Türen und große Räume mit ausreichend Wendeflächen für Rollstühle. Die Fensterbrüstungen sind niedrig und die Kücheneinrichtungen können in der Höhe verstellt werden. Bodenbeläge müssen rutschfest und rollstuhlbefahrbar sein. Es gibt zudem spezielle Schalter für die Elektroinstallation, spezielle Armaturen und Badewannen und auch an Fenstern und Türen sind Spezialbeschläge angebracht. Wichtig ist, dass auch die Ansprüche der anderen Hausbewohner erfüllt werden und es nicht so viele technische Einrichtungen geben darf, dass der Behinderte außer Haus nicht mehr zurecht kommt.
FertighausverzeichnisDas Fertighausverzeichnis ist das Verzeichnis der Mitglieder im Bundesverband Montagebau- und Fertighäuser e. V., das jedes Jahr veröffentlicht wird. Enthalten sind sämtliche Teilnehmer, deren Objekte das RAL-Zeichen RG 422, das Vereinszeichen und das Überwachungszeichen der Bundes-Gütegemeinschaft-Montagebau und Fertighäuser besitzen. Unabhängige Prüfer führen zweimal im Jahr unangemeldete Prüfungen durch.
FertigkellerFertigkeller setzt man aus großen Wandfertigteilen auf die Bodenplatte oder das Fundament und verankert sie dort. Manchmal werden auch direkt auf einem Planum vollständige Betonelemente mit Bodenplatte und Außenwand versetzt und anschließend verbunden. Schon ab Werk verfügen Fertigkeller über Tür- und Fensteröffnungen, Entsorgungsleitungen und Installationsschlitze. Wenn im Plan alles richtig abgestimmt ist, kann man die Fertigkeller auch zum Unterkellern von Architektenhäusern anwenden. Der Vorteil liegt in der Geschwindigkeit und im günstigen Preis.
FertigmörtelMörtel, der gebrauchsfertig gemischt ist, heißt Fertigmörtel.
FertigparkettEin Fertigparkett ist ein aus Holz industriell gefertigtes Fußbodenelement. Man schleift und versiegelt die Oberfläche schon im Werk, dadurch kann der Fußboden direkt nachdem er verlegt wurde, begangen werden. Abhängig von der Fußbodenkonstruktion ist eine Verlegung der Elemente auf unterschiedliche Weisen möglich, beispielsweise auf Lagerhölzer. Wichtig ist es, das Fertigparkett schwimmend zu verlegen, es darf also nicht mit dem Untergrund verschraubt oder verklebt werden.
Fertigparkett in TafelformMan verlegt Fertigparkett mit einer Stärke von 11 mm, das fertig geschliffen ist und dessen Oberfläche behandelt wurde, auf schwimmenden Estrichen mit einer Korkschrotmatte, Trockenbodensystemen oder anderen Zwischenlagen. Nut und Federn müssen verleimt werden. Fertigparkett ist in diversen Holzarten erhältlich.
Geschossflächenzahl GFZDie Geschossflächenzahl ist das Verhältnis zwischen der Anzahl der Geschossflächen zur Grundstücksfläche und gibt Aufschluss darüber, inwieweit die Bebauung eines Grundstücks erlaubt ist bzw. die Erstellung von wie vielen Quadratmetern an Geschossfläche zulässig ist. Man findet die GFZ im Bebauungsplan. Ist ein Grundstück zum Beispiel 1000 Quadratmeter groß und die GFZ beträgt 0,5, so darf eine Wohnfläche von 500 Quadratmetern errichtet werden.
GeschossstoßGeschossstoß heißt die Verbindung, die zwischen den Wänden des Erd- und Obergeschosses bzw. Dachgeschosses besteht.
GeschossverbindungsplattenBei Geschossverbindungsplatten handelt es sich um aus KRONOPLY OSB gefertigte schub- und zugfeste Plattenstreifen, mit denen das Erd- und Ober- oder Dachgeschoss im Geschossstoßbereich verbunden wird.
geschrotetDurch Hauen oder Brechen zerkleinerte Tonplatten, Backsteine oder Kalksandsteine sind geschrotet.
Geschwungene Wand- und DeckenformenHierbei handelt es sich um Wölbungen, Bögen oder Säulen, aus GK-Platten, die nass oder trocken gebogen wurden und eine adäquate Unterkonstruktion aufweisen.
Gesetzliche UnfallversicherungTräger der Gesetzlichen Unfallversicherung sind die deutschen Bauberufsgenossenschaften. Sämtliche am Bau eines Eigenheims Beteiligten – außer der Bauherr – sind automatisch gegen Wege- und Arbeitsunfälle versichert. Bauherren haben die Möglichkeit, eine freiwillige Versicherung bei der Bauberufsgenossenschaft abzuschließen. Sie müssen ihr Vorhaben bei der jeweils zuständigen Bauberufsgenossenschaft melden. Dort werden sie auf Wunsch auch umfassend beraten, vor allem über Unfallverhütung.
GesimsEinen Vorsprung der Decken- oder Dachkonstruktion oder ihrer Verkleidung über der Fassade nennt man Gesims. Dieses kann das Gebäude schmücken oder gliedern oder als Regenschutz dienen.
GestaltungsplanEin Gestaltungsplan ist ein Umgebungsplan, welcher anzeigt, wie die Umgebung, die zu einem Gebäude gehört, genutzt wird.
Gestauchte StifteGestauchte Stifte sind Nägel, bei denen die breiten Kuppen auf maschinelle Weise derart zusammengestaucht sind, dass sie der Kuppe einer Stecknadel ähneln.
gestocktEine Kunst- oder Natursteinfläche, die mit einem Stockhammer bearbeitet wurde, ist gestockt.
gestoßene VerkleidungEine gestoßene Verkleidung besteht aus Verkleidungselementen, die stumpf aneinander stoßen.
GesundheitsschädigungEine Wirkung gilt als gesundheitsschädigend, wenn sich Strukturen und/oder Funktion des Organismus temporär oder anhaltend in einem solchen Ausmaß ändern, dass die physiologische Variationsbreite überschritten wird.
GewährleistungsfristenSeit 1.1.2002 gibt es neue Regelungen zur Gewährleistungsfrist. Nun muss ein Handwerker 2 Jahre (statt zuvor ein halbes Jahr) für mängelfreie Arbeit haften. Im Falle kleinere Reparaturen kann sich die Frist jedoch auf ein Jahr verkürzen. Von Bauhandwerkern erbrachte Leistungen unterliegen noch immer den Regelungen des BGB, also gilt eine Gewährleistungsfrist von 5 Jahren, die nicht verkürzt werden kann. Diese Frist gilt auch für Baumaterialien, inklusive Produkten aus Baumärkten, sodass Handwerker nicht mehr allein verantwortlich für Materialfehler sind. Gemäß VOB/B kann sich die Gewährleistungsfrist bei Bauleistungen auf 2 Jahre reduzieren. Für Heimwerker ergeben sich ebenfalls neue Vorteile: In den ersten 6 Monaten nach dem Kauf von Materialien liegt die Beweislast beim Händler. Kann er nicht nachweisen, dass die Produkte frei von Materialfehlern waren, ist er verpflichtet, Schadensersatz zu zahlen.
GewändeEin Rahmen aus Betonwerk- oder Naturstein oder auch als Betonfertigteil, der in die Tür- oder Fensteröffnung einer Wand eingesetzt wird.
Gewässerschaden-HaftpflichtversicherungHäuser, welche mit Öl beheizt werden, sollten über eine Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung verfügen. Der Eigentümer haftet nämlich selbst ohne eigenes Verschulden in voller Höhe, wenn Öl aus undichten Tanks ausläuft und ins Erdreich oder Grundwasser läuft. Schon ein Viertel Liter Öl verunreinigt eine unvorstellbare Menge von 250 000 Litern Wasser. Der verseuchte Boden muss aufwendig saniert und entsorgt werden, was astronomische Kosten verursacht.
GewässerschutzzonenEine Gewässerschutzzone ist eine festgelegte Zone, in der spezielle Schutzbestimmungen für das Grundwasser gelten.
HaustechnikZur Haustechnik gehören der technische Ausbau, also die gesamte technische Ausrüstung eines Gebäudes wie die Rohrleitungen, Sanitäreinrichtungen und Armaturen. Auch die Gas-, Elektro- und Wasserleitungen zählen dazu, ebenso die Fernseh- und Telefonleitungen, Aufzüge, Pumpen, Ventilatoren, Lüftungs- und Heizungsanlagen und die Warmwassserversorgungseinrichtungen.
Haustechnische AnlagenZu den haustechnischen Anlagen zählen beinahe alle Ent- und Versorgungseinrichtungen, die fest eingebaut sind und die man benötigt, damit ein Gebäude bewohnt und anderweitig genutzt werden kann, also die Sanitär- und Heizungsanlagen, Lüftungs- und Antennenanlagen.
HaustürBei der Haustür sind nicht nur die Mechanik und Physik wichtig, sondern ebenfalls die Ästhetik und ein repräsentatives Aussehen, da es praktisch die Visitenkarte des Hauses ist. Eine Haustür sollte zur Fassade passen. Ein zusätzliches Vordach bietet gleichzeitig Schutz und weitere Gestaltungsfacetten.
HauswasserzählerEinen Hauswasserzähler baut man dort zwischen den Hauptabsperrventilen ein, wo das Haus ans Brauchwasserversorgungsnetz angeschlossen ist. Am Hauszähler, der zur Messung des Wasserverbrauchs dient, wird vom kommunalen Wasserversorgungsunternehmer manuell oder elektronisch der Wasserverbrauch abgelesen und abgerechnet.
HautverhütungsmittelUnter Hautverhütungsmitteln versteht man reaktionshemmende Lösemittel, beispielsweise Aromaten, Terpentinöl, Kohlenwasserstoffe, Hydrazine, Phenoloe, aromatische Amine und sehr oft Oxime umd Butyraldoxim oder Methylethyletoxim.
HebelSo lautet ein Herstellername für Porenbeton.
HebetürEine Terrassen- oder Balkontür, die dicht schließt und die man, wenn man sie öffnen möchte, mit einem Hebedrehkipp-, Hebeschiebetür- oder Hebedrehschlag aus einem Sitz heraushebt, der versenkt ist und eine Sattelschiene umgreift.
HeftenHeften bezeichnet provisorisches Nageln, um mehrere Materialteile temporär fest zusammenzufügen, sodass sie für eine gewisse Bearbeitung geeignet sind und sich die Nägel im Anschluss entfernen lassen, ohne dass Schäden am Werkstoff entstehen.
HeftpistoleEine Heftpistole ist ein Handtacker.
HeimatschutzHeimatschutz nennt man einen Verein, der sich mit dem aktiven Denkmalschutz befasst.
HeißbitumenBitumen, das man vor Ort in einem Kocher erhitzt, nennt sich Heißbitumen. Man nutzt es unter anderem als Kleber, Deckabstrich einer Dachdichtung, Bitumen- oder Voranstrich.
HeißklebenMit dem Heißklebeverfahren lassen sich Kabel im Nachhinein verlegen. Man fixiert die Leitung mit kleinen Klebepunkten an der Oberkante der Fußleiste, sodass sie nicht auffällt. Beim Heißkleben fixiert man Materialien mit Hilfe von flüssigem Klebematerial und einer Heißklebepistole. So kann man sauberer, sparsamer und exakter vorgehen als beim gewöhnlichen Kleben und auch die Abbindezeit ist kürzer. Als erstes führt man den Klebestift in die Heißklebepistole ein und erhitzt diesen auf 150 bis 200 Grad Celsius. Nun lässt sich der flüssige Klebestoff präzise dosieren. Danach können die Teile zusammengefügt werden. Da die Klebefähigkeit durch Verschmutzungen abnimmt, sollte man die Klebeflächen zunächst säubern. Das Heißklebeverfahren kann bei Metall, Kunststoff, Holz, Glas, Keramik und Textilien angewandt werden.
HeißklebepistoleDies ist ein elektrisches Gerät, mit dem man die verschiedensten Materialien verkleben kann. Der Klebestift wird in der Heißklebepistole erhitzt, was ein äußerst exaktes Kleben ermöglicht.
HeißluftgebläseEin Heißluftgebläse ist ein elektrisches Gebläse, das man durch Schaltstufen oder stufenlos regeln kann. Ein Motor heizt den angesaugten Luftstrom elektrisch auf, so kann eine Temperatur von 100 bis 600 Grad Celsius erzielt werden. Mit dem Heißluftgebläse kann man Farbe von Türen, Fenstern oder alten Möbeln ablösen, weichlöten, trocknen oder Rohrbiegen anwärmen.
HeißluftpistoleEine Heißluftpistole ist ein Elektrofön mit großer Leistungsfähigkeit, den man nutzt, um Farbe zu entfernen. Der vom Fön ausgeblasene Hitzestrom lässt die Farbe schmelzen. Wenn die Farbe weich ist, nimmt man einen Spachtel, um sie abzuheben. Ein vorsichtiger Umgang ist unbedingt erforderlich, denn der Luftstrahl kann Temperaturen von bis zu 600°C erreichen.
HeißluftverfahrenDas Heißluftverfahren kommt vor allem im Norden Europas zur Schädlingsbekämpfung zur Anwendung. Dazu muss im kompletten Querschnitt des Holzes mindestens eine Stunde lang eine Temperatur von 55°C herrschen. Die DIN 68 800-4 lässt dieses Verfahren zu, allerdings müssen die gefährdeten Holzbauteile anschließend einer Behandlung mit einem chemischen Holzschutzmittel unterzogen werden, damit das Holz vorbeugend geschützt wird.
KesseldruckimprägnierungEin Holzschutzverfahren, bei welchem Borsalze oder ein anderes Imprägnierungsmittel unter Hochdruck tiefer in die Holzfasern eindringt als bei einem gewöhnlichen Anstrich.
KettenhausReihenhäuser, die durch Wintergärten, Garagen oder dergleichen wie eine Kette aneinander gereiht sind, nennt man Kettenhäuser.
KettensägeEine Kettensäge ist eine Handsäge, die mit einem Benzinmotor oder elektrisch angetrieben wird und die mit einer umlaufenden Sägekette Holz trennt. Da sie grob schneidet, nutzt man sie für feine Arbeiten nicht, sondern eher, um Bau- und Brennholz zuzuschneiden. Beim Sägen muss man sehr gut Acht geben, um Unfälle zu vermeiden.
KettensägenfeilenEine aus Metall gefertigte Feile, mit der man die Sägekette von Kettensägen schärft.
KiesfangEin Kiesfang ist ein gelochter oder geschlitzter Aufsatzkörper, der sich auf einem Dachgully befindet, um zu verhindern, dass Kies ins Entwässerungssystem fortgeschwemmt wird. Er dient ebenfalls als Laubfang.
KiespressdachEin Kiespressdach ist ein Flachdach, bei welchem die oberste Schicht eine Kiesschüttung ist.
KippdübelKippdübel sind spezielle Hohlraumdübel, die aus Metall bestehen. Ihr Spreizteil setzt sich aus einem Flügel zusammen, der wegen der ungleichen Flügelhälften und durch Einwirkung der Schwerkraft nach dem Durchstecken durchs Bohrloch umkippt, wodurch eine große Auflagefläche entsteht. Sämtliche Metallteile sind mit einer galvanischen Verzinkung versehen. Man benutzt Kippdübel für Montagearbeiten an abgehängten Decken. Mit Typ D kann man Lichtbänder, Holzleisten, Metallprofile und Leuchten anbringen, die direkt anliegen. Typ H eignet sich, um Hängeleuchten zu befestigen. Kippdübel können in Hartfaserplatten, Holzwolleleichtbauplatten, Faserzementplatten, Gipsfaserplatten, Gipskarton, Spanplatten, Stahlsteindecken, Hohlziegeldecken, Trapezblech und Holzkörperdecken angewandt werden.
KippflügelfensterKippflügelfenster schlägt man unten kann und kippt den Flügel. Von der Außenseite ist es kompliziert, sie zu putzen.
KirschbaumKirschbaumholz ist ein Nadelholz mit rotweißem Splint und dunklem Kern. Es ist glänzend, feinfaserig, mittelhart, zäh und fest. Man kann aus ihm Möbel herstellen und es im Innenausbau verwenden.
KistenbänderUnter Kistenbändern versteht man Aufschraubbänder für Kästchen, Truhen und Kisten.
KittUnter Kitt versteht man heiße Spachtel- oder Dichtungsmassen, die aus künstlichen oder natürlichen Rohstoffen gefertigt werden. Mit Kitt kann man Risse und Löcher im Untergrund füllen und raue Anstrichflächen glätten. Für den Untergrund, den man bearbeiten will, muss ein passender Kitt ausgewählt werden. Sämtliche Kittsorten sind gut schleifbar.
KitteEs gibt Ein- und Zweikomponentenkitte, die zu unterschiedlichen Anwendungszwecken dienen. Am häufigsten dichtet man mit ihnen die Bereiche zwischen zwei Bauteilen ab, die stumpf gestoßen sind.
Kittlose VerglasungDies ist eine bei Metallfenstern angewandte Verglasungsart, bei der man Kunststoff- oder Metallprofilschienen durch eine Spezialbefestigung an die Glasscheiben anbringt.. Die kittlose Verglasung dient zur Dichtung und Halterung.
KittmesserEin Kittmesser nutzt man, um den Kitt in die Ecken zu drücken, wenn man einglast. Dabei streicht man den Kitt nicht nur glatt, sondern drückt ihn auch seitlich ab, sodass die Kittfuge sauber wird. Häufig sind Kittmessser an der Vorderseite abgerundet.
Klammern
Klammern nutzt man bei Holzwerkstoffplatten und Holzbauteilen aus Nadelholz. Man darf sie ohne Bauaufsichtliche Zulassung mit einer Prüfbescheinigung auf Abscheren und für kurze Zeit auf Herausziehen beanspruchen. Werden sie dauerhaft auf Herausziehen beansprucht, ist eine Bauaufsichtliche Zulassung erforderlich. Dabei sollte der Winkel zwischen der Holzfaserrichtung und dem Klammerrücken bei >=30° liegen, damit der maximal erlaubte Abscherwert erzielt wird. Man kann Klammern mit Hilfe von Druckluft und entsprechenden Geräten eintreiben.
KlammernägelKlammernägel sind Heftklammern, welche man mit einem Tacker einschießt.
LeibungDie seitliche, innere Wandfläche einer Fenster- oder Türöffnung oder einer Nische wird Leibung genannt.
LeichtbauLeichtbau ist eine Innenausbauweise, die aus nichttragenden massiven Wandelementen besteht oder als Rost (Metall oder Holz) sowie Verkleidungskonstruktionen.
LeichtbauplattenLeichtbauplatten sind Bauelemente, die aus Holzwolle, PVC oder Gips bestehen und häufig für Verkleidungen im Leichtbau genutzt werden.
LeichtbaustoffeWegen ihrer porigen, also wärmedämmenden und materialsparenden Qualitäten werden Leichtbaustoffe oft verwendet. Verglichen mit massiven Baustoffen schneiden sie bei der Schalldämmung allerdings schlechter ab. Leichtbausteine wie Gasbeton, Bims, Lehm- oder Porenziegel können in tragender Funktion eingesetzt werden, obwohl sie ein recht geringes spezifisches Gewicht haben. Zu den Leichtbauplatten zählen unter anderem Holzwerkstoff-, Gipskarton-, Bims-, Gasbeton- und Hartschaumplatten. Man nutzt sie als Vorhangfassaden, Verkleidungen oder im Innenausbau. Unter Leichtbauwänden versteht man nichttragende Innenwände, welche sich aus einer Rahmen- oder Ständerkonstruktion mit aufliegenden oder eingepassten Leichtbauplatten und manchmal Dämmstoffen zusammensetzen. Man kann sie auch gut im Nachhinein einbauen.
LeichtbauwandEine nichttragende Trennwand, welche aus einer Metall- oder Holzkonstruktion besteht, auf welche eine Verkleidung mit Gipsfaser-, Span- oder Gipskartonplatten aufgebracht wird. Zur Verbesserung der Schall- und Wärmedämmung füllt man den Zwischenraum mit Dämmmaterial aus. Da da Wände nicht schwer genug sind, ist die Schalldämmung nicht sehr effektiv. Die Montage von Leichtbauwänden geht rasch vonstatten. Besonders praktisch sind sie, um bei der Modernisierung von Altbauten den Grundriss neu zu gestalten, da sie so leicht sind, dass man sie auch auf Holzbalkendecken errichten kann.
LeichtbauweiseBei der Leichtbauweise verwendet man leichte Trennwände, die aus Metall- oder Holzständerwerk bestehen und über eine doppelseitige Beplankung und eine schalldämmende Hohlraumfüllung verfügen.
LeichtbetondeckeEine Leichtbetondecke kann als Stegdielen-, Rippen-, Hohlkörper- oder Plattendecke ausgeführt werden.
LeichtbetonsägenBei Leichtbetonsägen ist das Sägeblatt grob gezahnt. In manchen Ausführungen sind die Zähne mit Hartmetall bestückt, was sie äußerst langlebig macht. Mit ihnen kann man vor allem Leichtbeton sägen, wie der Name schon sagt.
LeichtbetonsteineLeichtbetonsteine fertigt man aus mineralischen, porigen Zuschlägen sowie hydraulischen Bindemitteln. Porige Zuschläge können Naturbims, Lavaschlacken oder andere Natursteinzuschläge sein oder auch gebrannte Leichtzuschläge, beispielsweise Blähbeton. Durch die Zuschlagstoffporen erhalten die Steine günstige Wärmedämmeigenschaften. Man vermauert sie im Trockenmauerverfahren oder benutzt leichten Maurermörtel. Da Leichtbetonsteine eine raue Oberfläche besitzen, haben sie eine gute Putzhaftung.
LeichtmetalleLeichtmetalle sind Metalle, die ein Reingewicht von unter 4kg/dm2 haben, dazu zählen Calcium, Aluminium, Natrium, Magnesium und weitere.
LeichtmörtelDies sind Mörtel, welche man für gewöhnlich mit Zuschlägen aus porigem Gefüge gemäß der DIN 4336 1 2 oder auch mit Perlite produziert. Eine Verwendung von Zuschlägen mit dichtem Gefüge gemäß der DIN 4226 T 1 ist ebenso möglich. Die Trockenrohdichte muss < 1,5 kg/dm3 betragen. Die Herstellung von Leichtmörteln ist lediglich als Frisch- oder Werkmörtel erlaubt. Abhängig von ihrer Wärmeleitfähigkeit kategorisiert man Leichtmörel in die Gruppen LM 21 sowie LM 36.
LeichtziegelLeichtziegel werden hauptsächlich für wärmedämmende Mauerwerke aus tonigen Massen, Ton oder Lehm geformt und gebrannt. Dabei können porenbildende Stoffe oder Magerungsmittel hinzugefügt werden. Sie haben eine hohe mechanische Festigkeit und wiegen nur wenig. Ins Rohtongemisch fügt man porosierende Stoffe hinzu, welche während des Brennvorgangs ausgasen und im fertigen Stein zahlreiche feine Poren zurück bleiben lassen. Dank der porösen Oberfläche ist die Putzhaftung gut. Man kann Leichtziegel fräsen, sägen, schneiden und schleífen. Sie haben dieselbe Wärmeleitzahl wie andere Leichtbaustoffe.
LeimUnter dem Oberbegriff Leim fasst man wasserlösliche Klebstoffe zusammen.
Leimen HolzbearbeitungMit Leimen bezeichnet man eine Holzverbindung, die unlösbar ist. Man trägt den Leim auf den Holz auf und achtet bei Weichholz darauf, dass er einseitig aufgetragen werden muss, bei Hartholz hingegen auf beide Holzteile. Spannt man die Holzteile, welche man zusammengesetzt ist, anschließend mit Zwingen, festigt man durch Austrocknung die Holzverbindung.
LeimfarbenanstrichEin Leimfarbenanstrich ist vor allem für den trockenen Innenbereich geeignet. Trägt man einen Neuanstrich auf, muss man den Altanstrich zuvor mit Wasser abwaschen. Leimfarbenanstriche setzen sich aus Kreide, Methylzellulose, Buchenholzzellulose und Talkum zusammen.
MesserfeilenMit diesen feinen Feilen kann man feine Feilarbeiten durchführen, beispielsweise kann man damit Schlüssel feilen.
MesserwelleEine Messerwelle gehört zum elektrischen Handhobel und zu stationären Hobelmaschinen. Unter Last bringt eine Messerwelle es auf zwischen 8000 und 10000 Umdrehungen pro Minute.
MessingdübelDie Verankerungs- und Bohrtiefe von Messingdübeln ist gering, doch sie erzielen hohe Haltewerte in Vollmauerwerk und Beton. Man schlägt sie in ein zylindrisches Bohrloch ein und dreht die Schraube mit metrischem Gewinde ein. Dabei verspreizt der Anker. Messingdübel sind ideal zum Befestigen von Haltewinkeln und Beschlägen. Beim Messing Spreizdübel MSD handelt es sich um einen korrosionsbeständigen Metall-Spreizdübel. Man verarbeitet ihn am besten in der Durchsteckmontage. Dabei dreht man die Schraube in den Dübel ein und schlägt sie im Durchsteckverfahren bis an den Gegenstand an. Dann zieht man die Schraube an. In der mittelschweren Befestigung sorgt der Dübel aufgrund einer zwangsweisen, kraftkontrollierten Spreizung für viel Sicherheit, denn wenn man die metrische Schraube anzieht, presst man die Spreizsegmente durch den Innenkonus an die Bohrlochwandung. Messingdübel eignen sich für Sperrholz, Massivholz, Spanplatten, Faserzementplatten, Kunststein, Kunststoff, Naturstein, Vollziegel, Schichtstoffplatten, Kalksandvollstein u.v.m. Man kann mit ihnen Möbelbeschläge, Unterkonstruktionen, Kleingeräte, Haltewinkel und weiteres befestigen.
MessingscharnierBeim Messingscharnier handelt es sich um ein aus Messing gefertigtes Möbelscharnier.
MesswerkzeugeMesswerkzeuge sind Geräte mit denen man messen, anreißen und vergleichen kann, also zum Beispiel Winkel, Meterstab, Rollbandmaße, Zirkel, Taschenbandfedern und -maße, Winkelmesser und Wasserwaage. Einige intelligente Messwerkzeuge machen es auch möglich, Neigungen, Längen sowie Flächen auf simple und exakte Art zu messen.
MetalldeckungIst ein Dach um zwischen 2 und 35° geneigt, kann es eine Metalldeckung aus Kupfer-, Aluminium-oder Zinkblech, Metallfolien oder verzinktem Stahlblech erhalten.
MetalldetektorEin Metalldetektor erhöht die Sicherheit beim Bohren. Ortet er Metall, sollten Sie an der betreffenden Stelle nicht bohren oder Sie können herausfinden, wie tief Sie bohren dürfen. Vor allem, wenn man in Wohnwänden bohrt, ist es möglich, auf Eisenarmierungen oder Leitungen zu stoßen. Dabei ist ein Metalldetektor sehr nützlich, weil er Metall ortet, bevor man mit dem Bohren beginnt.
MetallgrundBei DULUX-Metallgrund handelt es sich um eine graue Rostschutz-Grundfarbe, die sich besonders zum Auftragen auf Stahl- und Eisenflächen im Außen- und Innenbereich eignet. Die Farbe ist bleifrei und kann einfach verarbeitet werden. Sie zeichnet sich außerdem durch eine hohe Kantenabdeckung aus. Achten Sie darauf, dass der Untergrund, den Sie lackieren möchten, frei von Staub, Rost und Fett ist und waschen Sie mögliche Verunreinigungen mit einem in Wasser getränkten Schwamm ab. Der DULUX-Metallgrund ist nach etwa anderthalb Stunden grifffest und nach 4 bis 5 Stunden überstreichbar. Er reicht für etwa 16 Quadratmeter Anstrich.
MetallkonsolenAus Metall bestehende Konsolen, an denen man Regale, Wandbords und ähnliches befestigen kann. Sie haben eine rechtwinklige Form und setzen sich aus zwei Schenkeln zusammen, an einem davon bringt man die Wand an und auf die anderen Schenkel stellt man das Möbelstück und fixiert es.
MetallkrallenkeileDies sind für Hammer gedachte Metallkeile, an denen man den Hammerkopf sicher befestigen kann. Auf sie passen Stiele von Äxten, Beilen und Hämmern.
MetallsägebogenHierbei handelt es sich um einen Spannbogen für Metallsägeblätter von Handsägen. Man befestigt das Sägeblatt an den Enden des Bogens. Mit einer Einstellschraube lässt es sich spannen.
MetallseifenMetallseifen sind Salze von höheren Harz-, Fett- und weiteren Carbonsäuren, welche sich beispielsweise mit Kobalt, Zink, Mangan oder Calcium bilden. Man verwendet sie in Kunststoffen, als Hilfstoffe, in Öllacken und -farben, als Trockenstoffe und als Antiblockmittel.
MetallständerwerkEin Metallständenwerk ist eine tragende Wandkonstruktion, die aus U- und C-Metallprofilen besteht und die Hohlraumdämpfung sowie die Beplankung aufnimmt. Abgesehen von den Anschlussprofilen müssen die Senkrechten ganz und gar variabel gesetzt werden, um beispielsweise Tragtraversen direkt aufzunehmen. Nur die Einhaltung eines Höchstachsabstands, abhängig von der Dicke der Beplankung, ist erforderlich. Man kann Metallständerwerke ein- und beidseitig beplanken. Auch eine Ausführung als Doppelständerwand ist möglich. Wenn der Wandzwischenraum mit Dämmstoff ausgefüllt wurde, beplankt man auch die zweite Wandseite, zum Beispiel mit Gipskartonplatten. Lichtschalter, Steckdosen usw. setzt man in Aussparungen. Wenn Ausbrüche entstehen, ist eine Verspachtelung dieser möglich.
MetallstichsägeblätterMetallstichsägeblätter sind für Aluminium, Weichstahl, Buntmetalle und weitere Materialien erhältlich. Die Stärke richtet sich nach dem Sägetyp. Im Falle von Aluminium beträgt sie zwischen 3 und 15 mm, bei Weichstahl zwischen 3 und 6 mm und bei rostfreien Stahlblechen zwischen 2 und 5 mm. Im Fall von Zinn und Blech reicht die Stärke bis zu 20 mm.
MeteorwasserMeteorwasser ist natürliches Abwasser, also Grundwasser, Regen, Eis und Schnee.
MeterDie Längeneinheit Meter ist der 4-millionster Teil des Erdmeridians, der durch die Pariser Sternwarte geht. Man bewahrt dieses aus Iridium und Platin bestehende Ur-Meter im französischen Staatsarchiv auf. Im Jahr 1875 erhielten sämtliche Staaten, in denen das Dezimalsystem gilt, eine exakte Nachbildung dieses internationalen Urmeters. Neuerdings zulässig ist es, den Meter mit Wellenlängen zu definieren. Der Begriff „Meter“ leitet sich vom griechischen Wort „Metron“ ab, was „Maß“ heißt.
Nitro-LackNitro-Lack ist ein Lack, der äußert schnell trocknet und dessen Festkörperanteil verglichen mit Kunstharz-Lacken vergleichsweise gering ist.
NitroverdünnungIn einer Nitroverdünnung sind Ether, Esther, Alkohole und Ketone enthalten, sowie manchmal auch Aromate wie Toluol oder Xylolo. Sie dient zum Lösen von Nitrofarben und -lacken.
NominalzinsNominalzins heißt der Zinssatz, welchen der Kreditnehmer für den Nennbetrag eines Darlehens, die sogenannte Nominalschuld, zahlen muss. Die Höhe der laufenden Zinsrate richtet sich dabei nach dem Nominalzins. Man kann allerdings die tatsächliche Belastung für den Kreditnehmer nicht aus dem Nominalzins ableiten. Diese ergibt sich aus dem Effektivzins, in welchen Verrechnungs- und Ratenzahlungstermine miteinbezogen werden.
NoniushängerDies ist ein Stahlblech-Formteil, das als Aufhänger für Holz- und Metallprofile dient. Es gibt Noniusanhänger in unterschiedlichen Tragfähigkeitsklassen.
Normalformat NFEin Mauerstein hat folgende Abmessungen: L x B x H = 240 x 115 x 71 mm. NF (Normalformat) = 240 x 175 x 113 mm.
NormalmörtelBei Normalmörtel handelt es sich um einen Mörtel mit Zuschlag mit dichtem Gefüge gemäß der DIN 4226 T1 und einer Trockenrohdichte, die gleich oder größer 1,5 kg pro dm3 beträgt. Ist ein Mörtel anders zusammengesetzt, muss man die Rohdichte ermitteln. Liegt diese bei weniger als 1,5kg/dm3 wird er als Leichtmörtel betrachtet. Abhängig von ihrer Festigkeit teilt man Normalmörtel in die Mörtelgruppen I, II, ha, III sowie IIIa ein.
NormformateNormalerweise haben geformte Baustoffe definierte Maße. Die Bauplanung richtet sich nach diesen Normen.
NotarEin Jurist, der zur Durchführung gewisser Rechtshandlungen berechtigt ist, nennt sich Notar. Er kann freiberuflich tätig oder in einem staatlichen Notariat beschäftigt sein. Er hat die Pflicht zur Belehrung der Käufer und Verkäufer hinsichtlich des rechtlichen Ausmaßes beim Abwickeln von Immobiliengeschäften. Konkret beglaubigt er das Grundstücksgeschäft, überprüft die Grundbucheintragung vor der Unterzeichnung des Vertrags, formuliert die Wünsche von Käufer und Verkäufer genau, trägt den Vertrag beim Termin der Unterzeichnung Wort für Wort vor, beantwortet kostenfrei sämtliche Fragen bezüglich der Abwicklung der Zahlungsmodalitäten zwischen Käufer und Verkäufer, bezüglich der Benachrichtigung des Finanzamts über die Berechnung der Grunderwerbssteuer, bezüglich des Beantragens der Eigentumsbeschreibung beim Grundbuchamt und Übergabe der Kaufsumme an den Verkäufer sowie des Grundbuchsauszugs an den Käufer. Die Notargebühren richten sich einheitlich nach dem Geschäftswert des Grundstücks oder der Immobilie.
NotaranderkontoDieses Konto ist auf einen Notar angemeldet. Es dient der treuhänderischen Verwaltung der Gelder Dritten durch den Notar.
Notwendigkeit der LüftungUm ein gesundes Leben im Innenbereich zu ermöglichen ist es wichtig, dass ein guter Austausch zwischen Außenluft und Raumluft stattfindet. Dabei herrscht ein natürlicher Luftwechsel über die existierenden Undichtigkeiten der Türen und Fenster. Gleichzeitig muss gezielt gelüftet werden, durch mechanische Luftabsaugung und Öffnen der Fenster, damit das Wohnraumklima so hoch wie möglich bleibt. So lassen sich möglich negative, die Gesundheit schädigenden Einflüsse von Lebensgewohnheiten und Schadstoffen verringern oder sogar neutralisieren.
NPKMit NPK kürt man Normkompositionenkatalog ab. Dies ist eine ausführliche Leistungsbeschreibung für eine Ausschreibung.
Nut- und Feder-PlatteEin Stecksystem, mit dem man Verlegeplatten, Paneelen und Dielen verbinden kann. Dadurch, dass die Elementstöße Vertiefungen besitzen , ist die Struktur der Nut- und Federplatte klar und verbessert die Optik. Verlegt man Laminat oder Parkett, kann man auf diese Weise ebenfalls die Leimfläche vergrößern, sodass sich der Zusammenhalt verbessert.
Nut- und FederverbindungZu den Bauteilen, die für diese Verbindung benötigt werden, zählen Profilbretter, Bausteine und/oder Bauplatten. An der einen Seite weisen die Bauteile eine Nut, also eine schmale Rinne auf, und an der anderen ist eine Feder – also Leiste, die heraussteht und in die Nut passt. So wird alles noch fester und passgenauer.
Nut und KammDiese Verbindungsart findet man hauptsächlich bei Bauelementen in Plattenform. Die Nut ist ein Schlitz und der Kamm das passende Gegenstück.
NutfräserMit dem Nutfräser kann man vor allem Falze und Nuten fräsen und raue Kanten nachbearbeiten. Es ist aus verschiedenen Materialien und in verschiedenen Größen erhältlich.
NutzflächeDie Räume eines Hauses, welche man nicht zu Wohnzwecken verwendet, heißen Nutzfläche. Diese umfassen Dachräume, die nicht ausgebaut sind, Kellerräume, Balkone, Terrassen, Abstellräume und Garagen. Das Gegenteil heißt Wohnfläche, also alle Räume, die bewohnt werden.
PlattenbefestigungIm Trockenbau benutzt man Schnellbauschrauben, welche man durch Traglattung, Ständerwerk oder Gipskarten schraubt. Bei reinen Holzkonstruktionen verwendet man sogenannte Spax, deren Gewindegeometrie derart beschaffen ist, dass sie selbst ins Holz schneiden und kein Vorbohren erforderlich ist.
PlattenbelegungDies ist die Auflagerung sowie Montage von Beplankungsmaterialien auf Kopf- und Fußrähm sowie Ständerwerk. Bei Kopf- und Fußrähm legt man sie meist nur halb, also die Beplankung liegt nur auf der halben Rähm- und Stützenbreite auf.
PlattenfundamentEin Plattenfundament ist eine Stahlbetonplatte, die als Bauteil einer Flächengründung dient.
PlattenheberMit Hilfe eines Plattenhebers kann man ohne Probleme kleinere Platten anheben und transportieren. Die Befestigung der Platten am Plattenheber erfolgt über zwei Greifecken mit verstellbarer Distanz. Die Griffe, die sich am Plattenheber befinden, machen ein leichtes Herausheben der Platten möglich. Man benutzt dieses Gerät im Fliesenbereich.
PlattenrasterBei einem Plattenraster sind die Platten auf Rasterstützen regelmäßig angeordnet. Es wird zwischen Passformaten und Hybridrastern unterschieden.
PlattenschneiderEin Plattenschneider verfügt über eine schrägverlaufende, scharfe Hartmetallschneide, mit der man Eternit, Wandkacheln und Fußbodenfliesen schneiden kann. Entlang einer Linie ritzt man in die Oberfläche des Glases einen Anschlag ein. Dann wird die Scheibe entlang des Ritzes auf ein Brett gelegt und die andere Seite nach unten gedrückt. Es kommt zum Zerspringen der Platte an der Risslinie.
PlattenstößePlattenstöße sind geschlossen dichte Fugen, die sich beispielsweise bei Verkleidungselementen zwischen zwei Plattenkanten befinden. Im Trockenbau verspachtelt man die Stöße der Gipskartonplatten, damit die Oberfläche später so glatt und eben wie möglich ist, wenn man sie behandeln will. Werden die Plattenstöße nicht sauber ausgeführt, kann es später unter anderem zu einer Abzeichnung durch die Tapeten kommen.
PlattenstoßstützePlattenstoßstütze heißt die Stütze, auf der man die Platten stößt. Ein Nachweis des Schubflusses auf die Scheibenwirkung der Wandbeplankung und die anfallenden Vertikallasten ist erforderlich. Großes Augenmerk muss auf die Randabstände der Verbindungsmittel und den Abstand der Verbindungsmittel untereinander gelegt werden.
PlattenwandEine Plattenwand ist eine leichte Trennwand, die aus Holzwolleleicht- oder Tonhohlbauplatten, Gips- oder Leichtbetonbauplatten bestehen kann.
PMDI-VerleimungPMDI ist die Abkürzung für Polymere Diphenylmethandiisocyanate. Man nutzt die PMDI-Verleimung, um eine Kronoply-OSB/4-Platte herzustellen, die garantiert frei von Formaldehyd ist. Ihr Emissionswert beträgt rund 0,01 ppm. Verwendet wird PMDI in der Mittelschicht von Kronoply OSB/3. Zwischen Klebstoff und Holz bilden sich echte chemische Bindungen, die mechanisch fest sind und eine gute Feuchtebeständigkeit aufweisen. Würde man dieselbe Menge Klebstoff verwenden, würden die Platten, die man mit Phenolharz verleimt dreimal so fest sein.
Pocket-WasserwaageDies ist eine Wasserwaage, die so klein ist, dass man sie in der Hosentasche umhertragen kann.
PodestEin Podest ist eine erhöhte Bodenfläche. Auch die Plattform, die sich an der Biegung von Treppen befindet, kann gemeint sein.
PolicendarlehenEin Policendarlehen setzt sich aus einer Lebensversicherung und einem Kredit zusammen. Der Kreditnehmer baut in der Lebensversicherung Kapital auf, welches er nach 20 oder 30 Jahren zum Tilgen des Kredits benutzt. Dadurch sind die Zinsen beim Kredit jedoch viel höher als sie es bei einem Hypothekendarlehen wären, da anfangs nicht getilgt wird. Zwar sind die Zinsen vergleichsweise gering, dennoch sind die Kosten insgesamt höher und auf den Versicherten kommt unter Umständen ein zweifaches Zinsrisiko zu. Wenn die Zinsen für das Darlehen sich erhöhen, sinkt dabei die Verzinsung der Lebensversicherung und in der Finanzierung kann es zu Lücken kommen. Interessant ist dieses Finanzierungsmodell bei einer Vermietung der Immobilie, da man dann die hohen Zinsen als Werbungskosten abschreiben kann.
PolyäthylenPolyäthylen wird kurz als PE bezeichnet. Es ist ein thermoplastischer Kunststoff, den man als Werkstoff benutzt, unter anderem als Abdeckfolie, Kaltwasserrohr, Abflussrohr oder Schutzrohr bei der Elektroinstallation.
Polychlorierte BiphenylePolychlorierte Biphenyle sind in Weichmachern für Papierprodukte und Kunststoffe, Imprägniermitteln und Elektroninstallationen verhanden. Sie rufen Leber- und Nierenschäden hervor und stehen im Verdacht, Krebs zu erregen.
Reine WohngebieteIn reinen Wohngebieten sind lediglich Wohngebäude erlaubt, abgesehen von nicht störenden Handwerksbetrieben, kleinen Geschäften, Herbergen sowie sozialen, kulturellen, kirchlichen, sportlichen und gesundheitlichen Bauten und Einrichtungen.
ReißnadelMan braucht eine Reißnadel bei der Übertragung von bekannten Größen oder Maßen auf Metall. Sie ist aus gehärtetem Stahl oder Werkzeugstahl, sodass die Anreißstriche sich sichtbar auf dem Metall abzeichnen. Auch im Bereich der Kunststoffverarbeitung verwendet man Reißnadeln.
Relative LuftfeuchteIn der Regel ist in Luft lediglich ein Teil der maximalen Luftfeuchtigkeit, also der absoluten Luftfeuchte enthalten. Die relative Luftfeuchtigkeit entspricht der existierenden Wasserdampfmasse dividiert durch die maximal mögliche Wasserdampfmasse. Man gibt sie normalerweise in Prozent an. Damit das Wohnklima behaglich ist, empfiehlt sich eine relative Luftfeuchte zwischen 50 und 60%. Man muss für permanenten Luftaustausch sorgen, sonst erhöht sich die Luftfeuchtigkeit rasch und es entstehen Schimmelpilze.
RenovationDieser Oberbegriff bezeichnet die unterschiedlichen Arten von Erneuerungs- und Instandsetzungsarbeiten.
Renovierung von alten AnstrichenWenn der Untergrund tragfähig ist, also man es mit Altanstrichen zu tun hat, die nicht kreiden, kann man diesen ganz leicht überstreichen, um ihn zu renovieren.
RentenschuldGemäß BGB ist die Rentenschuld eine Form der Grundschuld, die ins Grundbuch eingetragen wird und eine Verpflichtung zu Zahlungen aus dem Grundstück in regelmäßigen Abständen darstellt. Für eine Rentenschuld muss immer eine Ablösungssumme festgelegt werden. Mit dieser ist es dem Eigentümer möglich, die Rente abzulösen.
ReservierungZwischen dem Interessenten und dem Makler wird eine Reservierungsvereinbarung abgeschlossen, sodass der Makler eine gewisse Zeit keine Verhandlungen mit weiteren potentiellen Käufern über die Wunschimmobilie durchführt. Normalerweise beträgt der Zeitraum der Renovierung 14 Tage. Der Makler behält eine Reservierungsgebühr ein, falls es doch nicht zum Kauf der Immobilie kommt. Diese Gebühr darf nicht höher als 10 Prozent der Maklerprovision sein. Kommt es zu einem Kaufvertrag, rechnet man sie in der Regel auf die Courtage an. Hat der Makler einige Wochen lang keine Angebote der Immobilie gemacht, ist erneute Werbung vonnöten, damit ein Käufer gefunden werden kann.
ResistenzklasseEine Stufe im Klassifizierungssystem der natürlichen Resistenz, also Widerstandsfähigkeit oder Dauerhaftigkeit, von Holzarten gegen den Angriff von Pilzen mit holzzerstörender Wirkung. Der Begriff ist alt und stammt aus der DIN 68 364. In Zukunft wird man den Begriff Dauerhaftigkeitsklasse verwenden.
ResonanzkörperdämpfungIn Hohlräumen kann es zur Bildung von Resonanzkörpern kommen und damit zu verstärkten Schwingungen. Dies ist vor allem bei Geschossdecken der Fall. Man dämmt Hohlräume in ihrer Resonanzschallbildung durch Einbauen eines Dämmstoffs auf halber Breite der Konstruktion. Im Falle von Deckenbalken sind dies meist zwischen 10 und 15 cm. Von Bedeutung ist, dass die Flanke des Dämmstoffs sauber an den Balken angeschlossen ist.
RestschuldMit der Restschuld ist der Betrag gemeint, dessen Rückzahlung aus einem Darlehen bis zu einem gewissen Zeitpunkt noch nicht erfolgt ist. Ersichtlich ist die Restschuld aus dem Tilgungsplan.
RestschuldversicherungBei der Restschuldversicherung handelt es sich um eine Spezialform der Risikolebensversicherung, welche den Bauherr oder unter Umständen seine Hinterbliebenen bei Arbeitsunfähigkeit oder Tod absichert. Die Versicherung übernimmt dann die Tilgung des Darlehens. Dabei sinkt die Versicherungssumme mit der Kredittilgung. Normalerweise wird von den Finanzierungsinstituten automatisch eine Restschuldversicherung verlangt, wenn ein Baudarlehen abgeschlossen wird. Wenn dieser Versicherungsschutz nicht vorhanden ist, wird normalerweise kein Darlehen gewährt.
RestwertRestwert heißt der steuerliche Buchwert von einem Gebäude, welchen man aus den Herstellungs- und Anschaffungskosten minus den durchgeführten Abschreibungen kalkulieren kann.
RevisionsklappeAbflussrohre, Absperrventile, Schächte, verkleidetete Rohrverbindungen, Elektro-Schaltkästen, Stromverteilungen uvm. benötigen eine Revisionsklappe. So geht die Reparatur oder Wartungen von Installationen, die sich hinter dieser Klappe befinden, leichter von der Hand.
RevisionsöffnungDies ist ein Teil der Verkleidung von Bauteilen, den man abnehmen kann. Die Revisionsöffnung hilft bei Instandsetzungsarbeiten und Reparaturen von Installationen oder Bauteilen, die sich hinter ihr befinden. Im Trockenbau gibt es vorgefertigte Metallrahmen für diese Öffnung.
RevisionsschachtRevisionsschächte sind Schächte, die zu Zwecken der Montage, Reinigung oder Kontrolle von Leitungen im Erdreich in gewissen Abständen verlegt werden. Sie können aus Mauerwerk mit begeh- und befahrbaren Abdeckungen, Ortbeton oder Betonfertigteilen bestehen. Um den Einstieg zu erleichtern, sind sie manchmal mit Steigeisen ausgestattet.
RezeptmauerwerkDies ist ein belastbares, dünnwandiges Mauerwerk, das gemäß der DIN 10953, Teil 2, aufgebaut werden muss.
SchatullenschlösserFür Schatullen gedachte Möbelschlösser heißen Schatullenschlösser.
SchatullenverschlüsseDies sind Verschlüsse für Schrauben, die man auf das jeweilige Holzteil aufschraubt.
SchaumkunststoffEin Werkstoff, der auf künstliche Weise hergestellt wird und eine zellige, geschossene oder offene Struktur aufweist.
SchaumstoffeCharakteristisch für diesen Kunststoff ist seine hohlzellige Struktur und das niedrige Raumgewicht, das sich dadurch ergibt.
Schaumverhütungsmittel oder BlasenverhütungsmittelDazu zählen Silkonöle, Mineralöle, Ester der Borsäure, Tenside, im Falle von lösemittelhaltigen Anstrichen Fluorverbindungen sowie hydroxylgruppenhaltige Verbindungen.
ScheibeMit dem Terminus Scheibe wird in der Statik ein aussteifendes Tragglied bezeichnet, das aus einem Werkstoff in Plattenform ist. Mit einer Kronoply-OSB oder auch einer Kronotec-MDF-Beplankung kann man eine Scheibentragwirkung erzielen.
Scheibenzwischenraum SZRIm Falle von Isoliergläsern bezeichnet man den lichten Abstand zwischen zwei oder drei Einfachscheiben als Scheibenzwischenraum.
ScheinfugeScheinfugen sind Vertiefungen, die in Betonflächen angeordnet wurden, um diese optisch zu gliedern.
ScheitelDen höchsten Punkt eines Gewölbes oder Bogens nennt man Scheitel.
Scheitrechter BogenEin scheitrecher Bogen ist ein waagerechter, gemauerter Sturz, der sich über eine Tür- oder Fensteröffnung befindet. Bei ihm sind die Steine in Keilform vermauert, es gibt keinen oder fast keinen Stich.
SchelllackEin Lack, mit dem man die Oberfläche von Möbeln transparent behandeln kann. Der Nachteil ist, dass Schelllack sehr lichtempfindlich ist.
SchelleEine Schelle ist ein für Rohrleitungen geeignetes Befestigungselement in Form eines Ringes.
ScherenScheren sind Werkzeuge, die es in diversen Ausführungen gibt, beispielsweise als Tapetenscheren, Vielzweckscheren, Haushaltsscheren, Seitenschneider, Figurenscheren, Fliesenlochschneider, Blechscheren uvm. Man braucht Scheren für so vielfältige Anwendungsgebiete wie zum Pflegen des Körpers (Haareschneiden) und zum Schneiden von Metall. Damit eine Schere perfekt funktionieren kann sollte sie scharf, also richtig geschliffen, sein und die Schneidflächen sollten dicht schließen und dabei nicht klemmen.
ScherengitterEin Scherengitter ist ein Gitter, das sich zusammenschieben lässt und aus Aluminium- oder Stahlprofilen besteht, die wie eine Schere verbunden sind.
ScherentreppenUnter Scherentreppen versteht man Treppen, die sich ausziehen lassen und mit Scherenscharnieren ausgestattet sind. Man findet sie unter anderem an Aufgängen zu Dachböden.
ScheuerbeständigScheuerbeständig ist ein Beanspruchungsmerkmal von Anstrichen.
SchichtenmauerwerkEin Schichtenmauerwerk ist ein Natursteinmauerwerk, bei welchem die Steine lediglich bis zu einer gewissen Tiefe bearbeitet werden. Es kann als regelmäßiges, unregelmäßiges oder hammerrechtes Schichtenmauerwerk ausgeführt werden.
SchichtholzSchichtholz ist formbeständiges Bauholz, welches aus kleinen Brettern gefertigt wird, die mit Kunstharz verleimt sind.
SchiebefensterEin Fenster, welches man nicht dreht, um es zu öffnen , sondern es waagerecht oder senkrecht verschiebt.
SchiebeladenSchiebeladen gibt es analog zum „Schiebefenster“.
SchieberEin Schieber ist eine Vorrichtung, die innerhalb eines Gehäuses in Rohrleitungen geführt wird und mit der man den Durchfluss von Gasen und Flüssigkeiten regeln oder absperren kann.
SchiebetürbeschlägeUnter Schiebetürbeschlägen versteht man Spezialbeschläge, mit denen man Türen von Kästen und Schränken öffnen kann, indem man sie seitwärts schiebt. Schiebetürbeschläge sind für unterlaufende und innenliegende Türen erhältlich. Bei den Beschlägen für unterlaufenden Türen liegt die Belastbarkeit bei 40 kg pro Tür. Bei Beschlägen für innenliegende Türen beträgt die Belastbarkeit 25 kg pro Tür. Die Laufteile sind in der Höhe verstellbar und besitzen Laufrollen mit Kunststoffummantelung. Dadurch ist ihr Lauf äußerst leise. Sicherungsschrauben sorgen dafür, dass man die Türen nicht aus Versehen aushängt. Man benutzt Führungsleiter und Profile aus Kunststoff für die untere Türführung. Mit Abstandswinkeln und Abstandshaltern wird ein seitlicher Mindestabstand der Türen sichergestellt. Das Bodenführungsprofil wird in qualitativ hochwertigem Kunststoff ausgeführt.
SchiebetürschlösserMit Schiebeschlössern sind für Schiebetüren gedachte Möbelschlösser gemeint.
SchieblehreMit diesem Messgerät misst man den Außendurchmesser von Rundteilen, den Innendurchmesser von Rohren, und auch zur Tiefenmessung von Bohrlöchern kommt die Schieblehre zum Einsatz. Für gewöhnlich liegt die Messgenauigkeit bei 1/10 mm, jedoch sind auch Schieblehren mit einer Genauigkeit von 1/1000 mm erhältlich. Man benutzt diese vor allem im Metallbereich, wenn man Passungen und exakte Rundteile herstellt. Fachleute nennen die Schieblehre Messschieber.
Schieferdeckung
Wenn ein Dach um mindestens 22° geneigt ist, kann es eine Schieferdeckung erhalten. Man sollte an ein flugschnee- und regensicheres Unterdach denken. Das Dach wird auf nagelbarem Untergrund wie Vollschalung oder Bauplatten eingedeckt. Bei den althergebrachten deutschen Deckungsarten deckt man auf Pappunterlage, dazu zählen die Wilde Deckung, Spitzwinkel und Schuppen-Schablone. Eine Schieferdeckung zeichnet sich durch Frostbeständigkeit, Wetterfestigkeit, Pilzbeständigkeit, Verrottungsfestigkeit aus. Sie gehört der Baustoffklasse A1 an ist nicht brennbar und weitesgehend stoßfest. Darüber hinaus muss eine Schiefereindeckung nicht gewartet oder gepflegt werden und Decksteine, die beschädigt wurden oder fehlen, können stets ausgewechselt oder erneuert werden.
Schiffboden-DielenbodenEin Schiffboden setzt sich aus Hart- oder Weichholzbrettern zusammen, die alle etwa zwischen 10 und 12 mm breit und mit Nut und Feder ausgestattet sind. Man nutzt diesen Holzboden hauptsächlich für Kinder- und Schlafzimmer.
Schifter-SchiftsparrenDies sind die Sparren, die sich bei einem Walmdach zwischen der Traufe und den Gratsparren befinden.
SchiftungUnter einer Schiftung versteht man dünne Holzplättzchen, die einen Untergrund, der nicht im Lot steht, darauf vorbereiten, die folgende Bauschicht aufzunehmen.
Schilfplatten und StrohplattenStroh- und Schilfplatten kommen als Trittschall- und Wärmedämmung zum Einsatz. Ihre Wärmeleitfähigkeit liegt bei zwischen 0056 und 0,1 W/mK und ihr Diffusionswiderstand bei 1 bis 1,5.
SchimmelfleckenVor dem Streichen sollte man Schimmelflecken sorgsam mit Essigwasser von der Wand waschen, anschließend alles trocknen lassen und dann einen gewöhnlichen Isoliergrund als Voranstrich aufbringen.
SchindeleindeckungEine Schindeleindeckung ist eine schuppenähnliche Eindeckung, die Einzelelemente aus gespaltenem Holz als Dachhaut oder Unterdach besitzt.
SchindelnSchindeln verkleiden Hausfassaden oder decken komplette Dächer. Es sind gesägte oder gespaltene, flache Holzbrettchen, die aus Red Cedar, Fichte, Eiche oder Kiefer sind. Vor der Erfindung von keramischen Dachsteinen nutzte man sie sehr häufig.
SchlackenbetonBeton, dem Schlacke zugesetzt ist. Man verwendet ihn für Schlackenbetonsteine.
SchlämmanstrichEin Schlämmanstrich ist ein weißer, flüssiger Anstrich der aus einer Mischung aus Weißzement und Kalkfarbe oder reiner Kalkfarbe besteht und auf unverputztes Mauerwerk aufgebracht wird. Mit ihm lassen sich Vertiefungen ausgleichen.
SchlämmenUnter Schlämmen versteht man es, wenn man eine Mauerfläche oder Ähnliches mit einer Schicht aus Anstrichstoffen wie beispielsweise Kalkmisch mit Gesteinsmehl, feinem Sand oder anderen mineralischen Zuschlagstoffen aufbringt. Man trägt die Schicht in einer Stärke von 2 bis 5 mm mit einer Bürste auf.
SchlagbohrmaschinenDies ist ein Elektrowerkzeug, mit dem man vor allem Stein, Beton und andere harte Werkstoffe bohren kann. Sie besitzt ein integriertes Rastenschlagwerk, welches der rotierenden Ansriebswelle eine Bewegung überlagert, die axial schlagend ist. Die Andrückkraft wirkt sich auf die Schlagenergie aus. Ist das Schlagwerk abgeschaltet, kann man die Maschine ebenfalls als Bohrmaschine benutzen.
SchlagleisteEine Schlagleiste ist eine senkrechte Leiste, die bei einer Tür oder einem Fenster mit zwei Flügeln als Anschlag für den zweiten Flügel dient.
SchlagregensicherheitFassaden sollten sich durch Schlagregensicherheit auszeichnen, damit verhindert werden kann, dass die Rohbaukonstruktion unzulässig durchfeuchtet wird.
SchlagschrauberEin Schlagschrauber ist ein elektrisches Schraubgerät, mit dem man schwere Schraubverbindungen gut fixieren kann. Schlagnocken, die in Rotationsrichtung auf die Bohrachse einwirken, sorgen für die Schlageinwirkung. Durch die Schrauben entstehen hohe Drehmomente. Diese wiederum sorgen für einen festen Sitz, selbst wenn die Schrauben groß sind. Ein Schlagschrauber hat eine viel höhere Leistung als ein gewöhnlicher Elektroschrauber. Es gibt außerdem Schlagschrauber als Akku-Geräte.
SchlammfangEin vertiefter Öl- oder Benzinabschneider oder Hofablauf, in dem Schlamm- und Schmutzteile sich absetzen und zurückgehalten werden.
SchlammsammlerEin Schlammsammler ist ein Schacht, in welchem Metorwasser und Feststoffe auf mechanische Weise getrennt werden. Er funktioniert nach dem Schwerkraftprinzip. In regelmäßigen Abständen muss eine Entleerung vorgenommen werden.
TilgungsaussetzungZur Sicherung eines gefährdeten Darlehens und um die anfänglich festgelegte Baufinanzierung zu sichern, kann sich eine Tilgungsaussetzung als sehr effektiv erweisen. In der Mehrzahl der Fälle findet die Aussetzung der Tilgung innerhalb einer speziellen Finanzierungsstrategie statt. Dabei kann es sich unter anderem um eine Lebensversicherung handeln, vor allem bei vermieteten Objekten. Erfolgt keine Tilgung, ändert sich die Höhe des Fremdkapitals nicht, wodurch die Zinsbelastung ebenfalls auf dem demselben Niveau bleibt, sofern keine Änderungen des Zinssatzes auftreten. Wenn man bei einer Immobilienfinanzierung eine Tilgungsaussetzung anwendet und diese mit einer Kapital-Lebensversicherung absichert, ergeben sich deutliche Steuervorteile. Verlängert man die Kreditlaufzeit, indem man niedrigere Beträge tilgt als geplant, heißt dies Tilgungsstreckung. Dieses Angebot gibt es hauptsächlich von Bausparkassen, die damit die Bausparer unterstützen, indem sie die Anfangsbelastung senken.
Tisch-FräsemaschineMit der Tisch-Fräsemaschine kann man stationäre, größere Fräsarbeiten ausführen, welche sich mit Hilfe einer Oberfräse nur mit viel Mühe vollbringen lassen würden. Man nutzt Tisch-Fräsemaschinen vor allem im gewerblichen Bereich, beispielsweise in Zimmereien und Schreinereien.
Tisch-KreissägenDies sind stationäre Kreissägen, die Arbeiten ermöglichen, die für eine Handkreissäge zu großflächig sind. Zum Einsatz kommen Tisch-Kreissägen hauptsächlich auf Baustellen, in Schreinereien und in anderen gewerblichen Betrieben.
TischlerplatteEine Tischlerplatte besteht aus verleimten Naturholzstäben, die an beiden Seiten aufgeleimte Absperrfurniere besitzen. Man nutzt sie unter anderem zum Bau von Möbeln. Sie fallen in die Kategorie Sperrholz.
TöpferzangenEine Töpferzange nutzt man im Keramikbereich zur Glasierung von Materialien, um Schäden an der Glasur zu vermeiden. Die Zange ist rund und hat an einem ihrer Enden einen Blechstreifen, an dem sich 3 aufgebrachte Stahlpunkte befinden. Das andere Zangenende ist einpunktförmig. Wenn man sich Keramiken, die handglasiert wurden, genau ansieht, erkennt man die 4 Punkte der Töpferzange.
TonEin natürlicher Rohstoff, aus dem man beispielsweise Tondachsteine, Fliesen und Ziegel herstellt.
TondachsteineTondachsteine oder auch Dachziegel nutzt man seit 2 Jahrtausenden zum Eindecken von Dächern. Durch den Einfluss der Römer gelangte diese Art der Ziegelherstellung in den Norden Europas. Man bereitet den Ton im Werk auf, presst, formt, trocknet und brennt ihn. Ziegel können Feuchte aufnehmen, doch diese verdunstet rasch. Es gibt verschiedene Sorten von Dachziegeln, die Unterschiede liegen zum Beispiel in der Verfalzung und der Farbe, die ja nach Mineralienzusatz und Tonvorkommen gelb, hellrot oder dunkelrot ist. Zudem gibt es engobierte Ziegel, die man mit Tonschlämme versieht, bevor man sie brennt. Auch glasierte Ziegel sind erhältlich.
TonhohlplatteEine Tonhohlplatte ist eine Platte, die aus tonigen Massen oder Ton gebrannt und geformt wird. Sie besitzt quadratische Hohlräume in Tragrichtung, damit man sie als Deckentragplatte zwischen Stahlträgern oder auch für Wände benutzen kann.
TonnendachEin Tonnendach ist wie ein Tonnengewölbe geformt und gebogen.
TonnengewölbeEin Tonnengewölbe hat die Form eines liegenden halben Kreiszylinders.
TopfkonserviererDies ist ein biozider Zusatz, der hauptsächlich in wässrigen Anstrichstoffen vorhanden ist und dafür sorgen soll, dass der Anstrichstoff ,während er im Gebinde aufbewahrt wird, nicht von Mikroorganismen befallen wird.
TopfscharniereBei Topfscharnieren handelt es sich um Scharniere, die nicht sichtbar sind und die Form eines Topfes haben. Ihr Durchmesser beträgt zwischen 26 und 35 mm.
TopfscharnierlochbohrerEin Spezialbohrer, mit dem man vor allem Befestigungslöcher für Topfscharniere einbohren kann. Mit einer Oberfräse oder einem Forstnerbohrer lassen sich diese Löcher ebenfalls herstellen.
TorkretierungMit Torkretierung ist die Verfestigung von Rissen, Baugrubenwänden oder Ähnlichem mit Spritzbeton gemeint.
TorsionDie Drehbeanspruchung von einem Material, das Drehmoment.
TorstahlEin für Bewehrungen geeigneter Rundstahl, der mit Quer- oder Längsrippen versehen ist.
UntersparrendämmungEine Dämmschicht, die man unter den Sparren, meist in einer Ausgleichslattung, anbringt. Seit die 3. WSVO in Kraft getreten ist, benötigt man die Untersparrendämmung häufig zusätzlich zur Zwischensparrendämmung, wenn zwischen den Sparren nicht genügend Platz ist, sodass die aktuellen Wärmeschutzanforderungen erfüllt werden können. Allerdings verringert sich so der Wohnraum.
Untersuchung des BaugrundesWenn die existierenden Böden und der Schichtenaufbau bestimmt wurden, muss man die Lage des Grundwasserspiegels ermitteln. Dies sollte so früh wie möglich geschehen, um das Baurisiko gering zu halten. Auf der Basis dieser Kenntnisse kann man die Standortfrage des Gebäudes klären. Dies kann entscheidend für den Erwerb eines Geländes sein, da die Baukosten bei hohem Grundwasserstand und in komplizierten Fällen steigen.
Untersuchung des GrundwassersDiese Untersuchung enthält Informationen zum Grundwasserspiegel und dessen Schwankungen und wird von Wasserwerken, geologischen Landesämtern, landwirtschaftlichen Verbänden und anderen vorgenommen. Wenn Baugruben gegründet werden, ist vor allem der höchste Grundwasserspiegel von Interesse. Berührt das Wasser das Bauwerk, muss das Grundwasser chemisch untersucht werden, um festzustellen, ob es sich gegenüber den benutzten Baustoffen aggressiv verhält. Obacht sollte man bei Thermalwässern haben. Sind Gebiete dicht besiedelt, können Verunreinigungen des Grundwassers aufgrund der Einleitung von Chemikalien und Abwässern auftreten.
Unterzüge verkleidenUnschöne Unterzüge in Stahlbeton- oder Stahlbauweisen lassen sich im Trockenbauverfahren verkleiden. Man sollte diese Verkleidung mit Wärmedämmung und Tragkonstruktion ausführen, denn Stahl und Beton als dichte Baustoffe sind ausgezeichnete Wärmebrücken.
UPMit UP kürzt man „unter Putz“ ab, also Leitungen, die in eine Wand eingelegt sind und Ähnliches.
UV-Absorber oder UV-Blockerzählen zu den Antioxidantien. In Holzlacken dienen sie zum Schutz des Untergrunds, denn sie wandeln die harte UV-Strahlung um in Wärme.
UW-ProfileProfile aus Metall, mit denen man Trennwand-Konstruktionen herstellt.
VersagensartenWenn Ankerpunkte überbeansprucht werden, die Montage falsch ausgeführt wurde oder der Untergrund nicht tragfähig genug ist, können Dübelsysteme versagen. Es gibt unterschiedliche Versagensarten, beispielsweise Bruch des Ankergrunds, Spalten des Bauteils, zu hohe Last, zu geringe Setztiefe, zu geringe Abmessungen des Bauteils, nicht eingehaltene Achs- und Randabstände, zu hoher Spreizdruck, Bruch des Dübels, weil die Schrauben- und Dübelfestigkeit zu gering ist uvm.
VersatzEin Versatz ist eine zimmermannsmäßige Holzverbindung, die sich häufig zwischen schrägen und vertikalen oder horizontalen Holzteilen erstreckt, indem ein Holzquerschnitt in den anderen eingreift.
VersenkfensterVersenkfenster kann man in einem Schacht im Boden versenken. Man betätigt sie mit einem Elektro- oder Kurbelantrieb.
VersicherungenWenn jemand auf dem Grundstück zu Schaden kommt, liegt die Haftung beim Eigentümer. Darum empfiehlt sich der Abschluss einer Bauherrenhaftpflichtversicherung sowie einer Grundstückshaftpflichtversicherung bereits während der Bauphase. Arbeitet jemand selber am Bau mit oder helfen Freunde und Familienmitglieder, ist eine Unfallversicherung bei der Bauberufsgenossenschaft vonnöten. Die Bauleistungsversicherung kommt für Schäden auf, welche sich in der Bauphase aufgrund von unvorhergesehenen Zwischenfälle, Unwettern oder Diebstahl ereignen. Wenn das Haus bezogen wurde, ist eine private Haftpflichtversicherung von Bedeutung. Vermietern raten wir zum Abschluss einer Haus- und Grundstückshaftpflichtversicherung. Eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung dient als Schutz vor Schäden, welche von auslaufenden Öltanks verursacht werden. Ebenso anzuraten ist eine Wohngebäudeversicherung für Schäden aufgrund von Leitungswasser, Feuer, Hagel und Sturm. In manchen Bundesländern ist diese obligatorisch. Auch eine Glasversicherung und eine Hausratversicherung sollte abgeschlossen werden.
VersicherungsdarlehenVersicherungsdarlehen werden von Lebensversicherungsgesellschaften zur Baufinanzierung angeboten. Dies geschieht durch eine Kombination einer Kapital-Lebensversicherung mit einem Hypothekendarlehen. Anstelle der Tilgungszahlungen zahlt man Beiträge in eine Lebensversicherung ein. Ist die Laufzeit zu Ende, tilgt man das Darlehen mit dem Versicherungsbetrag sowie der Überschussbeteiligung. Von Lebensversicherungen werden nahezu ausschließlich Darlehen ersten Ranges vergeben, die zwischen 40 und 60 Prozent des Beleihungswertes betragen.
VersicherungswertMit dem Versicherungswert ist die Höhe des Gebäudewertes im Versicherungsfall gemeint, im Gegensatz zum Neuwert eines Gebäudes.
VersickerungDringt Oberflächenwasser über Sickerpackungen oder direkt in wasserdurchlässige Bodenschichten ein, so nennt man dies Versickerung.
VersiegelnAls Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz versiegelt man Holzfußböden.
Versiegelung1. Eine porenschließende Behandlung der Oberflächen aus Stein, Beton oder Holz, um vor chemischen oder mechanischen Beanspruchungen zu schützen. 2. Das Abdichten von Anschlüssen, Fugen und ähnlichem mit Hilfe von elastischen Dichtungsstoffen auf Kunststoffbasis.
VersorgungsleitungUnter Versorgungsleitungen versteht man die Wasser-, Gas-, Elektrizitäts-, Fernwärme- oder Fernmeldeleitungen vom öffentlichen Versorgungsnetz und die betreffende Hausanschlussleitung.
VersottungEine Versottung ist eine Teerausscheidung an der Schornsteininnenwand, welche sich aufgrund von Kondenswasser bildet (dies kann vorkommen, wenn die Querschnitte zu groß sind oder kein ausreichender Wärmeschutz gegeben ist). Die Versottungen sind in Form von braunen Flecken an den Außenseiten sichtbar.
VerspachtelnMan kann die Kanten von Spanplatten ganz leicht verspachteln. Zunächst trägt man eine Öl- oder Kunstharzspachtelmasse mit Hilfe eines Spachtels auf die Kanten auf. Anschließend schleift man die Kanten mit einem Schleifpapier ab. Am Ende kann man die Kante mit Farbe überstreichen.
VerstärkungsstützeBei Sturzausbildungen ordnet man, wenn die Statik dies erfordert, eine Verstärkungsstütze an. Diese dient der Abtragung der Last aus dem Sturz. Neben die Verstärkungsstütze stellt man die gewöhnliche Rasterstütze.
VertäfelungEine Vertäfelung ist die Verkleidung von Decke oder Wänden mit Holztafeln.
Verteiler / Verteilung1. Die Verdrahtungseinheit der Elektrohauptleitung, der einzelnen Schalt- und Sicherungselemente der Elektroanlage und der einzelnen Stromkreisleitungen eines Gebäudes, die sich in einem Kunststoff- oder Stahlblech-Bauelement in Schrankform befinden. 2. Die zusammengefassten Abgänge an der Hauptleitung für die verschiedenen Verbrauchsleitungen einer Wasser-, Heizungs- oder Gasinstallation inklusive der Entleerungsventile, Absperrorgane usw., die dazu gehören.
VerteilungskoeffizientAuf Basis des Nerntschen Verteilungsgesetzes, welches thermodynamisch begründet ist, ist der Verteilungskoeffizient von einem chemischen Stoff eine systemabhängige, stoffspezifische, von der Strukturchemie bestimmte Gleichgewichtskonstante der Stoffverteilung zwischen zwei Phasen, die nicht mischbar sind.
WasserdampfWasserdampf ist Wasser in Gasform, welches die Luft abhängig von der Temperaturhöhe enthält. Er strebt nach gleichmäßiger Verteilung und nach Diffusion durch Baustoffe.
WasserdampfdiffusionDie Bewegung des Wasserdampfes durch Bauteile, ausgelöst vom Wasserdampfdruckgefälle. Der Wasserdampf bewegt sich von Stellen, an denen höherer Dampfdruck herrscht zu jenen mit niedrigerem Dampfdruck. Wie viel Wasserdampf durch das Stoffinnere wandert, richtet sich nach dem Aufbau, der Feuchtigkeit und der Art der Stoffe. Man kalkuliert dies anhand der Diffusionszahl.
WasserdampfdiffusionswiderstandszahlDie Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl gibt an, inwieweit Baustoffe fähig sind, Wasserdampf durchzulassen. Je höher der Wert, desto langsamer und schwieriger gelangt der Wasserdampf von der warmen zur kalten Seite.
WasserdruckreduzierventilEin Wasserdruckreduzierventil senkt den hohen Netzdruck auf den niedrigen Fließdruck.
WasserenthärtungsgeräteDiese Geräte beseitigen Kalk aus dem Leitungswasser und verbessern somit die Wasserqualität.
WassererwärmerDies ist ein Boiler bzw. Warmwassererzeuger, den man im Haushalt benutzt. Er kann in die Heizung eingebaut sein oder es kann sich um einen separaten, elektrischen Wassererwärmer handeln.
Wasserfeste BauplattenHierbei handelt es sich um imprägnierte Gipskartonplatten, welche herstellungsbedingt nur in geringem Maß zur Aufnahme von Wasser fähig sind und sich damit auch zum Einbau in Feuchträumen eignen.
WasserfleckenWasserflecken sind dunkle Flecken und Ringe an den Wänden und auf Möbeln. Sie bilden sich, wenn Feuchtigkeit eindringt. Ist ein Möbelstück betroffen, lässt sich die Stelle durch Auflegen eines saugfähigen Blattes ausbessern. Anschließend verwendet man ein Bügeleisen, um das Holz zu trocknen und trägt einen Holzkitt, eine Lasur oder dergleichen auf, damit das Möbel wieder in altem Glanz erstrahlt. Bei Wasserflecken an den Wänden muss die Ursache abgeklärt und beseitigt werden. Dann trocknet man die Wand und bringt einen neuen Anstrich auf. Es empfiehlt sich, Absperrmittel zu benutzen, damit sich die Flecken nicht erneut abzeichnen.
WassergefährdungsklasseDies ist eine Kennzahl, welche man auf der Basis biologischer Testverfahren ermittelt und die das Potential von Zubereitungen und Stoffen angibt, die Eigenschaften von Wasser zum Nachteil zu verändern.
WasserhärteDie Wasserhärte gibt Aufschluss über den Gehalt an gelöstem Magnesium und Calcium. Bei weniger als 1,5°dH ist das Wasser weich, bei mehr als 2,5°dH hart.
WasserhaltungWasserhaltung ist ein anderes Wort für die Trockenhaltung von Baugruben, wenn geringes Grundwasser oder Schichtenwasser vorhanden ist. Man legt dazu Pumpensümpfe an oder pumpt Wasser in die Kanalisation, einen Sickerbrunnen oder einen Vorfluter ab. Ist sehr viel Grundwasser da, senkt man das Grundwasser ab.
WassernaseMan bildet an den Rändern von Fensterflügeln, Wetterschenkeln, Balkonplatten u. a. unterseitige Rillen aus, an denen das Regenwasser abtropfen kann. Diese werden als Wassernase bezeichnet.
WasserverteilbatterieEine Unterverteilung vom Brauchwasser von der Zuleitung bis zu den Verbrauchseinrichtungen.
WasserwirtschaftsamtDas Wasserwirtschaftsamt wirkt bei Baugenehmigungsverfahren mit. Besonderen Einfluss hat es, wenn man in Außenbezirken baut, in denen es keine Kanalisation gibt, oder wenn das Grundstück weit weg von Wasserwerken an Seen oder Flüssen steht.
WasserzählerIn Deutschland misst man das gesamte Wasser, das verkauft bzw. verbraucht wird. Aus diesem Grund gibt es in allen Häusern einen Wasserzähler, der den Verbrauch des jeweiligen Gebäudes misst. Bei Wasserzählern handelt es sich um geeichte Geräte. Erhältlich sind diverse Zählerarten.
WCMit WC kürzt man Wasserklosett ab. Dieses wird zur Ableitung von Fäkalien benötigt.